Ist das ein Grund für eine Mietminderung??

    • (1) 09.03.13 - 19:55

      Hallo #winke

      wollte mal eure Meinung hören, ich kenne mich leider nicht so gut aus #gruebel

      Wir wohnen seit fast 2 Jahren in einer großen und schönen Wohnung in einer Wohnanlage am Rand einer kleinen Stadt.

      Jetzt ist es so, dass direkt vor unserer Tür eine große Bundesstraße gebaut werden soll #schock #aerger Dieses Vorhaben stand wohl schon lange fest, aber wir wissen es erst seit Kurzem - bei der Besichtigung damals oder der Vertragsunterzeichnung wurde weder vom Makler noch vom Vermieter ein Wort dazu gesagt #aerger Als ich unseren Vermieter neulich auf den geplanten Bau angesprochen habe, meinte er nur, dass das nicht so schlimm ist, weil die ja Lärmschutzwände stellen wollen und die Straße eh wenig genutzt werden wird #kratz

      Aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr Bauchweh kriege ich..es ist ja nicht nur der Lärm, der hinzu kommt, sondern auch die ganzen Abgase und so weiter..ob wir hier dann auch wirklich wohnen bleiben wollen, wissen wir noch nicht, aber wir möchten erstmal abwarten #gruebel

      Jetzt natürlich meine Frage: Ist die zusätzliche Lärmbelästigung ein Grund für eine Mietminderung? Wir zahlen 650 EUR kalt..wieviel könnte man denn mindern? Würde das auch schon mit Beginn der Bauphase gehen? Immerhin wird ja die Baustelle auch schon jede Menge Lärm machen #schmoll

      Ach menno...wenn wir das doch schon früher gewusst hätten..wir wäre nie und nimmer hier her gezogen..jetzt haben wir schon soviel Geld und Liebe in diese Wohnung gesteckt und jetzt das :-( #schmoll

      Freu mich auf ein paar Tipps!!! #winke

      • Was willst du denn mit der Mietminderung bezwecken?

        Dass dein Vermieter den Strassenbau einstellt?
        Was soll er verändern?

        Baulärm kann vom Mieter bemängelt werden, aber diese Strasse wird ja nun dauerhaft da sein. Ob man da wirklich dann auch dauerhaft die Miete mindern kann, wage ich zu bezweifeln. Vielleicht kann man eine Entschädigung einfordern. Aber wissen tue ich das nicht.
        Macht euch einfach beim nächsten Mieterbund schlau. Das ist ein Jahresbeitrag von um die 50 Euro zu entrichten, denke ich (so viel zahle ich hier), und dafür bekommt der Mieter eine Rechtsberatung und weitere Unterstützung.

        Das würde ich an eurer Stelle machen. Die sagen euch auch, wie man da genau vorgeht, denn das muss alles formell seinen richtigen Weg gehen, sonst steht ihr als mindernde Mieter doof da.

        L G

        White (würdet ihr denn für weniger Geld dort wohnen bleiben wollen?)

      dafür kann doch dein armer Vermieter doch auch nichts....

      • Sicher kann er dafür nichts, aber er wusste es als wir eingezogen sind und das finde ich irgendwie blöd, dass man dann nicht ehrlich sein kann #gruebel

        Aber irgendwie ist es auch schwer hinzunehmen, dieselbe Miete zu zahlen wenn durch diese Straße die Lebensqualität erheblich sinkt..schließlich setzt sich die Miete ja auch aus der Lage des Objekts zusammen und wenn die Lage durch eben eine Bundesstraße direkt vor der Haustür nicht mehr die beste ist...

        Ach,ich weiß ja auch nicht..bin einfach so ein bissl geschockt..

      • Aber bei Baulärm kann in manchen Fällen durchaus die Miete gemindert werden. Der Vermieter kann sich das Geld vom Bauträger wieder holen.

        (8) 09.03.13 - 21:26

        Es geht auch nicht darum, ob der Vermieter etwas dafür kann - ein weit verbreiteter Irrtum über Mietminderungen. Zudem kann es doch tatsächlich sein, dass die Wohnung nun nicht mehr die Miete in einer bestimmten Höhe wert ist. Wir zahlen hier auch 200,- € als seinerzeit an der Durchgangstraßenkreuzung.

    Hi,

    eine Bundesstraße zu bauen ist eine Entscheidung die über JAHRE gedauert hat....teilweise Jahrzehnte!
    Die baut man nicht von heute auf morgen#winke.

    Und ihr wollt tatsächlich in den letzten Jahren nicht davon erfahren haben? Keine Zeitung gelesen, nicht mit Einheimischen geredet, nicht mit Nachbarn und -so ist es bei uns-es stehen immer wieder Transpartente an den Straßen, in der Ortschaft......

    Es ist ja nicht Eigentum, dann zieht halt wieder aus.

    Lisa

"Aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr Bauchweh kriege ich..es ist ja nicht nur der Lärm, der hinzu kommt, sondern auch die ganzen Abgase und so weiter..ob wir hier dann auch wirklich wohnen bleiben wollen, wissen wir noch nicht, aber wir möchten erstmal abwarten"

Was würde denn eine Mietminderung bringen? Weniger Abgase? Würde der Lärm erträglicher werden?
Meinst Du, dass der Vermieter weniger Kosten hat wegen der Strasse und deshalb mal eben auf Miete verzichten könnte?

Sucht Euch halt eine andere Wohnung und informiert Euch vorher bei der Stadt ob dort in der Nähe wieder irgendwelche Bauvorhaben anstehen.

Mona

  • (13) 09.03.13 - 21:28

    "Was würde denn eine Mietminderung bringen? Weniger Abgase? Würde der Lärm erträglicher werden?
    Meinst Du, dass der Vermieter weniger Kosten hat wegen der Strasse und deshalb mal eben auf Miete verzichten könnte?"

    Darum geht es doch gar nicht, was soll der Nonsens?!

    Eine Wohnung an einer viel befahrenen Straße ist einfach weniger Miete wert als eine Wohnung im friedlichen Wohngebiet.

    • Wenn ich ein Haus habe und die Wohnungen vermiete, dann vermiete ich nicht das Land nebenan. Die laufenden Kosten bleiben, vielleicht ist das Haus noch nicht abgezahlt.

      Andersrum, bei uns wurde erst ein Tunnel eröffnet der dazu beigetragen hat, dass die Autos unser neues Wohngebiet nicht mehr durchfahren. Dürfen Vermieter jetzt eine Mieterhöhung an die Mieter schicken weil ja nun weniger Abgase im Garten landen?

      Unwissenheit schützt vor "Strafe" nicht, daher denke ich mal dass der Vermieter einer Mietminderung nicht zustimmen braucht, da die Mietsache, nämlich die Wohnung, sich ja nicht baulich verändert.
      Was während der Bauphase ist, weiß ich nicht, aber da hat ja schon jemand was tolles geschrieben zu.

      Vielleicht könnten die Mieter allerdings Schallschutzfenster verlangen. Wir bauen momentan und haben 3 fach verglaste Fenster, da hört man den Bagger nebenan rein gar nicht.

      Mona

      • Der Mietenspiegel richtet sich u.a. nach der Wohnlage. Wenn die Wohnlage vor dem Bau der Straße eine gute Lage war, dann wird dies garantiert nicht mehr der Fall sein, wenn das Haus an einer viel befahrenen Straße liegt. Da wäre eine Mietanpassung nach unten durchaus möglich.

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