Kann nur der Geschädigte Anzeige erstatten?

    • (1) 23.11.12 - 16:21

      Hallo,

      wenn ich Zeuge eines Diebstahls bin, aber nicht geschädigt, kann ich dann trotzdem Anzeige erstatten, wenn die tatsächlich Geschädigten dies nicht möchten?

      Danke,

      Simone

      • Hallo!

        Ruf' doch mal bei der Polizei an und frage nach!

        Warum will die Geschädigte selbst keine Anzeige machen?

        LG, k.

        • (3) 23.11.12 - 16:40

          Habe mal ein bisschen gegoogelt... anscheinend darf jeder Anzeige erstatten und die Polizei muss dem nachgehen...!

          • Ja, jeder darf alles anzeigen! Macht er Falschaussagen macht er sich aber strafbar. In dem Fall wird die Polizei natürlich auch den Geschädigten vernehmen und wenn der sagt er verzichtet auf eine Anzeige wird das ganze warscheinlich trotzdem fallen gelassen, denn die 3. Person hat davon ja keinen Schaden genommen.

    Warum solltest du dich da einmischen???Ist doch seine Sache ob er es anzeigen möchte oder nicht....unter Umständen (weiß janicht worum es geht) wirst du (berechtigt) gleichg nach wieder nach Hause geschickt oder die Anzeige wird spätestens bei der Staatsanwaltschaft eingestellt, da der Strafantrag, der in "geringen" Fällen wegen fehlendem öffentlichen Intersses gebraucht wird, gleich eingestellt wird...
    Zudem musst du dir die Folgen für den Geschädigten klar machen...Vernehmung, der Beschuldigte könnte "sauer" werden, er erfährt ja, was ihm vorgeworfen wird etc....
    Erst denken dann handeln ;-)

Ich lese grad Familienmitglied...das wird grundsätzlich nur mit Strafantrag verfolgt...."Strafantragsdelikt" bei Diebstahl....kannste also gleich vergessen, weils eingestampft wird#winke

Hallo,

ich würde es lassen, wenn der Geschädigte es nicht möchte.

GLG

Hallo,

bei einer Straftat, die nichts mit Körperverletzung oder sexuellen Missbrauch o.ä. zu tun hat und die mich nicht geschädigt hat, würde ich als Zeuge keine Anzeige erstatten, wenn die tatsächlich Geschädigten das nicht wünschen.

Wenn du Anzeige erstatten würdest, müsstest du damit rechnen, dass sich der Dieb und die tatsächlich Geschädigten gegen dich verbünden und abstreiten, dass es einen Diebstahl gab.

In dem Fall hättest du doch keine Chance, irgendwas zu beweisen...

LG,
J.

  • (12) 24.11.12 - 07:15

    Es wäre aber gar nicht ihre Aufgabe etwas zu beweisen.

    • (13) 24.11.12 - 12:18

      Wenn der Fall von Juniorette eintrifft steht Aussage gegen Aussage und wenn sie den Prozess gewinnen will brauchst sie Beweise

      • Genauso meinte ich das!

        Wer in der Beweispflicht ist, ist doch egal. Bei Aussage gegen Aussage wird kein Verfahren eingeleitet!

        • (15) 25.11.12 - 06:02

          Dann schreib auch das was Du meinst.

          Wird denn egentlich bei allen Straftaten kein Strafverfahren eingeleitet bei "Aussage gegen Aussage"?

          Dass bei Famliendiebstahl ohnehin keine Strafverfolgung möglich ist, wenn kein Strafantrag vorliegt, halte ich mal der Vollständigkeithalber am Rande fest.

      (16) 25.11.12 - 05:50

      Du verwechselst das Zivilverfahren mit dem Strafverfahren.

      Du redest von einem Zivilverfahren. Da kann man Prozesse gewinnen oder verlieren.

      Im Strafverfahren wäre sie überhaupt nicht beteiligt!

      Mit anderen Worten: egal wie es ausgehen würde, sie "gewinnt" oder verliert keinen Prozess.

      Familiendiebstahl ist aber ein reines Antrgsdelikt. Ohne Strafantrag kann und darf die StA die Tat nicht verfolgen.

Anzeigen kann man alles.

Das ist ja nicht mehr als die Miteilung ("Anzeige") eines bestimmten wahrgenommen Sachverhalts.

Wenn es sich um einen Diebstahl unter Familienangehörigen handelt ist -wie bereits anderweitig schon ausgeführt- zur Strafverfolgung darüber hinaus zwingend ein Strafantrag des Geschädigten nötig.

Wenn dieser nicht will, kannst Du dir die Anzeige also sparen.

"kann ich dann trotzdem Anzeige erstatten, wenn die tatsächlich Geschädigten dies nicht möchten?"

Warum respektierst du das nicht?

Hallo

Es gibt Dinge die nennt man Familienangelegenheit.

Da es sich in Deinem Fall darum handelt solltest du dich da besser raushalten.

Es gibt eben Dinge die gehen nur die Familie etwas an und werden auch da geregelt

Ich persönlich kann dich verstehen und sehe da ein gewisses öffentliches Interesse, denn wer selbst Familienangehörige bestiehlt wird vor Fremden sicher keinen Halt machen.

Allerdings befürchte ich wirst du tatsächlich strafrechtlich keinen Erfolg haben.

Vielleicht kannst du ja mit der Geschädigten reden, dass sie zumindest über Konsequenzen für den Missetäter nachdenkt, die dann innerhalb ihrer Familie geregelt werden, falls nicht längst geschehen. Es muss ja nicht alles über den Staat "bestraft" werden.

Ich würde auch keiner meiner Familienangehörigen anzeigen, aber ich würde sicherlich dafür sorgen, dass derjenige etwas dazulernt.

lg

Diebstahl ist - soweit ich weiß - ein offizialdelikt. Ergo kann jeder bei der Polizei mitteilen, was er weiß und es muss dann ermittelt werden.

Gruß

Manavgat

  • (22) 25.11.12 - 06:10

    Bei der Polizei kann man immer mitteilen, "was man weiß".

    Egal ob ermittelt wird oder nicht. Bei Familiendiebstahl als reines Antragsdelikt gilt:

    Ohne Strafantrag keine Strafverfolgung.

    Der Staatsanwalt kann und darf die Tat also ohne Antrag nicht verfolgen.

    (23) 25.11.12 - 08:22

    Diebstahl ist ein Offizialdelikt. Familiendiebstahl ist ein Antragsdelikt. Wenn der Gesch. keine Anzeige möchte, ist das totaler Blödsinn, das anzuzueigen - wozu?
    Kein Strafantrag - keine Verfolgung.
    Die Ermittlung wird sein: Vorladung des Geschädigten (der dann sauer ist), der wird sagen, er möchte keinen Strafantrag stellen, Anzeige geht zur Staatsanwaltschaft und wird ZWINGEND eingestelllt - da es eben ein REINES Antragsdelikt ist.

    Und dazu kommt noch, daß die Threaderstellerin sich vermutlich nicht gerade bei dem Gesch. beliebt macht, indem sie sich in dessen persönliche Angelegenheiten eingemischt hat.

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