Erbe ausschlagen,wer wie wo was????

    • (1) 22.12.12 - 18:01

      Hallo Leute!
      Und zwar geht es bei mir um ein Erbe,was ich nicht haben möchte. Wie das ausschlagen des Erbes geht weis ich aber nicht in diesem Fall. Dazu brauch ich bitte eure Hilfe.
      Der Bruder meines Vaters ist gestorben,also mein Onkel(unverheiratet und keine Kinder). Jetzt ist es so, das mein Onkel einschließlich meines Vaters noch 6 Brüder und eine Schwester hat. Alle wollen das Erbe ausschlagen bzw einigen von denen haben es schon gemacht.jetzt rief mein Vater ganz aufgelöst an das ich so schnell wie möglich mit meinem Bruder das Erbe ausschlagen soll. Was ich nicht verstehe,warum sollte ich das jetzt schon tun obwohl ich noch garnicht angeschrieben wurde? Könnt ja auch sein das ich davon noch garnix weis, vom Erbe. Mein Vater meinte aber, das hätte was mit der Wohnungsräumung zu tun. Denn solange nicht alle möglich Erben nicht unterschrieben haben, kann die Wohnung nicht geräumt werden.

      Hat jemand ne Ahnung was ich jetzt machen soll?

      Danke im vorraus und schöne Weihnachten

      (5) 22.12.12 - 18:16

      Ich an deiner Stelle würde mich beim zuständigen Nachlassgericht erkundigen, ob ich tatsächlich angeschrieben werde...bin mir nämlich unsicher, ob das automatisch geschieht. Dort wird man dir auch sagen können, wie du jetzt am besten weiter vorgehst.

      • (6) 22.12.12 - 18:21

        Da hab ich auch schon dran gedacht,meine Schwiegermutter meine ich soll da nix vorher ins Rollen bringe. Kann ja auch gut sein das die sich erst garnicht bei mir melden.

        • (7) 22.12.12 - 19:04

          "meine Schwiegermutter meine ich soll da nix vorher ins Rollen bringe. Kann ja auch gut sein das die sich erst garnicht bei mir melden."

          Und ich würde nicht abwarten wollen, bis das Erbe ggf. nicht mehr ausgeschlagen werden kann, weil die Frist abgelaufen ist. Was soll denn großartig passieren, wenn du dich jetzt beim Nachlassgericht erkundigst?

          • (8) 22.12.12 - 22:44

            Wie soll man ein Erbe ausschlagen, dass einem noch gar nicht angetragen wurde?
            Die Frist fängt erst an, wenn die TE offiziell in Kenntnis gesetzt wird, das sie die nächste Erbin ist.

            • (9) 23.12.12 - 09:11

              "Die Frist fängt erst an, wenn die TE offiziell in Kenntnis gesetzt wird, das sie die nächste Erbin ist."

              Das liest sich hier aber etwas anders:

              "Die Ausschlagung ist nur wirksam, wenn die Erklärung innerhalb einer Frist von sechs Wochen dem Nachlassgericht zugeht. Fristbeginn ist der Zeitpunkt, in dem der Erbe von dem Anfall der Erbschaft und dem Grund der Berufung Kenntnis erlangt hat. Wie die Kenntnis erlangt wurde, ist nicht von Bedeutung. Es ist also nicht erforderlich, dass ein Schreiben des hiesigen Gerichts vorliegt."

              "Für einen Erben, der erst durch die Ausschlagung einer zunächst zur Erbschaft berufenen Person Erbe geworden ist, beginnt die Frist mit Kenntnis dieser Tatsache."

              Quelle: http://www.anwalt.de/rechtstipps/nachlass-ueberschuldet-wie-laeuft-die-erbausschlagung_002204.html

              • (10) 23.12.12 - 11:20

                >>>Das liest sich hier aber etwas anders:<<< >>>Fristbeginn ist der Zeitpunkt, in dem der Erbe von dem Anfall der Erbschaft und dem Grund der Berufung Kenntnis erlangt hat. <<<

                Und wann ist der "Anfall der Erbschaft"? Doch erst dann, wenn alle anderen vorherigen Erbberechtigten ausgeschlagen haben.
                Man muss doch nicht automatisch davon ausgehen, dass man bei jedem Verwandten, sei es die Cousine vierten Grades, zum Erben wird.

                • (11) 23.12.12 - 11:51

                  "Und wann ist der "Anfall der Erbschaft"? Doch erst dann, wenn alle anderen vorherigen Erbberechtigten ausgeschlagen haben."

                  Ich bin mir nicht sicher, ob die TE nicht bereits mit der Ausschlagung ihres Vaters zum nächsten potenziellen Erben wurde...das spielt aber auch insofern keine Rolle, wie ihr der Umstand bekannt ist, dass alle Erbberechtigten ausschlagen werden (einige haben es ja schon getan). Und spätestens ab dem Zeitpunkt der Ausschlagung aller beginnt die Frist zu laufen, wenn ich meinen Link jetzt nicht total fehlinterpretiere.

                  BTW: Mir ist weiterhin nicht klar, was dagegen sprechen sollte, sich umgehend mit dem Nachlassgericht in Verbindung zu setzen...damit begeht man doch auf keinen Fall einen Fehler!? #kratz

            (12) 23.12.12 - 10:40

            Sorry, nein. Wir haben gerade einen Erbstreit hinter uns. Und wir leiblichen Kinder wurden von keinem Amt über den Tod informiert - trotzdem hatten wir ab Todestag nur 6 Wochen Zeit, das Erbe auszuschlagen.

            • (13) 23.12.12 - 11:22

              >>>trotzdem hatten wir ab Todestag nur 6 Wochen Zeit, das Erbe auszuschlagen.<<<

              Das ist Unsinn. Man hat sechs Wochen ab Bekanntwerden des Todes/Erbfalls Zeit, ein Erbe auszuschlagen.

              • (14) 23.12.12 - 11:48

                Natürlich, du weißt es ja besser als zwei Anwälte und das Nachlassgericht, wie immer.

                • (15) 23.12.12 - 11:51

                  Vielleicht hast du den Anwälten nicht richtig zugehört.

                  Wenn jemand keinen Kontakt zum Vater hat und erst zwei Monate nach dessen Tod davon erfährt, hätte ja keine Möglichkeit mehr, das Erbe auszuschlagen.

                  • (16) 23.12.12 - 12:29

                    "Wenn jemand keinen Kontakt zum Vater hat und erst zwei Monate nach dessen Tod davon erfährt, hätte ja keine Möglichkeit mehr, das Erbe auszuschlagen."

                    Richtig. Die Userin scheint aber Kontakt zu ihrem Vater gehabt zu haben und wird dann wohl bereits an seinem Todestag von seinem Tod erfahren haben. Und somit sind die sechs Wochen ab Todestag auch wieder schlüssig...

                    • (17) 23.12.12 - 12:34

                      Die TE ist aber "nur" die Nichte des Verstorbenen, bis da alle ausgeschlagen haben, Kinder, Enkel, Geschwister, kann es locker drei Monate dauern, bis die Frist für die TE anfängt.

                      • (18) 24.12.12 - 08:45

                        "Die TE ist aber "nur" die Nichte des Verstorbenen, bis da alle ausgeschlagen haben, Kinder, Enkel, Geschwister, kann es locker drei Monate dauern, bis die Frist für die TE anfängt."

                        Es scheint in diesem Fall nur Geschwister zu geben. Und ich habe ja bereits geschrieben, dass ich mir nicht sicher bin, ob die TE nicht schon mit der Ausschlagung ihres Vaters in die Erbfolge gerutscht ist. Von daher würde ich das mit einem Anruf beim Nachlassgericht abklären, bevor ich die Frist verpenne...und -wie gesagt- es kann ja nicht schaden.

                  (19) 25.12.12 - 15:39

                  Ich gebe Dir Recht: 6 Wochen ab Kenntnisnahme der Erbschaft. Heißt, der Tod ist der frühestmögliche Fristbeginn, aber nicht der späteste.

                  Es muss auch zumindest eine Erbschaft vorliegen, d. h., solange berechtigte Vorerben vorhanden sind, ist man auch kein Erbe. Damit würde die Frist beginnen, sobald man vom Tod des Erblassers UND der Erbausschlagung des Vorerben erfährt.

                  Vermächtnisse sind davon nicht betroffen, nur die gesetzliche Erbfolge.

                  LG

            (20) 23.12.12 - 12:04

            "Das ist Unsinn. Man hat sechs Wochen ab Bekanntwerden des Todes/Erbfalls Zeit, ein Erbe auszuschlagen."

            Du unterstellst aber, dass die Frist grundsätzlich erst zu laufen beginnt, wenn man VOM NACHLASSGERICHT schriftlich über den Tod bzw. Erbfall informiert wurde...und das ist so auch nicht richtig.

            Wer als Erbe erster Ordnung direkt am Todestag vom Tod des Erblassers erfährt (und zwar unabhängig, auf welchem Weg), hat tatsächlich ab diesem Tag sechs Wochen Zeit, das Erbe auszuschlagen.

            • (21) 23.12.12 - 12:13

              >>>Du unterstellst aber, dass die Frist grundsätzlich erst zu laufen beginnt, wenn man VOM NACHLASSGERICHT schriftlich über den Tod bzw. Erbfall informiert wurde...und das ist so auch nicht richtig.<<<

              Nein, tu ich nicht, steht das irgendwo?

              Ich habe geschrieben, "Ab Bekanntwerden".

              >>>Wer als Erbe erster Ordnung direkt am Todestag vom Tod des Erblassers erfährt (und zwar unabhängig, auf welchem Weg), hat tatsächlich ab diesem Tag sechs Wochen Zeit, das Erbe auszuschlagen. <<<

              Habe ich das abgestritten?

              • (22) 23.12.12 - 12:24

                "Nein, tu ich nicht, steht das irgendwo?"

                Steht nirgendwo, kam aber so rüber, weil du in diesem Thread mehrfach den Begriff "offiziell" benutzt hast. Wenn ich dich missverstanden haben sollte, tut mir das Leid.

                "Habe ich das abgestritten?"

                Du hast es als Unsinn abgetan, dass die Userin ab dem Todestag sechs Wochen Zeit hatte, das Erbe auszuschlagen...und das wäre de facto kein Ding der Unmöglichkeit.

                • (23) 23.12.12 - 12:31

                  Man, man, man, es IST Unsinn, zu behaupten, dass die Frist für die Ausschlagung eines Erbes generell ab Todentag sechs Wochen beträgt.

                  Sie beträgt sechs Wochen ab Bekanntwerden des Erbfalles. Bin ich Ehefrau oder Kind und habe am Sterbebett gesessen, dann ist Sterbetag = Bekanntwerden des Erbfalls.
                  Bin ich auf einer Urwald-Expedition und erfahre von dem Tod des z.B. Vaters erst nach vier Wochen, beginnt die Frist erst dann.

                  Bin ich eine ganz entfernte Verwandte und keine Erbin ersten Grades, kann es monatelang dauern, bis alle vor mir das Erbe ausgeschlagen haben und ich in Kenntnis gesetzt werde, dass ich als Erbe gelte, dann beginnt auch erst die Frist.

                  • (24) 23.12.12 - 12:45

                    "Man, man, man, es IST Unsinn, zu behaupten, dass die Frist für die Ausschlagung eines Erbes generell ab Todentag sechs Wochen beträgt."

                    Generell ist Quatsch...da hast du vollkommen recht. Wenn das von der Userin so gemeint war, nehme ich alles zurück und behaupte das Gegenteil... ;-)

Top Diskussionen anzeigen