Keine Gesprächsthemen mehr!

    • (1) 08.01.13 - 13:08

      Ich habe ein Problem! Und zwar bin ich Mama und ganz frisch wieder schwanger. Ich war bei meiner Tochter 1,5 in Elternzeit, seit dem gehe ich wieder mit 30 Stunden arbeiten. (Allerdings Homeoffice) viele Freunde habe ich leider nicht. Also komm ich leider auch nicht wirklich vor die Tür eher selten.

      Ich merke immer häufiger wenn ich auf andere treffe, das mir einfach die Gesprächsthemen fehlen. Alles was ich erlebe dreht sich rund um Kind, Hund, Partner! Und trotzdem finde ich habe ich ein erfülltes leben. Mir fehlt es eigentlich an nichts und ich gehe darin auf... Nur ich merke das ich meine Gesprächspartner langweile, weil mir einfach nichts einfällt womit ich mit ihnen reden kann.

      Geht es noch jemanden so oder bin ich damit allein? Wie denkt ihr darüber... Neue Freundschaften schließen ist hier leider nicht so einfach.

      • (2) 08.01.13 - 13:19

        Hi,

        mir gehts ähnlich. Unsere Freunde von früher, also aus Studium und Schule, haben alle noch keine Kinder. Obwohl ich mich jetzt mit 28. als Erstmama und 30 als Zweimama jetzt nicht jung finde.

        Ich bin seit Juni 2011 aus dem Beruf raus. Bin nur für meine Tochter da, Haushalt und Co. und es fällt mir auch sehr schwer über anders zu reden. Habe irgendwie kein Interesse an anderem,....kann es leider auch nicht änder.
        Vielelciht hilft es dir ja, wenn du weißt, dass du nicht allein bist.

        LG

        Isabel

      Das erste was mir dazu einfällt: Hast du denn keine Hobbys, liest Zeitungen oder so was?

      Irgendwas gibt es doch immer zu quatschen, abgesehen von Kinder, Mann und Hund.

    • Hi,

      hast du denn wirklich so gar keine eigenen Interessen? Klar kann es einen erfüllen mit Kindern Hund und Mann beschäftigt zu sein, aber was ist denn Abends? Schaust du keinen Filme? Liest Bücher? Handarbeit? Ich finde das sind immer gute Dinge um mit anderen Müttern in ähnliches Situationen ins Gespräch zu kommen.

      Ich bin damals als frisch Mama geworden hier aufs Dorf gezogen und kannte niemanden.
      Durch Krabbelgruppe und hinterher Kindergarten habe ich dann Kontakte geknüpft, anfangs wurde viel über Nonsens geredet wie halt Bücher, Filme, Handarbeit etc. mit der Zeit als man sich besser kannte auch mal über Privates wie Männer, Schwiegermutter, Eltern und Kinder...

      Man merkt doch recht schnell wofür sich andere Mamas interessieren, und ich fahre recht gut damit erst mal zuhören was sie so zu Berichten haben um mir dann ein Bild davon zu machen was gute Gesprächsthemen sind, klar bei guten Freunden läuft dass alles von alleine, aber um Kontakte zu knüpfen bietet es sich an, darauf ein zu gehen was der andere so von sich Preis gibt und daran anzuknüpfen.
      Wenn es nun gar nicht passt, merkt man das recht schnell, aber für einen netten Plausch beim Kaffee reicht es in den meisten Fällen.

      Ich kann mir vorstellen dass es schon nervig ist, wenn jemand Permanent nur von seiner Familie erzählt und sonst nix zu Berichten hat, grade in kleinen Dörfern ist es schwer Kontakte zu knüpfen wenn man sich nicht ''anpasst'' ich bin von einer Großstadt aufs Dorf gezogen und dachte ich könnte einfach so bleiben wie in der Stadt, aber neee... immer etwas Tratsch parat haben, interessiert wirken wenn jemand über den neuen Postboten redet, jeden grüßen und immer wissen wann wer was macht ;-)
      Das kommt mit der Zeit, und wenn man die Leute näher kennen lernt, merkt man recht schnell, dass es bei einigen wirklich in Fleisch und Blut über Gegangen ist, bei anderen aber auch nur eine Fassade ist um nicht ''aufzufallen'' und daraus können sich wirklich schöne Freundschaften entwickeln ;-)

      LG

      • Doch schon... Ich stricke, ich lese, ich fotografiere...aber das sind auch alles Dinge die niemanden interessieren. Habe auch kein Problem mich mit Müttern zu unterhalten. Dort finde immer Themen, bei mir ist es eher das ich bei den Leuten in meinem Umfeld welche keine Kinder haben (und das sind leider die meisten) oder bei meinen Kollegen Probleme habe.

        Erzähle ich vom stricken bin ich "altbacken"; erzähle ich vom fotografieren: das ist zu speziell kann keiner was mit anfangen; erzähle ich von meiner Familie wird mir nachgesagt ich sei egoistisch. :(

        Ich komme einfach nicht auf einen Nenner, denn ich rede nicht über Partys, Schützenfeste, etc. Das sind Dinge die mich langweilen. Und mir wird aber von allen Seiten vorgeworfen ich erzähle zuviel von meiner Familie.

        Habe mir Gedanken dazu gemacht und ja das stimmt, denn ich kann bei den anderen Dingen meist nicht mitreden.

        • Ich habe auch eine gute Freundin die Kinderlos ist, mit der rede ich halt nicht über die Scharlachwelle im Kindergarten sonder über die neuen Schnäppchen bei IKEA oder übers Kochen, über Deko, Haushalt oder was auch immer... man muss da dann auch etwas Flexibel sein... wie alt sind denn deine Kollegen so? Ich meine grade Handarbeit... altbacken??? Ist doch grade der Renner schlecht hin sei es nun Nähen, Stricken, Häkeln etc.
          Und ich kenne auch kaum Leute ohne Kinder bei denen es ausschließlich um Party machen geht (wenn sie nicht grade 18 sind ;-))

          Auch wenn ich z.B. mit 2 Mütter grade einen Plausch halte und die reden über was wovon ich keine Ahnung habe, dann frage ich halt worum es da grade geht und höre halt einfach nu mal zu, recht schnell findet sich dann aber auch wieder Thema an dem ich mich beteiligen kann... Wen du aber offen dein Desinteresse zeigst und dazu dann nur über Kinder etc. redest solltest du vielleicht ''andere Alternativen'' zum Freunde finden in Betracht ziehen... denn mit so einer Art hat man es nicht nur im Dorf schwer Kontakte zu knüpfen. Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber ich sehe das bei meinem Bruder, der hat das selbe Problem, in einer Großstadt.

          LG

    (8) 08.01.13 - 13:36

    Wo wohnst du denn? Vielleicht nicht weit von mir - hier ist es auch nicht so leicht ernsthaft neue Kontakte zu knüpfen ;-)

    Ich bin seit Anfang August zu Hause und es ging mir zwischenzeitlich ähnlich - ging eben fast nur noch um Schwangerschaft usw. - war ja auch nicht schwer, meine Schwägerin hat grad ihr 2. Kind bekommen und da bei uns "Familie kompakt" ist und wir uns recht häufig sehen, fällt das ein oder andere Thema recht schnell auf Baby/Kind und Schwangerschaft.
    Wenn ich meine Kollegen an der Arbeit besuche und grad mal "eine Ausnahme" dazwischen Pause hat, hab ich schon gemerkt, dass ich mich zu Hause einfach viel zu viel mit mir beschäftige und viel zu wenig mit dem Weltgeschehen z.B., ausserdem wird das Führen einer Diskussion "komplizierter" - ein Kollege war der Meinung, dass wir alle auf jeden Fall die SPD wählen müssen bei der nächsten Wahl - na ja, nicht ganz meine Meinung...aber eigenartig ist, dass ich nach wie vor meine Meinung und Einstellung/Überzeugung habe, es mir aber zunehmend schwerer fällt mich anständig auszudrücken #kratz
    Also für die Gesprächsthemen zieh ich mir jetzt N24 und Co rein - z.B. beim Wohnzimmer aufräumen, bügeln usw. damit ich insgesamt auf dem Laufenden bleibe - der rtl- oder pro7-Slang während der Nachrichten lässt meine Gedanken grundsätzlich abschweifen...die Wortwahl und vor allem die Grammatik sind auf N24 usw. auch um Welten besser...damit bleibt der eigene Wortschatz vor der Wipfeldürre geschützt :-p

    Hast du denn sonst Hobbies? Instrumente, Sport oder so? Versuch doch einen Verein zu finden...Mir wurde die Ruhe zu Hause zu viel - ich konnte hier machen was ich wollte, aber mir haben die Menschen um mich herum gefehlt, das Telefon ist bei weitem kein Ersatz, das Internet erst recht nicht! Jetzt fahre ich ein mal die Woche wieder zur Übungsstunde - das sind hin und zurück zwar 60km, aber es sind die Menschen, die ich schon lange kenne und mag...dafür ist mein Mann auch bereit - irgendwann nach der Geburt (brauche für mein Instrument ein paar Bauchmuskeln) - allein abends auf das Mäuschen aufzupassen, wenn ich dahin will.

    Alles Liebe,
    Miri

    • (9) 08.01.13 - 13:46

      Vielen lieben Dank für deine liebe Antwort! Ja mir fällt es auch schwerer mich auszudrücken. Vielleicht sollte ich mir auch mal N24 reinziehen.

      Ich habe halt das Problem das ich niemanden habe der meine Tochter mal nehmen könnte und dadurch das mein Mann im schichtdienstarbeitet tätig ist, ist es für mich dann schwer zu irgendwelchen Kursen oder Vereinen zu gehen weil seine Arbeitszeit oft darein fällt.

      • (10) 09.01.13 - 03:07

        Nur zuhören reicht aber nicht. Du musst auch reden, damit du nicht verlernst dich vernünftig auszudrücken. Und das geht halt mit einem Kleinkind nicht so gut wie mit Erwachsenen.

Huhu,

also grundsätzlich kenn ich das, vorallem wenn man in Elternzeit ist und auf einmal Haus/Mann/Kind alles ist was man den ganzen Tag um sich herum hat.

Und ja, ich denke es langweilt andere Menschen wenn sie sich permanent Geschichten über die Kinder anhören müssen (vorallem wenn sie selber noch kinderlos sind, so wie eigentlich alle meine Freunde).

Aber man hat ja trotzdem noch irgendwelche anderen Interessen...

Ich lese zB gerne. Von Shakespeare über Sophie Kinsella, von Goethe bis Serienkillerromane oder die Wanderhurenreihe oder whatever. Darüber lässt sich sprechen. Ich schaue gerne Filme, Serien. Ich liebe Musik. Ich habe Freundinnen (nicht alles beste Freundinnen, manche sind gute, manche eher lockere...) mit denen ich über Nagellack spreche und mit anderen mit denen ich über Politik und Religion spreche. Oder über Promiklatsch #schein.
Manchmal kann ich lustiges/skurilles aus meinem Arbeitsleben erzählen, oder vom Unicampus.

Ich bin sehr....redefreudig.

Ich denke neue Freundschaften beheben bei dir das Problem nicht. Ich meine, denen hättest du ja auch nicht mehr zu erzählen, bzw. da ist man ja noch eher gehemmt und man erzählt nicht einfach so fröhlich drauf los.
Allerdings ist es ja möglich dass du vielleicht mal jemanden triffst wo einfach die Chemie stimmt.
Es gibt ja einfach Menschen die einem grundsätzlich sympathisch sind und mit denen man sich irgendwie einfach nicht unterhalten KANN weil man nicht auf der selben Wellenlänge liegt und es gibt Menschen da macht es einfach "Klack" und es läuft!

Ich wünsch dir alles Gute,
Jenny

(12) 08.01.13 - 14:18

Hallo,

komischerweise rede ich mit den Freunden meines Mannes und deren Frauen (die bis auf eine keine Kinder haben) über alles mögliche, Gott und die Welt, aber nicht über Kinder, Kochen und Haushalt.

Diese Themen gibt es höchstens zwischen mir, meiner Mutter, meiner Schwester und meiner Schwägerin.

GLG

Seit ich unseren Hund habe, habe ich ganz viele neue nette Menschen kennen gelernt.
Natürlich redet man da zuerst über die Tiere.

Aber wenn man sich öfter trifft, ergeben sich doch immer neue Gesprächsthemen. Man redet über Gott und die Welt, und kommt dabei vom einen ins andere Thema.
Ich finde so ein Vierbeiner hilft schon schnell neue Menschen kennen zu lernen.

Ich wohne recht dörflich, und auch beim Bäcker, Schlachter, Supermarkt, Frisör .. erfährt man viel neues. Und auch das muss weiter getratscht werden;-)

Und dann gibt es ja auch noch Zeitungen und Fernsehen.

Nee, ich quatsche wirklich viel mit allen möglichen Leuten, aber das mir mal der Gesprächststoff ausgegangen ist, ist noch nicht passiert.

LG

P.S. Mit einem Kleinkind kommt man doch super vor die Tür. Auch auf dem Spielplatz, im Schwimmbad, in der Krabbelgruppe oder wo auch immer findet man Gespärchspartner.

(14) 08.01.13 - 15:27

Ein Hobby suchen und Zeitung lesen! Theater, Kino etc. hilft auch #winke

Als ich noch kein Kind hatte, wollte ich niemals eine von den Muttis sein, die sich nur noch über ihre Kinder unterhalten. Gott sei Dank blieb das bis heute so ;-)
Ich kann nicht sagen, dass es mir an Themen mangelt, jeder den ich treffe, hat doch andere Interessen, fängt das Gespräch vielleicht an und ich steige ein.
Wer sagt denn, dass immer du das Thema anfangen musst?
Sag einfach: bei mir ist alles beim alten und was gibt´s bei dir neues?
Gesprächsthemen ergeben sich, die kann man nicht planen!

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