Anklage- was jetzt tun?

    • (1) 24.02.13 - 21:20

      Hallo!

      Da wir uns mit sowas bisher Null auskennen muss ich mal ganz dumm fragen,
      Also folgendes....

      Gestern flatterte uns eine Anklage in den Briefkasten, dabei handelt es sich um einen kleinen Kfz Unfall den mein Mann letztes Jahr im Oktober hatte.
      Schuld konnte nicht geklärt werden, es gab auch keine zeugen.

      Die Versicherung meines Mannes hatte bisher aber alle Zahlungen an den unfallgegner abgeschlagen, da ihnen die Beschreibung des unfallhergangs meines Mannes plausibler vorkam.
      Die Versicherung des anderen möchte 50:50 regeln, was wir bisher noch nicht angenommen haben, da wir noch drauf warteten was unsere Versicherung macht.
      Wir haben keinen Anwalt in Anspruch genommen, da wir nicht Rechtsschutzversichert sind ( dämlich ich weiß) und der Schaden eh sehr gering ist.

      Lange rede kurzer Sinn...

      Der Anwalt des Unfallegegners hat nun Anklage gegen uns und unsere Versicherung erhoben.
      Mit einer 14 tägigen Fristsetzung, die Verteidigung vorzubringen.
      Was genau müssen wir jetzt tun? Oder muss nur die Versicherung tätig werden?

      LG

      • Ich würde an eurer Stelle schnellstmöglich mit dem Zuständigen der Versicherung sprechen wollen.

        Wenn ihr das anerkennt, also diesen "Vergleich" - dann gesteht ihr ja eure Schuld ein.

        Seid ihr beim ADAC? Vielleicht bekommt ihr da ein beratungsgespräch etwas günstiger.... ich kenne mich mit sowas nicht so aus.

        (3) 24.02.13 - 23:58

        Hallo,

        am Montag erstmal zur Versicherung gehen .

        Diese mündlich, sowie schriftlich von der Klage in Kenntnis setzen, damit diese tätig werden können.

        Außerdem wird das bei einem sachschaden wohl keine Anklage (im strafrechtlichen Sinne) sein, sondern eine zivilrechtliche Klage.;-)

        Der Anwalt kann übrigens keine Anklage erheben. Das kann nur der Staatsanwalt, bzw. das Gericht. Der Anwalt der Gegenseite kann Klage einreichen und dann bekommt ihr Post von
        der Geschäftsstelle des zuständigen Gericht.

        Solltet ihr jedoch was von derem Anwalt bekommen haben, müßt ihr dem schon mal gar nichts offen legen oder Stellung beziehen.

        So wie sich das liest...ist da was faul oder du hast es nur merkwürdig formuliert.#kratz

        • Ok ich hab's vermutlich blöd formuliert ;-) Der Brief kam natürlich vom Gericht und der Anwalt hat diese eingereicht... Verstehe nur nicht wirklich warum, sie Klagen auf Übernahme von 50% und Verzugszinsen. Unsere versicherung konnte jedoch überhaupt nichts weiter bearbeiten, da der Anwalt sich bei denen nicht mehr gemeldet hat. Das ist alles wirklich nervig #augen LG

Naja, ist doch eigentlich klar:

Das ist Jemand, der meint, dass ihm ein Schaden entstanden ist. Dafür möchte er gerne Ersatz.

Auf der anderen Seite steht jemand, der meint, er sei nicht zum Ersatz des Schadens verpflichtet. Das sind Deine Versicherung und Du.

Dieser Jemand lässt sich jetzt nicht weiter mit Aussagen hinhalten, dass Deine Versicherung und Du nichts damit zu tun hätten und drängt auf eine Klärung. Da diese Klärung außergerichtlich nicht erreicht werden kann (50:50-Regelung wird nicht zugestimmt), geht es jetzt eben zum Gericht - das nennt sich Schadensersatzklage.

Und da für den Jemand nicht unbedingt klar ist, wer letztlich zum Ersatz verpflichtet ist, verklagt er erstmal beide. Also Dich und Deine Versicherung.

Und da Deine Versicherung Anwälte hat, Du aber nicht, solltest Du Dich jetzt schnell um einen kümmern.

Hört sich ein bißchen an wie die Sendung mit der Maus, war aber auch so beabsichtigt.

  • Naja in soweit war mir das klar, ganz dämlich bin ich nu auch nicht #kratz

    Die frage war eher WAS man jetzt auf diesen Bescheid Antworten soll?

    Unsere Versicherung meinte nun wir müssen erstmal gar nichts , die kümmern sich drum.
    Ich hoffe das ist jetzt auch korrekt so.

    Und was heißt es konnte nicht erreicht werden außergerichtlich ... Der nette Herr Anwalt hatte sich ganz einfach überhaupt nicht mehr gemeldet.
    Unsere Versicherung ging erstmal selbst von 50:50 aus, aber dann kam der andere an von wegen er könne sich nicht mehr richtig erinnern, wie der Unfall zustande kam.

    • Also ernsthaft - auch wenn Ihr keine Rechtschutzversicherung habt, so würde ich dennoch einen Anwalt aufsuchen - und wenn es nur erstmal für ein Beratungsgespräch ist. Der kann Euch nämlich zumindest erklären, wie Ihr Euch zu verhalten habt, wenn Ihr seine Hilfe nicht in Anspruch nehmt.
      Welche Schadenshöhe steht denn im Raum?

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