Haus mit Böllern beschossen - Was tun wenn...?

    • (1) 31.12.12 - 19:17

      Hallo ihr Lieben! #winke

      Wir haben mit den Nachbarn Ärger. Um es kurz zu umreißen: Die Nachbarn regen sich über unsere Hunde (zwei Havaneser) auf, weil sie Angst haben, sie könnten ihre Katze fressen. #augen Es ist so albern! Anfangs haben wir uns noch bemüht, haben gegrüßt, haben Pakete für sie angenommen, aber es kamen nur Spitzen und Hasstiraden zu uns rüber. Bei den vorherigen Nachbarn war es leider genauso. Sie haben es sich immer mit allen verkrätzt.

      Im letzten Jahr ist es dann an Silvester eskaliert und die beiden Söhne der Nachbarn (beide Ende 30) haben unser Haus mit Böllern beschossen. Auf unserem Grundstück habe ich in den nächsten Tagen über 30 Böllerhülsen aufgesammelt. Um es kurz anzumerken: Wir wohnen fast außerhalb des Dorfes und haben nur diese direkten Nachbarn. Wir standen also im letzten Jahr um kurz vor 0 an unserem Wohnzimmerfenster und schauten raus, als immer wieder Böller an unser Haus knallten. Als dann schließlich ein Böller unsere Scheibe traf, ging mein Mann rüber und machte die Männer zur Schnecke. Aber kaum war er wieder im Haus, ging es weiter.

      Nun ist es also wieder soweit. Eben wurde die erste Salve abgefeuert und landete direkt wieder auf unserer Terrasse. Wir können an Silvester kaum das Haus verlassen, noch die Hunde in den eingezäunten Garten lassen, weil wir immer fürchten müssen, dass wieder ein Böller geflogen kommt.

      Wenn es nachher um 0 Uhr wieder losgeht, bin ich ziemlich unsicher, wie wir uns diesmal verhalten sollten. #gruebel Die Kamera liegt auf jeden Fall bereit. Ich wäre ja dafür die Polizei zu informieren, aber mein Mann und meine Mutter meinen, das können wir nicht machen. Dann hätten wir hier gar keine Ruhe mehr. Aber sich alles immer gefallen lassen? Ich weiß nicht. In mir kommt die Wut schon wieder hoch, wenn ich nur daran denke. #aerger

      Wie würdet ihr euch verhalten?

      Ich #danke euch im Voraus für Tipps!

      Liebe Grüße #herzlich

      Marie

      • abend

        "Wie würdet ihr euch verhalten?"

        die polizei anrufen und anzeige erstatten.

        euch trotzdem ein frohes neues jahr!

        grüße

        b

        Ich finde das BRANDgefährlich, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich würde die Polizei anrufen und es einfach melden - ob sie dann kommen, sieht man.
        Wer zahlt das, wenn was zu brennen anfängt ? Sorry, da hört für mich der Spaß auf.
        Ich würde sie evtl noch warnen, dass Du die Polizei holst, wenn sie nicht sofort damit aufhören. Das Verhältnis ist doch eh im Eimer. Solange ihr euch alles gefallen lasst, machen die doch weiter.
        LG Moni

        Hi,

        ich würde auch alles per Kamera aufnehmen und es der Polizei zeigen...

        Unsere Nachbarn hatten ein ähnliches Problem:
        Die Nachbarstochter ist 13 und die anderen Nachbarjungs wollten sie halt immer ärgern, und am Neujahrsmorgen hab ich dann gesehen, dass das ganze Haus unten eingesaut ist...
        Man muss dazu sagen, dass es gelber Putz ist und die Jungs die Knaller immer schön dicht am Haus eingeklemmt haben...
        An dem besagten Nachmittag mussten die Jungs zum Schrubben antreten, aber leider gings nicht ab.....
        Ich finde sowas auch echt blöd, es muss doch nicht immer was zu schaden zu kommen an Silvester...

        Achja...berichte mal wies gelaufen ist...

        Frohes Neues....

      • #danke für eure Antworten!

        Da ich mir auch sehr unsicher war, habe ich gestern Abend die zuständige Polizeistation angerufen. Keine Sorge: Ich habe nicht die 110 gewählt. ;-) Ich habe die Situation kurz geschildert und gefragt, was ich machen soll. Der Polizist war wirklich nett und meinte, eigentlich kann man nicht viel machen. Wir sollen es halt auf Kamera aufnehmen und bei der Polizei anrufen. In solchen Fällen würden sie auch mal ausrücken und diejenigen zurechtstutzen. Er meinte auch, dass man sich sowas nicht bieten lassen sollte. Im Normalfall beherrschen sich die Beteiligten dann und hören auf.

        Was wir auch machen könnten, wäre dass wir ein Unternehmen beauftragen, dass unseren Garten säubert. Natürlich auf Kosten der Nachbarn. Ich hätte zwar große Lust dazu, gerade weil ich noch daran denke, wie unser Sohn im letzten Jahr ständig mit Böllerhülsen gespielt hat, wenn er im Garten war. Ich hatte zwar schon über 30 Stück aufgesammelt, aber er hat leider immer wieder welche gefunden. :-( Aber davon riet mir der Polizist sowieso ab, weil er meinte, danach sei die Stimmung dann wirklich auf dem Tiefpunkt.

        Ich hatte also gestern die Kamera bereitliegen. Als die Böllerei losging, haben wir mal nett rübergewunken #winke und die Kamera hochgehalten und dann war Ruhe. Gott sei Dank! #schwitz Meine Nachbarn machen mir echt manchmal Angst und ich bin froh, dass wir nicht weiter gehen mussten. Wir haben mit den Leuten echt einiges durch, obwohl wir nie ein böses Wort an sie gerichtet haben, immer freundlich waren. Sie haben sogar schon Morddrohungen über den Zaun gebrüllt. Der Mann ist ein absoluter Choleriker und der Frau ist immer alles peinlich. Sie ist so eine richtige Duckmäuserin. Aber gut, ich schweife ab!

        Danke noch mal für eure Antworten! Ich hoffe, ihr hattet einen guten Start ins neue Jahr!

        Liebe Grüße #herzlich

        Marie

        Hallo,

        nicht ganz ernst gemeint: Nicht alles gefallen lassen - G. Zweng

        Unsere Nachbarn, die Müllers, sind unbescholtene Leute und jeder in der Nachbarschaft mag sie gern. Erst als Herr Müller dem Herrn Ebert seinen Bohrer ausgeliehen hatte und dieser ihn nicht mehr zurückbrachte, gab es Ärger. Als Herr Müller dreimal vergeblich gemahnt hatte, riss ihm der Geduldsfaden und er sagte zu allen, Herr Ebert sei ein Schlamper.

        Irgendjemand muss das den Eberts erzählt haben, denn am nächsten Tag lauerten Eberts Söhne Hans und Anton dem Herrn Müller auf und prügelten ihn windelweich. Ich stand gerade vor dem Haus, als Herr Müller mit einem blauen Auge und einer Blutspur am Ohr heimkam. Das störte den Frieden in der Nachbarschaft, das durfte ich nicht zulassen.

        Im selben Moment kam Frau Ebert über die Straße. Spontan packte ich ihre Einkaufstasche und stülpte sie ihr über den Kopf. Sie schrie um Hilfe wie am Spieß und tat, als ob sie nicht wüsste, dass man fremde Sachen zurückbringt. Am Abend trafen wir uns mit den Müllers zum Bier. Wir schrieben gemeinsam einen Brief an die Eberts, dass sie noch eine letzte Chance hätten, den Bohrer zurückzubringen und zwar bis morgen zwölf Uhr. Als der Bohrer fünf nach zwölf noch nicht vor der Tür von Herrn Müller lag, ging´s los: Zuerst warfen wir mit den Müllers zusammen reife Tomaten durch das geöffnete Küchenfenster von Frau Ebert. Statt den Bohrer rauszurücken, schloss sie das Küchenfenster. Das hätte sie nicht tun sollen. Die Steine waren schon vorbereitet und damit trafen wir in ihr Küchenfenster, ihr Schlafzimmerfenster und ihr Wohnzimmerfenster. Der Vermieter, der bisher unbeteiligt zugesehen hatte, bekam Angst um sein Häusle. Er griff zum Telefon, rief Herrn Ebert an und sagte ihm, dass er den Bohrer zurückgeben müsse. Eberts antworteten, dass sie ihn nur zurückgäben, wenn wir und die Müllers die zerschlagene Fensterscheibe bezahlten. Daran dachten wir jedoch nicht im Traum!

        Am nächsten Morgen war unser Hund Fiffi vergiftet. Das konnten nur die Eberts gewesen sein. Da wurde auch mein Bruder Emil wütend. Mit dem Kleinkaliber schoss er auf das Küchenfenster der Eberts. Am Tag darauf wurde die Straße durch mörderisches Geschrei geweckt. Herr Müller lag dort und schrie. Sein Arm war abgerissen. Er muss wohl in die kleine Bombe getreten sein, die die Eberts direkt vor seiner Tür platziert hatten. Das war für uns der Startschuss, uns auf den Speicher zu begeben: Wir robbten sofort hoch und rissen die Tarnung von der Atomkanone. Alles lief wie am Schnürchen. Wir hatten den Einsatz schon lange geübt. „Die werden sich jetzt ganz schön wundern!“, triumphierte unsere Mutter und kniff das rechte Auge fachmännisch zusammen, während sie durch das Zielrohr spähte. Als wir das Rohr genau auf Eberts Küche eingestellt hatten, sah ich gegenüber im Fenster das gleiche Rohr blitzen. Das hatte freilich keine Chance mehr, denn Herr Müller hatte mit zornrotem Gesicht das Kommando „Feuer“ erteilt. Die beiden Geschosse trafen sich genau in der Straßenmitte.

        Natürlich sind wir nun alle tot. Die Häuser sind hin und wo unsere Straße früher stand, breitet sich jetzt ein graubrauner Fleck aus. Aber eines muss man sagen: Wir haben das Unsere getan! Schließlich kann man sich nicht alles gefallen lassen, die Nachbarn tanzen einem sonst auf der Nase herum.

        LG,
        delfinchen

      Wir haben auch nen Havaneser und ich stelle mir gerade vor wie der ne Katze frisst #rofl#rofl#rofl

      Aber mal im Ernst, gut dass es sich hat "friedlich" regeln lassen.

      Aber ich ginge im Zweifel auch gegen die Nachbarn vor. Es ist ja sonst schon alles wichtige gesagt worden.

      LG

      Silke

      • Wahrscheinlicher ist doch, dass die Katze den Havaneser frisst. ;-)

        Wir haben beides - eine Katze und einen Havaneser - bei Streitigkeiten zieht unser Havaneser jedenfalls den Kürzeren. #winke

        LG
        Suse

        • (10) 01.01.13 - 14:16

          Tja, deshalb ist es ja so lächerlich. Selbst der Spitzmischling meiner Mutter hat bei Streitigkeiten mit Katzen immer den Kürzeren gezogen. Da gab's dann schon mal eins auf die Nase und dann war's wieder gut. Deshalb hab' ich mir da auch gar keinen Kopf gemacht. Ich war immer der Meinung, dass die Tiere das schon unter sich regeln. Und wenn die Katze auf unser Grundstück kommt, dann weiß sie doch wohl, was sie erwartet. Sie ist doch auch nicht doof. ;-)

          • Eben. Das sehe ich auch so. Du hast ätzende und dumme Nachbarn. Tröstet dich jetzt vermutlich nicht aber die habe ich auch. #zitter

            Du hast das richtig gemacht mit der Böllerei. Sowas braucht man sich nicht bieten lassen. Und auch sonst...wehre dich. Man ist nur dann Opfer, wenn man nie dagegen hält. Die meisten Menschen riskieren nur dann eine große Klappe, wenn sie merken, dass sie keinen Gegenwind bekommen. Beim leisten Lüftchen ziehen sie dann den "Schwanz" ein. Sieht man ja auch bei deinem "Böllerfall". ;-)

            Dir alles Gute und Ruhe vor den Nachbarn wünscht
            Suse

    Ich glaube Dir diese Geschichte so nicht.

    Irgendein Detail verschweigst Du nämlich. (siehe Post von Delfinchen)

    • Was soll ich verschweigen? Das ganze Dorf hasst diese Leute. Sie haben schon vorher in unserem Dorf gewohnt und sind dann in das Haus gegenüber eingezogen. Die Leute haben uns schon gewarnt und meinten, dass mit denen nicht gut Kirschen essen ist. Bei den vorherigen Nachbarn haben sie schon immer auf den Hund geschimpft. Sie wohnten zwischen drei Bauernhöfen und haben sich ständig über etwas anderes beschwert: Mal waren es die Kühe, die nachts Geräusche gemacht haben, mal die Traktorgeräusche, mal der Gestank, ... Aber wir wollten uns selbst ein Bild machen und begegneten den Leuten unvoreingenommen.

      Wir haben lange gegrüßt, Pakete angenommen und rübergebracht. Zurückgegrüßt hat nur die Frau, wenn sie alleine war. Der Mann ignorierte uns. Das war uns ziemlich unangenehm, aber man kann ja niemanden zwingen. Wir haben vieles geduldet: Baulärm zu den unmöglichsten Tag- und Nachtzeiten, Geburtstage, die lautstark auf deren Hof gefeiert wurde, ja sogar die Essensreste, die nach solchen Feiern bei uns im Garten lagen.

      Irgendwann fing der Streit an. Plötzlich stand er am Zaun, brüllte rum, seine Frau hätte Angst um die Katze. Mein Mann versicherte ihm, der Hund würde die Katze nicht beißen, sagte ihm aber auch, dass wenn er Angst um die Katze habe, er eben aufpassen müsse, dass sie nicht auf unserem Grundstück rumstreunt. Denn er kann nicht erwarten, dass die Hunde den Garten nicht nutzen, nur weil seine Katze sich darin gerne aufhält. Erst hat er sich noch beruhigt. Aber dann warf er immer wieder Steine in unseren Garten, wenn die Hunde darin waren. Als einer der Hunde abends bellte, stand er am Zaun und fuchtelte mit einer Dachlatte herum. Er schlug nach unserem Hund und brüllte, er würde den Köter umbringen. Wenn der Katze etwas passieren würde, würde er den Hund eigenhändig töten. #schock Ich blieb trotzdem freundlich und nahm Pakete an. Anfangs kam noch die Frau selbst rüber, irgendwann schickte sie dann ihren Sohn, damit dieser die Pakete abholt.

      Dann der Vorfall an Silvester. Sie beschossen nicht nur unser Haus, sondern auch das von anderen Nachbarn, die drei Grundstücke oben drüber wohnen. Ich erfuhr nur davon, weil meine Tante es mir durch Zufall erzählte. Sie wohnt gegenüber von diesen Nachbarn. Diese Nachbarn hatten noch nie mit unseren direkten Nachbarn zu tun. Sie gingen wohl runter zu unseren direkten Nachbarn und sagten ihnen, sie mögen doch bitte aufhören. Als sie wieder im Haus waren, schossen sie auf die Fenster. Nach der Aktion nahm ich dann keine Pakete mehr an, denn es reichte mir.

      Bislang habe ich nie etwas gesagt, weil ich immer dachte, es wird schon irgendwie wieder. Man kann über alles reden. Dachte ich! Aber unser Nachbar schreit nur. Der redet nicht. :-( SO hatte ich mir meine Nachbarschaft hier auch nicht vorgestellt, aber was soll ich tun? Ich habe schon Angst vor diesem Typen, deswegen hätte ich mich nie mit den Leuten angelegt.

      Natürlich sind wir nun auch nicht mehr so freundlich, aber solche hirnrissigen Ideen kämen mir sicher nicht. Ich lasse die da drüben in Ruhe und hoffe, dass sie es auch machen. Auch wenn du es dir nicht vorstellen kannst: Es gibt solche Leute! Traurig, aber es ist so.

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