Zwei Fragen zum Fleischskandal ....

    • (1) 19.02.13 - 15:59

      Was ich mir so überlegt habe:

      1. Wie kam denn das ins Rollen, d.h. wer kam auf die Idee, zu testen, ob da auch andere Fleischarten drin sind?
      2. Woher kommt denn das ganze Pferdefleisch für so einen großen Skandal?

      Danke!
      GLG
      Miss Mary

      Hallo!

      Durch die Lebensmittelüberwachung werden regelmäßig Proben auch auf Tierartbestimmung hin untersucht. Dabei wird es aufgefallen sein.

      Grüße
      NIcole

    1. Soweit ich weiß durch eine zufällige Überprüfung.

    2. Aus Rumänien.

    Für mich ist es kein neuer Skandal, sondern einer der endlich bekannt geworden ist.

    Milch vom Bauern wird sogar bei der Abholung getestet! Und von meinen Mann weiß ich, das bei gr. Lebensmittelbetrieben Eingangskontrollen stattfinden....und da soll nie was aufgefallen sein?!

    Da hat nur einer ausversehen geplaudert - mehr ist es nicht....dafür sind es zuviel Zulieferer gewesen

    Lisa

    1. Keine Ahnung

    2. Offenbar Rumänien. Viele Rumänische Arbeitspferde sind wegen einer EU-Regelung ins Schlachthaus gewandert. Dort dürfen nämlich seit geraumer Zeit keine Pferdefuhrwerke mehr auf öffentlichen Straßen fahren. Frag mal, mit was wird die Mehrzahl der ärmeren Landbevölkerung dort unterwegs gewesen sein? Das ist ein Grund für die Schlachtpferdeschwemme in Rumänien.
    Dann gibt es dort eben nach wie vor noch einen Restbestand an Arbeitspferden. Nun werden diese Pferde aufgrund mangelhafter Versorgung/Behandlung häufiger mal krank. Ein lahmendes Arbeitspferd kann da keiner brauchen. Wenn es doch behandelt wird, dann meistens mit der "Allzweckwaffe" Phenylbutazon, das ist ein gängiger Schmerz- und Entzündungshemmer für Pferde. Von diesem Stoff hat man ja auch was in den Proben gefunden. Wenn nun das Mittel nicht zur spontanen Wunderheilung führt, dann kommt das Pferd zum Metzger.
    Es gibt durchaus Rumänen, die hängen an ihren Arbeitspferden. Aber die finanziellen Mittel um ein krankes Pferd zu kurieren, die fehlen ja den deutschen Pferdehaltern schon häufig genug. Wie soll ein rumänischer Bauer sowas stemmen? Tja, und weil die Arbeitskraft des Pferdes aber gebraucht wird, muss dann halt ein anderes her. Gnadenbrot gibt es in dem Sinne dort nicht, also Schlachthof.

    Das Pferd ist in Rumänien eben noch Nutztier.

    Lg,
    fina

    • (13) 20.02.13 - 09:50

      Ich dachte schon dort sind die "Gnadenhöfe" (synonym für Schlachthof) für unsere edlen Rennpferde,...die so wieder auf unseren Teller landen. #schein

      • (14) 20.02.13 - 19:46

        :-) Das war jetzt nicht die Frage, aber die Mehrzahl der Urbianer wäre schockiert, wenn die wüssten, dass aussortierte Deckhengste und zu langsame Rennpferde auch in Deutschland... #koch#zitter#wolke.

        • Also ich hab mehr als einmal in der Duisburger Mensa (als solches deklariertes) Pferdegulasch gegessen. Gar nicht mal so unlecker und m.E. auch nicht unethischer als Rind oder Schwein.

          Der Skandal bei der Sache ist nicht, dass Pferde geschlachtet und gegessen werden, sondern dass die Inhalte von Lebensmitteln nicht ordentlich deklariert wurden und die Traceability zu wuenschen uebrig laesst

          Aber das ist in der Lebensmittelindustrie nicht ungewoehnlich.

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