Welches Strafmaß ist zu erwarten ...

    • (1) 22.11.12 - 17:21

      wenn eine (nachweisliche) Beleidigung zur Anzeige kommt?

      In welchem Bereich bewegt sich eine Strafe bei einer erwachsenen Person?

      Wenn die Einstellung des Verfahrens die "günstigste" Variante ist, welches wäre die "Höchststrafe"?

      Weiß das jemand? oder werden solche Verfahren eh generell eingestellt?

      • Das kommt wohl darauf an, in welcher Situation beleidigt wurde, wer beleidigt wurde, wie die Beleidigung selbst (wortlaut) ausgesehen hat und wie der Beleidigende vorbestraft ist.

        • Ok, nehmen wir an es wurde ein behindertes Kind per PN persönlich beleidigt zB mit sowas wie "Mißgeburt, die auf dieser Welt nichts zu suchen hat". Das Kind kann natürlich nicht lesen, nur die Eltern. Der Beleidigende ist vorbestraft.

          • Vorstrafen sind nur relevant, wenn sie einschlägig sind (also z.B. schon wegen Beleidigungen Verurteilungen vorliegen).

            Ferner müsste zunächst ein Strafantrag erfolgen.

            Dann könnte es passieren, dass der StA auf den Privatklageweg verweist (erfolgt sehr oft bei "normalen" Beleidigungen die ich hier aber so nicht sehe).

            Auch ohne Vorstrafe könnten m.E. schon ca. 20 -30 Tagessätze bei rauskommen (wegen der Zielgruppe). Das ist aber nur eine grobe Schätzung, wenn das Verfahren eben nicht gegen Auflagen eingestellt wird. Praktische Urteile etc. liegen dem nicht zu Grunde.

            • Die Vorstrafen kenne ich nicht genau, es war soweit ich weiß Betrug.

              Der Partner wurde aber kürzlich (vor 3 Wochen glaube ich) verurteilt weil er einen Rollstuhlfahrer genötigt und bedroht hat. Aber das wird wohl nicht strafrelevant sein, es ist nur für mich aber ein Indiz welches Gedankengut in dieser Partnerschaft ausgetauscht wird.

          Ich denke, das ist keine Beleidigung, sondern einfach freie Meinungsäußerung, diese allerdings ziemlich unhöflich. Unhöflichkeit ist aber keine Straftat.

          Eine Beleidigung wäre es nur, wenn sie direkt an den Betroffenen gesendet wird, der diese auch so versteht.

          Hier denke ich eher, das ist gekränkte Elternehre.

          • Und wo siehst du den Unterschied zwischen gekränkter Ehre und Beleidigung?

            #kratz

            Wenn ich rassistische Äußerungen mache, also zB jemanden aufgrund seiner Herkunft das Lebensrecht abspreche, ist das dann deiner Meinung nach auch nur "freie Meinungsäußerung"? Nichts anderes ist es, wenn ich dies aufgrund einer Behinderung tue.

            (8) 23.11.12 - 09:30

            Nach deiner Definition wäre: "Du Sohn einer läufigen Nutte" eigentlich auch nur freie Meinungsäußerung, die eigentlich auch nicht den Betroffenen was angeht, sondern die Eltern (Mutter).

            Vor allem wenn die Mutter tatsächlich diesen Gewerbe nachginge, wäre es auch nur sehr unhöflich und somit nicht einmal üble Nachrede.

            Nee, die Aussage ist schon mehr als eine einfache Beleidigung, die grenzt an Menschenrechtsverletzung.

            (9) 23.11.12 - 09:44

            >>>"Mißgeburt, die auf dieser Welt nichts zu suchen hat".<<<

            Das ist für dich eine Unhöflichkeit?

            Mir fehlt mal wieder ein #contra-Button.

            Wenn das bei dir unter "freihe Meinungsäußerung" fällt, dann möchte ich von dir nicht "beleidigt" werden ... #schock

            Ich bin gerade sprachlos! Mir fehlen hier jetzt echt die Worte und ich musste deine Antwort mehrfach lesen, weil ich gedacht habe ich lese nicht richtig!

            Sorry, aber das geht ja mal gar nicht!

            Also, wenn jemand mein Kind beleidigt, bin ich schon direkt betroffen.

            Und wenn "Missgeburt" keine Beleidigung ist, dann weiß ich nicht, was eine Beleiding sein soll.

            (13) 23.11.12 - 11:26

            Einige Antwortenden verstehen anscheinend nicht, dass bezzi versucht das juristisch zu werten und will das partout in den falschen Hals bekommen.

            Was wird daraus gemacht? Eine persönliche Ansicht die das Ganze auch noch bejaht!?

            Persönliche Angriffe sind hier aber vollkommen fehl am Platz, da bezzi mit keinem Wort die Äußerungen in irgendeiner Form billigt oder für richtig hält.

            Es geht also nur darum, ob die juristische Einordnung als nicht strafbare Meinungsäußerung richtig ist oder nicht?

            Die zu beantwortenen Fragen sind also:

            Kann man nur eine anwesende Person beleidigen oder kann die Beleidigung dieser Person auch über Dritte erfolgen?

            Muss diese Person in der Lage sein die Beleidigung als solche zu verstehen?

            Ist eine Meinungsäußerung per se keine strafbare Beleidigung?

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