Gestern beim goldenen M....

    • (1) 27.01.13 - 15:13

      Gestern war ich mit meinen vier Kindern und ihrem Patenonkel "shoppen".
      Wir waren in einem großen Einkaufszentrum, hier in Hamburg.

      Nach der Shopping Tour, äußerten die Kinder ihren Wunsch nach "Fast Food" und wir fanden uns in dem entsprechendem Laden ein.
      Die Kinder am Tisch platziert, ging der Patenonkel mit der Bestellung nach vorn und ich verblieb bei den Kindern.
      Dabei fiel mir eine Dame ins Auge, die von der Erscheinung etwas auffiel.
      Recht groß und ziemlich stabil, Kopftuch, mehrere Schichten Kleidung, langer großer Mantel, gebeugte Haltung. Auf eine Krücke gestützt lief sie von Tisch und Tisch und bettelte mit drei Worten deutsch und einem abgegriffenem Zettel um Geld für Essen.

      Ich beobachtete sie, sie bekam innerhalb von 5 Minuten, 6 Cheeseburger zugesteckt und etliches Kleingeld, ich sah auch einen 5€ Schein.
      Alles verschwand in den großen Taschen ihren viel zu großen Mantels.
      Sie blieb an jedem Tisch solange stehen, bis sie etwas bekam und war auch sehr aufdringlich dabei.
      Da sie in die Nähe meiner Kinder kam, blieb ich am Tisch stehen, mein Gedanke ging aber schon in die Richtung an der Theke Bescheid zu geben.
      Das tat dann eine andere Kundin, denn plötzlich kam die Filialleitung herangestürmt und brüllte quer durch den Laden, das die Dame den Laden zu verlassen habe.
      Die Bettlerin lächelte und tat als würde sie nichts verstehen.

      Es kam einen kleinen Tumult und die Leitung beförderte die Bettlerin, freundlich aber ziemlich bestimmt aus dem Laden heraus.
      Die Bettlerin kam direkt zurück und wurde wieder hinaus befördert.

      Plötzlich sprang eine andere Kundin auf und beschwerte sich lautstark über die Unfreundlichkeit der Flilialleitung, es könne ja wohl nicht sein eine so arme Frau mit Hunger auf die Straße zu setzen.

      Die Filialleitung rechtfertigte sich, das die Dame bereits mehrfach Hausverbot erteilt bekommen habe und sicher keinen Hunger leide.

      Es gab ein fürchterliches Wortgefecht, sehr laut und tlw. auch recht daneben wobei die Fl die ruhigere und freundlichere, der beiden Damen war.

      Die Bettlerin nutze die Chance übrigens und betrat den Laden erneut um weiter zu betteln.
      Wieder an die frische Luft befördert, wurde sie von der Kundin erneut in den Laden geholt, die für sie in die Verteidigung gegangen ist. Die Kundin setzte die Dame an einen Tisch und mit den Worten "Wagen sie es nicht, die Dame rauszuwerfen, sie wird von mir eingeladen" bestellte sie an der recht leeren Kasse (es haben tatsächlich einige Kunden den Laden verlassen) ein großes Menü und zwei Chickenburger.
      Die Fl lies die Dame sitzen, aber ein Mitarbeiter wurde abgestellt und behielt sie im Auge.
      Ich konnte meine Klappe nicht halten und erzählte der Kundin (die neben mir stand) das die Bettlerin bereits div. Burger in der Tasche habe, ich kassierte allerdings nur eine sehr unfreundliche Bemerkung und lies die Kundin dann einfach machen.

      Die Kundin bezahlte, kündigte der FL noch an, das sie sich bis an die oberste Stelle beschweren wird und notierte noch die Namen aller Angestellten inkl. der Fl.

      Dann gab sie der Bettlerin das Tablett mit dem Essen, winkte und verlies mit Wutrotem Kopf das Schnell Restaurant...

      Tja.. und was machte die Bettlerin??
      Sie nahm das Tablett, stopfte sich die Burger in die Tasche und warf den rest (Pommes, großes Getränk, Soßen) direkt in den Müll und ging.

      20 min später sah ich sie wieder. Sie stieg in einen schicken Neuwagen, ebenfalls gold und mit einem M beginnend!

      Ich ärgere mich i Nachhinein das ich der FL nicht meine Telefonnummer gegeben habe, für den Fall das sie tatsächlich Ärger bekommt, denn sie hat , in meinen Augen, richtig gehandelt und die Kundin, war z.t sehr unverschämt.

      Ist zwar nicht weltbewegendes, aber ich musste das mal erzählen...

      • Hallo,

        ja, das passte der Gutmenschenin nicht ins Weltbild, dass man fremd aussehen und trotzdem ein schlechter Mensch sein kann.

        Mich wundert eher, dass sie bei MC Doof essen ging, bei dem ganzen schlechten Fleisch, dem Müll und NATÜRLICH den schlechten Arbeitsbedingungen.

        Wahrscheinlich dachte sie, sie könne mit ihrer Heldentat die heute Öko-Bilanz verbessern#freu

        Mahlzeit
        rem

      Hallo,

      die FL hätte die Polizei rufen sollen.

      Bei bestehendem Hausverbot ist das eine strafbare Handlung.

      Ist doch gut, das die Kundin sich an oberster Stelle beschwert. So kennt man dann Name und Adresse. Bei uns würde man die FL anhören und dann gegen die beschwerende Kundin ebenfalls ein Hausverbot zu verhängen, da diese offenbar das Hausrecht nicht

      akzeptiert und sich unangemessen verhalten hat.

      Kein Wunder, das heute beinahe jedes Geschäft (Einzelhandelsverbände) über einen Sicherheitsdienst verfügt oder einen auf Abruf hat. Die Sicherheitsbranche boomt und freut sich.:-)

      • Das ist wohl wahr.
        Das Wort Polizei ist auch kurz gefallen von Seiten der FL, die auch klar äusserte das sie Das Hausrecht durchsetzen muss und soll, das wäre ihr Job und liege auch in ihrem Ermessen.

        Ich ahbe schon viel erlebt aber das gestern war echt was neues...

    Es wäre angebrachter gewesen wenn die filialleitung dezenter reagiert hätte

    Dieses rumgebrülle ist ja schlimmer als das betteln

    Lg

    • die Überlegung hatte ich auch. Das erste Auftreten voon ihr war zwar ziemlich massiv, allerdings weiss ich nicht was vorher schon war.
      die Bettlerin hatte angeblich schon mehrfach Hausverbot, es gibt also eine Vorgeschichte.
      Mit der Kundin war sie dezenter, bestimmend und klar, aber freundlich.

      Ganz genau.
      Das hätte nicht passieren dürfen, wenn die Filialleitung professionelle und angemessen höflich hätte reagieren wollen.
      So geht man (erst recht nicht als Gastronom) mit niemandem um und das hätte mich als unbeteiligten Gast mehr gestört als die hartnäckige Bettlerin.

      Gruß,

      W

Leider werden heutzutage die meisten Bettler von kriminellen Hintermännern kontrolliert. Die Bettlerin darf einem also durchaus leid tun, sie muss das ganze Geld nämlich vermutlich abliefern. Und wenn sie nicht genug mitbringt, gibt es Ärger. Reich ist diese Frau sicher nicht.

LG

Hanna

Ich gebe gerne, aber diesen organisierten, meist rumänischen oder bulgarischen Bettlerbanden gebe ich ganz sicher nichts ! Der einzelne Mensch tut mir leid, der wird wahrscheinlich beschissen ohne Ende, er darf keinen einzigen Cent behalten - und zu essen wollen sie nichts. Da verstehen sie nichts. Bei uns war das mal eine Zeit ganz schlimm, ich hätte gerne mal einem eine belegte Semmel und ein Cola gekauft, aber das wurde strikt abgelehnt und nur "Euro Euro" gestammelt - NEEEE - ganz sicher nicht.
Abends werden sie dann von großen Wägen eingesammelt, wem die gehören, können wir nicht nachvollziehen.
Auf alle Fälle "arbeiten" auch Roma-Familien nach diesem Muster, wie mir ein Polizist mal erzählte. Das tägliche Einkommen dieser Familien ist absolut nicht schlecht.
LG Moni

  • Die Bettlerin gehörte sich auch dazu, dazu passte ihr auftreten und das Auto.

    Wir haben hier auch einen Bettler sitzen, abends sitzt er oft beim Penny nebenan.
    Er hat sich im Eingangsbereich einer (geschlossenen) Kirche niedergelassen, dort ein Bett, ein Sofa und einen Schrank im Freien aufgestellt. Dort ist es akurat sauber und aufgeräumt. Morgens um sieben zieht er los, vorher wird aufgeräumt und Müll entsorgt.
    Er spricht auch kein Deutsch, tippe auch auf Rumänischer Herkunft, aber er ist allein, sehr unauffällig und sauber.
    Dem gebe ich gerne, habe auch schon Lebensmittel, Kleidung und ein paar Decken gegeben, das machen einige hier. Geld bekommt er auch, man sieht ihn dann aber auch einkaufen. Brot, Saft, Leberwurst, Obst und Pflegemittel.Alkohol ist keiner bei ihm zu finden.
    Einige Anwohner hätten ihn gerne weg, ich finde der Mann stört niemanden und würde es besser finden, man würde ihm die Kirche aufschließen, damit er nicht draußen schlafen muss. Die Kirche steht seit Jahren leer, wurde auch verkauft und niemand weiss was damit passieren soll, vermutlich wird sie abgerissen.

    "Auf alle Fälle "arbeiten" auch Roma-Familien nach diesem Muster, wie mir ein Polizist mal erzählte"

    Was heißt "auch"? Das SIND in 99,9 % der Fälle Roma. Auch die, die ihre Wohnblöcke vermüllen, vollgekackte Windeln aus dem Fenster werfen, die ein lautstarkes Affentheater machen, wenn es nicht nach ihrem Koppe geht... Insbesondere zwei Städte in meiner Nachbarschaft können ein Lied davon singen. Aber auch hier bei mir Ort. Am Bahnhof betteln sie aggressiv und rund um das Haus, in dem sie wohnen, nur Müll. Und es ist nicht so, dass da keine Müllabfuhr käme. Mein Weg zum Bus führt daran vorbei und manchmal sehe ich morgens einen Berg Müll, der am Abend von einem anderen Berg Müll abgelöst ist. Zwischendurch war also die Stadtreinigung da und flugs wird wieder neben die Container hingemüllt.

    Mir warf mal eine die Babygläschen nach, die ich ihr beim Verlassen der Drogerie in die Hand drückte, vor der sie mit ihrem ca. acht Monate alten Kind saß. In den Cafés, in denen ich früher jobbte, war das aggressive Betteln ein Problem. In meinem früheren Wohnhaus lebte eine Roma-Familie, danke auch. Unerträglich.
    Und was man so in meinem heutigen Job erlebt, davon fange ich besser nicht an.

    Und dann wird sich gewundert, dass sie keiner leiden kann und es wird einem Antiziganismus vorgeworfen, wenn man es wagt, etwas zu sagen.

    Ich stand in den 90ern in Lichertketten und hatte gegen niemanden Vorurteile. Einige meiner Freunde in Jugendzeiten waren Sinti und Jenische. Der beste Freund meines Sohnes seit Grundschulzeiten und über alle Umzüge hinweg ist Türke, eine meiner besten Freundinnen stammte aus Rumänien.

    Aber seit einigen Jahren kann ich bestimmtes "Volk" einfach nicht mehr ausstehen und ich kann den Fillialleiter verstehen, dass er irgendwann mal SEHR ungehalten wurde, als die Bettlerin wieder und wieder aufkreuzte.

    • In diesem Fall kann ich die Dame auch dieser Gruppe zu ordnen, was aber nicht heißt das Sinti und Roma über einen Kamm geschert werden.

      Ich kann mir sogar denken wo die Frau herkam
      http://www.abendblatt.de/hamburg/article771599/Hamburgs-Getto-wird-geraeumt.html

      Das Ghetoo besteht heute noch und ist mit dem Auto 5 min entfernt vom dem goldenem M.

      Ich kenne dieses Ghetto, habe dort mal in der nähe gearbeitet und am ende auch dort gekündigt, weil ich Angst vor dem Arbeitsweg hatte.

      Selbst die Polizei fährt in dieses Ghetto nicht allein und glaub mir die wissen schon warum.
      Ich könne noch einiges mehr erzählen, aber ich möchte nicht als feindlich beschimpft werden, denn das bin ich nicht.
      Ich bin aber in einer gegend aufgewachsen, in der ich einiges mitbekommen habe.

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