Mahnbescheid

    • (1) 20.05.13 - 15:54

      Hallo,

      Eine Person lebt in Norwegen und schickt einer Person in Hamburg, einen Mahnbescheid über seine Anwaltskosten.
      Dieser Mahnbescheid wurde in Berlin Wedding ausgestellt, weiss jemand wie es zu Berlin Wedding gekommen sein kann?
      Das Amtsgericht im Falle eines Rechtsstreites wiederum ist Hamburg.
      Es gibt keinen Bezug nach Berlin..

      Kann man so etwas online machen? Ist Berlin evtl eine "Zentrale" Stelle"? Weiss das zufällig jemand??

      Wie geht es weiter nach dem ein Wiederspruch gegen diesen Mahnbescheid eingelegt wurde?

      Dem ganzen geht ein Jahrelanger anhaltender Trennungsterror mit Stalking voraus, der Mahnbescheid ist die neuste "Idee" des Stalkers...und ja..das geht auch über so große Entfernung!

      • Par. 689 Abs. 2 S. 2 ZPO. Wenn der Antragsteller seinen Wohnsitz im Ausland hat, ist ausschließlich Wedding zuständig. Nach dem Widerspruch wird das Verfahren nach Hamburg abgegeben (Wohnsitz des Schuldners), wenn der Gläubiger dies bei Antragstellung gleich beantragt hat. Ansonsten erfolgt die Abgabe erst, wenn der Anspruch begründet wurde (Klage).

                • Ok, danke schön.
                  Dann lass ich das mal auf mich zukommen, kann es dabei eigentlich hilfreich sein wenn ich auf die Vorgeschichte hinweise, die bei den entsprechenden Stellen (Kripo, Opferschutz etc) bereits bekannt ist?

          Sofern der Antragsteller mit dem Mahnbescheid nicht das streitige Verfahren im Widerspruchsfall beantragt hat, passiert da m.W. nix weiter.

          Im streitigen Verfahren würde dann vom Gericht geprüft, ob die Forderung berechtigt ist. Und natürlich muss derjenige, der eine Forderung stellt, deren Rechtmäßigkeit nachweisen.

    Hallo,

    ich würde überlegen ob statt eines Widerspruchs gegen den Mahnbescheid nicht besser später ein Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid sinnvoller ist.

    Bei einem Widerspruch gegen den Mahnbescheid kann der Antragsteller sich lange Zeit lassen bis er überhaupt eine Klage einreicht.

    Bei einem Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid hingegen muß die Klage innerhalb einer relativ kurzen Frist eingereicht werden (zumindest innerhalb Deutschlans). Da könnte das evtl. deutlich sinnvoller sein.

    Informiere Dich da mal genau, was mehr Sinn macht für Dich.

    LG
    donaldine1

    • Hallo,

      an und für sich eine schlaue Idee, allerdings nicht wirklich sinnvoll. Der Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid hat keine aufschiebende Wirkung, das heißt, der Vollstreckungsbescheid erlassen und somit vorläufig vollstreckbar.

      Sicherlich muss die Anspruchsbegründung dann innerhalb kurzer Zeit erfolgen, aber in der Zwischenzeit kann die Forderung jederzeit vollstreckt werden.

      Der Antragsteller läuft zwar Gefahr, dass die Klage abgewiesen wird und er sich Schadensersatzpflichtig macht, aber bei einer Stalkinggeschichte gehe ich davon aus, dass es hier um "Terror und Probleme machen" geht.

      Von daher würde ich auf jeden Fall gegen den Mahnbescheid Widerspruch einlegen.

      Lieben Gruß

      nupsel

      • Hallo!

        Das mit der vorläufigen Vollstreckbarkeit wußte ich gar nicht. #hicks

        Ok, dann war der Tip blöd.

        LG
        donaldine1

        • PS:

          Da fällt mir eben allerdings noch was zu ein.

          Kann man nicht gleichzietig mit dem Einspruch gegen den Vollstrckungsbescheid beantragen, daß die Zwangsvollstreckung vorläufig eingestellt wird bis zur Klärung?

          Dann müßte doch eine Vollstreckung über diesen vorläufigen Titel wieder unmöglich sein bis das Gericht alles im Verfahren geklärt hat.

          Jetzt mal so als Idee, keine Ahnung, wie es wirklich ist. #gruebel

          • An und für sich kann man diesen Antrag stellen, das wird dann aber nur über die Hinterlegung einer Sicherheitsleistung möglich sein... Und das Geld möchte die Threaderöffnerin sicherlich nicht investieren.

            Aber auch die Idee ist gut, es sind aber so viele kleine juristische Feinheiten zu beachten, da ist die Einlegung von Widerspruch gegen den Mahnbescheid die kostengünstigste und einfachste Variante. Dann muss der Antragsteller tätig werden...und das kostet Geld!

            Lieben Gruß

            • Hallo,

              ja das stimmt natürlich.

              Ich habe mal einige Jahre, bevor ich meine Kinder bekam, in der Mahn- und Abwicklungsabteilung einer Firma gearbeitet.

              Ein paar Sachen sind noch hängen geblieben. Leider habe ich inzwischen aus mangelnder Praxis heraus auch vieles wieder vergessen :-(. Und geändert hat sich ja auch vieles seitdem. Aber das war und ist schon ein interessantes Thema.

              Alleine, wie raffiniert -und dabei rechtlich abgesichert- manche Leute es schaffen, sich trotz selbst verursachter Schulden komplett von jeglichen Zwaagsvollstreckungen zu befreien. Damals ärgerte man sich natürlich über sowas, sollte man ja für den Arbeitgeber das Geld eintreiben...

              Aber gute Sachen waren nüchtern betrachtet manchmal wirklich dabei, so daß man insgehein doch sagte, "aha #huepf". ;-) (das, was so manchmal bei Sendungen wie Kontrolle &Co läuft und der Allgemeinheit vorgegaugelt wird, sind ja echt lächerliche Kinkerlitzchen dazu...).
              .
              LG
              donaldine1

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