Was bedeutet für euch Freundschaft?

    • (1) 11.06.13 - 15:47

      Die Frage steht ja schon oben. Ich befinde mich zur Zeit in einer Sinnkriese deswegen hätt ich gern euere Meinungen.

      • Hallo,

        schwierig.

        In meinen Augen: Für den anderen im Notfall da sein, sich aber niemals aufdrängen. Zuhören können, beraten, aber niemals päpstlicher als der Papst sein.

        Im Moment habe ich allerdings nur einen Freund und das ist mein Mann.

        GLG

        • Hallo

          für einen da sein.. zuhören. oder selber mal aussprechen.. nicht betrügen.. also mit dem partner des anderen (hatte ich). keine geheimnisse vertratschen.

          ein geben und nehmen

          LG

      Hallo, für mich hat Freundschaft mit den höchsten Stellenwert in meinem Leben. Ich habe einen besten Freund, von dem ich mit 150%iger Sicherheit weiß, dass er in jeder Lebenslage hinter mir steht (und natürlich gilt das auch anders herum). Gerade im Moment befinde ich mich in einer sehr schwierigen Situation und ich lasse keinen an mich ran, außer diesen Freund. Weil er niemand ist, der mir Honig ums Maul schmiert sondern mir auch mal deutlich den Kopf wäscht. Er ist einfach ehrlich, er ist immer für mich da, Tag wie Nacht, würde, wenn ich ihn brauche, alles stehen und liegen lassen, ich kann mich auf ihn verlassen wie auf keinen anderen Menschen. Mein Partner hatte zwischenzeitlich große Probleme mit dieser Freundschaft, ja, mein bester Freund ist ein Mann, aber er ist stockschwul und es geht aber so was von keine Gefahr von ihm aus ;-) Wir sind Seelenverwandte und würde mich ein Partner vor die Wahl stellen, er oder mein bester Freund, weiß ich klar, wie meine Entscheidung ausfallen würde.

      LG Dani

      • Kann ich so 1 zu 1 unterschreiben.

        Nur mit dem "winzigen" Unterschied, das mein bester Freund nicht homosexuell ist - allerdings trotzdem völlig ungefährlich für meinen Mann. Er war sogar mein Trauzeuge. :-)

        In meinem Leben gibt es zwei solcher Menschen und auch wenn es im Alltag keine Rolle spielt, da jeder seinen Platz hat, weiß ich: Im Zweifelsfall gingen diese Beziehungen der Partnerschaft vor.

        Zum Glück werde ich diese Wahl wohl nie treffen müssen, also ist das reine Theorie.

        Friedliche Koexistenz.

        • Schön, endlich mal der Beweis, Freundschaft zwischen Mann und Frau ist möglich :-)
          Auch in meinem Leben gibt es zwei solcher Menschen, der eine, von dem ich geschrieben habe, der aufgrund dessen, dass wir auch zusammen arbeiten, einfach sehr nah an mir dran ist, der andere ist ein Ex-Freund, er hatte sein Coming out, als wir zusammen waren, tja, dann waren wir nicht mehr zusammen ;-) Aber das war völlig problemlos, weil ich immer die Meinung vertreten habe, lieben heißt loslassen können und wir wussten damals, dass uns nichts auf der Welt wird trennen können, unsere Freundschaft ist unerschütterlich und von keinem Partner würde ich mir das nehmen lassen. Zu ihm habe ich im Moment weniger Kontakt, weil er weiter weg gezogen ist, aber wann immer wir uns sehen, ist es so wie am ersten Tag :-) Früher hat er oft bei mir übernachtet wenn sein Freund unterwegs war und er so schlecht alleine einschlafen konnte #rofl, okay, das würde ich dann heute vielleicht auch nicht mehr machen, da würde ich dann schon verstehen, dass mein Partner veto einlegt, aber unsere seelische Verbindung wird keiner trennen können. Schön zu wissen #liebdrueck

    Hallo

    einem Freund kann ich alles erzählen ohne verurteilt oder beurteilt zu werden. So angenommen werden wie man ist.
    Man hat Spass und kann auch über ernste Dinge sprechen.

    Dass alles soll auf Gegenseitigkeit beruhen und keine Einbahnstrasse sein.

    Lg

    Hallo,

    für mich zählen bei Freundschaften:

    Hilfsbereitschaft,

    Ehrlichkeit,
    sich um den Anderen zu sorgen,
    Vertrauen,
    Freud und Leid miteinander teilen können,
    Zuverlässigkeit,
    gegenseitige Rücksichtnahme,
    Verständnis,
    Toleranz,
    wechselseitiges Geben und Nehmen,
    Sachlichkeit,
    Ehrlichkeit zu Fehlereingeständnissen bei sich selbst und dem Freund,
    nicht nachtragend zu sein.

    LG Lotta

    Freundschaft.

    Echte Freundschaft macht sich bei mir dann besonders bemerkbar, wenn man sich nach langer Zeit wieder trifft und es alles so ist wie früher (wenn es früher denn gut war, miteinander;-)).

    Ich habe zwei solche Freunde, bei denen es wirklich keinen Unterschied macht, ob ich 2 Tage fort war oder aber 3 Jahre. Sehen wir uns, ist alles so, als wären wir gerade erst gestern noch zusammen gewesen.

    Diese beiden Freundschaften schätze ich ungemein und wir alle sind immer wieder froh darum, dass es so gut geht mit uns.

    In diesen Freundschaften herrscht Ehrlichkeit vor (wir zerlegen uns mitunter gegenseitig, bis auf die Knochen, ohne, dass wir einander an die Kehle gehen - das liegt am gegenseitigen Respekt), Ungezwungenheit/Offenheit (wir können wirklich über alles reden, ohne Grenzen - ob es nun Sex ist, psychische Probleme, berufliche Schwierigkeiten, das miteinander untereinander - alles kommt auf den Tisch), Vertrauen.

    Ich bedaure, dass sie so weit entfernt leben. Aber es gibt ja andere Kommunikationsmittel, um Entfernungen zu überbrücken.

    L G

    White

    • Das ist sehr treffend ausgedrückt! So eine Freundschaft ist Gold wert, aber leider sehr selten, zumindest in meinem Umfeld!

      Da wird bei der leistesten "Kritik" oder dem kleinsten Funken anderer Meinung direkt abgeblockt und die Freundschaft aufs Spiel gesetzt. Umgekehrt kritisiert man natürlich regelmäßig und hält das für ganz normal!

      So dass man entweder gezwungen ist, alles hinzunehmen und immer ja und amen zu sagen oder keine/kaum Freunde zu haben.

      Ich wähle dann lieber letzteres, denn mit Ungerechtigkeit konnte ich noch nie gut umgehen!

      • Da bin ich sehr konsequent: Wenn das nicht klappt, dann ist das eben keine enge und gute Freundschaft.

        Da muss man zwischen Bekanntschaft und Freundschaft und tiefer Freundschaft unterscheiden.

        Oder so, je nach Definitionslage eben.
        Aber viele dieser tiefen Freundschaften braucht es ja auch nicht, es reicht vollkommen, 1-3 solcher Freunde zu haben, finde ich.

        L G

        White

        • Da gebe ich dir Recht!

          Ich bin in den letzten 2 Jahren auch an meine Grenzen gekommen und habe ausgedünnt!

          Bis zu einem bestimmten Punkt konnte ich mit dieser Oberflächlichkeit leben, aber irgendwann war es so, dass nur noch ich gegeben habe und alle anderen genommen haben und dann wurde ich noch kritisiert und durfte in dem Fall mal nichts geben, nämlich Kritik meinerseits.
          Das waren zum Teil tiefe Freundschaften, die sich aber im Laufe der Zeit verändert haben.

          Jetzt geht es mir besser!

          Ich habe auch so eine besondere Freundin, die habe ich sehr sehr lange nicht gesehen und beim letzten Treffen war es so wie früher, von jetzt auf gleich! Das ist toll!

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    Echte Freundschaft macht sich bei mir dann besonders bemerkbar, wenn man sich nach langer Zeit wieder trifft und es alles so ist wie früher (wenn es früher denn gut war, miteinander;-)).<<<<

    Das sehe ich auch so.Es wird immer Zeiten geben, die überbrückt werden müssen.
    Mit zunehmendem Alter fordert die Familie immer mehr Zeit, die eigene Flexibilität und Spontanität nimmt ab.:-)
    Es gibt Menschen denen bleibt man sehr verbunden, egal wie selten man sich sieht.
    Gepflegt werden müssen Freundschaften natürlich.
    Sehr wenige Freunde würde ich zum jetzigen Zeitpunkt als wohl " lebenslänglich" einschätzen.
    Eine Freundin seit dem 2. Schuljahr, eine seit 26 Jahren.Sicher ist das allerdings nicht.
    Manche Veränderungen, persönliche Entwicklungen können nicht akzeptiert werden.
    Ich habe z.B. in den Wechseljahren aussortiert und es fühlt sich richtig an.
    Kann ohne Wehmut oder Groll zurückblicken.Manche Freundschaften schlafen auch einfach ein.
    Natürlich hat man ja auch Bekannte, mehr oder weniger gute.Aber das ist kein Ersatz für richtige Freundschaft.
    So wirklich suchen kann man Freundschaft nicht, man findet sich irgendwie.

(14) 11.06.13 - 20:52

Tja, was ist Freundschaft für mich??

Ich habe gerade eine sehr harte Zeit hinter mir...als Freundin kann ich nun diejenigen bezeichnen, die für mich in dieser Zeit da waren. Gefragt haben, wie es mir bzw. meiner Tochter geht, die mir geholfen und mich unterstützt haben. Die vielleicht auch mal mit mir geweint haben.

Freundschaft muss für mich auf Gegenseitigkeit beruhen und Vertrauen. Dass man so angenommen wird, wie man ist, sowohl mit allen positiven als auch mit allen negativen Gefühlen. Zu einer freundschaft gehört meiner Meinung nach nicht nur gemeinsamer Spaß, sondern auch gemeinsames Weinen, ohne, dass man sich dafür schämen muss!

  • (15) 11.06.13 - 21:05

    Ich finde es auch schön, wenn man zusammen schweigen kann! Es gibt Momente in denen ich gerne einfach mal nichts sage und es gibt ganz wenige Menschen mit denen man das gut machen kann, ohne das es irgendwie blöd ist.

    Schweigen bedeutet ja nicht immer, dass man sich nichts zu sagen hat!

    In Zeiten in denen es einem richtig dreckig geht, kann man wunderbar festellen wer wirklich Freund ist und wer nicht!

    • (16) 11.06.13 - 21:08

      das stimmt, da hast du recht!
      Manchmal ist eine wortlose Umarmung, einfach nur das körperliche Spüren einer guten Freundin weitaus das Beste#herzlich.
      Schweigen kann schnell unangenehm werden, aber bei guten Freunden ist es dies nicht.

      Einfach nur zu wissen, dass jemand da ist, man aber nichts sagen muss, aber kann, wenn man mag...ganz, ganz toll#verliebt

Hallo,

ich glaube, dass ich gerade auch in so einer Krise hänge.

Darf man fragen, wie es bei dir dazu kam?

Lg

  • (18) 11.06.13 - 21:55

    ich hänge auch in so einer krise...#schmoll

    • (19) 11.06.13 - 22:32

      Blödes Gefühl, oder?

      Mir ist das erst vor ein paar Wochen so richtig klar geworden. Mein "altes" Leben vor den Kindern ist fast komplett weg. Ich will zwar nicht zsuschen und würde es so ohne Kinder auch nicht mehr wollen. Aber alte Kontakt von Arbeit und Co. bestehen fast gar nicht mehr. Ich bin doch trotz eigener Familie immer noch ich, aber es interessiert sich keiner für einen.

      Kontakt entsteht nur, wenn ich mich melde. Es gibt natürlich auch wenige Ausnahmen und eine davon habe ich jetzt nach viereinhalb Jahren nochmal gesehen. Ansonsten wird regelmäßig telefoniert und man merkt, dass es beiden was bedeutet. Einfach toll, hat mich aber auch runtergezogen, weil mir da erst bewusst wurde, wie sich alles verändert hat.

      Meine beste Freundin hat auch nie Zeit. Dafür hat sich der Kontakt zu einer anderen Freundin gefestigt.

      Trotzdem komme ich mir oft überflüssig vor. Ich melde mich, sehe zu, dass ich Zeit für ein Treffen habe usw. Und da kommt nicht viel zurück.

      Dabei bin ich nicht aufdringlich. Ich muss nicht jeden Tag jemanden um mich haben, aber alle pasr Wochen wäre schon toll.

      • (20) 11.06.13 - 22:35

        ja, es ist wirklich sehr schwierig.
        Meine "beste" freundin wohnt mehrere 100km weit weg, kontakt zu ehemaligen kollegen geht auch eher von mir aus.

        Ich hab jetzt in einer sehr schweren Zeit gemerkt, dass ich relativ allein darstehe. Es gibt einige wenige Menschen, auf die ich mich sehr stark verlassen konnte#verliebt, von anderen wurde ich arg enttäuscht.

        Naja, so spielt das Leben. Menschen treten in dein Leben und verlassen es wieder..ist schade, aber man kann es scheinbar nicht ändern.

        Nicht den Kopf in den Sand stecken#liebdrueck

        • (21) 11.06.13 - 22:46

          Ne, Kopf bleibt oben. War nur in letzter Zeit etwas gefrustet deswegen.

          Da zählt jahrelange Bekanntschaft/Freundschaft plötzlich nichts mehr. Hoffe, dass zumindest diese 1-3 Arbeitskontakte bestehen bleiben. Die sind mir sehr wichtig.

          Na ja, meine beste Freundin kann eigentlich nicht viel dafür. Ihre Familie (Eltern, Großeltern) bestimmen sehr über ihre Zeit.

          Würde mich halt sehr über ein bisschen mehr Aufmerksamkeit und Zuneigung freuen.

          • (22) 11.06.13 - 22:49

            menschen brauchen auch aufmerksamkeit und zuneigung;-)

            sage deinen arbeitskontakten, dass dir der kontakt zu ihnen wichtig ist etc;-)

            • (23) 11.06.13 - 23:00

              Einem ehem. Kollegen habe ich damals schon gesagt, dass ich Angst habe, dass der Kontakt abbricht. Er weiß, dass es mir wichtig ist und wir sind seitdem in Kontakt, auch wenn es fast nur e-mails sind, geblieben. Das andere ist mein Exchef und das klappt auch super, auch wenn man sich nicht sieht. Wir sind auf dem Laufenden, waren jetzt dort zu einer Feier eingeladen und ich hoffe auf Gegenbesuch.

              Der Rest geht so. Man rennt halt hinterher. Und die netten Kolleginnen aus dem Büro lasse ich so langsam auslaufen. Auf Ausfragerei, Kritik und Neid habe ich dann doch keine Lust. Dann lieber versuchen das Bestehende zu intensivieren oder offen für Neues sein.

              Ich will nicht mehr Frust schieben.

Nun so richtig klar wurde mir das erst neulich als ich mit meinem Partner eine hitzige Auseinandersetzung bezüglich meiner Eifersucht hatte. Unter anderem warf er mir auch an den Kopf das ich immer nur schlecht gelaunt sei. Mir hat das sehr weh getan und es war mir auch nicht klar das es so extrem ist. Später machte ich mir dann Gedanken warum wieso weshalb. Da wurde mir dann klar das es nicht die Angst ist das er mich betrügt, sondern der Neid das er wenigstens Bekannte hat mit denen er hin und wieder mal was machen kann. Meistens finden solche Aktionen spontan statt. Da wir ca 30 km auseinander wohnen und ich niemanden habe der meine Tochter mal spontan nehmen würde, kann ich da halt nie mit. Ausserdem bin ich sehr schüchtern und manövriere mich so meist selbst ins aus. Ich hatte schon an ein Hobby gedacht aber das meisste kostet halt auch so unheimlich viel bzw ist zu blöden zeiten. :'(

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