Anzeige wegen Fahrerflucht-was passiert nun?

    • (1) 09.05.13 - 12:49

      Wasn scheiß Tag gestern ! Bin grad um kurz vor 9 abends aufem Weg nach Hause, als mein Freund anruft, ich soll rechts ran fahren. Die Polizei stand vor unserer Tür und suchen mich bzw das Auto Anzeige wegen Fahrerflucht.

      Ich hab Mittags, auf ner ziemlich großen Straße in Bielefeld versucht, an einem Auto (das ziemlich weit links auf seiner Spur stand) vorbei auf die Linksabbiegerspur zu kommen. Reifen auf der Fahrerseite waren schon am Bordstein als ich es rechts Klacken höre und sehe, Spiegel an Spiegel Bin weiter vor gefahren und stand noch 2-3 Rotphasen an der Ampel und inzwischen war die andere Fahrerin auch an mir vorbei und ich hab noch Entschuldigungsgesten durchs Fenster gemacht und gerufen, dass es mir Leid tut (Fenster waren bei ihr und mir offen). Sie hat genickt und ist geradeaus weiter gefahren und ich dann links abgebogen als ich endlich mal grün hatte. Als ich bei meinem Chef zu Hause angehalten habe, hab ich sofort nach dem Spiegel geguckt und keine neue Schramme gesehen-nur die, die schon beim Kauf dran war. Hab da den restl Tag da auch nicht mehr dran gedacht.

      Naja die Polizei hat mir dann am Telefon ausgerichtet, dass ich zur Hauptwache fahren soll. Dort haben sie dann meinen Spiegel fotografiert und vermessen, meine Daten aufgenommen und mir ne Kopie der Anzeige ausgehändigt. Auf den Fotos, vom Auto der Dame, sieht man einen schwarzen Streifen auf der Fahrerseite vom Tankdeckel bis Mitte Tür hinten Ich bezweifel, dass der Schaden von mir ist, denn an der Stelle habe ich das Auto definitiv nicht berührt.

      Die Anzeige wurde auch erst ne Std später aufgegeben. Das ich deren Spiegel mit meinem berührt habe, streite ich nicht ab. Das habe ich gemerkt und gehört. Aber den "Schaden" an der Tür und Tankklappe-das war ich nicht. Zum einen wäre mein Spiegel dann eingeklappt (der gibt sofort nach beim kleinsten Widerstand) und zum anderen ist der Außenspiegel von meinem Auto nicht lackiert sondern so ein schwarzer aus Hartplastik-da müsste man dann doch auch mit bloßem Auge die gegnerischen (goldenen)Lackpartikel sehen oder?#kratz

      Jetzt krieg ich die nächsten Tage Post, wie es weiter geht, muss mich schriftlich äußern (Hab gestern nix unterschrieben und auch keine Aussage gemacht) und dann gehts, je nach Schadenshöhe, zur Staatsanwaltschaft.

      Morgen Mittag ist Termin beim Anwalt-aber vielleicht sind hier welche, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und mir grob sagen können, was dabei rum kommen kann?

      LG Maike

      • Ein guter Freund von mir hatte vor Jahren eine Freundin, die gerade dabei war Ihren Führerschein zu machen. Als Beide nachts um 3h Heim kamen, ließ er sie am privaten Parkplatz des Hauses einparken. Es passierte das, was geschehen mußte: Sie beschädigte ein anderes geparktes Auto.
        Weil dieser Wagen ja einem Nachbarn gehörte und man dort schlecht mitten in der Nacht klingeln kann hinterließ mein Bekannter am Auto und im Briefkasten eine Mitteilung über den Schaden und den Versicherungsdaten.

        3 Monate späte klingelte bei Ihm die Polizei, er sei wegen Fahrerflucht angezeigt worden. Zeugen hätten beobachtet wie er (!!!!) den PKW beschädigt hätte und natürlich keine Nachricht hinterlassen hätte. 3 Monate Fahrverbot. Die Wahrheit, das eine Person ohne Führerschein den Schaden verursacht hat, konnte er nicht sagen. Die Zettelabgabe war nicht belegbar.

        Mit anderen Worten: es sieht schlecht für Dich aus.

        Ich habe zweimal Fahrzeuge versehentlich beschädigt, einmal eine ganz üble Rostlaube und jedesmal die Polizei dazugeholt. Eben um genau diesen Fall zu vermeiden

        Pina

        • Es sieht garnicht schlecht aus... Lackproben an den Kratzern werden belegen, ob die TE den VU verursacht hat oder nicht :-)

          • Das kommt darauf an ob ein Gutachten überhaubt in Auftrag gegeben wird. Das kostet ja schließlich auch.und nicht wenig, grob geschätzt genau soviel wie die strittigen Reperaturkosten. Und da die TE sich an sich schon fahrlässig verhalten hat, ist es gut möglich das weder die Staatskasse noch die eigene Versicherung für die Gutachterkosten Aufkommen mögen. Schließlich geht es hier nicht um einen Mordprozess!

            Pina

      Hallo,

      gar nichts mehr sagen und einen Anwalt für Verkehrsrecht hinzuziehen.

        • Super !#winke

          • Ist GsD mein Scheidungsanwalt :-p Scheidungs-und Verkehrsrecht :-D

            • Hatten einen ähnlichen Fall mein Mann hat beim Einparken vor der Tür hier ein Fahrzeug Angetippt. Ein Schaden hat er nicht verursacht.
              Ca.1 Woche Später fand ich eine Schadensanzeige wegen Fahrerflucht mit Vorladung im Briefkasten.!!

              Mein Mann war zu der Zwit Unterwegs so wurde der Termin Verschoben, aber die Polizei hat sich unser Fahrzeug auf dem Firmenparkplatz alleine Angeschaut. Nun ja bei einem 22 Jahre alten Auto sind schon mal Macken an der Stoßstange. Diese wurden von der Polizei diesem Unfall zugeordnet.

              Somit bekam mein Mann eine Verurteilung wegen Fahrerflucht, ( 1500 Euro Strafe 4 Monate Fahrverbot. Sollte er auf sich nehmen. ( Für einen Kraftfahrer mehr als bitter )

              Das Gericht hat ihn dann aber beschlossen das mein Mann den Schaden am gegnerischen Fahrzeug nicht so Verursacht haben kann. ( Zumals der Zeuge auch nicht erschienen war ).

              Mein Mann durfte dann ein Busgeld in Eur. 250,00 Höhe zahlen an die Deutsche Herzstiftung, somit war die Sache vom Tisch.

              Bin froh das wir eine Rechtschutzversicherung haben so wurden die Kosten übernommen. Sonst hätten wir uns das ganze nicht leisten können.

              Sage selber garnichts mehr gehe dich beim Anwalt beraten lassen,

              Ich wuerde einen Gutachter beauftragen der schauen kann ob die schwarze Schramme durch dich verursacht wurde.

              Aber einen neutralen Gutachter nicht den der Versicherung des Gegners

              • (10) 10.05.13 - 08:20

                Wurde Dein Mann wirklich zunächst verurteilt und ihr seit in Berufung gegangen?

                Oder gab es nicht vielmehr zunächst einen Strafbefehl ihr habt Einspruch eingelegt und dann gab es eine Verhandlung?

                Das Verfahren wurde dann außerdem gegen eine Geldauflage zu der ihr ZUSTIMMEN MUSSTET eingestellt. Das ist aber kein Bußgeld.

                Ihr hättet es auch auf ein Urteil ankommen lassen können.

                • Es Erging ein Urteil, 8 Monate Fahrverot und 1500,00 Geldstrafe. Dagegen sind wir vorgegangen. Da mein Mann das Fahrzeug ja tatsächlich Stoßstange an Stosstange angetippt hatte befand der Richter im wiederspruch die 250,00 Euro als sinvoll.

                  • Es fand also eine Verhandlung vor dem Amtsgericht, Dein Mann wurde verurteilt und es gab eine weitere Berufungsverhandlung vor dem Landgericht? Also zwei Richter; zwei Verhandlungen; zwei Urteile.

                    Ich ging zunächst von einem Strafbefehl aus gegen den Einspruch eingelegt wurde.

                    Eine Einstellung nahc 153 a StPO ist nur einvernehmlich möglich. Da muss sowohl der StA, als auch der Richter und der Angeklagte zustimmen.

                    Es war sicher sinnvoll dieses Angebot anzunehmen. Man hätte aber prinzipiell auch auf einem Urteil bestehen können. Dass kann dann nur auf Freispruch oder Verurteilung lauten.

                    Außerdem schont eine Einstellung im gegensatz zu einem Freispruch die Staatskasse, da man dann regelmäßig seinen Anwalt selbst zahlen muss (bzw. die Rechtsschutzversicherung).

                    • Das erste Urteil erging nach Aktenlage, mein Mann wurde nicht zu Gericht gebeten. Ach weist Du das mein Mann das Fahrzeug beruhert hat, war ja so. Aber es ist nicht der später angekreidete Schaden in angebl, Höhe von 1.300 Eur entstanden der ihm angelastet wurde.

                      Der Zeuge der das gesehen haben will is ja vor Gericht gar nicht erschienen. Wird schon seine Gründe gehabt haben.

                      • So wie Du es schilderst hat der Staatsanwalt beim Amtsgericht einen Strafbefehl beantragt und dieses hat zugestimmt und diesen erlassen.

                        Dagegen gibt es die Möglichkeit des Einspruchs und dann bleibt die Sache beim Amtsgericht und es gibt eine mündliche Verhandlung.

                        Wenn kein Einspruch eingelegt wird, wirkt der Strafbefehl wie ein Urteil. Es ist aber keines.

                        Dass Dein Mann der Einstellung zustimmte ist ja im Ergebnis richtig. Aber wie gesagt. Dein Mann musste "feriwillig" zustimmen.

    Der Anwalt wird Dir raten keine Aussage zu machen und Akteneinsicht einholen. Erstv danach ist eine Stellungnahme gegebenenfalls angezeigt.

    Ich hoffe Du hast eine Rechtsschutzversicherung.

    Bei solchen Vorfällen sollte man außerdem immer sofort anhalten und Kontakt mit dem Fahrer aufnehmen.

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