Grundbuchfrage bzw. Eigentumsverhältnisse

    • (1) 15.05.13 - 07:24

      Hallo Ihr Lieben,

      da sich im Bekanntenkreis gerade ein befreundetes Paar trennt und wir leider viel mitbekommen haben wir uns gestern mal eine Frage gestellt, die uns irgendwie damals nicht wichtig war oder einfach "vergessen" wurde #hicks.

      Mein Mann hat damals das Grundstück, auf dem wir gebaut haben von seinen Eltern bekommen. Den Grundstückskaufvertrag für das Grundstück hat er unterzeichnet und ist alleine im Grundbuch eingetragen. Wir haben dann gemeinschaftlich gebaut, die Darlehen laufen auf uns beide und notariell haben wir festgehalten, was im Falle einer Trennung geregelt sein muss.

      Inzwischen sind wir verheiratet aber es hat nie eine Änderung im GB gegeben. GS laufen ja auf uns beide. Müssten wir da nichtmal ein Änderung beantragen bzw. hat das überhaupt Wert, wo ich ja lt. der Darlehen "Miteigentümer" bin. Oder ist das sowieso egal, da wir verheiratet sind.

      Wir sind gerade irgenwie ganz verdutzt, dass das von uns einfach "vergessen" wurde. Wie seht Ihr das? Wie kann ich mich da absichern.... man weiß ja leider nie...

      LG von Sandra

      • Hallo,

        du bist "Miteigentümerin" bei den Darlehen aber keinesfalls am/im Grundbuch. Aber genau DAS wäre wichtig, denn im Falle eines Falles müsstest du das Darlehen weiter bedienen, hättest aber keinen Eigentumsanspruch. Ich würde schnellstens einen Notartermin machen und mich hälftig mit eintragen lassen.

        LG

        (3) 15.05.13 - 09:25

        Du bist doch nicht Miteigentümer. Du zahlst am Darlehen mit.

        Unser Haus gehört offiziell mir. Kredit zahlen wir von gemeinschaftlichen Konto. Ja und? Mein Mann vertraut mir, dass ich auch im möglichen Scheidungskrieg fair bleibe.

        In Deutschland ist der Eigentümer eines GRUNDSTÜCKS (und nur das zählt, das Haus steht nach deutschem Recht eben einfach "zufällig" da drauf!), der iim Grundbuch steht!

        Die Bank definiert den "Eigentümer" des Wertes (Haus und Grundstück) aber völlig frei. In dem Falle seid ihr beide das. Das heißt aber nur, dass du für den Kredit bürgst mit einem Haus/Grundstück, was dir nichtmal gehört. Kommt es hart auf hart, zahlst du den Kredit ab, ohne irgendwas von dem Haus zu haben!

      • (5) 15.05.13 - 15:10

        "und notariell haben wir festgehalten, was im Falle einer Trennung geregelt sein muss."

        ...und genau da sollte doch stehen, was mit dem Haus passiert....

        Hallo!

        Wenn ihr notariell festgelegt habt, was im Falle einer Trennung passiert, braucht ihr im Grundbuch auch nichts ändern.

        Ich weiß nicht, ob damals auch die Eltern deines Mannes sich Wohnrechte oder sonstiges haben eintragen lassen. Sollte dies der Fall sein, müssten sie auch einer Eigentümeränderung zustimmen.

        Momentan ist es so der Fall, dass deinem Mann Haus und Grundstück gehören, du aber die Kredite mitträgst. Im Falle einer Trennung stehst du nun ohne Haus, aber mit Krediten da.

        Ich denke, genau dieser Fall dürfte aber in eurer Vereinbarung anders geregelt sein. Normalerweise wird dort ja geregelt, dass die Frau ausbezahlt wird oder ähnliches.

        Man muss das also nicht unbedingt nun ändern. Zumal es auch mit Kosten verbunden ist, da alle Parteien, die in Abteilung II und III des Grundbuches eingetragen sind, zustimmen müssen.

        LG :)

Top Diskussionen anzeigen