Alleinerziehend vs keine Ahnung was ich da schreiben soll

    • (1) 14.11.12 - 23:42

      Hi
      ich komme gerade von einem Geburstag, dort waren auch 3 alleinerziehende Mütter, und irgendwann ging es darum wie schwierig das doch ist.

      Ein Thema war wie schwierig es ist alles allein zu koordienieren und ich habe mich erdreistet zu sagen das muß ich auch. Mein Mann arbeitet für eine Unternehmen das unter anderem Sicherheitstechnik herstellt , er ist regelmäßig im Ausland für mehrere Tage oder Wochen aktuell in Moskau. Obwohl alle 2 der 3 Frauen feste Partner haben, mit denen sie auch zusammenleben haben sie sehr nachdrücklich versucht mir zu verdeutlichen das ihr Leben als Alleinerziehende wesentlich aufwändiger und deutlich mehr Wertschätzung wert wäre als meines.
      Das letzte Totschlagargument war immer, ich lebe schliesslich mit dem Vater meines Kindes zusammen. Und dementsprechend wäre es bei mir etwas anderes.

      Ok. bitte ich euch halt erklärt mir den Unterschied

      B.

      Manche brauchen einfach Bestätigung ;-)

      Ich war die ersten 4 Jahre komplett alleinerziehend, habe aber nie ernsthaft darüber gemeckert oder mich als etwas besonderes gefühlt/aufgespielt. Klar ist es nicht immer einfach - aber das ist es doch nie! Im Gegensatz zu manch anderer Alleinerziehenden, habe ich es neben dem Stress welches ein Kind automatisch mit sich bringt, immer als (von den Momenten in denen ich mir natürlich auch mal jemanden gewünscht habe, der alles Gute und Schlechte mit mir teilen kann) als Privileg gesehen. Ich musste mich nur auf mich und mein Kind konzentrieren, musste mich nicht um Erziehungsfragen streiten, wir waren auf eine Art frei.
      Als sie 5 war, sind wir dann mit meinem Freund zusammengezogen, jetzt bin ich nicht mehr alleinerziehend, denn er erzieht ja mit, kümmert sich, passt auf sie auf wenn ich Samstags arbeite, nimmt mir allein durch seine Anwesenheit einiges ab (allein schon, das ich Samstags einfach arbeiten kann ohne groß herumorganisieren zu müssen, wer auf das Kind aufpasst). Es ist ein Unterschied zu vorher und völlig gleichgültig, dass er nicht der Vater ist.

      Aber in gewisser Weise ist es jetzt eben auch schwieriger als alleine, wir müssen nun auch Rücksicht auf ihn nehmen, wir Erwachsenen müssen uns in Erziehungsfragen einig sein/werden, denn er hat natürlich ein Mitspracherecht. Ich hab nun nicht mehr die Pflicht, aber auch nicht mehr das Recht alles alleine und nach meiner Nase tanzen zu lassen :-D

      Es ist eben eine Sache der Einstellung, einen wirklichen, greifbaren Unterschied gibt es nicht, ich finde sogar das eher Du es "schlechter" getroffen hast als die 3 Pseudoalleinerziehenden.

      • Hallo.

        >>> Ich war die ersten 4 Jahre komplett alleinerziehend, habe aber nie ernsthaft darüber gemeckert oder mich als etwas besonderes gefühlt/aufgespielt. Klar ist es nicht immer einfach - aber das ist es doch nie! Im Gegensatz zu manch anderer Alleinerziehenden, habe ich es neben dem Stress welches ein Kind automatisch mit sich bringt, immer als (von den Momenten in denen ich mir natürlich auch mal jemanden gewünscht habe, der alles Gute und Schlechte mit mir teilen kann) als Privileg gesehen. Ich musste mich nur auf mich und mein Kind konzentrieren, musste mich nicht um Erziehungsfragen streiten, wir waren auf eine Art frei. <<<

        Ich bin seit Beginn an alleinerziehend und habe es, ähnlich wie Du, immer als Privileg empfunden - und tue das bis heute.
        Für mich ist mein Leben und meine Situation allein mit Kind so perfekt, wie es ist.

        Aber dennoch ärgert es mich massiv, wenn ich von versorgten Frauen höre, dass sie ja quasi alleinerziehend sind ... und das hat nichts damit zu tun, dass ich Bestätigung benötige (die bekomme ich im Alltag automatisch), sondern weil sie nicht wissen, wovon sie reden.

        LG

        • <<Aber dennoch ärgert es mich massiv, wenn ich von versorgten Frauen höre, dass sie ja quasi alleinerziehend sind ... und das hat nichts damit zu tun, dass ich Bestätigung benötige (die bekomme ich im Alltag automatisch), sondern weil sie nicht wissen, wovon sie reden.<<

          So ist es. Vor allem der Satz triffts:
          "Weil sie nicht wissen, wovon sie reden."

          Grussa
          gostea

          So hat es die TE nicht geschrieben sie hat gesagt sie macht auch das was die andern wuppen müssen, und im Grunde wenn der Mann 5 Tage und länger weg ist und nur am WE da, müssen die Mütter das doch auch alleine machen, wie Kinder wegbringen abholen, einkaufen, Termine wahrnehmen usw.

        Nein, wissen sie nicht und wir wissen nicht, wie es ist mit einem Mann der wochenlang nicht da ist. Klar ist da die finanzielle Seite abgesichert, aber allein am Finanziellen hängt es doch nicht.
        Ich stelle es mir ehrlich gesagt schlimmer vor meinen Mann immer nur am Telefon zu hören und zu wissen "Ich hab zwar nen Mann, kann aber kaum was mit ihm teilen", als gar keinen zu haben - da weiß man wenigstens woran man ist #kratz Der Satz ist jetzt irgendwie komisch, aber vielleicht verstehst Du ihn trotzdem ;-)

        Ärgern tut es mich höchstens bei solchen wie von der TE beschrieben, die einen Partner haben und sich so hinstellen, als müssten sie alles alleine machen. Die sind nunmal nicht alleinerziehend, alleinverantwortlich, alleinverdienend...

(11) 15.11.12 - 08:04

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Obwohl alle 2 der 3 Frauen feste Partner haben, mit denen sie auch zusammenleben
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Das letzte Totschlagargument war immer, ich lebe schliesslich mit dem Vater meines Kindes zusammen. Und dementsprechend wäre es bei mir etwas anderes.
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#rofl

Und wo soll da nun der Unterschied zu anderen Paaren sein?
Okay, sie haben ihren Ex noch an der Backe und evtl. auch Streß mit ihm, aber sonst macht es keinen Unterschied, von dem das Kind ist oder ob man einen Trauschein hat oder nicht.

Wahrscheinlich jammern sie nur herum, weil sie dafür Ausreden suchen, daß sie nichts auf die Reihe bekommen.

AE bedeutet zwar strenggenommen, daß ein Elternteil ganz allein alles wuppen muß, eben auch finanziell.
Aber wenn bei einem Paar einer oft und evtl. auch lange außer Haus ist, wochenlang unterwegs, so ist der andere diese Zeit auch ganz allein mit den Kindern und muß sich auch allein um alles kümmern. Einzig das Finanzielle bleibt einfacher.

Diese Frauen spinnen.

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