Findet ihr es gut? Frauen, Job, Kinder, Haushalt.

    • (1) 30.12.12 - 21:39

      Huhu.

      Heute hab ich ja mehrfach im Radio ja gehört dass es ja immer mehr Betroffene des "Burn-Out" gibt.

      WAs haltet ihr im Gesamten davon was von Frauen heut zu Tage verlangt wird?

      1. Kinder bekommen und Haushalt (meist machen ja auch die Frauen die Finanzverwaltung zuhause)
      2. dann (am Besten) Vollzeitjob, wenn nicht sogar groß Karriere.

      Findet ihr das gut? oder seid ihr eher der Meinung "entweder oder" also entweder bekomme ich Kinder und bin dafür da oder ich mache mein großes Ding.

      Macht ihr es selbst sogar so? wenn ja, was gibt euch so einen riesen Ansporn eine Karriere zu machen und Kinder zu bekommen (die ja meist in solchen Fällen schon ab 1 Jahr in Kitas bzw Tagesmütter untergebracht werden, diese Aussage soll keineswegs vorwurfsvoll gemeint sein), und vorallem wie geht es euch wirklich? seid ihr nahe an einem Nervenkolapps oder macht ihr das ohne große Probleme durch, wie holt ihr euch eure "Auszeit"? was tut ihr um nicht zusammenzubrechen?

      Und wie sieht es evlt bei den Männern aus? (sofern es hier welche gibt, diese sollen ja auch nicht Benachteiligt werden, diese leiden ja auch immer Häufiger daran)
      Was macht ihr, und wie holt ihr euch einen angemessenen "Alltagsausgleich"

      Lg
      Babyboom

      • (2) 30.12.12 - 21:45

        Ich sehe es eher so dass ich auf keines von beiden verzichten möchte, weder auf die Kinder noch auf meinen Job. Beides ist mir wichtig.

        Ausgleich habe ich aus verschiedenen Gründen kaum. Ist aber so wie es ist auch in Ordnung, da man vieles nicht ändern kann und sich dann arrangiert.

        LG

        Hallo,

        also ich arbeite gern, möchte aber im Moment keine Karriere machen, sondern einfach nur meinen Job. Durch meinen Teilzeitjob kann ich Kinder und Arbeit gut verbinden. Der Jüngste wird seit er 1 Jahr ist von Oma betreut. Nur Kinder würde ich schlecht aushalten, denn mein Job zähle ich irgendwie auch zu einer Auszeit dazu - Auszeit von der Familie. Endlich redet mal keiner über Kinder!!!

        Für den Haushalt haben wir eine Putzfrau, das wäre mir zu viel - bin aber auch oft wochenlang allein mit den Kindern.

        Auszeit:

        - Freunde treffen oder Kino oder Wellness oder ... gibt da so viel
        - abends 1 Stunde Entspannung in der Wanne - kleine Auszeit

        Lg

        PS: Für die

      Ich möchte nicht auf meine Arbeit verzichten, auch nicht auf meine Kinder. Aber ich kann mir meine Tätigkeit einteilen, weil ich von Zuhause aus arbeite. Ich habe dieses Jahr ausgeholfen in einer Kita und nein, ich möchte mich im Normalfall nicht so zerreißen müssen. Ich fand das ganz ganz schrecklich und finde es ehrlich gesagt krank, das unsere Gesellschaft Frauen, die ehrlich sagen, das sie dieser Doppelbelastung nicht gewachsen sind oder sie einfach nicht möchten, gleich so herabstuft.

      Seien wir doch mal ehrlich: Frauen haben eben weiterhin die Kinder, den Haushalt, die Finanzen. Der Mann hat Feierabend nach seiner Erwerbstätigkeit, die Frau nicht.

      Ich bin froh Unterstützung zu haben, wenn ich zu Märkten gehe etc, aber ab Sommer 2014 muss ich das anders regeln, weil auch mein Mann sich nicht zweiteilen kann.

      Hier im Partnerschaftsforum liest man oft genug, das eben nur Frau die Doppelbelastung hat und nicht der Mann.

      Wir sind eine kranke Gesellschaft, wer sich nicht totrackert hat keine daseinsberechtigung.

      Wenn ich mich entscheiden müsste? Na, ganz sicher für die paar Jahre in denen meine Kinder klein sind anstatt fürs große Geld und die ständige Fremdbetreuung. Ich möchte nicht darauf verzichten, meine Kinder in den ersten, so wichtigen Jahren zu begleiten und sie selber zu erziehen. Ich will mehr davon haben, als Stress und Qualitiy time in der ich mir eigentlich nur Wünsche, das mein Kind schlafen geht damit ich endlich endlich Feierabend habe

      lg

      • Wieso hat der Mann Feierabend die Frau aber nicht? Ich wuerde meinem Mann was husten wenn er sich nicht genauso einbringen wuerde wie ich auch. Aber er kaem gar nicht erst auf die Idee. Das einzige was er mir nicht abnehmen konnte war das Stillen aber das wurde dann anders ausgeglichen.

        • Warscheinlich weil das in unserer Gesellschaft einfach noch so verankert ist.

          Ich würde zum Beispiel meinem Mann nach einem körperlich harten 12 Stunden Tag sicher nichts mehr Nachts aus dem Bett jagen, wenn der am nächsten Tag wieder fit sein muss um mit diversen Maschinen etc umzugehen, die bei falscher Bedienung leben kosten können. Nur als Beispiel.

          • Wenn du selbst nicht (aushaeusig) arbeitest ist das vielleicht noch was anderes. Als ich noch in Elternzeit war, hab ich meinem Mann auch keine 50% Haushaltsteilung abverlangt, das waer ja unfair.

            Bei uns ist es so, dass wir beide gleich viel arbeiten, er muss 10km pro Strecke Fahrradfahren, waehrend ich 50km pro Strecke Autofahren muss um ins Buero zu kommen. Beide muessen wir wach und fit sein um lebend morgens im Buero und Abends wieder heil anzukommen, und unsere Jobs sind gleich verantwortungsvoll - da waere es ja Bloedsinn wenn Kinder und Haushalt nicht gleich geeilt wuerden.

    (9) 30.12.12 - 22:18

    Oh je, nicht schon wieder so eine Grundsatzdiskussion! Das Thema ist hier schon mehr als ausgelutscht!

    Jeder soll das machen was er für richtig hält. Allerdings empfehle ich keiner Frau einen dauerhaften Ausstieg aus dem Beruf, um sich jahrzehntelang der Kinderbetreuung zu widmen.

    Hallo.

    Das Schöne heutzutage ist, dass jedes Lebensmodell möglich ist und man eben nicht mehr zwischen allem oder nichts entscheiden muss ...

    ... Gruß von einer alleinerziehenden Mutter mit erfüllendem und fordernden Job, Hund, freiberuflicher Tätigkeit, ab Januar zudem berufsbegleitendes Studium, Putzfrau, einem stabilen sozialen Netzwerk und einer guten Life-Work-Balance.

    • wooooha

      RESPEKT!!!! ganz ehrlich! :-)

      • Vielen Dank ...

        ... wobei ich gar nicht so sehr nach Respektbekundungen heische ... für mich ist das alles selbstverständlich und ich habe es mir genau so ausgesucht ...

        ... ich weiß schon, dass es viele Menschen gibt, die eine andere Belastungsgrenze haben ... nur manchmal fehlt mir die nötige Empathie, weil ich gerne von mir auf andere schließe. Mein Fehler;-)

        LG

Hallo,

ich mache das auch:

sehr verantwortungsvoller Vollzeitjob (40 - 45 Stunden pro Woche).

Dazu ein Kind in der Schule und Hausaufgaben, üben usw. Mein Sohn braucht einen sehr gleichförmigen Tagesablauf. Auch das ist anstrengend.

Elternbeirat und "eigenes Leben" kommen noch dazu.

ABER ich habe einen Mann. Der geht auch Vollzeit arbeiten. Da er nicht so geduldig ist, macht er mit unserem Junior nichts für die Schule. Da er es in seinen Alltag nicht einbauen kann, macht er keine Elternarbeit.

Dafür holt er unseren Sohn täglich von der Schule ab, kauft ein, kümmert sich um den Haushalt (inkl. Wäsche und abwaschen). Außerdem verbringt er die Sonntag-Vormittage mit unserem Kind (Papakram #freu), damit ich was für mich allein machen kann.

Und abends fällt er genauso müde ins Bett wie ich.

DAS war nicht immer so. Ich habe all seine Aufgaben auch immer gemacht, bis ich mich entopfert habe und mehr an mich dachte.

Selbst ist die Frau, oder nicht?

sbl

#sonne

ich möchte kein ellenlangen Roman schreiben und versuche es in kurzen Sätzen.

Es gibt die Scheißtage und die schönen Tage...mal geht es einem schlecht, mal geht es einem gut..manche Menschen werden krank..andere bleiben gesund.

Über den Begriff Burn-Out streiten sich ja die Fachleute...für den einen ist es Erschöpfungssyndrom...andere Sagen wiederum das es eher zur Depression zählt.

Ich möchte keine Karriere machen...was ich will...in meinem Traumberuf arbeiten (was ich z.zt.mache), mein eigenes Geld verdienen , meine Familie, Freunde etc.

Karriere machen...war mir noch nie wichtig... mit wachsener Verantwortung, immer mehr Arbeit, Überstunden, Dienstreisen, immer erreichbar sein etc. wächst der Druck, der Stress wird immer schlimmer und dann wird man krank.#gruebel

Lg

  • >>> mit wachsener Verantwortung, immer mehr Arbeit, Überstunden, Dienstreisen, immer erreichbar sein etc. wächst der Druck, der Stress wird immer schlimmer und dann wird man krank. <<<

    Davon allein wird man nicht krank ... ich kenne genug Leute, die genau dieses Programm fahren ... krank wird man, wenn man den Ausgleich nicht mehr hinbekommt und zudem vielleicht noch zuhause keinen Rückhalt und Verständnis hat (schau Dir doch hier mal diese ganzen nörgelnden, aber gut versorgten Hausfrauen an - da kann Mann ja nur krank werden ... umgekehrt natürlich genauso).

    LG

    • Hi Hedda

      nein das nicht....jeder kompensiert es auf seine Weise..meine Freundin z.b. ist seit der Geburt ihres Sohnes (6jahre ist der Kleene) alleinerziehend und geht.. -seit ihr Junge 2jahre alt ist- ..Vollzeit arbeiten, ist währendessen 1-2mal Umgezogen etc....kurzgesagt sie steht ständig unter Volldampf, ist immer in action. Wenn ich bedenke wie es damals mit der Trennung ihres Mannes abgelaufen ist:-(#heul...und sie so stark geblieben ist...dafür bewundere ich sie#pro.......ich habe sie dann mal gefragt wie sie das denn alles schafft -und dies stimmte mich dann etwas nachdenklich- Sie sagte : "ich muss stark sein und funktionieren...eine andere Wahl habe ich nicht" Das fand ich schon krass.

      Einen Ausgleich muss man sich einfach schaffen...sonst dreht man durch.

      Lg

      • Ich muss auch ganz ehrlich gestehen, dass ich alleinerziehend zu sein, immer als Privileg empfunden habe (bin auch von Beginn an alleine) ...

        ... ich war zwischendurch für 2 Jahre in einer Beziehung und das fand ich eher anstrengend. Dass ich alles so wuppen kann, hat auch ganz viel damit zu tun, dass ich eben nicht noch eine Partnerschaft dazu habe und mir mein Leben völlig frei gestalten kann ...

        ... und ich gehöre zu den Menschen, die Volldampf einfach benötigen und es nicht als "funktionieren" erleben.

        • Ich gestehe ich sehe es als Privileg unsere Kinder in einer stabilen Partnerschaft aufwachsen zu lassen und sie ein schönes Familienleben genießen.

          Nur in einem entspannten Menschen ruht ein gesunder Geist.

          • Ich muss jetzt aber nicht davon ausgehen, dass Dein Beitrag impliziert, dass ein Kind in einer Kleinstfamilie kein schönes Familienleben genießen kann?!

            • Ne das sag ich nicht, aber ich persönlich finde es schön wenn Kinder ein harmonisches Familienleben genießen können, wenn es nicht anders geht, muß es eben so sein.

              Einer Trennung geht meist auch eine Streitphase voraus ( gut Du hast Dich schon vorher getrennt) besser ist es wenn Kinder von sowas verschont bleiben.

              • Es gibt aber nicht nur ein Modell von Familie, in dem ein schönes Familienleben genossen werden ... unsere Familie besteht ja nicht nur aus Mama, Kind & Hund, sondern ist sehr viel größer und bunter - und wahrscheinlich sehr viel stabiler als eine Familie, der "nur" eine Partnerschaft zugrunde liegt.

                • Natürlich ist es schön, wenn noch Omas+Opas, Tanten, Freunde usw. da sind, aber eine glückliche Paarbeziehung, Kinder und ein passendes Umfeld, das finde ich einfach das schönste.

                  Manchmal kann man das einfach nicht erreichen und da kann man es sich auch anders schön machen, keine Frage.

                  • >>> aber eine glückliche Paarbeziehung, Kinder und ein passendes Umfeld, das finde ich einfach das schönste. <<<

                    Das DU das am Schönsten findest, ist aber eine ganz andere Aussage, als die Statements vorher, in den Du ein anderen Familienmodell abwertest, u.a. mit dem Hinweis, dass es ja schön wäre, wenn es halt nicht anders ginge.

                    LG

            Ne das sag ich nicht, aber ich persönlich finde es schön wenn Kinder ein harmonisches Familienleben genießen können, mit Vater und Mutter, wenn es nicht anders geht, muß es eben so sein.

            Einer Trennung geht meist auch eine Streitphase voraus ( gut Du hast Dich schon vorher getrennt) besser ist es wenn Kinder von sowas verschont bleiben.

(25) 30.12.12 - 23:20

Hallo Babyboom,

das Thma ist so komplex, dass ich mich auf einen einzigen Punkt beschränken will:

ich finde es katastrophal, dass in den offensichtlich meisten Partnerschaften, in denen beide Partner vollzeit arbeiten, heute noch immer die Frauen einen Großteil der Hausarbeit zu machen scheinen.

Ich erlebe es bei der Arbeit regelmäßig, dass die bloße Erwähnung der Tatsache, dass mein Mann bei uns für's Kochen zuständig ist (das ist nur ein Teil seiner Aufgaben, wir ergänzen uns sehr gut), zu Aussagen wie "wenn meiner bloß mal wenigstens beim Abwasch helfen würde, wäre ich schon dankbar" führt. Und zwar von ebenfalls vollzeit arbeitenden Frauen und in diesem Fall in nicht trivialen Positionen!

Allein das Wort "helfen" in diesem Zusammenhang verursacht mir Ohrenschmerzen. "Oh, hilft Dein Mann Dir so viel?" NEIN! Mein Mann "hilft" nicht, der macht seinen Teil, so wie ich meinen. Das Wort "helfen" impliziert, als wäre es die Arbeit der Frau und der Mann würde aus Gefälligkeit ein bisschen was dazutun. Schrecklich!

Meinem Mann passiert regelmäßg das Gleiche auf der Arbeit, wenn er morgens in der Teeküche, während der wartet, bis sein Kaffee durchgelaufen ist, schonmal die Gemeinschaftsspülmaschine ausräumt. Da versuchen ihn weibliche Kolleginnen daran zu hindern bzw. sie loben ihn überschwänglich - völlig grundlos, denn es sind auch seine Tassen darin.

Nun arbeiten wir beide im akademischen Umfeld und trotzdem ist dieses Muster noch in den Menschen vorhanden.

Wie viele Jahre dauert es, bis Gleichberechtigung wirklich in den Köpfen angekommen ist und es nicht nur so ist, dass die Frauen eben jetzt das doppelte arbeiten wie vorher und auch noch dabei gut und knackig auszuehen haben?

ich habe einen guten Job und ich mache ihn gerne. Aber ich wäre nicht bereit, noch einen faulen Mann mit durchzuziehen. Dann lieber alleine. Oder einen Gutverdiener mit für mich günstigem Ehevertrag und ich mach es mir zuhause gemütlich :-p

Lg, liki

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