Mädchen und Jungs - Erziehung.

    • (1) 14.04.13 - 12:41

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      • Hallo!

        Also mein Sohn (6) mag Tinkerbell, er kennt alle Filme von ihr und im Dezember haben wir den neuen Film sogar im Kino gesehen.

        Laserschwerter findet er cool, obwohl er kein Star Wars mag.

        Sonst mag er Lego, Schiffe, malen, basteln und vor allem Sport.

        Er spielt mit Leidenschaft Fußball in einer Mannschaft.

        Wenn er mit Mädchen spielt, gibt es oft Streiterei, was sie spielen.

        Über ein Filly-Schloß oder ein Schminkköpfchen würde er sich nie im Leben freuen. Er würde auch kein rosa T-Shirt oder eins mit Glitzer anziehen.

        Einmal hatte er zwei Freunde zu Hause und zwei Barbies von mir lagen rum. Die Jungs haben ihn ausgelacht und er fing schon fast an zu schreien, dass es nicht seine sind.

        Ich bin dann hochgegangen. Habe meine Barbies genommen und gesagt, dass ich nicht möchte, dass sie mit meinen Puppen spielen. Da war Ruhe.

        Die Kinder pushen sich teilweise gegenseitig mit "Jungen-Kram" und "Mädchen-Kram".

      Ich habe mir da noch nie wirklich Gedanken machen müssen.
      Je nach Interesse gibt es Spielzeug, Ob Puppe oder Auto- völlig egal.

      Handlungsbedarf sehe ich eher in der Förderung von bestimmten Fertigkeiten und Fähigkeiten, im sozialen Verhalten der Kinder.
      Bei Erwachsenen sehe ich Handlungsbedarf im souveränen Umgang mit Kindern.
      Wenn ich mir die Hilflosigkeit manchmal betrachte, die dem Verhalten mancher Kinder entgegengebracht wird gerade in Kita und Schule.

      • #pro

        diese Hilflosigkeit fängt ja dort schon an wo Mütter sagen "Hilfe...es gibt überall rosa für Mädchen, was soll ich da machen".

        Entweder wähle ich andere Geschäfte und kaufe andere Farben...oder, wenn meine Tochter rosa nunmal toll findet, dann kaufe ich rosa ohne dabei zu denke ich wäre rückständig.

    Huhu,

    ich finde es hat beides mehr Platz.

    Mädchen können heute auch mit Laserschwertern spielen...sie MÜSSEN aber nicht.

    Jungs können mit Puppen spielen....aber es kann sie keiner dazu zwingen.

    Kann sein das es daran liegt das ich viel in den Niederlanden einkaufe, aber Klamotten finde ich hier in ALLEN erdenklichen Farben.

    Ich sehe da keinerlei Handlungsbedarf.

    lg

    Andrea

    • Obwohl das geschlechtsspezifische echt in den Köpfen ist...
      Wenn ich an das entsetze Gesicht meines Mannes denke als einer seiner Söhne
      -in den pinkfarbenen Latschen der Nachbarstochter angelaufen kam- die sie unserem Sohn freundlicherweise auch noch geschenkt hat
      - unser Sohn voll Stolz den Puppenwagen der Nachbarstochter mit dem Nachbarssohn durch das ganze Dorf schob
      - Sohneman im HexenKLEID auf dem Trampolin sprang und sich superschick fand

      #rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl

      glaub mir der Gesichtsausdruck war auch zu komisch :-D
      nun der Vater hat es überlebt #schein

Hallo!
Hm...gute Frage.
Ich versuche eigentlich, unsere Söhne nicht in eine bestimmte Rolle zu pressen. Das heißt, das sie mit den Spielsachen spielen dürfen, auf die sie Lust haben. Beide Kinder haben beispielsweise eine Puppe und auch unser großer Sohn spielt zusammen mit seinem kleinen Bruder damit, wenn er ihn darum bittet. Unser kleiner Sohn hat sich zu Weihnachten ein Filly-Pferd gewünscht und auch bekommen. AUßerdem liebt er seine Schleich-Tiere, den Playmobil-Bauernhof usw.
Beide spielen sehr viel mit Lego/Duplo, Playmobil, bauen gerne usw. Unser Großer hat das Interesse für Experimente entdeckt.
Als Kind habe ich vehr viel mit "jungs-typischem" Spielzeug gespielt, also Autos, Metallbaukasten, Modelleisenbahn usw., hatte aber auch meine "Barbie-Phase.

Momentan baue ich in unserem KiGa (ehrenamtlich) mit den Kinder ein Insektenhotel, so dass sie sägen, bohren, schleifen usw. dürfen. Manche Mädchen sagen, dass ihre Mutter das nicht darf und nur der Vater mit Werkzeug arbeiten darf. Ob sie damit wirklich "dürfen" meinen, oder ob die Mutter keine Lust dazu hat, weiß ich allerdings nicht.

Wenn Kinder die Möglichkeit haben, mit verschiedenen Spielsachen zu spielen, also "jungs- oder mädchentypischem", ist es doch völlig okay, wenn sich ein Mädchen trotzdem für das Filly-Schloss und der Junge über das Laserschwert freut. Nur würde ich es eben nicht verbieten, wenn sich ein Kind etwas wünscht, was von der Industrie für das jeweils andere Geschlecht konzipiert ist.

LG Silvia

(9) 14.04.13 - 13:36

Hallo,

ich finde das normal.

Jedes Kind ist unterschiedlich und lässt sich nicht in irgendein Schema pressen.

Beispiel meine Nichten:

Die Ältere wollte, bis sie in die Pubertät kam, immer ein Junge sein, hat nur Hosen getragen und mit ihrem Bruder und ihren Cousins gespielt.

Danach hat sie ihre weiblichen Reize entdeckt (von denen sie auch reichlich hat) und zieht sich jetzt auch weiblicher an, wobei Hosen und T-Shirts immer noch die große Rolle spielen.

Die Jüngere hat die rosa Phase voll mitgenommen. Sie ist ins Ballett gegangen, macht jetzt Kunstturnen als Leistungssport. Und sie spielt mit knapp 13 immer noch gerne mit Puppen :-D

Auch meine Tochter ist ein richtiges Mädchen. Hosen mag sie nicht, sie spielt gerne mit Fillys und Lego Friends.

Ich finde das ganz in Ordnung so.

GLG

Hallo

Habe ich mir nie Gedanken gemacht

Die Tochter 9 Jahre Liebt Monster Hight , zieht gerne Blau und wei§ an, hat noch nicht einmal Rosa Kleidung. Spielt auch Monster Hight auf der WII . Beruflich weiß sie es nocht nicht , hat noch kein Ziel.
Hobby Schwimmen und ZUMBA

Für mich halt Typisch Mädchen

Mein Sohn Liebt alles von FC Barcelona so sieht auch sein Zimmer aus.
Spielt Fussball und Spielt Ballerspiele aber genauso gerne Mario Cart und Party Spiele.
Kleidung ist HipHop . Beruflich will bei der Guarde Civil oder Nationalpolizei Arbeiten

Intressiert sich auch für Autos ( hat so ein Sammelalbum für so Auto Karten)

Schaut gern Galileo und intressiert sich für Technik

Aber er hatte als klein Kind eine Baby Born

Die Grossen Arbeiten in Normale Berufe

1. Sohn 21 Jahre auf den Bau
2. Sohn ist Maler aber Momentan Kurierfahrer

3. Tochter fast 18 Jahre Lernt Köchin

Finde die Kinder sollten sich so entwickeln wie sie Intresse Zeigen.

Und nicht das was Die Gesellschaft sagt

#winke

Meine Madame ist eine gute Mischung: Mädchengehabe und wildes Tobekind, mit dem auch Jungs Pferde stehlen können.

Sohnemann auch: Rabauke und Schöngeist.

Was mich ungemein ärgert: Jungskleidung ist zweckmäßig, sieht gut aus und hält was aus.
Mädchenkleidung sieht nach Mädchen aus, auf Bäume klettern kann das Kind mit einer Mädchenjacke jedoch nicht, die zerreisst beim Hinschauen.

Sicher, es gibt auch robuste Mädchenkleidung, ich muss aber immer ordentlich suchen. Das suggeriert mir als Mutter, das Mädchen nicht klettern SOLLEN, die sollen nur hübsch anzusehen sein.

Und da kotz ich im Strahl.

L G

White

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    • (13) 14.04.13 - 18:19

      Hallo,

      Boxen???

      Ich finde diesen "Sport" schon für Buben schrecklich.

      Meine Tochter macht Karate. Und warum soll sie schwach sein, wenn sie rosa mag?

      Ich war deutlich weniger selbstbewusst in diesem Alter und ich habe in erster Linie mit Autos gespielt. Vielleicht auch, weil es das Lieblingsspielzeug meines Bruders war.

      Bobbycars waren bei uns für meine Neffen, Nichten und meine Tochter übrigens immer rot. Ich wusste gar nicht, dass es sie in anderen Farben auch gibt.

      GLG

      (14) 14.04.13 - 19:17

      mag sein, dass ich das problem noch nicht hatte, aber was ist an einer jeans ind rosa groß anders als an einer in blau?! die gehen beide gleich gut durch den matsch... und ob das tshirt oben drum dann glitzer druck hat, oder nur einen skater macht mmn auch nicht den unterschied... ok strumpfhose und kleidchen sind zum klettern sicher weniger geeignet, weils schneller kaputt geht, aber einschränken tuts meine mädels kein stück, die gehen auch beim sonnatsgbesuch auf die bäume... aber das muss man ja auch nicht jeden tag anziehen...

      meine jungs bekommen dann aber auch die helle hose an (die oma immer wieder schenkt) und bekomme nauftrag sich nicht übelst einzusauen an solchen tagen... also wenn dann gilt das für alle nicht nur für die mädchen....

      und buddelhosen hab ich auch eine in lila, die funktioniert aber auch nicht anders als die grüne von den jungs... wegen mir hätte sie nicht rosa sein müssen, bei ernstings gibts aber oft dinge nur in lila oder so, und dann nehm ich es auch mal mit... sie trägt aber ebenso gerne die cars-tshirts wie die it hello kitty... je nach tagesform...

      und ein bobbycar würde ich wenn dann beim letzten kind in rosa kaufen... aber wir haben die dinger beim ersten kind gekauft, und da waren sie neutral rot. ich denke das ist auch ein teil des problems, das vieles nur für ein kind gekauft wird, danach in die tonne fliegt, und daher nicht für einen kleinen bruder passen können muss...

      lg gussy

      (15) 15.04.13 - 09:02

      du schreibst: "Für Jungs gibt es solche tollen robusten Sachen. Wenn ich was für meine Große möchte, muss ich direkt im Outdoor und Sport Bereich suchen."

      warum kaufst du dann icht einfach die jungs outdoor sachen?

      wenn ich mal noch ein mädchen bekomme kaufe ich bestiommt die ganzen matsch sachen und outdoor jacken nochmal., die würde ich dem mädchen dann eben von meinem sohn in den dunkleren farben anziehen. diese habe ich ihm im übrigen gekauft, weil man den dreck a nicht so stark sieht und ich die nicht ständig gleich waschen muss.

      im prinizp machst du doch genau das gleiche, suchst was für mädchen...

      (16) 18.04.13 - 19:22

      also "mein" Outdoorspielzeug war eher in "Jungsfarben" und wenn ich von den Erzieherinnen damit erwischt wurde, gab es Ärger. Damit spielen Mädchen doch nicht :-[

      Rot oder orange war schon selten, weil das ja Jungs nicht so gerne mögen.

      Zu Hause war es egal. Was von Geschwistern/Cousins/Cousinen schon da war, durfte benutzt werden.

      (17) 18.04.13 - 19:26

      Einige Freundinnen meiner Tochter fuhren rührten das Fahrrad erst an, als es rosa war. Iiiiiihhhh mit einem rotem Fahrrad fahre ich nicht! Ein blaues würden sie gar nicht erst besteigen.

      So gesehen, ist es wieder gut, dass es auch was in rosa gibt. SO schauen sie Lego oder Outdoorspielzeug überhaupt mal an und finden dann auch ihren Spaß daran.

      Ein paar der Mütter haben kapituliert und dem Rosa-Wahn nachgegeben.

      Meine Tochter kann sich aussuchen womit sie spielt - und bevorzugt: alles was NICHT rosa ist. Meine würde sich nicht auf ein rosa Fahrrad setzen. Ein rosa T-Shirt? Zum davon laufen.

Also es gibt auch sehr robuste Mädchenkleidung, die eine Menge aushält. :-)

  • Ja, nur die muss man echt suchen, finde ich.

    • Z.B. bei Jacko O. Aber auch bei C&A habe ich immer robuste Jeans gefunden. Na und die Oberteile, also Shirts und so, wenns nicht gerade Spitzenblüsschen sind, da kann man auch nicht viel falsch machen.

      Outdoorklamotten gibts robuste von Jacko o, von Lego, von Jack Wolfskin aber auch von C&A...ich hatte da nie Probleme, solange sie kleiner waren/sind. Weder bei Mädchenklamotten noch bei Jungenklamotten. Und ich habe wilde Tobemädchen. Und die Jeans hatten/haben oft Flicken auf den Knien. Aber die kaputten Hosen gabs bei meinem Großen genauso.

      Wenn Mädchen natürlich dünne Leggings tragen, ja, die gehen schnell kaputt. Die Erfahrung habe ich auch gemacht, deshalb gibts die eben nicht zum Toben draußen an.

      LG

      • Lego? Die, die wir gefunden haben, waren immer ganz dünn im Stoff. Aber gut, ich werde weiter suchen oder einfach Jungsjacken, die halbwegs neutral sind, kaufen.
        Wolfskin boykottiere ich, ich will keine Tatze zahlen.:-)

Die sogenannte Erziehung...Spielzeug, Spiele, Medien...ist nur der Lack, die Oberfläche.

Erziehung, das ist oft das verbale Vermitteln von Werten: Do as I say, dont do as I do.

Was sich unbewusst, nonverbal, subtil vermittelt, das ist wesentlich entscheidender und prägender als Hello Kitty, Barbie oder Star Wars.

Es ist nicht die Frage: wie erziehen wir unsere Kinder?

Es ist mehr die Frage: Was leben wir unseren Kindern vor?

Und wir leben ihnen in unseren Ehen und Beziehungen, in unseren Rollen als Frauen und Männer, als Mütter und Väter in vielen Fällen Rollenbilder vor, die die 50er Jahre nur minimal hinter sich gelassen haben.

Guck dir das Forum an und die Themen, nur ein paar Beispiele:

Frauen, die Mütter sind, suchen sich kleine Jobs - die 400-450 € Job-Fragen kommen immer von Frauen/Müttern.

Was bedeutet das? Ökonomische Abhängigkeit vom Mann, keine wirkliche berufliche Perspektive, im Trennungsfall vom Staat abhängig, spätere Altersarmut...etc. etc.

Frauen sind für Haushalt und Sauberkeit zuständig. Immer wieder Posts mit dem Tenor: Mein Mann hilft nicht mit!

Was bedeutet das? Zumindest zwei Ks - Kinder und Küche - sind immer noch das Feld der Frauen!

Es ließen sich noch endlos Beispiele finden.

Es ist kein Wunder, dass die Mädchen die rosa Traumwelt, Hello Kitty und Barbie und all das wollen...in gewissem Sinne leben ihre Mütter/Frauen in der Gesellschaft so.

Wir kriegen das Problem nicht in den Griff, wenn wir diesen Mädchen das wegnehmen und ihnen Laserschwerter in die Hand drücken. Aber das ist natürlich leichter...als uns selbst mal kritisch zu betrachten. Und dann mal zu gucken, was eigentlich an unserem Leben "barbiehaft" und "hello Kitty-mäßig" ist. Und das dann zu ändern. Das wollen wir aber gar nicht.

Wir leben nicht, was wir vermitteln wollen. Und dem sehen wir nicht gern ins Auge. Die Kinder aber sehen es und werden davon geprägt.

  • Na das die K´s noch oft an den Frauen hängen bleiben ist aber oft die Sache des Verdienstes und der Arbeitszeiten.
    Bei uns würden die Kosten für Kinderbetreuung mein Einkommen, welches ich im 2 Schichtsystem verdienen würde fast auf- der Rest wären Mehrkosten in Sachen Sprit.

    Mein Mann bringt aber locker das 4-fache von meinem Netto heim.

    Also statt Fremdbetreuung, mehr Stress ohne positive Änderung am Familieneinkommen, verziehen wir unsere Kinder selber ;-)

    Allerdings sind jetzt Lehrgänge/Ausbildungen auf dem Plan, schließlich werden die Kleinen größer und lassen mir dann auch mehr Freiraum. :-)

    Es ist nicht die glücklichste Lösung, mein Mann wäre gern beim letzten Kind daheim geblieben- aber mit meinem möglichen Einkommen ist das Defizit nicht abzufangen gewesen.

    "Wir leben nicht, was wir vermitteln wollen. Und dem sehen wir nicht gern ins Auge. Die Kinder aber sehen es und werden davon geprägt. "
    das unterschreibe ich :-)
    schauen wir mal das Beispiel an: " Um jemanden eine Freude zum Geburtstag zu bereiten brauchst du kein Geld, mein Kind... man kann auch so etwas schenken...."
    Realität: Extremshopping im www. in den Spielzeugdiskountern #rofl

    LG
    Karna

    • Ich sage ja: wir sind von den 50er Jahren nur ein paar Schritte entfernt, das ist ganz tief in uns verankert, in unseren Denk- und Beurteilungsmustern.

      Typisch weibliches Denken im Wertesystem der "klassischen" Rollen von Frauen und Männern - eben 50er Jahre - z.B.:
      Den eigenen Verdienst mit den Kosten der Kinderbetreuung "verrechnen" und zu dem Schluss kommen: das lohnt sich nicht, außerdem ist es ja sowieso besser, das Kind wird in der eigenen Familie betreut.

      Man könnte in einem modernen Familienkonzept, wo die Mama die gleichen Rechte und Möglichkeiten hätte wie der Papa, auch sagen:

      Die Betreuungskosten sind Familienkosten, die aus dem gemeinsamen Einkommen, dass Mann und Frau verdienen, beglichen werden.

      Die Frau arbeitet, der Mann arbeitet. Beide entwickeln eigene Perspektiven und Möglichkeiten, die aus ihren Kompetenzen, ihrer Bildung und Ausbildung kommen. Die ihnen Unabhängigkeit von Staat und Partner ermöglichen. Und beide sorgen so für eine eigene Altersvorsorge.

      So denken aber Frauen und Männer selten. So verhalten sich aber Männer und Frauen selten. Sondern sie denken lieber in den Rollenmustern der 50er Jahre...z.B.

      "Mein Mann bringt aber locker das 4-fache von meinem Netto heim."

      Du sagst das so, als sei das ein von Gott gegebenes Gesetz, eine Grundkonstante, in Stein gemeißelt.

      Aber warum verdienen Männer mehr als Frauen?

      Dazu könnte man unendlich viel sagen, aber das würde hier den Rahmen sprengen.

      Aber damit, dass Frauen in den alten Mustern bleiben, tragen sie viel dazu bei.

      Und das ökonomische Argument - aber mein Mann verdient ja viel mehr - macht dann den Sack endgültig zu.

      Denn dann bleibt er eben nicht beim letzten Kind zuhause, denn sein Einkommen ist ja viel mehr.

      Denn dann geht er nicht einen Schritt zurück, wenn die Frau für ihre berufliche Entwicklung mal in der Partnerschaft an Nr. 1 gesetzt werden müsste...nein, denn sein Einkommen ist ja viel mehr. Etc. etc.

      Wir Frauen schnallen oft nicht: es ist absolut in Ordnung, wenn die Frau in der Beziehung mal an Nr. 1 gesetzt wird, ihre Interessen, ihre Bedürfnisse, ihre berufliche Entwicklung.

      Was spricht dagegen, dass wenn eine Mutter beruflich wieder einsteigt, sie mit 100% anfängt, der Papa geht auf Teilzeit...und sie bringt sich ein, investiert ganz viel Zeit und Kraft, und er schmeißt zuhause den Laden und die Familie nimmt dafür auch mal eine VERRINGERUNG des EINKOMMENS in Kauf, dass eben Papas großer Verdienst eben nicht das WICHTIGSTE ist...?

      Es geht doch um viel mehr als ein Jahreseinkommen, so eine Entscheidung kann doch eine Investition in die Zukunft von Mann und Frau sein....!

      Bei Männern ist aber dieses Modell - ganz viel in Arbeit und Karriere investieren und die Frau hält den Rücken frei, sehr verbreitet.

      Und die Frauen tun so, als sei das der "natürliche" Lauf der Dinge.

      Wir sind so voll mit diesen Rollenmustern - ich fand es z.B. schon sehr amüsant, dass die Frauen, die hier im Thread geantwortet haben, Verhalten und Handlungen - mit Puppen spielen, mit Autos, sich für Technik interessieren etc. ganz genau männlich und weiblich zuordnen. Nicht umsonst erwähnen sie es ja so explizit, dass ihre Mädchen "Jungssachen" machen bzw. umgekehrt. Wer das so erwähnt und identifiziert, hat ja GERADE ein tiefes Bewußtsein von männlichem und weiblichem Verhalten....:-D

      Wenn man so will, sollten wir, die Elterngeneration, wir sollten erstmal mit Laserschwerten spielen und unsere Männer mit Barbie und uns mit der Heuchelei und Widersprüchen unserer Rollenbilder auseinandersetzen...statt den kleinen Mädchen, wenn sie es nicht wollen, die Matchboxautos aufzunötigen....und dann aber Reden darüber halten, dass es ein Gottesgesetz ist, dass unser Mann eben viel mehr verdient als wir.

      lg

      • "Mein Mann bringt aber locker das 4-fache von meinem Netto heim."

        Du sagst das so, als sei das ein von Gott gegebenes Gesetz, eine Grundkonstante, in Stein gemeißelt."

        Auch das ist wahr - wenn man nur geringfuegig arbeitet und nicht an einer Karriere interessiert ist, dann ist es nicht weiter verwunderlch dass man weniger verdient und die finanziellen Sorgen am Mann haengen bleiben.

        Ich verdiene mittlerweile doppelt so viel wie ich vor meinen Kindern hatte.

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