Hilfsbereitschaft - wo fängt sie an, wo hört sie auf ?

    • (1) 12.01.13 - 09:52

      Guten Morgen,

      ich melde mich nach längerer Zeit mal wieder zu Wort.

      Es geht um folgendes:
      Am 1. Weihnachtstag hatten wir mit der Familie schön zu Abend gegessen. Wir hatten eine Menge Essen über (Rouladen, Beilagen, Soße etc). Ich stand in der Küche und dachte mir, ich möchte jetzt einen großen Teller fertig machen und jemandem eine Freude bereiten, der sich vielleicht kein richtiges Essen leisten kann. So bin und war ich schon immer.
      Also packte ich alles ein um es warm zuhalten, eine Flasche Cola dazu, noch Marzipan und Lebkuchen. Ich bin zum Bahnhof gefahren, weil es dort immer viele Obdachlose hinzieht. Und genau solch einer sollte mein Ziel sein. Draussen regnete es aber in Strömen, weit und breit natürlich keiner zu sehen (an den Plätzen, wo sie sich sonst so aufhalten).

      Irgendwann bin ich dann in die Innenstadt gefahren. Und ich sah tatsächlich jemanden mit Sack und Pack aufm Rücken, völlig durchnässt, blaue Hände von der Kälte, und sprach ihn an. Es stellte sich heraus, dass er Gabriel heißt, aus Rumänien kommt (er sprach nur englisch), und noch nicht lange in unserer Stadt herum irrte. Er fragte mich, ob ich Arbeit für ihn hätte (er sei gelernter Maler), er brauche dringend ein Zugticket nach HH und wollte sich irgendwie das Geld dafür verdienen ( er sah dort eine größere Perspektive) . Ich musste verneinen.

      Ich erzählte ihm dann, warum ich ihn angesprochen habe, dass ich etwas zu Essen dabei habe, Trinken, Besteck und ihm damit zumindest eine Mahlzeit gönnen möchte.
      Er war überaus dankbar, hat sofort gegessen und getrunken (als läge die letzte Mahlzeit schon lange zurück).Ich verabschiedete mich von ihm mit einem guten Gefühl, zumindest einem von vielen etwas Gutes getan zu haben.

      Gestern war mein Vater bei uns. Er erzählte, dass er in der Innenstadt (wo er ein großes Gewerkschaftsgebäude verwaltet) einen Obdachlosen aus dem Treppenhaus schmeissen musste, bereits ein paar Male schon. Ich fragte, wie er aussah und mein Vater beschrieb ihn und seine Habseligkeiten. Es ist genau der, dem ich an Weihnachten begegnet bin. Es ist kalt draussen, er sucht Unterschlupf, kennt wahrscheinlich die Bahnhofsmission hier nicht usw und sofort. Mein Vater sagte, er stank, sah sehr Ungepflegt aus...Ich kann sowas nicht haben. Uns geht es so gut und dieser Mann hat wahrscheinlich seit Wochen wieder nicht richtig gegessen und sich waschen können.

      Am liebsten wäre ich sofort aufgebrochen mit einer Tüte voll Broten und Getränken, sowie warmer Kleidung. Darüber hinaus hätte ich diesem Mann sogar am liebsten ein Hotelzimmer gegönnt, damit er einmal richtig schlafen und baden kann, aber es sprengt irgendwie doch den Rahmen. Habe gestern mit meiner Freundin lange darüber gesprochen und überlege, was angebracht wäre und was nicht. Es ist für mich ein wildfremder Mensch, man kann nicht allen und jedem Helfen und es gibt meistens Gründe für die soziale Situation, in der sie stecken. Aber die Hintergründe interessieren mich in diesem Moment nicht, ich sehe dann die aktuelle Not und möchte dann etwas tun.
      Um zu meiner Ausgangsfrage zurück zu kommen: Wo fängt in solchen Fällen die Hilfsbereitschaft an und wo hört sie auf?

      Freue mich auf ein paar Antworten...

      Lg Melle

            • ich würde draussen den leuten auch lieber essen geben als geld in der dose werfen und ggf für alk und co ausgeben...

              ich sehe so viele in der stadt sitzen die garnicht pennerhaft sind... betteln geld zusammen.. und gehen dann ggf nach hause oder trinken sich einen davon.. und das würde ich auch nicht unterstützen..

              LG

              Du bist sehr sehr armselig. Hast Du keine Erziehung genossen??

              Was ich hören möchte? Hast Du die Überschrift des Threads nicht verstanden? Ich denke, sie war ziemlich verständlich geschrieben...

              "Da muss der arme Mann sich mit Resten begnügen, die wahrscheinlich schon kalt waren."

              Es waren keine Reste, es war eine vollwertige Mahlzeit, die so gut verpackt war, dass sie noch dampfte, als er sie öffnete.

              Du bist anhand Deiner Aussagen eine Sorte Mensch, die bei solchen Dingen die Augen verschliesst. Und anstatt hier konstruktiv zu Antworten auf meine Frage, ziehst Du diese Sache ins lächerliche. Schäm Dich #contra

              • #gruebel

                Hui, da hat die große Schmerle mal ne "große" Tat getan und nun denkt sie, sie sei Mutter Theresa. Sorry, du machst dich hier voll zum Klops.

                Nur weil du 1 Mal (!) was Gutes getan hast, heißt das nicht, dass du dich in die Reihe der "Hilfsbereiten" einreihen darfst.

                Wie sieht denn deine Hilfsbereitschaft das ganze Jahr über aus?

                • Ich muss Dir nicht erzählen, was ich sonst so tue. Antworte einfach auf die Frage oder lass es.
                  Wahrscheinlich würdest Du im Vorbeigehen noch auf solche Leute spucken!! Und es steht auch nirgendwo geschrieben, dass dies eine einmalige Tat von mir war....

                  Ich diskutiere nicht weiter mit Dir, hier gibt es andere User, die gute Tipps geben.

                  • <<<Ich muss Dir nicht erzählen, was ich sonst so tue<<<<

                    ... wahrscheinlich tust du nichts weiter, was in Richtung Hilfsbereitschaft geht.

                    <<<Wahrscheinlich würdest Du im Vorbeigehen noch auf solche Leute spucken!!<<<

                    Wenn man keine Antwort mehr weiß, dann behilft man sich mit Beleidigungen, gell?

                    <<<Und es steht auch nirgendwo geschrieben, dass dies eine einmalige Tat von mir war....<<<

                    Doch, im Ausgangsthread. Ich sehe/lese dort nur von einer Tat.

                    <<<Ich diskutiere nicht weiter mit Dir, hier gibt es andere User, die gute Tipps geben.<<<

                    Gut. Dann hopp hopp. Stell dich Montag bei der Bahnhofsmission vor und biete deine Hilfe an.

                  (11) 12.01.13 - 11:41

                  entschuldige, aber das Verhalten von Dir ist nicht besser. Nur, weil sie dich nicht für die Superheldin hält, weil Du jemanden mal was zu essen bringst, kannst Du ihr nicht Unterstellen auf hilfsbedürftige Menschen zu spucken

                  • (12) 12.01.13 - 11:58

                    Sie zieht es ins lächerliche, das hat nichts mit superheldin zu tun.

                    • (13) 12.01.13 - 12:00

                      und dann musst Du darauf einsteigen und dich noch niveauloser verhalten? Bist Du Erwachsen oder ein kleines trotziges Kind?

                      • (14) 12.01.13 - 12:04

                        Das gleiche zählt für die andere Userin nicht?
                        sie kann sich benehmen wie die Axt im Walde und Stimmung machen anstatt auf das eigentlich Thema ein zu gehen?
                        Ja stimmt hier bei Urbia wird mit zweierlei Maß gemessen.

                        • (15) 12.01.13 - 12:08

                          Darum geht es doch gar nicht. Ich kenne die andere Userin nicht, aber wenn ich doch merke, jemand will mich nur provozieren, dann ignoriere ich den Mist doch erst recht und begebe mich nicht noch auf die selbe Stufe.

                          Das ist doch genau das, was die andere Usern möchte.

                          a. schreibt was, b. macht sich darüber lustig, a. geht auf das Spiel ein, b. provoziert weiter, a. wird sauer und geht darauf ein, b. macht immer weiter.... usw.

                          oder

                          a. schreibt was, b. macht sich darüber lustig, a. ignoriert " der Klügere gibt nach- und b. verliert die Lust am stänkern"

                          Welche Variante ist nun besser?

                          • (16) 12.01.13 - 12:20

                            Es geht darum beide Userinnen darauf hin zu weisen und nicht die Te alleine die hier ganz klar eine Frage gestellt hat und prowoziert wird durch nicht sachliche Antworten.
                            Das macht so den eindruck von Schuld zu Weisung so nach dem Motto bist ja selber Schuld wenn du dich prowozieren lässt.
                            Dann weist man beide drauf hin da die Te eigentlich nur eine Frage gestellt hat worauf nicht eingegangen wird.

                  (17) 12.01.13 - 12:02

                  es geht um die Art und Weise wie sie sich hier aus lässt#contra
                  Sie muss der TE nicht antworten tut dies aber nur um zu prowozieren und Stimmung zu machen.
                  Was anderes sind ihre antworten leider nicht und dann kommst du da her und hängst dich an einem Satz der Te auf.
                  Bitte das ist doch arm

            (18) 14.01.13 - 17:19

            Wie sieht denn deine Hilfsbereitschaft das ganze Jahr über aus?

            Einmal etwas zu tun ist besser als keinmal, muss man doch nicht gleich so abgehn.

        Das, was nach Eurem Essen übrig bleibt, sind keine Reste? Ich hätte die Aktion jetzt auch noch ein bisschen bewunderungswürdiger gefunden, hättest Du gleich von vornherein einkalkuliert, jemanden mit Deinen Rouladen zu beglücken.

        Deine Frage habe ich übrigens auch nicht verstanden bzw. wüßte nicht, wie ich sie pauschal beantworten sollte.
        Hilfe fängt vielleicht da an, einem einzelnen Obdachlosen mit den Resten des opulenten Weihnachtsmahles ein warmes Essen zu verschaffen und hört dann anschließend nach Weihnachten wieder auf, wenn Du nicht schaust, dem armen Kerl den Weg zum Obdachlosenheim zu zeigen...

        gruß,

        W

        • Du, das ganze ist gerade so aktuell, ich habe an dem Tag, als ich auf ihn traf, nicht daran gedacht, ihn zur Bahnhofsmission zu begleiten (warum auch immer). Hinterher habe ich natürlich gedacht, dass er als "Neuling" hier wahrscheinlich garnicht weiß, wo so etwas ist!

          Ob es ein Resteessen im Sinne von richtigen Resten war - könnt ihr gerne streiten drüber, ich sehe es nicht so! Es waren weder angeknabberte Sachen, noch halbe Dinge auf dem Teller!
          Ich werde zusehen, dass er den Weg dorthin findet, sofern ich ihn antreffen sollte. Ich wollte wissen, wo andere anfangen zu helfen, und was evtl zu viel sein koennte, wo Distanz gewahrt werden muss, was vielleicht sogar utopisch ist (z.b das mit dem Hotelzimmer, auch wenn man es rein theoretisch gerne tun würde.

          Einge haben hier gute Anregungen gegeben, bei anderen schüttel ich leider nur den Kopf! Hier sollte im Grunde nur ein netter Erfahrungsaustausch statt finden!

Zum Brechen diese "du willst dich doch nur profilieren"-Masche von dir.

#putz

(22) 12.01.13 - 10:23

Guten Morgen

Deine Geschichte erinnert mich ein bisschen daran:

"Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben."

Als ich noch städtisch lebte, hatte ich meistens Gutscheine für die Gassenküche und die Notschlafstelle in der Handtasche. Diese Gutscheine waren sozusagen Wegweiser zu Stellen, an denen Menschen Hilfe bekommen können. Nicht nur für einen Tag, sondern, wenn das gewünscht ist, auch für die darauffolgenden Tage.

Grüsse

serdes

  • (23) 12.01.13 - 11:16

    Da dieser Thread einen leicht agressiven Touch bekommt, möchte ich bei meinem Posting noch ergänzen, dass ich es keineswegs schlimm, schlecht, nicht hilfreich oder nicht "genügend" finde, einem Mann auch mal nur einen "Fisch zu geben".

    Ich finde es sehr nett, einem hungrigen Menschen etwas zu Essen zu geben und ich sehe das durchaus als "gute Tat".

(24) 12.01.13 - 10:29

Liebe Melle,

ich bin mir nicht im Klaren, was du bezweckst. Soll es ihm besser gehen oder Dir? Deine Bemühung, Essen nicht umkommen zu lassen, in allen Ehren, aber das klingt doch ein wenig nach der großen Show, wenn Du an Weihnachten mal mit einem (!!) Teller Essen zum Bahnhof fährst, um einem von Dir auserwählten Obdachlosen ein warmes Mahl zu überreichen. Willst Du jetzt der persönliche rettende Engel eines Obdachlosen werden, der Dir dann auf ewig dankbar sein muss? Für Dein Karma, Dein Ego oder so? Weil man vor den Freunden dann so großherzig da steht?

Du willst helfen? Dann los! Dann aber richtig. Jede Bahnhofsmission, jede Suppenküche hier braucht freiwillige Helfer. Da muss Essen verteilt werden, Kleiderspenden sortiert und ausgegeben, Toiletten und Duschen geputzt werden. Fahr im Winter in einem Kältebus mit, verteile Decken und Tee. Falls Du arbeitest und ihr eine Kantine habt, sprich mit der Geschäftsleitung, dass überzähliges Essen regelmäßig gespendet wird. animiere andere firmen deiner Bekannten dazu, das auch zu tun. Nerve die Supermärkte in Deiner Umgebung damit, dass sie sich an der Tafel beteiligen sollen. Etc., etc...

Das ist zwar nicht so ego-wirksam, wie einmalig neben einem einzelnen Obdachlosen zu sitzen und ihm zuzusehen, wie er hungrig Deine Weihnachtsbraten-Reste von Deinem guten Porzellan verschlingt - aber da fängt echte Hilfsbereitschaft für mich an.

Wo es eher um das eigene Ego geht, um die gute Tat des Tages - da ist sie weit weit weg, fürchte ich...

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