Onlineanbieter Bestattung

    • (1) 08.04.13 - 14:43

      Hallo zusammen,

      kennt sich jemand mit Online Bestattungsanbieter aus, also die Bestattungsunternehmen, die eben bundesweite Bestattungen übernehmen - und sehr viel kostengünstiger sind, als ein Bestatter vor Ort. Also lt. HP 1.500 € für eine Feuerbestattung und auf den ersten Blick, würde ich sagen, es ist alles dabei. Ich habe aber nicht wirklich Ahnung von dem Thema.

      Für Erfahrungen wäre ich dankbar.

      LG

      • Kannst du mir mal den Link schicken, dann kann ich drauf gucken.....ich, als Bestatterin, halte von solchen Online- und/oder Discount-Bestattern ja nichts, aber zeig mal her, ich guck mir das mal an....

        • Jemand vom Fach, schön!

          Z.B. www.segenius.de oder www.anternia-bestattungen.de

          Wir schweben so zwischen selber kümmern und alles machen lassen. Eigentlich sind wir nicht dazu in der Lage, uns selbst zu kümmen. Aber es ist einfach so teuer, meine Mutter will kein Geld von uns Kindern annehmen, aber wenn sie alles zahlt und dann hat sie nur noch ihre kleine Rente. Das geht nicht. Mein Vater selbst hätte keinen großen Aufwand gewollt.

          :-(

          • Und wenn Ihr Deiner Mutter nicht direkt Geld gebt, sondern sagt "Mach Dir keine Sorgen, wir kümmern uns um die Bestattung"?

            beides angeguckt und naja............die Frage ist hauptsächlich: was wollt ihr.........wollt ihr eine "normale" Trauerfeier mit anschließender beisetzung? Wollt ihr eine Sargfeier mit späterer Beisetzung, wollt ihr nicht bei der Beisetzung dabei sein.............

            auf den ersten Blick scheinen die Angebote in Ordnung zu sein, aber wieviel ist dann noch persönlich? Ist es nicht einfach ein Abgeben von Verantwortung? Was der Papa gewollt hat ist sicher zu bedenken, aber eine Trauerfeier und anschließende Beisetzung ist wichtig für die Hinterbliebenen, ein erster Schritt in der Trauerarbeit.....

            Wenn man sich für ein Angebot aus dem Netz entscheidet kennt man nicht die Leute die dort arbeiten, hat keinen Einblick in das Geschäft...............mir persönlich auch ganz wichtig, der erste Eindruck, den die Leute von mir persönlich haben, denn nur wenn die Chemie stimmt, hat man auch eine stimmige Beerdigung.............

            Ihr seht z.B. auch nicht, mit was für Auto´s die Leute unterwegs sind, für uns ganz wichtig, wie und womit werden die Verstorbenen überführt...........usw....

            Wenn es nicht am Geld liegt, dann guckt nach einem Bestatter in eurer Nähe, der macht auch Hausbesuche und man kann gegenseitig gucken was geht und was nicht....

            Gern helfe ich dir auch weiter wenn du Fragen hast.....

            Sandra

          • (9) 08.04.13 - 20:53

            "aber eine Trauerfeier und anschließende Beisetzung ist wichtig für die Hinterbliebenen, ein erster Schritt in der Trauerarbeit....."

            Ziemlich pauschale Bestatteraussage.

            • (10) 08.04.13 - 21:24

              Eine solche Aussage ist nicht pauschal sondern individuell.

              Ich persönlich empfand es jedes Mal als sehr entlastend, wenn jemand anderes sich um Trauerfeier und Beisetzung (nach unseren Wünschen) gekümmert hat. Und ich war auch froh, daß man einen direkten Ansprechpartner hatte.

              Und sich mit der Trauer auseinander zu setzen ist sehr wichtig - insofern hilft auch eine dem Glauben oder Nicht-Glauben angepasste Zeremonie entsprechend.

              Insofern kann ich die userin sehr gut verstehen, die hier ihr eigenen Erfahrungen als Bestatterin preisgibt.

              • Danke! Ich habe die Erfahrung, einmal ganz ohne Trauerfeier, und einmal mit, selbst machen müssen und kann also den Unterschied beurteilen...

                Ich weiß aber auch, das ich manchmal zwischen den Stühlen sitze, zum einen natürlich bin ich Bestatterin (und muß somit im Sinne meiner Chefin handeln), zum anderen aber (und das in erster Linie) bin ich ein Mensch............mit vielen eigenen Erfahrungen (leider) und auch mit der Erfahrung, die ich über viele Jahre sammeln konnte.......

                Gerade der persönliche Kontakt ist oft ganz wichtig, eben weil ich (als Profi) viele Sachen im Kopf habe, an die man so nicht denkt.............ich auch die Menschen kenne, mit denen wir zusammen arbeiten usw............

                Ja eben, es ist individuell und lange nicht jedem wichtig!

                LG

            (14) 08.04.13 - 21:38

            ich bin nicht nur Bestatterin, sondern auch ausgebildete Trauerbegleiterin und ich leite seit sechs Jahren Selbsthilfegruppen für verwaiste Eltern. Außerdem habe ich die Erfahrung auch schon persönlich gemacht.

            Und ich bin die letzte, die irgendjemandem etwas aufschwatzen würde, dafür habe ich schon den ein oder anderen Rüffel von meiner Chefin bekommen.........und wenn jemand absolut nichts machen möchte, dann ist das eben so..................aber die Mehrheit, die sich dafür entschieden (nichts zu machen) hat es hinterher bereut.............

            • (15) 09.04.13 - 00:09

              Eine Selbsthilfegruppe für verwaiste Eltern finde selbst ich sehr sinnvoll.

              Ansonsten: seit Generationen hat sich unsere Familie für anonyme Beisetzungen ohne Trauerfeier entschieden, allerdings kennen wir das Urnenfeld. Wir gedenken den verstorbenen Familienangehörigen bei einem ungezwungenen Beisammensein, lassen Vergangenes Revue passieren und bewahren das Andenken im Herzen. Uns gibt diese Form des Abschiednehmens mehr als eine auf die Tränendrüse drückende Trauerfeier.

              Aber natürlich akzeptiere ich auch andere Formen von Trauerfeiern.

              • (16) 09.04.13 - 11:13

                Eine Trauerfeier, oder das Dabei-Sein bei der Bestattung ist ja keine Pflicht (auch bei uns nicht :-) )

                ....nur muß man das eben in einem Gespräch herausfinden, oft liegt es auch am Geld, und dann kann man darüber reden, wie man doch alles für sich gut hinbekommt....

                Und dann gibt es auch Trauerfeiern, die nicht auf die Tränendrüse drücken, was ich persönlich auch nicht schön finde (traurig ist man doch sowieso, da muß nicht noch drauf gedrückt werden), sondern, wo die Leute (auch ältere Leute) in der Kapelle sitzen, lächeln und mit dem Kopf zur Musik wippen (wie letztens erst, als wir Marusha in der Kapelle gespielt haben, als wir einen 85jährigen Mann beerdigt haben)

                Aber letztendlich entscheidet natürlich jeder für sich was er wie machen möchte, aber dazu zählt dann auch das Wissen was möglich ist und was nicht......(und dafür bin dann ich da :-)

      Auch, wenn es ein sehr alter Beitrag ist..vielleicht kann ich noch jemandem vor Unheil bewahren...
      Von segenius -meiner Erfahrung nach- bloß die Finger weglassen.

Ich habe zum Glück keine Erfahrungen, aber ich denke, dass gerade beim Thema Bestattungen die persönlichen Gespräche sehr wichtig sind. Es geht ja nicht nur um die eigentliche Beisetzung sondern auch um die Beratung drumherum (Hilfestellung beim nötigen Papierkram, Kontakt zum Floristen etc.).

  • "Ihr" ist gut. :-( Meine Brüder kümmern sich nicht, Der eine sagt, er gibt Geld so viel wir brauchen, aber "das Andere" kann er nicht. Der andere Bruder äußert sich gar nicht. Ist ja weit genug weg...

    Ich kann mich also nur zusammen mit ihr darum kümmern.

    Wegen der Gespräche. Also wenns nach meiner Mutter geht, würde sie alles per Fragebogen machen. Sie ist nicht der Typ Mensch, der sich durch Gespräche erleichtert. Jedenfalls nicht bei Fremden.

    Sie sagt ja auch, ich soll unbedingt da sein, wenn diese ganze Bestattungsvorbereitung losgehen.

    • Aber dann ist doch die Frage geklärt: Lasst Euch so viel Organisatorisches wie möglich vom Bestattungsunternehmen abnehmen und die Brüder bekommen gesagt, wie viel Geld sie beisteuern dürfen (ja, auch der zweite). Darf dann ja auch ruhig mehr als die totale Billigvariante sein.

      Und ein guter Bestatter wird sicher so viel Feingefühl haben, zu erkennen, ob Deine Mutter reden mag oder nicht.

      Mein ehrliches Beileid, übrigens.

      • Nein, totale Billigvariante wollten wir ja auch nicht. Mein Vater wollte nichts, meine Mutter soll entscheiden, was sie braucht - und jetzt wo es soweit ist, formen sich die Vorstellungen erst, jetzt merkt man, dass man doch einen Platz braucht. Es ist einfach ein Vorabinformieren.

        Danke für das Beileid. Es ist noch nicht soweit, aber es ist hoffnungslos und man wird dem Wunsch aus der Patientenverfügung nachkommen.

Wir haben knapp 1200€ AllInklusive bezahlt.
Beratung war ok, waren eh noch in Trance, Urne war sehr schön, der Redner war einfach klasse (als wäre er ein Freund gewesen der da redet).
Es wurde alles an Papierkram erledigt und wir brauchten keinem hinterherrennen.

Wir hätten sicher auch das 3 fache zahlen können, hätte aber den Verstorbenen auch nicht wiedergebracht oder unsere Trauer vereinfacht.

Wir waren sehr froh, dass es auch preiswertere Bestatter gibt und nicht nur solche, bei denen zwar der Laden schickimicki ist, aber man eben auch diesen Laden mitfinanziert.

Mein Beileid übrigens, man steht einfach nur neben sich....:-(

Mona

Hallo,

ich bin zwar weder Bestatter noch sonst irgendetwas in dieser Sparte - habe aber leider schon ziemlich viel Erfahrung mit Beerdigungen.

Uns war bisher immer ein eher persönlicher Kontakt sehr angenehm. So völlig anonym hätte ich schrecklich gefunden.
Die Unternehmen, die wir bisher hatten, waren sehr diskret, haben uns alles an Arbeit und Behördengang abgenommen, was wir nicht selber machen wollten, waren zu Tag und Nacht ansprechbar und haben alles sehr gut organisiert. Es gab persönliche Ansprechpartner.

Wir haben sehr viel mehr gezahlt als 1.500€ - ja. Aber dafür hatten wir jederzeit Kontakt und jemanden, den wir auch "gesehen" haben. Auch wenn man diesen Menschen nicht kennt und niemals wieder sehen wird - wenn er gut ist, ist er wahnsinnig beruhigend.

Du hast geschrieben, Ihr tragt im Moment "nur" Vorsorge. Haben wir bei meinem Vater auch getan. Wir kannten seine Wünsche diesbezüglich und haben mit unserer Mutter im Vorfeld vieles abgeklärt. Das hat dann das ganze Vorgehen später erleichtert. Bei allen anderen Fällen war es ähnlich.

Ich habe keine Ahnung, wie es mit online-Anbietern läuft. Aber ich persönlich würde jederzeit eine Vorort-Firma bevorzugen.

Viel Kraft für die nächste Zeit!

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