Kann man sich immer ändern?

    • (1) 07.02.13 - 12:06

      Hallo,

      bin grad etwas frustriert wegen Alltagstrott und schlechtem wetter. Da kommen schon mal so Gedanken auf wie: eigentlich müsste ich mein Leben total ändern bzw. Jeder ist seines Glückes Schmied.

      Ich weiß auch grad nicht was es sein sollte, was ich ändern will, aber ich fand es ganz spannend zu sehen wie meine 70-jährige Mutter sich grad im Fitnesscenter angemeldet hat und ihre Ernährung umstellt, weil sie mal "was für sich tun will" und ja nicht mehr jünger wird und man schon auf seine Gesundheit achten soll... Das war bisher NIE ihr Thema, also aktiv nicht und deswegen konnte ich kaum glauben was ich da höre - bisher gehörte sie zu der Fraktion von Rentnern, die abends vor der Glotze einschlafen...

      Habt ihr selbst euch schon mal richtig verändert im Sinne von: Leben umgekrempelt, schlechte Angewohnheiten abgelegt etc.?

      Glaubt ihr dass ist altersabhängig?

      Ich glaube die einzige Sache die ich mir im Laufe der Jahre dauerhaft abgewöhnt hab, ist, mich immer für alles verantwortlich zu fühlen...

      Freue mich über interessante Beispiele.

      • hi.

        ich habe mich sehr verändert durch meine kinder in fielerlei hinsichten.

        1. hygiene, also haushalt. früher war ich eine katastrpophe, also würde ich in eine wohnuhng gehen wie ich sie damals hatte...ich glaube ich würde mich mittlerweile eckeln. nicht das schimmel oder so war aber richtig sauber war es auch nie. jetzt kann ich es kaum ertragen ein staubflöckchen zu sehen.

        2. früher konnte ich wegen richtige kleinigkeiten richtig aufregen, also richtig von 0 auf 180 schiesen. auch das ist nichtmehr so, bin geduldiger und halte mehr aus.

        3. ernährung, früher viel pizza, mc donalds, fertiggerichte. und nein ich bin nicht fett...aber mir war alles egal. jetzt ist die ernährung durch die kids frisch und ausgewogen (naja ich sehe das zumindest so)

        4. finanziell. früher genau wie der haushalt katastrophe! wehe ich hatte geld aufm konto...es könnte ja schimmeln...lol. jetzt bin ich auch da verantwortungsbewusster geworden.

        5. fitness....früher sah das so aus: schlafen, arbeiten, schlafen haha. jetzt dreh ich durch wenn mal kein kind zuhause ist und nix zu tun habe....

        lg
        babyboom

      Hallo,

      manchmal sind es doch nur Kleinigkeiten, die einem das Leben schon etwas angenehmer gestalten. Von daher denke ich, dass es nicht immer notwendig ist, dass Leben komplett umzukrempeln, sondern nur kleine Sachen, zumal es für viele von uns auch gar nciht möglich ist, Dinge komplett zu verändern, ohne damit jemand anderes zu "benachteiligen".

      vllt solltest du versuchen, dir keline Freiräume zu schaffen, damit es bei dir eben nicht nur Alltagstrott ist. Ganz entscheidend bei mir war, dass wir den Haushalt durch eine Putzfrau erledigen lassen. Klar mache ich gewisse Dinge noch selbst. aber ich hetze eben freitags nachmittags nach Arbeit nicht mehr zum WE-Einkauf, nur damit ich dann zu hause noch den haushalt erledigen kann.
      Wenn ich freitags nach hause komme, ist die Bude größtenteils sauber. Mein Mann hat noch in den Kizi Staubgewischt, das Bad hebe ich mir für Samstagsvormittags auf udn alles andere ist sauber. Von daher ist ab Freitagnachmittag nach dem Einkaufen auch tatsächlich WE, dass wir uns so gestalten können, wie wir wollen. Und da lässt uns viel entspannter sein. Selbst mein mann, der immer gegen eine Putzfrau war, weiß die zusätzliche freizeit jetzt zu schätzen.

      vg, m.

      >>Kann man sich immer ändern? <<

      Ja. Das ist doch das fantastische, wenn es auch für einige bedrohlich scheint: Es liegt in der eigenen Verantwortung. Du kannst dich ändern. Dadurch ändern sich automatisch andere Dinge mit.

    • Hallo,

      nein, wirklich umgekrempelt habe ich mein Leben nie.

      Und schlechte Angewohnheiten habe ich nur eine: Ich liebe Schokolade. Aber ich finde, das Leben ist viel zu kurz, da darf ich mir diese kleine Annehmlichkeit schon gönnen.

      GLG

      nun ja, mein leben hat sich selbstverständlich in den letzen 35 jahren immer wieder massiv verändert
      vom absolut abhängigen kindergartenkind bin ich zur pubertären punk-göre herangewachsen
      mein leben in der studenten-wg kann man in keinerlei hinsicht mit meinem leben heute vergleichen.
      Ich bin im großen einfamilienhaus mit riesen garten aufgewachsen, haben zwischenzeitlich mii meinem mann zuerst ein einziges zimmer in einer wg bezogen, eine zwei zimmerwohnung und lebe jetzt mit eine familie wieder im eigenen haus
      ich habe ohne auto gelebt und mit einem einkommen (finanzieler unterstützung während des studiums) am existenzminimum und leben jetz sicher völlig anders

      ich habe im schichtdienst gearbeitet, ich habe ein semsester einfach ausgesetzt und nur das gemacht, was ich machen wollte, ich habe jahrlang vegetarisch gelebt, ich habe zwei kinder innerhlab von 1,5 jahren bekommen usw...

      jede dieser lebensphasen waren völlig anders als die vorherigen und jede neue ist wieder spannend und neu und mein leben ändert sich in jeder phase.

      Ich freue mich darüber, daß ich es in vollen zügen genießen konnte für nichts und nienmanden die verantwortung zu tragen und jede nacht um die häsuer zu ziehen, genauso wie ich es heute genieße ein völlig anders leben zu leben

      ich bin mir sicher, daß noch sehr viele lebensphasen kommen werden, in dne sich mein leben verändert und ich moch damit eben auch

      Früher war ich stinkend faul, habe zwar immer für die Schule geackert, aber ansonsten nur das Nötigste gemacht. Heute ärgere ich mich darüber, dass ich als Studentin bis in die Puppen geschlafen habe, anstatt mir den angebotenen Ferienjob zu machen. Heute bin ich eine kleine Putzfee und arbeite gern im Garten. Vor 10 Jahren noch unvorstellbar.

      Ich bin um einiges pedantischer und schon fast krankhaft vorsichtig geworden.

      Früher war für mich Sport gleich Mord. Meine Sportnoten bewegten sich im 4er-Bereich. Heute bin ich topfit und gehe gern zum Sport. Nach fast 20 Jahren Rückenschmerzen habe ich dadurch endlich einen Weg gefunden, diese weg zu bekommen. Zwar nicht dauerhaft, aber die meiste Zeit bin ich schmerzfrei. Ich laufe auch gerne. Früher war für mich jeder Schritt einer zuviel.

      Ich bin eine tolle Köchin.Vor 10 Jahren habe ich Tüten aufgerissen. Meine Mutter hat mir nie das Kochen beigebracht, wollte ich auch nicht. Da musste erst ein Mann kommen, der ebenso toll kochen kann. ;-)

      Ungeduld und ein ungesunder Hauch von Egoismus begleiteten mich immer. Ich dachte, ich könnte nie eine richtige Beziehung führen. Jetzt habe ich schon über 9 Jahre den gleichen Mann an meiner Seite. Hätte ich nie für möglich gehalten.

      Ich glaube nicht, dass das "Sich-ändern" altersabhängig ist. Man muss nur seinen inneren Schweinehund überwinden. Und das kann man in jedem Alter.

      Hallo,

      ich denke, man kann Einstellungen und Gewohnheiten ändern. Und oft passiert es doch, dass sich Umstände ändern und man ändert sich selbst auch, entwickelt sich weiter.
      Oder der Leidensdruck ist so groß, dass man schlechte Gewohnheiten ablegt.

      Die Geburt meiner Kinder war zB. ein Anlass, der mich verändert hat. War ich als Schüler noch der Typ der sozial sehr engagiert war und ein starkes Unrechtsempfinden hatte, stumpfte ich mit der Zeit doch irgendwie ab. Meine Kinder haben mich wieder empfänglicher und engagierter gemacht.

      Mein persönliches Highlight war, dass ich meinen Job gekündigt habe und letzten Herbst angefangen habe, zu studieren...und das mit Mitte 30.

      LG Sakirafer

      Kann ich nicht genau sagen, ich versuche es immer noch: gesunde Ernährung, mehr Sport, nicht alles so ernst nehmen, weniger aufregen über Dinge, die ich nicht ändern kann, usw. ;-)

      "Glaubt ihr dass ist altersabhängig?"

      Nein,wohl eher Willensabhängig ;-)
      Wobei ich glaube,dass gerade das Fitnessstudio unter den älteren Herrschaften momentan ein "Trend-Thema" ist.
      Wenn ich sehe,wieviele Senioren sich zu meinen Trainingszeiten auf den Geräten tummeln...Hut ab!

      Hallo,

      mit Veränderungen ist das so eine Sache.
      Man muss es wirklich wollen ...
      ... oder müssen

      Mit dem älter werden wird man sich seines Alters (und überzogen gesagt auch seiner Sterblichkeit) bewusst.

      Auf einmal wird man ein paar Pfündchen mehr nicht mehr so locker los wie früher. Auf einmal heisst es "ihr Blutdruck könnte niedriger sein". Oder der Rücken zwickt.

      Nun, dann kommen die Überlegungen. Betablocker einschmeissen oder doch zwei mal die Woche laufen gehen? Lieber Pizza oder doch mal Gemüsetag? Mal versuchen aufzuhören zu rauchen?

      Gibt ja noch ganz andere Beispiele. Und meistens erfolgen Veränderungen erst nach einem "Aufrüttler", was dann auch schon zu spät sein kann.

      Das Kinder einen verändern ist eigentlich meistens der Fall. Man hat ja schließlich auch Vorbildfunktion.

      Ich habe inzwischen auch die Knorr Fix Tütchen weitestgehend aus der Küche verbannt.
      Ich habe die Finanzen im Griff (hat lange gedauert, bis ich gelernt habe, vernünftig mit Geld umzugehen)
      Mit dem Haushalt hatte ich sowieso nie Probleme.
      Und, und, und

      So, irgendwas wollte ich noch schreiben. Hab´s aber vergessen.

      LG
      Katie

      Ich bin 25 Jahre alt und habe inzwischen komplett meine Ernährung umgekrempelt (vegan) und habe mir das Buch "Feng Shui - das Gerümpel des Alltags" zugelegt und miste jeden Winkel unserer Wohnung aus!
      Zusätzlich entspanne ich regelmäßig in der Badewanne, was sonst nie mein Fall war!

      LG

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