Autoritärer Führungsstil in deutschen Unternehmen

    • (1) 30.04.13 - 23:59

      Hallo :-) ,

      für eine Uniarbeit muss ich die Managementstile/ Führungsstile verschiedener Unternehmen gegenüberstellen. Jetzt fehlt mir dazu noch ein Unternehmen, welches einen autoritären Führungsstil ausübt, wo es also sehr viele Hierarchieebenen gibt, die Mitarbeiter keine Mitbestimmung haben, etc. Dass es dafür millionenfach Beispiele solcher Unternehmen gibt, ist mir klar. Nur - mir fällt kein Einziges ein, etwas im Internet darüber zu finden ist wahnsinnig schwer.

      Darum meine Frage/ Bitte an euch:
      Fällt euch ein bekanntes Unternehmen ein, das den oben gennanten Stil praktiziert? Es wäre super, wenn es ein deutsches Unternehmen wäre, kann aber auch gerne ein nicht-deutsches Beispiel sein, solange das Unternehmen bekannt ist. Es wäre super, wenn ihr noch irgeneinen Link/ weitere Informationen dazu hättet.

      Tausend Dank,
      Charlotte

      Nennen wird Dir hier wohl keiner spezielle Firmennamen. Aber schau dich doch mal in Familienbetrieben um. Da ist sowas gar nicht ungewöhnlich.

    • Also, ganz ruhig :-)

      Ein autoritärer Führungsstil bedeutet nicht, dass die Mitarbeiter unterdrückt und ausgebeutet werden. Es bedeutet, dass die Arbeit z.b. strikt vorgegeben wird, es klare Arbeitszeiten gibt und klare Regeln. Ein solcher Stil ist nicht zwingend negativ und der Führungsstil, der bei der Polizei, Militär und auch in Krankenhäusern praktiziert wird. Leider sind das keine Unternehmen in dem Sinn.

      Die Nennung von Ausbeuterbetrieben hilft mir hier nicht weiter, aber vielleicht hab ihr doch ein passendes Beispiel zu meiner Suche :-)

      Hi,
      da die Mitbestimmung der Beschäftigten gesetzlich geregelt ist und du laut erstem Thread einen Betrieb suchst, wo die Mitarbeiter KEINE Mitbestimmung haben suchst du - wenn du nicht gerade einen winzig kleinen Betrieb suchst, der unter jeder Grenze für Mitbestimmung liegt - offenbar ja einen, wo geltendes Recht "umgangen" wird.

      Arbeit strikt vorgegeben, Arbeitszeiten klar definiert, klare Hierarchieebenen (zumindest im Bereich der Produktion) - guck dich doch mal bei jedem großen Unternehmen um, das mit Schichtbetrieben und z.B. Bandarbeit arbeitet. Die Punkte dürften (naturgemäß, Vertrauensarbeitszeit bei Schichtarbeit am Fließband ist halt nicht wirklich eine Sache, die praktisch machbar ist) bei praktisch jedem erfüllt sein. Und das eine oder andere dürftest du über die doch auch im Internet finden, oder?

      Nur dein zunächst genannter Punkt "keine Mitbestimmung" ist halt ein ganz anderes Thema.

      Von daher ist mir nicht wirklich klar, was du eigentlich suchst. Anhand der von dir in deiner zweiten Aussage gemachten Angaben hätte ich dir oben genannte Beispiele gegeben - aber da hätte man doch auch von alleine drauf kommen können, von daher kann es ja wieder nicht so ganz das sein, was du eigentlich suchst, oder?

      Viele Grüße
      Miau2

      • Danke für deine Antwort :-)

        Ja, das mit der Fließbandarbeit und Schichtbetrieb ist schon ganz gut, ist mir auch eingefallen, als ich grade mein zweite Antwort abgeschickt habe :-)

        In der Arbeit geht es vor allem darum, die neuen/ revolutionären Stile von Unternehmen wie z.B. Google, Semco, Innocent ... mit denen von Unternehmen, die auf "ältere" Managementstile setzen, zu vergleichen. Und je mehr Unterschied besteht, desto besser ;-)

        Da z.B. Google ja ein Unternehmen ist, das in dem herkömmlichen Sinne nichts produziert, sondern nur in Ideen in Internetprodukte umwandelt, wäre es sehr gut gewesen, wenn ich als Vergleich ein z.B. hochtechnologisiertes Unternehmen hätte, das aber eben einen anderen Stil verfolgt. Aber das ist wohl leider zu speziell ;-)

        • Hi,
          jetzt blicke ich so langsam durch :-).

          Weiterhelfen kann ich dir dann leider nicht wirklich. Das eine extrem kenne ich nur von einem kleinen Mittelständler (ersetze "autoritär" durch "patriacharlich" und du hast meinen alten AG - ein Partriach, der autoritär "regiert" hat, wer nicht Familienmitglied war, hatte nichts zu sagen - ich war nicht Mitglied...), es war ein Handelsunternehmen. War, m.W. nach gibt es das nicht mehr - interessiert mich aber schon seit vielen Jahren nicht mehr wirklich :-). Namen werde ich nicht nennen, aber da es auch ein kleines Unternehmen war hätte dir das eh nichts gebracht.

          Mitsprache gab es nicht. Bildung vom Betriebsrat war unerwünscht. Chef gab vor, und alle sind danach gesprungen (überflüssig zu erwähnen, dass Chef auch keine Fehler gemacht hat, oder?). Feste Arbeitszeiten natürlich, aber das war "damals" (ist halt schon über 10 Jahre her) auch vollkommen normal.

          Das war kurz beschrieben mein alter Arbeitgeber - und der hatte keine Fließbänder...

          Viele Grüße
          Miau2

    Da musst du nur die großen Autokonzerne anschauen: strikte Vorgaben in Sachen Arbeitszeit, Arbeitsabläufe (Takt), MA können zumindest bei der Arbeitsgestaltung nicht mitbestimmen, Pausen sind festgelegt. Das gilt zumindest für die Produktion, aber auch im Ingenieurbereich gibt es Hierarchien. Wie festgelegt die sind, weiß ich aber nicht.

    Ausbeuterbetriebe sind das sicher nicht, aber gerade in der Produktion kann ja nicht jeder machen was er will.

Dann nimm Dir ein US Unternehmen mit Niederlassung in Deutschland, P&G wäre denke solch ein Fall mit der Devise "heuern und feuern" ganz typisch USA halt.

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