Fracking: Gefahr für die Gesundheit?

    • (1) 03.06.13 - 11:25

      Hallo,
      ich habe gelesen, dass in Hamburg (meiner Heimatstadt) "Fracking" zur Erdöl- und –gasgewinnung eingesetzt werden soll. Bei diesem Verfahren kann aber offenbar das Grundwasser massiv verunreinigt werden. Laut einem Bericht lösen die Zusatzstoffe vermutlich Krebs aus und verändern das Erbgut. Hier nachzulesen: http://www.hamburg-lokal.com/nachrichten/fracking-ist-nicht-salonfaehig/453

      Meine Familie und ich trinken seit jeher Leitungswasser. Ich mache mir zugegebenermaßen schon jetzt Sorgen, ob es tatsächlich, sollte in Hamburg Fracking eingesetzt werden, zu einer Verunreinigung des Grundwassers kommt.

      Kann man sagen wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass es überhaupt bei Fracking zu einer Verunreinigung des Trinkwassers kommt? Wir würden in Zukunft nur sehr ungerne auf unser Leitungswasser verzichten (ist auch eine Kostenfrage)...

      • Ich kann dir nicht sagen, inwieweit Fracking das Trinkwasser verunreinigt.

        Sollten aber Giftstoffe ins Trinkwasser gelangen, dann wird von dem Unternehmen, das das Trinkwasser aufbereitet, eine Warnung rausgegeben.

        Mein Mann hat rund 10 Jahre für sein Versorgungsgebiet das Trinkwasser getestet. Er trinkt zum Beispiel nur das Leitungswasser aus dem Versorgungsgebiet, wo er angestellt ist. Wir haben mal ein paar Jahre in einem anderen Versorgungsgebiet gewohnt. Da ist bekannt, dass das Wasser chlor- und kalkhaltig ist. Er würde dieses Leitungswasser nie trinken und ich trinke es auch nur abgekocht. Der Freund einer Kollegin arbeitet für das Unternehmen, das in diesem Bereich das Trinkwasser zur Verfügung stellt. Auch er würde nie davon trinken. Wenn ich schon unter der Dusche das Chlor rieche (hab eine feine Nase), dann möchte ich das Zeug nicht auch noch trinken.

        Ich finde Mineralwasser nicht teuer, solange man auf regionale, günstige Produkte zurückgreift. Deutsches Mineralwasser ist qualitativ hochwertig und da es so viele Anbieter gibt, auch sehr günstig.

      Meiner bisherigen Erfahrung nach ist die Wahrscheinlichkeit, dass industrielle Verfahren zur Gewinnung von fossilen Brennstoffen nicht sauber ablaufen, sehr hoch.

      Fracking ist meiner Meinung nach letztlich sinnlos (außer für die Börsendotierung der Unternehmen) und hochriskant. Dabei geht es mir aber nicht nur um meine eigene Gesundheit, sondern um die Umwelt allgemein.

      Sogar der zuständige Expertenrat der Bundesregierung (SRU) rät dringend davon ab. War am Samstag der Sueddeutschen Zeitung eine Nachricht auf der Titelseite wert.

      Übrigens ist Trinkwasser zwar das "am wenigsten schlecht" kontrollierte Lebensmittel (meiner Meinung nach), allerdings befinden sich mittlerweile tausende industriell hergestellte, z.T. sehr giftige Substanzen, auch Medikamente, im Wasserkreislauf, auf die einzeln kaum oder gar nicht getestet werden kann. Ob Mineralwasser besser ist, weiß ich nicht, ich habe mal Meldungen gelesen, dass auch schon fossile Grundwässer betroffen sein können. Wenn dann noch die Plastikverpackungen dazukommen, keine Ahnung ob das ein Gewinn ist. Zumal durch Herstellung und Transport wieder zig Schadstoffe in die Umwelt und damit in den Wasserkresilauf gelangen.

      Man kann beim zuständigen Wasserversorger nachfragen, ob auch über Aktivkohle gefiltert wird. Dabei werden Schadstoffe sehr gut gebunden. Allerdings ist das noch nicht immer der Fall.

      Es gibt auch so Filteranlagen für den Haushalt.

      Das was heute als gesundes Mineralwasser verkauft wid, wird in wenigen Jahrhunderten/Jahrtausenden wohl gar nicht mehr genießbar sein, wenn der Mist, der heute abfällt, in den tieferen Bodenschichten ankommt. Vielleicht schon viel eher.

      LG

      Hallo,

      gab es nicht im vorigen Jahr einen Bericht, wonach in Niedersachsen massive Schwierigkeiten beim Fracking (auch mit Grundwasserverseuchung) aufgetreten sind?

      Ich persönlich bin gegen das Fracking, weil hier mit der Gesundheit der Menschen gespielt wird. Und billiger wird die Energie deswegen auch nicht.

      GLG

    • Es gibt frackingfälle da war das Leitungswasser anschließend so Gasverseucht das man das Wasser anzünden könnte und es ging nicht mehr aus.

      Es gibt davon sehr viele Videos im Netz. Einer hat zeitdem Gas in der Leitung ist draussen seinen Wasserhahn vom Brunnen aufgedreht und die Flamme brennt schon ne ewigkeit ohne einmal aufgegangen zu sein.

      Trinken würde ich das nicht

      http://www.youtube.com/watch?v=C8-3HRoXblo

      Da steht doch, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass Probebohrungen oder gar Förderbohrungen auf Hamburger Stadtgebiet durchgeführt werden. Hast du selbst verlinkt. Ich würde mir nicht über ungelegte Eier Gedanken machen und wenn doch ist Urbia sicherlich nicht das Expertenforum, in dem es Fracking-Fachleute en masse gibt, die dir eine realistische Risikobewertung geben können.

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