Welches Strafmaß ist zu erwarten ...

    • (1) 22.11.12 - 17:21

      wenn eine (nachweisliche) Beleidigung zur Anzeige kommt?

      In welchem Bereich bewegt sich eine Strafe bei einer erwachsenen Person?

      Wenn die Einstellung des Verfahrens die "günstigste" Variante ist, welches wäre die "Höchststrafe"?

      Weiß das jemand? oder werden solche Verfahren eh generell eingestellt?

      • (2) 22.11.12 - 17:35

        Das kommt wohl darauf an, in welcher Situation beleidigt wurde, wer beleidigt wurde, wie die Beleidigung selbst (wortlaut) ausgesehen hat und wie der Beleidigende vorbestraft ist.

        • (3) 22.11.12 - 18:36

          Ok, nehmen wir an es wurde ein behindertes Kind per PN persönlich beleidigt zB mit sowas wie "Mißgeburt, die auf dieser Welt nichts zu suchen hat". Das Kind kann natürlich nicht lesen, nur die Eltern. Der Beleidigende ist vorbestraft.

          • Vorstrafen sind nur relevant, wenn sie einschlägig sind (also z.B. schon wegen Beleidigungen Verurteilungen vorliegen).

            Ferner müsste zunächst ein Strafantrag erfolgen.

            Dann könnte es passieren, dass der StA auf den Privatklageweg verweist (erfolgt sehr oft bei "normalen" Beleidigungen die ich hier aber so nicht sehe).

            Auch ohne Vorstrafe könnten m.E. schon ca. 20 -30 Tagessätze bei rauskommen (wegen der Zielgruppe). Das ist aber nur eine grobe Schätzung, wenn das Verfahren eben nicht gegen Auflagen eingestellt wird. Praktische Urteile etc. liegen dem nicht zu Grunde.

            • Die Vorstrafen kenne ich nicht genau, es war soweit ich weiß Betrug.

              Der Partner wurde aber kürzlich (vor 3 Wochen glaube ich) verurteilt weil er einen Rollstuhlfahrer genötigt und bedroht hat. Aber das wird wohl nicht strafrelevant sein, es ist nur für mich aber ein Indiz welches Gedankengut in dieser Partnerschaft ausgetauscht wird.

          (6) 22.11.12 - 22:41

          Ich denke, das ist keine Beleidigung, sondern einfach freie Meinungsäußerung, diese allerdings ziemlich unhöflich. Unhöflichkeit ist aber keine Straftat.

          Eine Beleidigung wäre es nur, wenn sie direkt an den Betroffenen gesendet wird, der diese auch so versteht.

          Hier denke ich eher, das ist gekränkte Elternehre.

          • (7) 22.11.12 - 23:43

            Und wo siehst du den Unterschied zwischen gekränkter Ehre und Beleidigung?

            #kratz

            Wenn ich rassistische Äußerungen mache, also zB jemanden aufgrund seiner Herkunft das Lebensrecht abspreche, ist das dann deiner Meinung nach auch nur "freie Meinungsäußerung"? Nichts anderes ist es, wenn ich dies aufgrund einer Behinderung tue.

            (8) 23.11.12 - 09:30

            Nach deiner Definition wäre: "Du Sohn einer läufigen Nutte" eigentlich auch nur freie Meinungsäußerung, die eigentlich auch nicht den Betroffenen was angeht, sondern die Eltern (Mutter).

            Vor allem wenn die Mutter tatsächlich diesen Gewerbe nachginge, wäre es auch nur sehr unhöflich und somit nicht einmal üble Nachrede.

            Nee, die Aussage ist schon mehr als eine einfache Beleidigung, die grenzt an Menschenrechtsverletzung.

            (9) 23.11.12 - 09:44

            >>>"Mißgeburt, die auf dieser Welt nichts zu suchen hat".<<<

            Das ist für dich eine Unhöflichkeit?

            Mir fehlt mal wieder ein #contra-Button.

            (10) 23.11.12 - 10:28

            Wenn das bei dir unter "freihe Meinungsäußerung" fällt, dann möchte ich von dir nicht "beleidigt" werden ... #schock

            (11) 23.11.12 - 10:43

            Ich bin gerade sprachlos! Mir fehlen hier jetzt echt die Worte und ich musste deine Antwort mehrfach lesen, weil ich gedacht habe ich lese nicht richtig!

            Sorry, aber das geht ja mal gar nicht!

            Also, wenn jemand mein Kind beleidigt, bin ich schon direkt betroffen.

            Und wenn "Missgeburt" keine Beleidigung ist, dann weiß ich nicht, was eine Beleiding sein soll.

            (13) 23.11.12 - 11:26

            Einige Antwortenden verstehen anscheinend nicht, dass bezzi versucht das juristisch zu werten und will das partout in den falschen Hals bekommen.

            Was wird daraus gemacht? Eine persönliche Ansicht die das Ganze auch noch bejaht!?

            Persönliche Angriffe sind hier aber vollkommen fehl am Platz, da bezzi mit keinem Wort die Äußerungen in irgendeiner Form billigt oder für richtig hält.

            Es geht also nur darum, ob die juristische Einordnung als nicht strafbare Meinungsäußerung richtig ist oder nicht?

            Die zu beantwortenen Fragen sind also:

            Kann man nur eine anwesende Person beleidigen oder kann die Beleidigung dieser Person auch über Dritte erfolgen?

            Muss diese Person in der Lage sein die Beleidigung als solche zu verstehen?

            Ist eine Meinungsäußerung per se keine strafbare Beleidigung?

            • Könntest du die Fragen auch beantworten, würde mich nämlich doch schon interessieren?!

              vg, m.

              Ist "Missgeburt" eine Meinungsäußerung?

              Wenn ich so etwas ein (behindertes) Kind sage, will ich nicht das Kind, sondern die Eltern beleidigen, also sind sie keine außenstehenden Dritten, sondern das Ziel der Beleidigung.

              • "über ein (behindertes) Kind"

                "Missgeburt" ist eine Meinungsäußerung. Was sollte es sonst sein?

                Aber diese überschreitet die zulässige Grenze und stellt eine Beleidigung dar.

                Dass man das Kind nicht beleidigen will sehe ich nicht so. In erster Linie sehe ich eindeutig das Kind als Ziel. Dieses wird ja direkt beleidigt.

                Ich halte es aber für zulässig darin auch eine Beleidigung der Eltern selbst zu sehen.

                • Die PN wird ja wohl kaum an das Kind gerichtet gewesen sein, zumal das Kind ja nicht lesen kann, also kann das Kind auch nicht das Ziel sein.

                  • Eine Beleidigung muss nicht gegenüber dem Empfänger direkt ausgesprochen werden.

                    Und in erster Linie ist unter "Mißgeburt" ja wohl die Person gemeint, die damit tituliert wird, oder nicht?

                    • Natürlich ist mit Missgeburt das Kind gemeint, aber wenn mir einer sagt, dass mein Kind eine Missgeburt ist, dann beleidigt er doch auch mich damit, nicht nur mein Kind.

                      • Liest Du meine Antworten?

                        Du hattest zunächst gesagt, das Kind wird nicht beleidigt. Da hatte ich Dir mitgeteilt, dass dies nicht der Fall ist. Gerade das Kind wird beleidigt.

                        Davon bist Du auch abgerückt und schreibst jetzt nur noch, dass nicht nur das Kind, sondern AUCH die Eltern beleidigt werden.

                        Da teilte ich bereits mit: "Ich halte es aber für zulässig darin auch eine Beleidigung der Eltern selbst zu sehen. "

                        • Die Frage kann ich zurückgeben.

                          Ich habe nie gesagt, dass das Kind nicht beleidigt wird. Ich vermute nur, dass der Urheber der Beleidigung nicht in erster Linie auf das Kind, sondern auf die Eltern abzielt. Das habe ich auch die ganze Zeit geschrieben.

                          Letztendlich ist das aber Haarspalterei.

                          • Nachtrag: Ich bin der Meinung, die Eltern sind das Ziel der Beleidigung und das Kind wird "mitbeleidigt", du siehst das genau anderesherum, daher Haarspalterei.

                            Die Beschimpfung wurde eingeleitet sinngemäß damit, dass der Mann hätte seinen "pimmel nicht reinstecken sollen" um somit ...(s.o.) der Welt zu ersparen.

                            Ziel war es sicherlich die Eltern zu treffen.

                            Du hattest an einer Stelle gesagt, dass das Kind nicht beleidigt wird, sondern die Eltern das Ziel sind.

                            Dann kämen bezüglich des Kindes schon Vorsatzprobleme auf. Eine fahrlässige Beleidung gibt es nicht.

                            Erst jetzt stellst Du für mich klar, dass Du auch eine Beleidigung des Kindes siehst, allerdings nur als Kollateralschaden.

                            Gehst Du davon aus, dass mit "Mißgeburt" die Eltern selbst gemeint waren.? Wurde diese als "mißgebutrt" tituliert?

                            Ich gehe bis dato davon aus, dass das Kind damit gemeint war. Und in dem Fall leuchtet mir nicht ein, dass das Kind "en passant" beleidigt wurde.

                            Dann ist doch das Kind direktes Ziel des Begriffs "Mißgeburt" gewesen.

                            Ich kann dir jedenfalls nicht folgen mit einer Beleidigung nebenbei.

                            Wenn er wie gesagt die Eltern als Mißgeburt tituliert hat, dann möge man mich darüber aufklären.

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