EBAY: DHL Paket konnte nicht zugestellt werden und kam zurück. Wer zahlt?

    • (1) 24.04.06 - 21:11

      Guten Abend.
      Folgender Fall: Artikel versteigert. von Ö nach D. Auf die österr. Post getragen ( versichert). In Deutschland hat es wohl DHL übernommen.
      Da das Paket lange gebraucht hat wurde dem Käufer von mir die Paketnummer mitgeteilt. Der sagt er hätte bei der Post nachgefragt, die hat ihn zu DHL verwiesen. DHL hat die Paketnummer nicht gekannt
      Nun ist das Paket von DHL , mit dem Vermerk - benachrichtigt, nicht abgeholt- zurückgekommen + 9 Euro Nachzahlung.
      Ich teilte dem VK mit, dass er nun nochmals 15 Euro ( tatsächliche Versandkosten ohne Verpackung wie beim ersten Versand) + 9.- überweisen soll, damit ich es erneut verschicke. Weiters soll er sich bei DHL das Geld holen falls er im Unrecht ist, denn er behauptet keine Benachrichtigung erhalten zu haben.

      Es tut mir leid, dass DHL scheinbar was vergeigt hat, aber ich bin der Meinung, dass sich der Käufer vor Ort mit DHL herumschlagen soll. Ich habe es ordnungsgemäß verschickt. Ich bin nicht bereit 24 euro draufzuzahlen.
      Wie soll ich nun reagieren, denn eine negative Bewertung brauche ich nun wirklich nicht!

      Aus seiner mail:" Ich bin nicht bereit, Ihnen nochmal 15 Euro plus 9,89 zu überweisen. Ich kann schließlich nichts dafür, dass das Paket nicht angekommen ist, zumal bei uns immer jemand da ist.

      Zudem bin nicht ich für den Transport verantwortlich. Ich hatte Ihnen ja die Kosten überwiesen. Es ist also Ihr Problem, dafür zu sorgen, dass das Bild ankommt.

      Schicken Sie mir bitte das Bild erneut zu."
      ich denke nicht, dass das mein Problem ist.

      Wer weiß Rat?
      LG
      Helena

      • Hallo Helena,

        das ist ja eine ärgerliche Situation....

        Nach deutschem Recht hast du deine Pflicht als "Schuldner" bezüglich der Versendung der ersteigerten Ware in dem Moment erfüllt, in dem du die Ware dem Postamt ordnungsgemäß zum Versand übergeben hast. Einen Einlieferungsschein als Beweis hast du ja sicherlich.

        Demnach muß der Käufer den Streit mit DHL austragen. Du hast damit nichts mehr zu tun. Selbstverständlich mußt du die Ware noch einmal verschicken, jedoch erst, nach dem du auch die Versandkosten noch einmal erhalten hast. (Hinsichtlich des Nachportos bin ich mir allerdings nicht so sicher, ob das auch der Käufer zahlen muss.... #kratz)

        Wie gesagt, nach deutschem Recht wäre das so (Schickschuld). Ich weiß allerdings nicht, wie das bei länderübergreifenden Kaufverträgen ist..... #kratz Der "Erfüllungsort" der Schickschuld ist ja in diesem Fall Österreich - sorry, da kenne ich mich nicht aus....

        An deiner Stelle würde ich die Situation mal in den Hilfe-Foren bei eBay schildern. Dort gibt es fast nichts, was nicht schon mal irgendwer erlebt hat. Da kann dir bestimmt jemand etwas dazu sagen und dir auch entsprechende Verweise auf Gesetze geben.

        Ob du allerdings, auch wenn du im Recht bist, eine negative Bewertung verhindern kannst.... Da kochen die Emotionen ja oft hoch und so eine neg. Bewertung ist schnell vergeben.... Wenn du die um jeden Preis verhindern willst, solltest du vielleicht weniger auf dein Recht pochen sondern lieber versuchen, dem Käufer entgegen zu kommen und dich mit ihm zu einigen (z.B. 50/50 bei den erneuten Versandkosten oder so....)

        Viel Glück! :-)

        LG Sabine

        • Hallo Sabine,

          Danke für deine Antwort. Ich bin bereit dem Käufer entgegen zu kommen. Vermutlich kann er nix dafür. Ich wollte heute DHL in Deutschland anrufen. Habe aber nur eine kostenpflichte Telefonnummer finden können, die man nur aus Deutschland anrufen kann. Mein Vater ( Arbeitgeber) ist aber nicht bereit ihm entgegenzukommen. "Jetzt nachzugeben sieht nach Schuldzuweisung aus "Man wird sehen was passiert.
          Danke für den Tipp!
          LG
          Helena

      Hi,

      das hatte ich auch schon ein paar mal.

      Wenn es ein sehr hochwertiger Artikel war und du hast einen guten Schnitt gemacht - friß die Kröte und zahl die Portokosten - kläre aber vorher die Adresse noch einmal ab und übernehme nur wenn diese auch ursprünglich richtig war.

      Wenn es ein Peanutsartikel war, dann biete dem Käufer an den Kaufpreis zu erstatten, da jetzt das Porto mehr als der VK ist.

      Ist es weder das eine noch das andere, dann biete eine Teilung des 2. Portos an.

      grüßle peter, den in den letzen 4 Monaten bei der Erwähnung DHL und Post einen leichten Grünschimmer befällt.

      • Hallo Peter,

        Wir versenden viel nach Deutschland und es kam immer problemlos beim Empfänger an. Schlechte Erfahrung habe ich hier in Österreich vor allem mit DPD. Die klingeln nicht an, hinterlassen keine Schein. Und im nachhinein heisst es man wäre benachrichtigt worden. Der Zusteller weiß von nichts und dann haben alle den Salat...
        In meinem Fall bin ich gerne bereit die 50/50 Lösung vorzuschlagen obwohl mich dieses " Is nicht mein Problem" -Gerede ziemlich stört. Das Paket hat Ö ordnungsgemäß verlassen, was DHL damit macht - das kann ich nicht beeinflussen, zumal ich nicht mal dort anrufen kann. Ich habe nämlich nur eine kostenpflichtige Tel-r. gefunden, die man nur aus Deutschland anrufen kann.
        Wie auch immer, mein Vater (Arbeitgeber) ist stur und will nicht draufzahlen- also werden wir sehen was kommt.

        Danke für dein Post!

        LG
        Helena

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