Hilfsbereitschaft - wo fängt sie an, wo hört sie auf ?

Guten Morgen,

ich melde mich nach längerer Zeit mal wieder zu Wort.

Es geht um folgendes:
Am 1. Weihnachtstag hatten wir mit der Familie schön zu Abend gegessen. Wir hatten eine Menge Essen über (Rouladen, Beilagen, Soße etc). Ich stand in der Küche und dachte mir, ich möchte jetzt einen großen Teller fertig machen und jemandem eine Freude bereiten, der sich vielleicht kein richtiges Essen leisten kann. So bin und war ich schon immer.
Also packte ich alles ein um es warm zuhalten, eine Flasche Cola dazu, noch Marzipan und Lebkuchen. Ich bin zum Bahnhof gefahren, weil es dort immer viele Obdachlose hinzieht. Und genau solch einer sollte mein Ziel sein. Draussen regnete es aber in Strömen, weit und breit natürlich keiner zu sehen (an den Plätzen, wo sie sich sonst so aufhalten).

Irgendwann bin ich dann in die Innenstadt gefahren. Und ich sah tatsächlich jemanden mit Sack und Pack aufm Rücken, völlig durchnässt, blaue Hände von der Kälte, und sprach ihn an. Es stellte sich heraus, dass er Gabriel heißt, aus Rumänien kommt (er sprach nur englisch), und noch nicht lange in unserer Stadt herum irrte. Er fragte mich, ob ich Arbeit für ihn hätte (er sei gelernter Maler), er brauche dringend ein Zugticket nach HH und wollte sich irgendwie das Geld dafür verdienen ( er sah dort eine größere Perspektive) . Ich musste verneinen.

Ich erzählte ihm dann, warum ich ihn angesprochen habe, dass ich etwas zu Essen dabei habe, Trinken, Besteck und ihm damit zumindest eine Mahlzeit gönnen möchte.
Er war überaus dankbar, hat sofort gegessen und getrunken (als läge die letzte Mahlzeit schon lange zurück).Ich verabschiedete mich von ihm mit einem guten Gefühl, zumindest einem von vielen etwas Gutes getan zu haben.

Gestern war mein Vater bei uns. Er erzählte, dass er in der Innenstadt (wo er ein großes Gewerkschaftsgebäude verwaltet) einen Obdachlosen aus dem Treppenhaus schmeissen musste, bereits ein paar Male schon. Ich fragte, wie er aussah und mein Vater beschrieb ihn und seine Habseligkeiten. Es ist genau der, dem ich an Weihnachten begegnet bin. Es ist kalt draussen, er sucht Unterschlupf, kennt wahrscheinlich die Bahnhofsmission hier nicht usw und sofort. Mein Vater sagte, er stank, sah sehr Ungepflegt aus...Ich kann sowas nicht haben. Uns geht es so gut und dieser Mann hat wahrscheinlich seit Wochen wieder nicht richtig gegessen und sich waschen können.

Am liebsten wäre ich sofort aufgebrochen mit einer Tüte voll Broten und Getränken, sowie warmer Kleidung. Darüber hinaus hätte ich diesem Mann sogar am liebsten ein Hotelzimmer gegönnt, damit er einmal richtig schlafen und baden kann, aber es sprengt irgendwie doch den Rahmen. Habe gestern mit meiner Freundin lange darüber gesprochen und überlege, was angebracht wäre und was nicht. Es ist für mich ein wildfremder Mensch, man kann nicht allen und jedem Helfen und es gibt meistens Gründe für die soziale Situation, in der sie stecken. Aber die Hintergründe interessieren mich in diesem Moment nicht, ich sehe dann die aktuelle Not und möchte dann etwas tun.
Um zu meiner Ausgangsfrage zurück zu kommen: Wo fängt in solchen Fällen die Hilfsbereitschaft an und wo hört sie auf?

Freue mich auf ein paar Antworten...

Lg Melle

Liebe Melle,

ich bin mir nicht im Klaren, was du bezweckst. Soll es ihm besser gehen oder Dir? Deine Bemühung, Essen nicht umkommen zu lassen, in allen Ehren, aber das klingt doch ein wenig nach der großen Show, wenn Du an Weihnachten mal mit einem (!!) Teller Essen zum Bahnhof fährst, um einem von Dir auserwählten Obdachlosen ein warmes Mahl zu überreichen. Willst Du jetzt der persönliche rettende Engel eines Obdachlosen werden, der Dir dann auf ewig dankbar sein muss? Für Dein Karma, Dein Ego oder so? Weil man vor den Freunden dann so großherzig da steht?

Du willst helfen? Dann los! Dann aber richtig. Jede Bahnhofsmission, jede Suppenküche hier braucht freiwillige Helfer. Da muss Essen verteilt werden, Kleiderspenden sortiert und ausgegeben, Toiletten und Duschen geputzt werden. Fahr im Winter in einem Kältebus mit, verteile Decken und Tee. Falls Du arbeitest und ihr eine Kantine habt, sprich mit der Geschäftsleitung, dass überzähliges Essen regelmäßig gespendet wird. animiere andere firmen deiner Bekannten dazu, das auch zu tun. Nerve die Supermärkte in Deiner Umgebung damit, dass sie sich an der Tafel beteiligen sollen. Etc., etc...

Das ist zwar nicht so ego-wirksam, wie einmalig neben einem einzelnen Obdachlosen zu sitzen und ihm zuzusehen, wie er hungrig Deine Weihnachtsbraten-Reste von Deinem guten Porzellan verschlingt - aber da fängt echte Hilfsbereitschaft für mich an.

Wo es eher um das eigene Ego geht, um die gute Tat des Tages - da ist sie weit weit weg, fürchte ich...

super auf den Pukt gebracht #pro

Es ist doch egal, wie mans macht, es wird ständig falsch gewertet.

Es geht hier nicht um mein Ego, vermutlich war dieser einzelne Obdachlose (der nicht die Reste, sondern eine vollwertige Mahlzeit und auch nicht vom bestem Porzellan, sondern einfachem Ikeateller bekam), ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Ich fragte hier nach Anregungen, wo es anfängt und wo es aufhört. Du hast tolle Tipps gebracht, die ich mir nahe legen werde...Dein drumherum, darauf reiten, vor Freunden etc toll da zu stehen, das hättest Du Dir sparen können und ist anmaßend.

Ansonsten vielen Dank für Deine hilfreiche Antwort!

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Nette Geschichte... #augen.

Geht's noch? Schlecht geschlafen oder was?

Was möchtest du denn hören?

Wie toll du bist?

Also: Das hast du prima gemacht. #ole

Hier: Bekommst nen Kullerkeks von mir.

Man man.....

Da muss der arme Mann sich mit Resten begnügen, die wahrscheinlich schon kalt waren.

#klatsch

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Guten Morgen

Deine Geschichte erinnert mich ein bisschen daran:

"Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben."

Als ich noch städtisch lebte, hatte ich meistens Gutscheine für die Gassenküche und die Notschlafstelle in der Handtasche. Diese Gutscheine waren sozusagen Wegweiser zu Stellen, an denen Menschen Hilfe bekommen können. Nicht nur für einen Tag, sondern, wenn das gewünscht ist, auch für die darauffolgenden Tage.

Grüsse

serdes

Da dieser Thread einen leicht agressiven Touch bekommt, möchte ich bei meinem Posting noch ergänzen, dass ich es keineswegs schlimm, schlecht, nicht hilfreich oder nicht "genügend" finde, einem Mann auch mal nur einen "Fisch zu geben".

Ich finde es sehr nett, einem hungrigen Menschen etwas zu Essen zu geben und ich sehe das durchaus als "gute Tat".

Hallo,

"So bin und war ich schon immer."

aha. Du bist also schon immer Obachlosen mit einem Teller Restessen hinterhergelaufen? Sehr "großzügig" #kratz

Großmütig wäre gewesen, vor eurem opulenten Weihnachtsessen einen oder mehrere Obdachlose von der Straße zu sammeln und sie einzuladen, Weihnachten, inkl. Essen, ein heißes Bad davor, mit euch zu verbringen.

Hilfreich wäre es gewesen, dem mutmaßlich Obdachlosen die offiziellen Stellen für Obdachlose zu zeigen.

Hilfreich wäre es, Hilfsorganisationen für Obdachlose mit Geld oder Arbeitseinsatz zu unterstützen.

"Irgendwann bin ich dann in die Innenstadt gefahren. "

Solange, wie du auf der Suche warst, war der ehemals warme Teller sicher nicht mehr warm - da wären belegte Brötchen passender gewesen.

"Ich verabschiedete mich von ihm mit einem guten Gefühl, zumindest einem von vielen etwas Gutes getan zu haben."

Und genau das ist der Punkt:
dir geht es nicht darum, anderen eine Freude zu machen, sondern darum, dass DU ein gutes Gefühl hast.

Dein ganzes Posting strotzt nur so von "ich bin so ein guter, hilfsbereiter Mensch und so war ich schon immer" - ernsthafte, dauerhafte und vor allem nachhaltige Hilfe für Menschen in Not kann ich aber nicht rauslesen.

Aus deiner VK:

"Irgendwann kriegt das Schwein seine gerechte Strafe ----> Sexualstraftäter, der nach 2 Haftstrafenurteilen freigesprochen wurde..."

Vielleicht ist "dein" Obdachloser auch ein Sexualstraftäter, der nur deswegen nach Deutschland gekommen ist, um sich einem Prozess in Rumänien zu entziehen - weiß man's?

"Um zu meiner Ausgangsfrage zurück zu kommen: Wo fängt in solchen Fällen die Hilfsbereitschaft an und wo hört sie auf?"

Deine Aktion hat für mich null mit Hilfsbereitschaft zu tun, sondern nur was mit "ich bin gerade so gefühlsduselig, weil Weihnachten ist und ich 'Der kleines Lord' und 'Ist das Leben nicht schön?' im Fernsehen geschaut habe und möchte jetzt dasselbe gute Gefühl haben wie die Leute in den Filmen".

Tut mir leid, dass ich nicht das geschrieben habe, was du hören wolltest.

LG,
J.

Sagt mal, spinnt ihr eigentlich alle? Schon immer Obdachlosen mit einem warmen Teller hinterher gelaufen, der Kleine Lord geguckt, kein warmer Teller mehr aufgrund der Länge der fahrt....Und dann aus meiner VK zitieren. WAS bitte hat mein VK-Zitat damit zu tun?? So bin und war ich schon immer, war darauf bezogen, dass ich Menschen in Not noch nie links liegen gelassen habe und schon immer auf irgendeine Art und Weise helfen wollte.

Man kann auch immer das heraus lesen, was man lesen möchte #aha

So sieht's aus.

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DAS ist Deutschland, oder ? #augen

Warum wird darauf herumgehackt dass es (so liest es sich) eine einmalige Aktion war, dass das Essen möglicherweise nicht mehr ganz heiß gewesen ist, dass man noch mehr hätte tun können...man kann immer mehr tun aber alles beginnt mit einem ersten Schritt, oder?

Wer weiß denn was jetzt folgt oder welches Engagement die Weihnachtsaktion losgetreten hat und selbst wenn es einmalig ist, besser als gar nichts und bei Urbia dieses eine Ma(h)l runtermachen...meine Meinung.

Nein, das ist das Herausfindenwollen, ob es sich um Naivität aus Unwissenheit heraus handelt oder um halbherziges "Gutmenschentum" oder um Heuchelei.

Deutschland ist in meinen Augen, dass einem, wenn man dann wirklich dauerhaft helfen will, ständig bürokratische Steine in den Weg geworfen werden. Auf jeder Veranstaltung mit Catering bleiben Unmengen Essen übrig, das sind Berge! In einer Stadt wie meiner würdest Du jeden Obdachlosen jeden Abend satt bekommen davon. Aber du darfst es aus hygienischen Gründen nicht spenden, wenn es bereits zubereitet und/oder erwärmt wurde. Dann MUSST Du es im Zweifel wegwerfen. Spenden darfst Du nur noch nicht zubereitete Speisen und Zutaten.

DAS ist Deutschland!

Ja, stimmt. Bürokratie...das ist auch Deutschland.

Aber ich empfinde es schon als sehr deutsch (im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern oder auch den USA), kleine Ansätze von gutem Willen direkt wieder mies zu reden oder gleich nach dem kompletten "besser wärs's du würdest die ganze Welt retten"-Plan zu rufen.

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Ich verstehe echt nicht wieso ihr auf sie rumhackt..

ob es einmalig war oder nicht.. ich finde es nett... andere tun garnichts... stellt euch doch mal vor ihr würdet in so einer lage rutschen.. (wünscht man keinen) und es kommt person xy an und bringt euch was zu essen.. damit ihr wenigstens etwas im bauch habt..

es gibt leute die wegschauen... ja und das leider zu viele..

sie hat ja auch geschrieben das sie schaut was man machen kann..

mensch echt traurig hier

LG

Ich finde es gut und gebe ehrlich zu, dass ich viel zu faul wäre, jemanden draußen zu suchen, dem ich hätte helfen können (Ok, in unserer Kleinstadt wäre das wahrscheinlich ein Problem geworden).

Ich habe aber auch selbst ein vedammt hartes Jahr hinter mir, was ich alleine bewältigt habe. Ich ziehe den Hut vor Menschen wie Dir, welche solche Taten vollbringen.

Dein einziger Fehler war, es überhaupt zu posten. Es ist klar, dass jetzt sämtliche Neider aus ihren Löchern gekrochen kommen und Dir noch ein schlechtes Gewissen einreden wollen. Das ist die typisch deutsche A..l..mentalität und das werden wir leider nicht ändern..

Danke #pro

Besser hätte man es nicht schreiben können#pro
Man darf hier so etwas leider nicht posten:-(man ist gleich der Arsch und eine Hilfe ist das für viele leider hier nicht.

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Ich würde nicht los fahren um jemanden essen vorbei zu bringen, es ist zwar nett, aber die Zeit habe ich gar nicht dafür.

Ich halte die Augen offen, helfe da wo ich kann.

So habe ich letztens einem Mann, der vor Mc Donalds die Mülltonne durchsucht hat, 10 € in die Hand gedrückt. Erst hatte ich etwas scheu, habe überlegt, ob er das wirklich will, aber er hat sich dann riesig gefreut, hat sich was zu essen und einen Kaffee geholt,

Oder:

Eine ältere Dame klingelt hier vor 2 Wochen durchgefroren. Sie hat keine Jacke an, findet ihr Altenheim nicht, also packe ich sie ins Auto und fahre die Heime der Gegend ab. Wir haben das richtige gefunden, hier kam heraus, dass sie schon ca 5 Std. unterwegs war, sie wollte nur mal eben eine Zeitung kaufen gehen.

Oder:
spenden wir an ein Kind im Kindergarten zu Weihnachten, Nikolaus, Ostern, Geburtstag ein kleines Geschenk, sowie etwas zum naschen. Zwischendurch bekommt das Kind Kleidung, da es dem allein erziehenden Vater finanziell nicht gut geht. Er freut sich immer riesig, weiß aber nicht, dass es von uns kommt.

oder oder oder.

Es gibt immer jemanden, der mal Hilfe benötigt, man sollte in solchen Momenten die Augen offen halten und so weit helfen, wie es einem selber Möglich ist

Es ist für mich auch nicht das erste Mal gewesen, in einer Notlage zu helfen! Ich gebe sonst auch im Vorbeigehen Brötchen, etwas zu trinken oder ähnliches.

Auch gab es im letzten Jahr bei uns einen Aufruf zum spenden, wo eine junge Mutter mit Kindern in Not geriet. Dort haben wir ebenfalls von Geschirr bis Bettwäsche, Kleidung und Spielzeug Dinge hingebracht. Desweiteren unterstütze ich regelmäßig den Weißen Ring. Unsere Stadt ist mit 80.000 Einwohnern keine Großstadt, ich brauchte ja keine Stunden fahren, um jemanden zu "finden"...
Hier schrieb jemand, es sei angebrachter gewesen, einige Obdachlose nach Hause einzuladen, mit ihnen zusammen zu essen und ihnen ein warmes Bad zu geben. DAS ist in der Theorie sehr schoen, aber wer macht dies schon!? Ich nicht, denn ein gewisses Maß an Misstrauen sollte da sein und ist gesund! Ich wuerde keine fremden Menschen mit nach Hause nehmen, dann helfe ich lieber anders...

ich würde auch niemanden nach Hause einladen. Es ist eine schwierige Situation, aber ich würde wirklich lügen, wenn ich sage, dass ich natürlich jemand fremden in meine 4 Wände lasse.

Wie gesagt, ich helfe da wo ich kann, wenn ich nicht kann, dann tut es mir manchmal leid.

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Bei manchen Antworten kommt einem echt das Kotzen...
Ich frage mich ernsthaft, ob ihr euch nicht schämt, so etwas zu posten. Da hat jemand geholfen und einem hungrigen Menschen eine Freude gemacht - sie wollte doch nicht hören, dass sie damit die Welt gerettet hat - also warum werft ihr der TE dieses vor?

@TE
Ich find's super, dass du dir die Mühe gemacht hast! Die Hauptsache ist doch, dass der Mensch sich gefreut hat - manchmal reichen eben Kleinigkeiten, die für den Hilfebedürftigen ganz groß sind!
Wenn dich die Schicksale so sehr berühren, wie wäre es, wenn du einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgehst (in großen Städten gibt es ja immer Organisationen), die Obdachlosen hilft!? So, wie du dich selbst beschrieben hast, könnte ich mir vorstellen, dass das evtl etwas für dich wäre.

Und zur Diskussion, wo Hilfsbereitschaft anfängt und aufhört...
Für mich fängt es an der Stelle an, an der man einem Bedürftigen Menschen eine Freude macht...ganz egal, ob es ein paar Euro sind oder ein angeknabbertes Brot mit Käse. Schwieriger finde ich die Frage, wo das Ganze aufhört. Einen guten Weg finde ich dann eigentlich, dem Menschen den Weg zu einer Hilfsorganisation zu weisen, ihn vielleicht dorthin zu begleiten.

LG und ein schönes Wochenende!

Hi,

wenn Du solch ein soziales Herz hast, warum machst Du Dich nicht im Vereinen stark, Tafel, Nachbarschaftshilfe......da erreichst Du sicherlich mehr.

Lisa

Hallo Melle,
das war eine nette Geste von dir und ich denke, da du dir Gedanken darum machst, wirst du auch weiterhin Möglichkeiten finden, in denen du anderen Menschen Gutes tun wirst. Solche Menschen wie dich gibt es heute leider viel zu wenig. Andere hätten das Essen weggeschmissen, du hast einen hungrigen Magen gefüllt. #pro

Damit rettest du nicht die Welt aber damit hast du einem Menschen einen guten Augenblick geschenkt. Das schaffen hier bei Urbia nur wenige, wenn ich mir diesen Thread so durchlese. Aber viel zu viele User hier schaffen es immer wieder, einer Menge andere User einen schlechten Augenblick, ein schlechtes Gefühl zu verschaffen. Was müssen die verbittert sein? :-( Mir sind Menschen wie du es bist da wesentlch lieber.

Mach weiter so und alles Liebe
Suse

ich stimme jedem Deiner Sätze zu!

#herzlich liki

Vielleicht hängen diejenigen, die sie hier nicht feiern, ihre "Wohltätigkeit" nur einfach nicht so an die große Glocke?
Ihre guten Absichten, einem Obdachlosen ein warmes Essen zu bringen, in allen Ehren aber daraus muß man doch nicht so ein Thema machen, oder?

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Hallo Merle,

ich muss sagen, dass dein Beitrag einen sehr faden Beigeschmack hat. Leider ist Deutsch nicht meine Muttersprache aber im Sinne der Bibel, wenn du etwas tust, hänge es nicht an die Glocke. Wenn ich im Forum per PN Müttern in ihrer Lage helfe, erfährt es in der Regel keiner. bzw. ich eröffne eine Diskussionen zu dem Thema und ein Satz stoß mir sauer und ich muss sagen, da bist du wirklich eingebildet:

So bin und war ich schon immer..

Ich muss sagen, besser du hättest nichts getan.

JEtzt zu deiner Frage.Du verbringst viel Zeit mit Diskussionen mit deiner Freundin und mit deinem Vater und am Ende erinnert mich an eins - meine Schwiegereltern fahren zu uns und manchmal hat man in der Vergangeneheit das Gefühl: sie helfen dann, damit sie unter Freunden sagen können - sie haben mal geholfen - Punkt abgehackt.

Welche Grenzen meinst du denn genau ? Du solltest dem Menschen kein Alkohol kaufen aber alles andere ist toll. Ja, du hast eine gute Tat gemacht aber der Teufel - das sich beweiräuchern, damit hast du es wieder nichtig gemacht. Schade.

"Ich muss sagen, besser du hättest nichts getan."

Traurig, wenn Du das so siehst. Schlimm, wenn noch mehr es so sehen.

Ich habe mich nicht beweihräuchert, ihnen keinen Alkohol zu kaufen, dessen bin ich mir auch bewusst. Ich wollte lediglich sehen, wo andere anfangen zu helfen und wo die Grenze ist, was evtl doch zu viel sein könnte. Manchmal steht man ja auf dem Schlauch und braucht ein paar Anregungen.

Und das ich mit meiner Freundin darüber diskutiere, und ebenfalls mit meinem Vater, der nun rein zufällig genau diesen Mann aus dem Treppenhaus verweisen musste, hat nichts mit brüsten oderso zu tun. Meine Freunde und meine Familie wissen, wie ich in solchen Dingen bin und genau deshalb kann ich sehr gut mit ihnen darüber sprechen. Und selbstverständlich bespricht man unter Freunden solche Dinge, auch tiefergründig und ernshaft...wir reden nicht nur über das Wetter.

Ich finde es nicht ungewöhnlich, dennoch traurig, dass dich nicht mal erreicht hat, was dir versuchen viele zu sagen.Ich kann ins geheim hoffen, du bist nicht so.

Weißt du, wenn ich mich entscheide, einem zu helfen, schau ich nicht - was noch ,,zu viel´´ sein könnte. Dieses macht auf mich wieder die Angewohnheit mene Schwiegereltern, wo es dann nicht mehr um das Helfen an sich geht. Es geht um DICH und DEIN EGO. ES geht darum, dass DU DICH GUT FÜHLEN willst. Und das stoßt mir sehr sehr sauer.

Sollte ich deine Frage ernst nehmen. Wenn ich einem helfen will, gehe ich auch über die Leiche. Die Grenzen sind für mich - wenn ich merke, ich komme nicht weiter. Wenn ich merke, die Person will meine Hilfe nicht mehr oder wenn ich merke, diese Hilfe würde der Person eher schaden.

Sprich - ein Username schreibt, dass er/sie Zettel mit Hilfe verteilt. Die Idee finde ich z.B. gut. Dann würde ich der Person wirklich zeigen, wo die Bahnhofsmission ist. Wenn mich der Mensch betroffen machen würde, würde er mir nicht aus dem Kopf gehen. Und erst wenn ich wüßte, er ist weiterversorgt - sprich, ich habe auf Möglichkeiten einer weiteren komplexeren Hilfe hingewiesen, erst dann könnte ich schlafen.

Ich würde mir aber nicht den 24.12. als Hilfezeipunkt auswählen-

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Deine Geschichte klingt schon ein wenig selbstgefällig. Aber egal, der Mann hatte eine leckere Malzeit und du ein gutes Gefühl ... er vielleicht auch, weil es ja nicht viele Menschen gibt, die so etwas tun.

Die Frage, wo die Hilfsbereitschaft aufhört, verstehe ich nicht. Wenn du hilfst, es dir leisten kannst und es dir Spaß macht, ist es doch super!

Hallo Melle,
ich finde es nicht verwunderlich dass du einiges an Gegenwind bekommst.
Grundsätzlich find ich die Aktion natürlich nicht schlecht. Ich denke schon, besser als gar nichts zu tun.
Ich verstehe allerdings nicht warum du die Geschichte so ausbreiten musstest.

Du hättest deine Frage auch ohne stellen können. Das wäre dann einfach eine Diskussion über Hilfsbereitschaft geworden. Jeder hat da eben seine eigenen Grenzen und dass ist doch auch in Ordnung.
So hat deine Frage eben einen unnötigen Beigeschmack bekommen und eine sinnvolle Diskussion ist meiner Meinung nach nicht mehr möglich.

Ich versuchs einfach vom menschlichen Standpunkt zu sehen. Wir neigen eben oft dazu uns Lob selber zu produzieren. Da bist du sicher nicht allein. Das hat bestimmt jede der Damen und Herren hier schon gemacht.

Eigentlich nicht verwunderlich. Heutzutage nimmt man die anderen allzu selbstverständlich. Manchmal will man einfach den Bauch gestreichelt bekommen. Das find ich jetzt nicht unbedingt verwerflich.
Ich geh auch davon aus dass du das nicht bewusst gemacht hast.

Vielleicht kam bei der einen oder anderen Dame auch das schlechte Gewissen hoch, da sie vielleicht zu wenig geben und wissen da wär noch Potenzial. Und wie kann man dafür sorgen dass man sich besser fühlt? Richtig... Immer feste auf den anderen drauf. Das verdeckt eigene Unzulänglichkeiten. Und mal ehrlich... Wer hat das noch nie gemacht? Obwohl jeder weiß dass das nicht korrekt ist?

Es wurde ja schon gesagt. Eigentlich sollte die Rechte Hand nicht wissen was die Linke tut. Das wissen wir eigentlich alle. Trotzdem handelt man oft wider besseren Wissens.

Ich wünsch dir dass du deinen Weg findest deine soziala Ader auszuleben, denn es gibt wenig befriedigenderes im Leben als anderen selbstlos zu helfen.
Ärger dich nicht so über die Kommentare. Jeder hat eben seine eigene Meinung.

Schönen Abend noch

Mag sein, dass es zuviel Hintergrundinformation war. Ich habe allerdings speziell hier im Forum auch schon die Erfahrung gemacht, dass rumgepoebelt wird, wenn eine einfache Frage ohne jeglichen Bezug zu irgendwas gestellt wird...wie man es macht...

Ich weiß.

Versteh es auch nicht als Angriff. Nur als Meinung. Die tauscht man in Foren eben aus.

Hallo,

meine Hilfsbereitschaft gegenüber Fremden hört da auf, wo sie mich belasten. Da du Wochen nach Weihnachten immer noch darüber grübelst und du dem Mann nicht dauerhaft geholfen hast, sehe ich diese Hilfe kritisch.

Das Bedürfnis, Hotelzimmer bezahlen zu wollen, ist aus meiner Sicht noch abwegiger.
Wenn man bedenkt, dass verzweifelte Menschen sehr anhänglich werden können, wenn sie endlich Hilfe erfahren, musst du bedenken, ob du das wirklich leisten möchtest.
Willst du wirklich einem Fremden Hoffnung machen und ihn dann wieder fallen lassen? Oder ihm gar dauerhaft beistehen, wenn er vielleicht extrem viel Nähe sucht, Zeit von dir fordert, psychisch labil ist, süchtig ist oder illegal in Deutschland ist? KANNST du das? Ich würde das nur für Familie und Freunde leisten können - und dann auch nur, wenn es legal ist.
Bei Fremden schütze ich mich selbst - für die diese Fälle gibt es professionelle Psychologen, Schuldnerberater, Bahnhofsmission, Arbeitsamt, Botschaften, etc.
Ich kann leider nicht die ganze Welt retten, lebe aber GOTT SEI DANK in einem Sozialstaat, der Hilfe bietet und organisiert ist.

Vielleicht kann dein Vater dem Mann die Adressen der jeweiligen Organisationen weitergeben.

BTW: deine Erzählung in Verbindung mit dem Bild, wie du an Weihnachten mit einem einzelnen Teller durch Bahnhöfe und Innenstädte rennst, während deine Familie zu Hause sitzt, - sagen wir - befremden mich.

Viele Grüße

"BTW: deine Erzählung in Verbindung mit dem Bild, wie du an Weihnachten mit einem einzelnen Teller durch Bahnhöfe und Innenstädte rennst, während deine Familie zu Hause sitzt, - sagen wir - befremden mich."

#pro

Hallo,

danke für Deine Antwort.

Um es mal vorsichtig auszudrücken: Natürlich habe ich seitdem des öfteren an diesen Mann gedacht. Mich berühren soziale Schicksale zumindest in soweit, als dass ich nicht etwas tue um es danach wieder zu vergessen.

Ich habe zu meinem Vater gesagt, dass er wahrscheinlich nicht weiß, wo und das es hier z.B. die Bahnhofsmission gibt und das man ihm das mitteilen sollte. Mein Vater sah dies aber nicht als seine Aufgabe. Und ich habe an dem Tag, als ich ihm etwas zu Essen gab, (leider) nicht soweit gedacht. Auch darüber sprach ich heute mit meiner Freundin, dass man ihn, sofern man auf ihn nochmal treffen sollte, zur Bahnhofsmission begleiten sollte. So weit ist es von der Innenstadt nicht entfernt.
Dauerhaft beistehen wollte ich diesem Mann nicht. Es gibt viel zu viele Einzelschicksale, als dass man dieses leisten könnte. Ehrenamtlich in Kältebussen oder Obdachlosenunterkünften zu helfen - darüber habe ich auch schon oft nachgedacht und es würde mir sehr viel Spaß machen. ABER, ich habe noch kleine Kinder, ich habe (momentan zumindest) einfach nicht die Zeit für so eine Aufgabe. Vielleicht sieht das in ein paar Jahren, wenn sie etwas größer und selbständiger sind, anders aus und ich nehme diesen Gedanken wieder auf.
Meine Familie hat diesen Gedanken an Weihnachten unterstützt. Es hätte auch jeder beliebiege andere Tag sein können, war es nun aber eben nicht. Zu Hause war alles geregelt, sie waren nicht allein und ich war insgesamt etwas über eine Stunde weg. Daran war nichts befremdliches, für uns zumindest nicht. Am Bahnhof bin ich nur vorbei gefahren, weil sie oft davor sitzen oder in dem davor befindlichen Parkgrundstück schlafen. Da dort (wohl auf grund des regnerischen Wetters) keiner war, bin ich in die Innenstadt gefahren. Auch hier musste ich nicht Stunden suchen, kurz nachdem ich das Auto parkte, fiel mir der Mann auf.

Genau, wie Du es beschreibst, mache ich mir natürlich Gedanken. Daher auch dieser Thread, weil ich Anregungen wollte, wo Hilfe anfängt und wo man dann spätestens die Distanz wahren sollte. Menschen sind sehr unterschiedlich und ja, sie reagieren auch sehr unterschiedlich auf Hilfsangebote. Ob der Mann legal in Deutschland ist, habe ich nicht erfragt. Er hatte ganz offensichtlich Hunger und Durst, da war mir der Hintergrund seines Aufenthaltes erstmal völlig egal.

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Das ist so ein richtiger Urbia-Muster-Thread! *g* Wer den liest, weiß, wie es hier zugeht.....

hi,
liest man sich deine beitraege zu diesem thread durch, so fallen doch ansich 2 dinge auf:
1) du bist hilfsbereit
2) du moechtest es kund tun.

leider entsteht ein wirklich schlechter beigeschmack hinsichtlich deiner hilfsbereitschaft wenn man das gefuehl bekommt, du moechtest es gerne der welt mitteilen. irgendwie kommt sie danns einfach nur als bauchpinselei rueber. damit musst du nun allerdings leben.

dennoch solltest du mmn weiterhin hilfsangebote stellen und es ist natuerlich besser nur einem einzigen menschen in der welt zu helfen, als gar keinem.

moechtest du allerdings dass deine hilfe auch von anderen verstanden wird, so empfiehlt es dich, damit nicht hausieren zu gehen.

also, weiter so, geh mit offenen augen durch deine umwelt, aber ueb dich ggf darin, deine guten taten zurueckhaltender kundzutun - dann kommen sie sicherlich ueberall gut an.

ps eins noch - dein vater scheint scheinbar regelmaessig mit den auswuechsen beduerftiger menschen in kontakt zu kommen und, ehrlich gesagt, ich wuerds auch nicht prickelnd finden, alkis in meinem hausflur rumliegen zu haben. er MUSS sich mit diesen menschen in SEINEM hausflur auseinandersetzen und du MOECHTEST dich mit einem von dir ausgesuchten beduerftigen AM bHNHOF auseinandersetzen. hier misst du mit zweierlei maas. frage mich, wie du wohl reagieren wuerdest,haettest du den hausflur voller alkis, wuerdest du denen dann auch die haustuer oeffnen und sie zum weihnachtsessen einladen?

die sache fuer die du hier einstehst, ist ansich wirklich vorbildlich und loblich, allerdings beweihraeucherst du dich selbst. hier wurde schon einmal die bibel angefuehrt, ich erweitere das mit "dem dorn im auge deines nachbarns sehen"

lg
hege, die dich hier nicht angreifen moechte, sich aber eine antwort nicht verkneifen kann.

Weisst du, ich denke, du musst selbst deine Grenzen erkennen.

Denn du kannst weder ihn noch andere Obdachlose auf diese Art dauerhaft "retten".
Aber ich finde es gut, einem Menschen, der allein ist, eine Freude zu machen, ganz egal, warum er nun grad allein ist. Genau überprüfen kann man das eh nie.
Du könntest na klar dem Gabriel sein Ticket kaufen, damit wäre ihm wahrlich geholfen. Es sei denn, dort sucht er weiter, weil er nach Berlin will, aber das kannst du nicht überprüfen.

Ich selbst wüsste, wo meine Grenzen liegen. Ich könnte sie auch einhalten, problemlos. Ich kann nämlich nicht alle satt machen und alle dorthin bringen, wo sie hin wollen/müssen.

Aber wenn ich einem helfen WILL, na, dann soll mich keiner davon abhalten.

L G

White

Ganz klar kann man nicht ALLE retten; das ist ja mal sonnenklar; aber super ist es doch schon, wenn man einem - oder auch einigen - helfen kann! Nicht wahr?!

<<Ich selbst wüsste, wo meine Grenzen liegen. Ich könnte sie auch einhalten, problemlos.>>
Ich auch.

Gruß

Guten Abend,

ich weiß gar nicht, warum man so auf Dir rumhackt und Deine Geschichte für unglaubwürdig hält #kratz
Finde Deine Geste super!

Hallo Melle,

erst mal - ich finde es sehr gut und vorbildlich, dass Du Dich für die sog. "Randgruppen"/(Obdachlose) so einsetzt und ihnen hilfst - ganz im Gegensatz zu so manch anderen Benutzern/innen hier! Und ich finde einige Antworten total unmöglich; sprich; einfach nur panne und absolut unter der Gürtellinie #contra#contra:-[#klatsch.
Und dass gerade DIE noch so viele "Zustimm-Sternchen" bekommen, ist mir ein absolutes Rätsel#schock.

Des Weiteren finde ich gerade die Antworten und Kommentare von diesem "Fienchen" finde ich besonders daneben (und da nützt auch der ganze "Niedlichkeits-Nick" nichts mehr).

Und was sich da so manche aus den Fingern saugen; von wegen; dass das Essen, das Du dem Obdachlosen gebracht hast, schon kalt war #augen - meine Güte, haben manche keine anderen Sorgen?! Und außerdem, waren sie DABEI, um das beurteilen zu können (also ob das Essen denn wirklich kalt war)?! Also manchmal... - - -
Und außerdem - wer sagt (und kann ebenfalls - aus der FERNE - beurteilen), ob Du nur zur Weihnachtszeit oder das ganze Jahr Dich für die Obdachlosen einsetzt und ihnen hilfst? - Auch wieder alles reine Spekulationen - nichts anderes!

Und nein, ich empfinde Deinen Strang NICHT als Selbstberweihräucherung! Warum auch?!#kratz#gruebel Aber es ist ja hinreichend bekannt, dass man hier nichts "Heikleres" erzählen kann, ohne dass man verbale Kloppe bekommt :-(#schmoll! Aber; wie gesagt; ich finde Deine Tat super und finde - wie bereits erwähnt - nicht, dass Du damit protzt - in keinster Weise! Von daher - mach' unbedingt weiter so und lass' Dich von den extremen Nörglern/innen und Kritikern/innen NICHT ins Bockshorn jagen!!!

Gruß (und noch mal: Weiter so!!!)

Ich finde es auch nicht gut, was hier abgeht. Einige haben scheinbar nicht verstanden, was ich ursprünglich mit dem Thread wollte.
Oftmals ist es egal, dann wird verbal darauf eingekloppt was das Zeug hält. Ich frage mich auch, wieviele hier tatsächlich mal aktiv geworden sind.

Und die Aktion von dem fienchen war #contra
Statt zu schreiben, man wolle sich nur als Mutter Theresa hinstellen, wäre es hilfreich, tatsächlich auf die Frage einzugehen und Anregungen zu geben

Nachtrag noch; finde gerade diesen Beitrag total panne:
http://www.urbia.de/forum/11-allgemeines/4106266-hilfsbereitschaft-wo-faengt-sie-an-wo-hoert-sie-auf/25860577

"Nette"(???) "Geschichte"?!?!#aerger (ebenfalls #augen - aber ob dieser unverschämten Behauptung bzw. schon Unterstellung!) Also ob Du gelogen oder diese "Geschichte"(???) erfunden hättest #klatsch! Ich sag's ja, WIE man es macht, ist es (hier) verkehrt - hättest Du erzählt, dass Du diesem Obdachlosen NICHT geholfen hättest, hättest Du verbale Prügel bekommen; von wegen, wie herzlos und hartherzig - und was weiß ich noch alles - Du wärst - nun hast Du erzählt, DASS Du diesem Obdachlosen geholfen hast - und nun hast Du ebenfalls verbale Prügel bekommen; von wegen, Du würdest Dich aufpusten, Dich selbst beweihräuchern, damit protzen... usw... usf... Finde ich - wie ich Dir bereits in meinem anderen Beitrag geschrieben habe - jedenfalls nicht. Und die bösen Antworten und Kommentare gehen mir auch mal schön am Bobbes vorbei :-p;-):-)!

Gruß

Mit dieser fienchen habe ich eh nicht weiter diskutiert, sie war einfach nur respektlos und unverschämt. Vor allem haben viele diesen Beitrag von mir genutzt, um sich auszukotzen und lasen etwas völlig anderes heraus. Von jemand anderen hieß es, es war zuviel Hintergrundinformation, man hätte diese Frage auch ohne den Bezug stellen können.

Einige scheinen insgesamt sehr verbittert, warten nur auf Beiträge wie meinen, oder den weiter oben mit dem betrunkenem Bruder und dann gehts los "gib ihm"...Aber was solls, so war es hier schon immer, ist nur auffallend schlimmer geworden.

Huhu Melle,

#danke, dass Du noch geantwortet hast!

<<Einige scheinen insgesamt sehr verbittert, warten nur auf Beiträge wie meinen, oder den weiter oben mit dem betrunkenem Bruder und dann gehts los "gib ihm"...Aber was solls, so war es hier schon immer, ist nur auffallend schlimmer geworden.>>
Ich sag's ja und ich sagte es bereits und ich sag's immer und immer wieder - Worte sind auch Schläge, die genauso sehr wehtun wie physische - und sogar noch weitaus mehr! IST doch aber auch so!

Und in dem Strang mit dem (sehr stark) betrunkenen Bruder habe ich auch geantwortet - und da geht geht nicht weniger die Luzie ab als in Deinem Strang. Traurig, traurig, aber leider wahr!
Des Weiteren weiß ich auch gar nicht, was die Leute hier immer und andauernd haben mit ihrem "Geschichten erfinden"?!?! #gruebel#bla#kratz Und klar sind manche sehr verbittert, aber nicht nur das, sondern auch neidisch. Und zwar neidisch z.B. auf Dein gutes Herz und Deine Hilfsbereitschaft; eben alles Dinge, was solche Leute nicht haben.

Gruß

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Hast du ihn gefragt wie es so weit kam?

Viele gehen nicht in die Notunterkünfte. Viele von uns wissen gar nicht warum. Ich habe letztes Jahr jemanden von der Straße geholt, der dort unverschuldet gelandet ist. Heißt, ich saß Tage am Telefon, habe mit Vermietern, Ämtern usw telefoniert. Es ist harte Arbeit, jemanden von der Straße zu holen und man selber erleidet viele Rückschläge.

Zu oft lese ich, ein Obdachloser muss nicht auf der Straße leben. Das ist mist. Bist du ein mal aus dem System raus, nimmt dich keiner mehr so schnell.

In der notunterkunft in der er war,war zum Beispiel eine Riesen Schlägerei, bei der einer schwer verletzt wurde. Er sagte damals, er riskiert es lieber zu erfrieren, als dort noch mal hin zu gehen.

Wenn man sich wirklich für die Menschen interessiert, muss man mit ihnen reden und gucken wie man helfen kann. Am besten macht man es, indem man versucht sie wieder ins System zu bekomme. Alleine schaffen sie es meist nicht, denn kaum ein Vermieter nimmt einen sinkenden Obdachlosen.

Nein ,soweit kamen wir leider nicht. Da er nur gebrochen Englisch sprach, war die Verständigung auch nicht die optimalste. Was er mir eben erzählte war, dass er aus Rumänien kommt, Gabriel heisst und sich Geld für ein Zugticket nach HH erwerben möchte. Auf die Frage, warum HH, sagte er, dass er dort mehr Perspektive sieht, weil Flensburg ja nun eine recht kleine Stadt ist. Desweiteren fragte er mich, wo es eine Tankstelle gäbe. Er hatte auf seiner Tasche ein Schild kleben, dass er Arbeit sucht (Malerarbeiten), 20 Jahre Erfahrung hat.
Als ich ihn ansprach, fragte er mich gleich als erstes, ob ich Arbeit für ihn hätte. Ich verneinte und erzählte ihm dann mein Anliegen.
Ich weiß ja nicht einmal, ob er sich legal hier aufhält. Ich werde zusehen, dass ich ihn zur Bahnhofsmission begleite, sofern ich nochmal auf ihn treffe. Für alles andere (was Du meintest mit Vermietern und Ämtern und co) fehlen mir einfach zuviele Information bezüglich dieses Mannes. Ich denke, dass wäre dann Aufgabe der Mitarbeiter vor Ort, weil sie vielmehr Erfahrungen in diese Richtung haben!

Hallo,

ich bin ganz ehrlich, deine Geschichte klingt konstruiert, künstlich und wenig glaubhaft.

Du packt NACH dem Essen spontan einige Reste ein, fährst zum Bahnhof, suchst dort Leute und kannst keine finden weil es in strömen regnet, IRGENDWANN ( deine Worte) fährst du dann in die Innenstadt, findest jemanden, sprichst eine Weile mit ihm und gibst ihm dann das essen und es war immer noch so warm das es dampfte?

Also es hat auf eurem Tisch gestanden, ihr habt gegessen, danach hast du es eingepackt, bist mehrfach durch die Gegend gefahren und gelaufen und es war immer noch sehr warm. Hut ab, das schafft noch nichtmal jeder Lieferservice mit Profiwärmeboxen etc..

auch der Rest klingt konstruiert, das ausgerechnet "er" es gewesen sein soll den dein Vater da aus dem Haus geschmissen hat.

Dann wärest du am liebsten aufgebrochen....bist es aber nicht, warum nicht? Wenn du doch weißt das der Mann immer noch in der Gegend sein muß hättest du ja mal schauen können ob du ihm helfen kannst.

Ich hab sowas auch schon gebracht. Als ich noch in der Ausbildung war kam ich auf dem Weg vom bahnhof zur Arbeit immer an einem Platz vorbei wo sich viele Obdachlose/Junkies etc. aufhielten und ja auch mich hatte da die Weihnachtsstimmung überrannt. Ich bin in den nächsten Supermarkt und habe eingekauft und nachmittags als ich Feierabend hatte habe ich zwei Thermoskannen mit heißem Kakao und eine Tüte mit Keksen, Lebkuchen, Weihnachtsmännern, Servietten und Becher dort hingetragen und einem nett aussehenden Mädchen mit den Worten " Für euch hier...ist nicht viel, aber ich hoffe es schmeckt" in die Hände gedrückt.
Nunja...ich ging noch 7 Monate fast täglich da vorbei und zu Ostern habe ich das nochmal gemacht, irgendwie haben sich immer alle gefreut und ich wurde immer freundlich gegrüßt und das Mädel strahlte mich immer an.

Ich muß sagen das dieser Platz direkt neben der Obdachlosenhilfe und der Suchthilfe lag, bzw. die sich dort angesiedelt haben. Dort habe ich jahrelang monatlich gespendet, aber wie ich gerne zugeben möchte war das wahrscheinlich so weil es mir eben täglich auffiel da ich ja dort vorbei kam.

lg

Andrea

Hallo Andrea,

Du darfst gerne Glauben, was Du möchtest! Man muss schon sehr viel Phantasie haben, um sich so etwas mit etwaigen Details ausdenken zu können!

Ich habe, nachdem wir fertig waren mit dem Essen, nicht die "Reste" auf den Teller gepackt und bin losgefahren! Ich habe normal mit der Familie den Tisch abgeräumt, aufgeräumt und dann in der Küche beschlossen, dass ich losfahren werde. Das Essen habe ich natürlich erwärmt, bevor ich losfuhr! Ein paar Male mit alufolie eingeschlagen, noch andere Sachen mit in die Tüte und los! Wie ich an anderer stelle auch schon schrieb wohnen wir nicht in einer Großstadt. Bahnhof und Innenstadt liegen dicht beieinander, am Bahnhof bin ich nur vorbei Gefahren, weil in dem davor liegendem Parkstück keiner war. Die Innenstadt liegt etwa 2-3km entfernt! Ich habe auch gezielt nach einer einzelnen Person geguckt und nicht nach einer Gruppe, denn dann wäre es unklug gewesen, einem aus der Gruppe etwas zu geben.

Das nun mein Vater rein zufällig diesen Mann mehrfach aus dem Hausflur verweisen musste - ich weiß nicht was daran unglaubwürdig sein soll. Erst dadurch ist diese Sache für mich erst wieder so aktuell geworden.

Ich frage mich, ob hier einige hobbyjuristen sein möchten, und etwas als konstruiert hinstellen, nur weil es für SIE abwegig ist! Genauso unglaublich könnte doch Deine Geschichte auch sein, doch ich glaube Dir, wieso auch nicht?! Es gibt Menschen, die so etwas machen, vermutlich viel zu wenige.

Auch habe ich diesen thread hier nicht eröffnet, um getätschelt zu werden, sondern einfach um von anderen zu erfahren, wo bei ihnen die Grenze wäre, was sie tun wuerden! LEIDER hat dieser Beitrag eine andere ungewollte Änderung genommen, indem größtenteils auf das eigentliche garnicht eingegangen wurde, sondern einfach Mutmaßungen und Anschuldigungen gemacht wurden! Traurig...

Huhu,

ich sag ja nicht das ich dir nicht glaube, ich sage nur das die Geschichte konstruiert klingt und ich vermute das vielleicht deshalb einige negative Resonanz dabei ist.

Ich bin in der Tat Rechtsanwaltsfachangestellte *lach* vielleicht bin ich da beruflich geschädigt.

Eben um zu zeigen das ich dir grundsätzlich glaube, habe ich meine Geschichte dazugeschrieben...weil sie deiner ja doch irgendwo ähnelt.

lg

Andrea

Hallo Melle,

wenn ich mir die Threadentwicklung so anschaue, finde ich eigentlich am Erstaunlichsten, wie viele User Dir vorwerfen, Du würdest Dich in ein gutes Licht stellen.

Ja. Tust Du.

Aber tut das nicht jeder User hier? Stellen sich nicht fast Alle (mich eingeschlossen) möglichst positiv dar?

Besonders deutlich wird das in Threads rund um Familie/Beruf/Haustiere/Kinder....

ach, was sind immer alle so perfekt - sind beruflich erfolgreich und ziehen dabei mühelos ihre Kinder nebenher groß und kochen natürlich nur nachhaltig, gesund und frisch, kaufen nur faire Produkte, gehen 4 Stunden mit ihren Hunden raus, halten ihre Meerschweinchen und Hasen in paradiesischen, artgerechten Tiergehegen, halten sich körperlich fit und sind kein bisschen erschöpft dabei.

Im Gegensatz zu Dir erzählen sie das aber nicht nur, um sich vielleicht mal ein bisschen ins gute Licht zu stellen - nein, sie schmettern es Leuten um die Ohren, die gerade arglos Hilfe suchen oder zugeben, dass sie erschöpft sind oder was falsch gemacht haben.

Ja, das ist bestimmt so viel besser, als hier zu schreiben, dass man einem Obdachlosen die Reste des Weihnachtsessens gebracht hat. Meine Güte.

LG, liki

:-D Ja, so ist das manchmal mit den Usern hier.

Ich finde es nur schade, dass mein Beitrag eine Wendung genommen hat, die ich so nicht wollte. Die wenigsten haben geschrieben, was sie in solchen Fällen tun würden. Im Gegenteil, da wird dann gesagt, es wäre besser gewesen ich hätte eine Gruppe von Obdachlosen einladen und ihnen dann noch ein Bad geben sollen. Also mal ehrlich, wer bitte von den Antwortenden hier hat das schon einmal gemacht oder würde es ernsthaft tun??
Ich habe in meinem Beruf auch schon Obdachlose stationär versorgt. Sie gehen äusserlich als andere Menschen (wenn sie frisch geduscht sind, Haare/Bart geschnitten, ordentlich gegessen und getrunken, sowie warm geschlafen haben). Wenn man sie dann später wieder trifft (in der Stadt oder ähnliches) und sieht, dass sie trotz Sozialdienst des Krankenhauses es nicht weiter geschafft haben, dann tut einem (mir) das schon weh.
Ich kann privat keinen mit nach Hause nehmen, ich möchte das auch nicht, weil doch ein gesundes Misstrauen fremden Menschen gegenüber da ist.

Es gibt ja einige Wege, dann anders zu helfen und darüber wollte ich ursprünglich mit den Usern hier sprechen. Z.B. wie Dominiksmami von ihrem Fall schrieb.

Lg Melle