Rechtsfrage: Habe ich ein Recht darauf von Hunden nicht beschnüffelt zu werden?

    • (1) 24.03.13 - 12:38

      Hallo an alle,

      habe viel gegoogelt, aber leider nichts gefunden.

      Kann ich mich wehren, wenn ein Hund an mir schnüffeln will, ich das aber nicht möchte? Das ist doch letztendlich ein Überschreiten meiner persönlichen Individualdistanz. Abgesehen davon ekle ich mich vor Hunde-Bazillen.
      Viele Besitzer sind so intelligent und mitdenkend, dass sie merken, wenn jemand ihren Hund nicht in der Nähe haben will und rufen die Hunde entweder zu sich, oder ziehen sie an der Leine weg von den Leuten.

      Ganz dick habe ich die "der tut nix"-Typen... Es geht mir nicht ausschließlich darum von deren Hund nicht angefallen zu werden. Ich will Körperkontakt unter aller Umständen vermeiden.
      Auf welchen § kann ich mich berufen, wenn ich verlange nicht beschnüffelt zu werden?

            • Äh, es muss doch wohl akzeptiert werden, wenn jemand nicht angeschnüffelt werden will. Schonmal daran gedacht, dass es Leute mit einer Hundephobie gibt?

              • Sollte akzeptiert werden.
                Eine Rechtsgrundlage auf Individualdistanz gibt es m. E. nicht, das würde auch in Schlangen an der Kasse oder in öffentlichen Verkehrsmitteln böse ausgehen.
                Ich finde es viel widerlicher, fremden Atem in so einer Schlange abzubekommen oder Körperkontakt zu Leuten haben zu müssen, die mir nicht gefallen, als von einer Hundenase gestupst zu werden und kann dagegen auch nicht rechtlich vorgehen :)

    Huhu,

    zum rechtlichen Teil kann ich dir da leider nichts sagen.
    Keine Ahnung ob es tatsächlich einen Paragraphen gibt, der das untersagt.

    Die Frage wäre, was würde es dir bringen wenn du den kennen würdest?

    Ich hatte selbst 12 Jahre lang einen Schäferhund und somit weiss ich, dass es nicht Jedermanns Sache ist sich von einem Hund begrüßen und beschnüffeln zu lassen.
    Ich habe auch darauf geachtet...meist merkt man es den Leuten auch direkt an.

    Viele Tierfreunde kommen dann mit: was stellst du dich so an wenn er dir doch nix tut??
    Finde ich auch nicht gut.
    Es ist deine persönliche Grenze und fertig, da hat keiner was dran zu meckern.

    Ich stelle mir jetzt halt mal so eine Situation vor....du begegnest beim Spazieren gehen Jemandem mit einem sehr zutraulichen Hund, der Hund läuft auf dich zu...
    du rufst dem Besitzer zu:
    Laut Paragraph so und so ist es Ihnen untersagt Ihren Hund ohne meine ausdrückliche Erlaubnis zu mir zu lassen.... (oder so ähnlich).
    Ich denke damit würdest du außer einem blöden Spruch des Hundebesitzers oder zumindest einem verärgerten, uneinsichtlichen Hundebesitzer nichts erreichen oder?

    Dann hilft wohl am Ehesten noch das Ausweichen (wenn möglich), oder aber eben zu sagen: "Bitte nehmen Sie Ihren Hund zu sich, ich möchte das nicht"

    LG

    • Hallo aquene,

      du hast schon recht, darauf würde der Hundebesitzer sicherlich ärgerlich reagieren. die guten, verantwortungsbewussten Hundebesitzer sind ohnehin vorausschauend mit ihren Hunden unterwegs und schließlich kennt der Hundebesitzer sine Pappenheimer am besten. Jedenfalls sollte es so sein. Denn wieviele von den Leuten, die einen Hund haben, haben garkeine Ahnung von den Hunden.

      Ich hab mich auch erst gestern eingelesen in das thema um erstaunt herauszufinden, dass das Anstarren von Hunden, diese als Bedrohung auffassen.
      Ich werde überproportional häufig von Hunden angebellt und angeknurrt, wahrscheinlich liegt es daran, dass ich sie zu sehr beobachte. Aber das ist auch ein Teufelskreis: ich will nicht, dass sie mir zu Nahe kommen, also beobachte ich sie. Sie empfinden mein Beobachten als Bedrohung und Knurren mich an. Aber ich kann sie ja nicht nicht beachten, sonst kommen sie zu mir und beschnuppern mich, was ich ja nicht will.

      Beschnuppern ist Hundezeitung ich weiss schon, aber da ich keine Hunde mag, will ich nicht beschnuppert werden. Ich finde, dass muss jeder Hundebeitzer respektieren, genauso wie "Passanten" akzeptieren müssen, dass einige Hundebeitzer es nicht wollen, dass Fremde einfach so ihren Hund streicheln. Oft genug haben die Beitzer einen guten Grund, das zu untersagen, weil der Hund krank ist, oder er von Fremden Angst hat, oder aggressiv ist oder was weiß ich.

      • "da ich keine Hunde mag, will ich nicht beschnuppert werden. Ich finde, dass muss jeder Hundebeitzer respektieren, genauso wie "Passanten" akzeptieren müssen, dass einige Hundebeitzer es nicht wollen, dass Fremde einfach so ihren Hund streicheln."

        Ähm...dann solltest du den Hundehaltern das vielleicht einfach mitteilen? Es kann ja niemand riechen (hihi, wie passend), dass du nicht beschnüffelt werden möchtest.

        • hi nick,

          man kann es vielleicht nicht "riechen (hihi wie passend)", aber ein Hundehalter sollte doch in der Lage sein Körpersprache zu verstehen, sowohl menschliche als auch hündische. Wenn nicht, sollte er sich keinen Hund anschaffen aufgrund von Ungeeignetheit.

          Ich meine doch wohl, dass es - je nach Rasse des Hundes unterschiedlich, aber auch ganz allgemein - besondere Fähigkeiten eines Menschen bedarf, sich einen Hund halten zu können. Ganz banales Beispiel: Wer nicht in der Lage ist, das Haus zu verlassen, kann keinen Hund halten, weil der Hund Auslauf braucht.
          Oder wer vielleicht körperlich schwach bzw. gebrechlich ist, der kann sich keinen Hund zulegen, den er nicht festhalten kann, wenn er abgeht usw.
          Und wer nicht in der Lage ist einfachste, menschliche körpersprachliche Signale richtig zu deuten, der sollte erst recht keinen Hund haben, denn ein Hund ist nicht dazu da, Menschen vor Einsamkeit und Depression zu bewahren, er hat ein Recht darauf artgerecht gehalten zu werden und dass seine Bedürfnisse erfüllt werden. Wenn er dem Menschen dabei noch Gesellschaft leistet und ein teruer Freund wird ist das wohl das Dankeschön des Hundes an den Menschen.

          Ich als Passant bin wohl kaum dafür verantwortlich von einem fremden Hund nicht angeschnüffelt zu werden, darum muss sich schon der Besitzer kümmern. Ich als Mutter muss j auch mein Kind davon abhalten Steine auf Autos zu werfen und verlange nicht vom Autofahrer, er solle gefälligst den Steinen ausweichen, mein kind spielt gerade so schön.

          • Und wenn du dich jetzt noch so sehr darüber aufregst: Du änderst die Menschen nicht. Drück halt einfach dein Missfallen gegenüber den betreffenden Hundehaltern aus und gut is...mehr kannst du nicht tun. Ich denke, dein Fehler ist, dass du dich auf Diskussionen einlässt, wenn ein Hundehalter dir mit "der tut nix" kommt...

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