warum wurde nicht sofort eine Obduktion gemacht?

    • (1) 16.05.13 - 13:42

      Ich hoffe, ich bin hier richtig, da mein Anliegen irgendwie in keine der Kategorien passt!

      Vielleicht weiß jemand Rat oder kann mir folgendes erklären.

      Mein Bruder ist vor 3 Wochen im Alter von nur 36 Jahren zusammengebrochen und war tot.

      Einfach so, ohne Vorwarnung oder Erkrankung. Wir sind immer noch total geschockt und haben es noch nicht realisiert.

      An dem Abend spielte er in einer Band auf einem Konzert, danach wurde ihm wohl schlecht und wollte frische Luft schnappen. Dann ist es passiert....er brach zusammen. Wiederbelebungsversuche waren vergebens.

      Für alle unerklärlich. Vor ein paar Wochen war er noch beim Arzt und ließ sich komplett durchchecken. Alles war in Ordnung.

      Wir wissen, dass es den sog. "plötzlichen Herztod" gibt, aber muss dann nicht eine Obduktion erfolgen, wenn jemand so jung an einem öffentlichen Ort stirbt??????

      Keiner kann es verstehen, sein Hausarzt war zu dem Zeitpunkt leider im Urlaub. Konnten aber nun mit dem Arzt sprechen und selbst der sagte, dass es merkwürdig sei. Vor Ort konnte ja schließlich keine genaue Todesursache festgestellt werden.

      Erst auf Drängen meines Vaters wurde fast 1,5 Wochen später eine Obduktion gemacht. Auf den Bericht warten wir noch.

      Wir können es einfach nicht nachvollziehen. Kennt sich jemand aus oder hat ähnliches mitmachen müssen?

      Vielen Dank schonmal

      • Obduktionen werden in der Regel angeordnet wenn ein unnatürliche Todesursache nciht ausgeschlossen werden kann... Wurde dein Bruder umgebracht?! Was bringt es euch zu wissen woran er starb?

        • Es bringt ihn sicherlich nicht zurück, aber ist es nicht normal, dass man wissen möchte, woran jemand gestorben ist. Vor Allem in so jungen Jahren ohne irgendeine Erkrankung?

          Uns wundert es nur, da die Todesursache ja unklar war.....dachten, dass in solchen Fällen immer ein Obduktion erfolgt. Es muss ja nicht immer gleich Mord sein.

          • Nun, wenn ein Notazt den vorläufigen Totensschein ausgestellt hat, wurde die Leiche sowieso in die Gerichtsmedizin gebracht. Denn meistens muss dann der Hausarzt den endgültigen Totenschein ausstellen. Hat dieser kein Grund für eine Obduktion, dann können nur ANgehörige eine Beantragen :-)

    (8) 16.05.13 - 14:09

    Mein Beileid #stern

    Ist zwar nicht das gleiche aber ich hatte ein Totgeburt und ich musste eine Obduktion beantragen, da ich wissen wollte woran es lag.

    Also wenn ein Arzt sich sicher ist, woran dein Bruder gestorben ist (in dem Fall Herzversagen) dann besteht kein Grund eine Obduktion durchzuführen.

    • (9) 16.05.13 - 14:12

      Danke!

      Aber wie kann sich ein Arzt da sicher sein?

      Selbst als mein Opa plötzlich verstorben ist, wurde er erst nach Rücksprache mit seinem Hausarzt "frei" gegeben. Er bestätigte, dass er schwaches Herz hatte und Medikamente nehmen musste.

      • (10) 16.05.13 - 14:18

        Hast du denn Bedenken, dass dein Bruder eines "natürlichen" Todes gestorben ist???

        Als meine Eltern gestorben sind wurde keine Obduktion durchgeführt.

        Ich kann verstehen, dass du einen Grund suchst aber so schwer es auch ist, die Natur ist grausam.

        • (11) 16.05.13 - 14:23

          Also ich denke nicht an Mord oder sowas.....mit Drogen oder Alkohol hatte er auch nie was am Hut.

          Ach ich weiß auch nicht....es ist einfach diese Ungewissheit

          • (12) 16.05.13 - 14:26

            Ich verstehe dich total..

            Als ich das Obduktionsergebnis hatte war ich genauso schlau wie vorher. Mein Kind war völlig gesund.

            Es ist einfach eine Laune der Natur, vielleicht ist es besser wenn du den Grund für den Tod nicht kennst.

            Dann müßte ja jeder obduziert werden.
            Natürlich ist es schlimm für Euch aber eine verbindliche Todesursache wird Euch doch auch nicht helfen.

            LG

            • (14) 16.05.13 - 15:11

              Mein herzliches Beileid, zum Tode Deines Bruders. Die ungewissheit macht es nicht leichter.
              Mir fallen dazu spontan KO Tropfen ein. Diese wuerden sich nachweisen lassen.

              • (15) 16.05.13 - 15:28

                Ich bin nicht die TE aber K.O.-Tropfen lassen sich nur in einem sehr engen Zeitfenster nachweisen, das ist ja das Hinterhältige daran.

                • Aber nicht wenn jemand stirbt,oder?
                  Denn da wird das doch nicht mehr abgebaut,da doch alle Funktionen nicht mehr vorhanden,oder liege ich da falsch?

                  Ist nur so eine Idee von mir

                  lg tanja

            Hallo,

            wie kannst du beurteilen, ob es der TE und ihrer Familie nicht weiter hilft, die Todesursache
            zu herauszufinden, woher nimmst du diese Weisheit ?

            Es ist für mich ein völlig nachvollziehbares Bedürfnis, wissen zu wollen, wie und woran ein geliebter Mensch gestorben ist und dass es für die Trauerbewältigung wichtig sein kann.

            Kannst du dir das nicht vorstellen?

            Schade

            Grüße
            kaffee.tante

Mein herzliches Beileid. Er starb wirklich einfach viel zu früh.

Wieso alles so gelaufen ist, kann ich mir nur erklären, dass eben einige Leute Fehler gemacht haben. Gab es einen toxikologischen Test?
Hoffe es wird bald alles geklärt damit du und deine Familie Frieden und Ruhe findet.

Aber noch eine Frage: als er zusammen gebrochen war und sein Tod festgestellt wurde, wirde die Polizei oder Staatsanwaltschaft eingeschaltet?

Grüße

  • Ja die Kripo war vor Ort....ist ja an einem öffentlichen Ort (Konzert) passiert.

    • Hallo tweetie78,

      auch von mir mein herzliches Beileid. #liebdrueck

      Kann das Unverständnis einiger hier nicht nachvollziehen.

      Ich wünsche dir und deiner Familie, dass ihr stark bleiben könnt und herausfindet,
      was genau mit deinem Bruder passiert ist.

      Alles Gute
      kaffee.tante

Mein Bruder ist vor über 10 Jahren Zuhause tot zusammen gebrochen, mit nur 34 Jahren:-( Es wurde damals direkt eine Obduktion angeordnet, da die Todesursache unbekannt und unnatürlich war.Uns wurde damals gesagt, das die Kripo das so handhabt, um Fremdverschulden auszuschliessen.
Für uns war es eine Erleichterung, dann die Todesursache zu kennen, das hilft bei der Trauerbewältigung.

Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft für die Trauerarbeit, mein allerherzlichstes Beileid#liebdrueck
LG
Schnuppi

Zunächst mein Beileid!

Merkwürdig finde ich das auch.

Mein Paps ist vor 5 Wochen verstorben, obwohl die Todesursache klar war (er lag schon 3 Wochen in der Herzklinik im Koma), wurde meine Mutter trotzdem gefragt, ob sie eine Obduktion wünscht. Sie lehnte ab.

Bei meinem Baby wurde automatisch die Obduktion gemacht, obwohl wir wußten, welche Erkrankung es hatte. Ein ja oder nein von uns war nicht möglich.

Das man euch nicht mal gefragt hat finde ich schon merkwürdig. Ich würde mal eindringlich beim erstbehandelnden Krankenhaus nachfragen.

LG

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