Schulzeit: Schön oder Schlimm?

Wie habt ihr eure Schulzeit empfunden?

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    • (1) 17.04.13 - 13:15

      Hallo,

      die Umfrage weiter unter hat mir ein bisschen zu denken gegeben. Hatten denn soviele keine schöne Schulzeit? Klar kann ich mich auch an Ärger und Streit erinnern aber Mobbing und Prügel? Ich finde es schon beängstigens, dass soviele sich nicht gerne an die Zeit zurück erinnern und die alten Leute nicht mehr wiedersehen möchten.

      Ich habe die Zeit als spannend und im Grunde genommen schön in Erinnerung. Außerdem frage ich mich, wo die Mobber sind, wenn es soviele Gemobbte gibt?

      Macht mich irgendwie traurig :-(

      Viele liebe Grüße

      • Ich hab eher schlimm angeklickt, wobei das eigentlich übertrieben ist.
        Ich bin halt nie gern zur Schule gegangen und das obwohl ich immer ganz gut war, nie gemobbt wurde und durchaus einige Freunde hatte.

        Ich fand die Zeit anstrengend (und das, obwohl ich Minimal-Lerner war) und beengend, einige unserer Lehrer waren wirklich daneben und es war schrecklich ihrer Willkür ausgeliefert zu sein.
        Meine Mitschüler muss ich auch nicht unbeingt wiedersehen, sie waren mir (von wenigen Ausnahmen abgesehen) nie besoners nah und ich habe einfach kein besonderes Interesse (weder positiv noch negativ) an Ihnen.

        Jedenfalls war ich heilfroh als die Schule vorbei war, Studium und Beruf habe ich nie als so anstrengend empfunden.

        Mir fehlt ein "Sowohl als auch"-Button. Ich war auch so ein gemobbtes Kind, trotzdem hatte ich meine Freundinnen, und mit denen war es schön.
        Ach so, ja... meine Nemesis war ein blondgelockter Junge, Lehrerkind, der Erwachsenen gegenüber immer äußerst höflich, geradezu unterwürfig war. Mir gegenüber scharte er mal seine Mitläufer um sich und ließ mich nach dem Unterricht im Klassenzimmer verprügeln. Ansonsten waren Beschimpfungen und kleinere körperliche Attacken an der Tagesordnung. Er war sehr beliebt in der Klasse, fast alle Jungs haben mitgemacht. Es gab mal schlimmere, mal bessere Phasen. Gut wurde es erst ab der 11. Klasse, es hat zwar nicht ganz aufgehört, aber durch das Kurssystem wurde die Lage entspannt.
        Trotzdem, ich hatte meine Freundinnen. Wir waren die "Außenseiterbank", so hat es eine Freundin mal genannt - unter den gutbürgerlichen Sprösslingen des selbsternannten Elite-Gymnasiums fanden sich da die zusammen, die aus irgendeinem Grund nicht reinpassten: Hochbegabt, Migrationshintergrund, Punk/Öko/Goth, Arbeiter-Eltern etc.
        Trotzdem werde ich zum 10-jährigen Abitreffen gehen. Ich bin nicht mehr das schüchterne Kind von damals - und unsere Stufe hat aus mehr Leuten bestanden als nur den Mobbern. ;-)

        Ich fand meine Schulzeit schön! Klar gab es auch mal ärger, aber die meiste Zeit hat mir Spaß gemacht.
        Ich fand unser Klassentreffen letztes Jahr mega witzig, und habe mich wirklich gefreut die anderen mal wieder zu sehen.

        Mein Mann würde NIE zu einem Klassentreffen gehen, und hat auch an seinen ehemaligen Klassenkameraden überhaupt kein Interesse.

      • Meine Schulzeit war schön. Ich hatte viele Freunde, Lehrer mochten mich.
        Ich erinnere mich sehr gern daran zurück. Zu den meisten aus meiner Klasse habe ich noch immer einen guten Kontakt.

        Hatte sehr gern Neues gelernt (und tue es noch immer), hatte immer sehr gute Noten und wurde gelobt, gefördert...

        Da ich sehr gut gezeichnet und gemalt habe, durfte ich zu verschienenden zwischenschulischen Wettbewerben, die Schule vertreten.

        Ich bin von Natur aus Streber und stehe dazu :-p

        LG

        Ich wurde von der ersten Klasse bis in die zehnte Klasse gemobbt - in der neunten hat es IN der Klasse nachgelassen, dafür aber auf andere Schulen übergegriffen, was damit geendet hat, dass ich von Jugendlichen bedroht und beschimpft wurde, die ich gar nicht kannte. Was in den Köpfen derer vorging, weiss ich immer noch nicht, aber ich denke, ich war halt ein brauchbares Opfer. Zeitweise griff das auf Freunde und sogar meine Schwester über.

        In der zehnten begann es wieder an einer anderen Schule (In der Schweiz wechseln wir dreimal die Schule.), aber nur durch einen Mitschüler. Diese habe ich dann aufgrund von Depressionen wiederholt - nachdem sich alles aufgestaut hatte und dieser Mitschüler wieder meinte, meine Sachen verstecken oder stehlen zu müssen und keiner geholfen hat, habe ich innerlich das Handtuch geworfen und meine ansonsten sehr guten Leistungen fielen.

        Diesem Mitschüler habe ich das erste - und hoffentlich letzte Mal - in meinem Leben mit der Faust ins Gesicht geschlagen, als er wieder mal vor der Stunden alle meine Sachen versteckt hat und nur gelacht hat - und die anderen mit - und ich ihn angefleht habe, sie mir wieder zugeben. Heute schäme ich mich etwas dafür Gewalt angewendet zu haben.

        Konsequenzen hatte es keine, die Lehrer haben natürlich gesagt, dass es nicht die feine Art war, ich allerdings oft versucht habe, mit ihm zu sprechen und er auch selber Schuld sei. Danach hat es etwas nachgelassen, aber da war ich schon versetzt und musste nur noch Stunden absitzen.

        In der neuen Klasse ging es dann überraschenderweise gut. Es gab keine Cliquen, es war eine charakterlich sehr starke Klasse, die für Lehrer nicht einfach, aber befriedigend war, da wir motiviert, interessiert und offen waren. Keiner wurde auch in Diskussionen aufgrund seiner Meinung ausgeschlossen. Die Hackordnung musste zwar mehrmals geklärt werden, aber das ging relativ unproblematisch.

        Und an diese Jahre erinnere ich mich sehr gerne. Es war das erste Mal, dass ich akzeptiert wurde und je länger ich mich darauf verlassen konnte, in Ruhe gelassen zu werden, desto einfacher wurde der Umgang und ich konnte endlich gewisse soziale Kompetenzen nachholen, die andere früher gemacht haben.

        In guten Zeiten war ich auch Klassensprecherin oder führte das Klassenbuch und den Schülerrat.

        Ich war dann auch im Chor, mit dem wir europaweit gereist sind und das hat natürlich auch viel geholfen.

      Die erste 3 Klassen waren bescheiden.

      Meine Eltern waren sehr bekannt und die Klassenlehrerin versuchte bei mir Liebkind zu machen um die Gunst meiner Mutter zu bekommen.Ich hatte dadurch einige Neider.
      Ein Teil der Klasse wollte das Angenehme unserer Familie und freundete sich mit mit mir an, der anderer Teil bestand aus Neidern, und machten mich ganz leicht zum Opfer.

      Zu Hause hieß immer, eine 280869 XYZ schreibt keine schlechte Zensuren......Ist immer Freundlich und Nett.....hat keinen Ärger in der Schule.Und ich hiellt mich daran.

      Als ich mich gewehrt habe und mir einen nach den anderen gegriffen und vermöbelt hatte, wurde ich in Ruhe gelassen.
      Als viele merkten das nicht alles Gold ist was glänzt hatte ich dann im Laufe der Schulzeit viele Freunde.

      Mit vielen bin ich heute noch befreundet

      VG 280869

      Ich hatte eine gute Schulzeit. Bei uns gab es kein Mobbing und die Klassen waren net .
      Ich war immer in Klasse in der die Refrendar ihre Prüfung gemacht haben.

      Ich worde weder für mein Übergewicht noch für meine Legasstenie gehänselt.

      In der Realschule haben wir Mädchen alle Handball gespielt und alle mit Mofa hatten die Passenden Nummernschilder. Es gab wilde Klassenparties.

      Heute finde ich das Klima ganz anderes . Die Eltern kümmern sich viel mehr, ihnen sind die Noten viel wichtiger. Das Benehmen von vielen Kindern ist grauenvoll.

      Meine Schulzeit ist jetzt so lange her, da wird man altersmilde#cool:-)

    Hallo,

    ich habe für schlimm abgestimmt. Allerdings habe ich Deinen Beitrag erst hinterher gelesen. Die Schulzeit war für mich schlimm, ich bin aber nicht gemobbt worden. Die Gründe lagen woanders. Nicht an meinen Mitschülern, nicht in meinen Leistungen. Die Gründe lagen im politischen System. Ich bin in der DDR aufgewachsen und mit der ewigen Gängelei in der Schule nicht zurecht gekommen. Wobei ich die Unterrichtszeit nicht so schlimm empfunden habe, am Schlimmsten waren die (zwangsweisen) außerunterrichtilchen Aktivitägen.

    LG, Cinderella

    Hallo,

    ich bin liebend gerne zur Schule gegangen.
    Da konnte man täglich mit seinen Freunden zusammen sein.

    Ich hab beim Abiball sogar ein paar Tränchen vergossen, weil ich wusste, dass diese wundervolle Zeit nie wieder kommt.
    Trennen konnte ich mich nie von der Schule und auch, wenn ich meinen Beruf sehr gerne ausübe, fand ich es "auf der anderen Seite" (also der Schülerseite) deutlich unterhaltsamer.

    LG,
    delfinchen

Vielleicht noch zusätzlich: vom Stoff her hat mir die Schule viel Spass gemacht.

Ich lerne sehr gerne, auch neue Sachen, und es fiel mir leicht.

Den anderen gegenüber ausgelebt, habe ich das nicht, weil ich eh schon verschüchtert genug war. Ich wurde von den Lehrern auch nicht mehr als andere mit einmalig oder konstant guten Leistungen gelobt.

Aber ich habe mündlich sehr gut mitgemacht und Noten wurden bei uns offen verteilt oder verlesen und dann fällt auf, wenn jemand immer in den oberen Rängen ist.

Im Gymnasium war ich dann aber einigen Fächern unterfordert. In der neuen Klasse stellte mein Wissensdurst aber kein Problem dar, sondern ich wurde eher als mobile Bibliothek im Klassenraum betrachtet, was mir lieber war, als dafür angemacht zu werden.

Da haben mir die Lehrer dann auch offen Universitätsunterlagen gegeben, um mich ruhig zu halten, während die anderen den regulären Stoff gelöst haben und das war richtig toll, weil ich mich nicht dafür schämen musste!
Aber, ich habe ganz ehrlich... Prüfungsregeln auch nicht so ernst gesehen und anderen auch mal meine fertige Prüfung vor der Abgabe herüber geschoben oder vorher geholfen, wenn ich gefragt wurde. Mir wurde ja auch geholfen, indem sie mich vor allem am Anfang gut in eine bestehende Klasse integriert haben.

Was nie ein Problem darstellte, war mein künstlerisches Talent. Wir waren eine Spanisch-Bildende Kunst Klasse, das heisst, die Hälfte hat eh oft gezeichnet, dann viel es nicht so oft auf.

Aber eben... rein vom Unterricht her, habe ich das Gymnasium geliebt! Wir hatten grandiose Lehrer!

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