Absicherung Todesfall

    • (1) 07.01.13 - 14:24

      Hallo zusammen,

      ausgelöst durch einige Schicksalsschläge im nahen Umkreis sind mein Partner und ich auf die Frage gekommen, was man wie für den Notfall / den Todesfall absichern kann bzw. absichern sollte.

      Eine Berufsunfähigkeitsversicherung und eine Lebensversicherung zur Abfederung finanzieller Probleme haben wir beide, das ist nicht die Frage.

      Wie können wir dafür sorgen, dass - falls wir beide gleichzeitig sterben würden - unser Kind bei einer bestimmten Person aufwachsen könnte? Kann man das in einem Testament festhalten? Reicht es, ein Testament zuhause ohne notarielle Beglaubigung oder Hinterlegung zu hinterlassen?

      Was ist sonst noch sinnvoll? Eine Patientenverfügung? Eine Vorsorgevollmacht? Wo gibt es darüber weitergehende Informationen? Ist das alles mit hohen Kosten verbunden?

      Gibt es etwas, woran wir noch gar nicht gedacht haben?

      Vielen Dank für eure Antworten und viele Grüße!

      • Hi,

        soviel ich weiß, ist jedes Testament gültig, handgeschrieben, datiert, unterschrieben, zu Hause hinterlegt...Es muß nur gefunden werden.

        Wenn Ihr besondere Wünsche habt, würde ich diese auch ganz speziell im Testament niederschreiben - und in diesem Fall auch beim Amtsgericht hinterlegen (hier in D, weiß nicht genau, wie das bei Euch heißt).

        Gleichzeitg stirbt niemand - im Extremfall wird das die Obduktion zeigen. Wenn es für Euch wichtig ist bzgl. Erbfolge, würde ich auch dies testamentarisch vorher regeln (wer was bekommt usw.).

        "Patientenverfügung" - ist sicherlich sinnvoll, wenn Ihr Euch darüber Gedanken gemacht habt.

        Das alles ist nicht besonders teuer. Wie gesagt: Testament zählt auch handgeschrieben zu Hause (und so viel ich weiß, bezeugt - aber da bin ich mir nicht ganz sicher).

        Wenn Ihr Euch so viele Gedanken macht, wäre es das Beste, Ihr würdet Euch an einen Anwalt wenden.

        LG
        #winke

        • Hallo,
          das Testament braucht nicht bezeugt sein, nur Handgeschrieben mit Datum und voller Unterschrift also wenn du Maxine Janine Regine Elfriede Mustermann heißt dann eben auch mit all deinen Namen.

          Du kannst es hinterlegen lassen, das kostet zwar ein bisschen was (wieviel weiß ich nicht genau) aber wenigstens weißt du das es nicht verschwindet von jemandem der vielleicht Enterbt wurde...

          Da kann dir das für dich zuständige Amtsgericht Auskunft geben.

          Ich finde eine Patientenverfügung sehr sinnvoll, auch in jungen Jahren schon. Es gibt halt auch mit 20/30/40 gewisse Umstände, zb Unfall, die deine Angehörigen zu einer Entscheidung zwingen könnten. Besser ist es da immer, wenn man seinen Willen festgehalten hat und dies auch bekannt ist zb beim Hausarzt.

          Natürlich hofft man ja immer das man es nicht benötigt aber sicher ist sicher.

          LG

          die#bla

      Hallo,

      ob eine Patientenverfügung für Euch sinnvoll ist, müsst ihr selbst entscheiden.
      Wenn Ihr eh möchtet, dass alles mögliche getan wird um Euch medizinisch am Leben zu erhalten, ist sie wohl eher unnötig.

      Kinder sind nicht vererbbar, man kann also im Testament nicht "festlegen" wer das Sorgerecht für die minderjährigen Kinder im Falle des Ablebens der Sorgeberechtigten erhält. Man kann aber die Vormundschaft bestimmen.
      Tut ihr das nicht, würde dies das Vormundschaftsgericht festlegen.

      Ansich ist ein handschriftliches Testament, welches man zu hause hat, ausreichend und rechtskräftig, wichtig ist natürlich, dass es an einem Ort verwahrt wird der auch den Angehörigen bekannt ist.

      Ich würde außerdem dem von mir bestimmten Vormund ein Testament aushändigen.

      Und wichtig ist natürlich, dass das Testament möglichst aktuell ist.
      Wenn ihr jetzt einen Vormund bestimmt und der zieht nächstes Jahr nach Australien und ihr habt keinen Kontakt mehr, wäre das eher ungünstig ;-)

      Mit Vorsorgevollmachten kenn ich mich nicht aus.

      Grüße K.

    • Hallo,

      als Alleinerziehende habe ich mir da schon früh Gedanken drüber gemacht und einen Notar aufgesucht. Das ist aber eigentlich gar nicht nötig, mir war es nur wichtig, mein Kind gut abzusichern. Das was ihr meint, ist eine sog. "Sorgerechtsverfügung". Darin könnt ihr niederschreiben, wer bei eurem möglichen Tod das Sorgerecht (auch in einzelnen Fragen: Aufenthaltsbestimmung, Vermögenssorge, etc.) bekommen sollte. Das ist für das Gericht, dass in solchen Fällen tätig wird zwar nicht bindend, die Verfügung wird allerdings meist nach Prüfung befolgt. Hier habe ich mal einen Link, der euch weiter führen könnte: http://www.familie-kompakt.de/artikel/erstellung-einer-sorgerechtsverfuegung.html

      Das Ganze muss dann nicht unbedingt notariell beglaubigt weden. Wichtig ist nur, dass ihr es handschriftlich verfasst. Und es sollte an einem sicheren Ort hinterlegt werden. Ihr solltet dann auch noch eine Vertrauenperson einweihen und dieser mitteilen, wo die Verfügung liegt. Hin und wieder auf den aktuellen Stand bringen wäre auch ganz gut, schließlich ändert sich auch mal das ein oder andere (Großeltern werden älter, Paten erweisen sich als nicht so fähig, etc...).

      Ich hoffe, ich konnte euch helfen und ihr werdet so etwas nie benötigen...
      LG delphin

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