Unfall mit parkendem Auto

    • (1) 20.06.13 - 11:33

      Ich brauch mal euren Rat.

      Ich habe vor einer Woche mit meinem Auto auf einem Parkplatz gehalten. Rund um diesen Ort kenne ich viele Leute und sehe diese jeden Tag. Hinter mir stand auch ein Auto. Nachdem ich meine Erledigungen erledigt habe steige ich (zugegeben etwas genervt, gestresst und unaufmerksam) in mein Auto und setze ein wenig zurück. Dabei berühre ich das hinter mir stehende Auto leicht.

      Der Platz, an dem das passiert ist, ist stark frequentiert und einige Bekannte haben das auch mitbekommen. Ich steige also aus, kontrolliere die Autos, mache ein Foto von meiner hinteren Stoßstange, auf der ein "Abdruck" vom Nummernschild des anderen Autos zu sehen ist (der Staub auf meiner Stoßstange war dann eben ab) und überlege, wie es weiter geht.

      Ich habe ein wenig rumgefragt, wem das Auto gehören könnte, aber niemanden gefunden. Also habe ich die Polizei gerufen. Während ich auf die Polizei warte, finde ich doch noch raus, wem das Auto gehört. De Besitzer kommt dazu, findet auch nichts am Auto. Die Polizei kommt, der Beamte kontrolliert eindringlich und entscheidet dann, dass kein Unfall aufgenommen wird, da nichts passiert sei. Kein Personenschaden, kein Blechschaden. Auf meine Nachfrage, ob das eine gute Idee sei, da ich da schlechte Erfahrungen habe, antwortete der Beamte, die Polizei habe ja den Einsatzbericht und daraus würde hervorgehen, dass hier nichts zu finden gewesen sei. Die Polizei sei Zeuge.

      Ich ließ sie also fahren und verblieb mit dem Unfallgegner so, dass er sich bei mir meldet, falls noch irgendetwas im Argen liegt.

      Mehr habe ich nicht getan.

      Und es kam, wie es kommen musste!

      Eine Woche später (!!!) teilt mir der Unfallgegner mit, es sei doch was am Auto. Die gesamte Karosserie sei verzogen. Die Motorhaube ließe sich nicht mehr richtig öffnen und schließen. Das wurde in einer Werkstatt festgestellt. Kostenvoranschlag folgt und er bittet um meine Versicherungsnummer.

      Die Versicherungsnummer habe ich nicht rausgegeben. Ich will aber auch kein Ärger haben, denn es handelt sich wie gesagt auch um eine Person, mit der ich zwar direkt nichts zu tun habe, der ich aber täglich über den Weg laufe.

      Wie um Himmels Willen verhalte ich mich nun in dieser Situation???

      • Hallo!

        Wende dich am besten an deine Versicherung, die können dir sagen, was du tun sollst.
        Wahrscheinlich beauftragen die dann einen Gutachter, um feststellen zu lassen, ob der Schaden wirklich von deinem Unfall herrührt.

        LG, k.

        hallo,

        ich denke da hast du nur die möglichkeit deine versicherung einzuschalten udn ihnen den vorgang zu schildern. da diese ein berechtigtes interesse daran hat nicht betrogen zu werden, gehe ich davon aus, dass sie das ganze kontrollieren werden. deine zweifel an den aussagen der anderen partei kannst du deiner versicherung genau so mitteilen. den polizeibericht bekommen sie ebenso.

        eine andere möglichkeit sehe ich jetzt nicht wirklich. ja, es stinkt nach betrug. und du musst nun mitspielen, denn beweisen kannst du selber es nicht. vielleicht meldet sich ja noch jemand, der wirklich ahnung von der thematik hat und kann dir sagen, ob du selber das andere auto begutachten lassen kannst. allerdings denke ich, dass die versicherung sich genau darum schon bemühen wird, wenn du deine zweifel schilderst.

        lg

        melde es der Versicherung und schildere den Vorgang so wie er sich zugetragen hat. die prüfen schon ob der schaden wirklich von diesem Miniparkremler kommen kann. die zahlen nichts zum Spaß :-)

      • Naja, ich war mal in der Situation des Unfallgegeners. Man hat auch nichts gesehen. Manche Stoßstangen heutzutage drücken sich gleich wieder nach außen, so dass man oft keinen dahinterliegenden Schaden erkennen kann.
        In meinem Fall hat auch die Werkstatt festgestellt, dass der vordere Träger verbogen war.

        Ich würde an deiner Stelle auch die Versicherung informieren und auch den Bericht der Polizei anfordern!

        Hallo,

        auf jeden Fall erst einmal deiner Versicherung Bescheid geben, bevor Du deine Versichertennummer raus gibst!
        Deine Versicherung wird dir schon sagen, was zu tun ist. Gut möglich, dass sie sogar einen Gutachten erstellen lässt.

        Mein Mann würde solche Sachen über einen Anwalt laufen lassen, habe da auch schon so unsere Erfahrungen machen müssen.

        lg

        reike82

      • Hallo,

        deine Versicherungsnummer kann er auch einfach so rausbekommen.

        Ein einziger Anruf beim Zentralruf der Autoversicherer und Dein Kennzeichen reichen, um Deine Versicherung rauszubekommen (habe ich auch schon mal machen müssen).

        Also informiere Deine Versicherung auf jeden Fall, vlt. hat er den (vermeintlichen) Schaden dort sogar schon gemeldet! Deine Versicherung muss einen Gutachter beauftragen, der den Schaden einschätzt. Mir hat´s auch schon mal das komplette Fahrzeug verzogen (mit ist im Stau einer hinten raufgefahen, es war echt nur ganz leicht!)

        Und fordere natürlich den Bericht der Polizei an und reiche ihn bei der Versicherung ein.

        Wie gesagt, es kann durchaus sein, dass man von Außen nix sieht - und trotzdem ist das Fahrzeug ein Totalschaden. Kenne ich genügend Fälle.

        Gruß

        Karen

        • Um ehrlich zu sein, habe ich eben die Erfahrung gemacht, dass das "Grauzone" ist.

          Wenn ein Auto, nehmen wir an 10 Jahre alt, stehend angefahren wird mit 0,5 kmh und es wird dann in die Werkstatt gebracht, dann kann man IMMER (bei wirklich JEDEM Auto) feststellen, dass sich der Rahmen "verzogen" hat.

          Nur hat das in den seltensten Fällen etwas mit dem Vorfall zu tun. Temperatur (Sommer, Winter), Kräfte (Kurven, Autobahn) und Materialermüdung tun ihr übriges.

          Nur bringt man das Auto ja nicht mal eben so in die Werkstatt, um mal gucken zu lassen, ob der Rahmen nicht mehr so rechtwinklig ist, wie er mal bei Verlassen des Werkes war!

          Natürlich kann man das "reparieren" lassen (schräge Winkel begradigen, Roststellen schweißen, neu lackieren). Das kostet auch einen Haufen Geld. Und so wird ein 10 Jahre altes Auto schnell zum wirtschaftlichen Totalschaden...

          Und da die meisten Versicherungen auch schnell mal nach Kostenvoranschlag (und nicht nach Reparaturkosten) regulieren, hat ein "Unfallopfer" schnell mal ein paar Tausender extra in der Tasche...

          Die Versuchung ist groß. Das ist mir bewusst. Aber ist dieser Mist denn wirklich notwendig? Das Auto ist ganz, hat nichts. Ich kann nachweisen, dass meine Stoßstange lediglich das NUMMERNSCHILD (nicht mal die Stoßstange des Autos) berührt hat. Und DESWEGEN muss eine Versicherung nun einen Gutachter bestellen. Das ist so mies und es passiert mir nicht zum ersten Mal!

          Wenn man gesagt hätte: Na gut, die Stoßstange WÜRDE ich gern austauschen, weil da eben gegengefahren wurde (wie gesagt, genau genommen nichtmal das, nur ans NUMMERNSCHILD). Können wir uns mit 200 € einigen?

          Dann hätte ich KEIN Problem. Schließlich habe ich ja eben das getan, was ich getan habe. Aber so fühle ich mich einfach nur vera....t (wie gesagt, ich GLAUBE sogar, dass der Rahmen nicht mehr wie Werkszustand ist, aber nicht erst seit dem besagten Vorfall!!!).

          Und genau genommen hat man KEINE Handhabe (ist ja alles "möglich"), als den Gegner als "Versicherungsbetrüger" hinzustellen. Und DAS finde ich wirklich schade...

          #schmoll

      Hallo,

      also mir ist was ähnliches passiert. Ich bin auch nur ganz ganz leicht aufgefahren, man sah überhaupt nichts und der andere wollte die ganze Stoßstange erstetzt haben. Ich habe es meiner Versicherung bzw. dem Makler gemeldet, habe den Bericht der Polizei, eine Skizze, wie ich dagegen gefahren bin, in welchem Winkel etc. Außerdem habe ich die Stoßstange fotografiert und die Fotos beigelegt. Ich habe auch angefügt, dass der andere einen in meinen Augen einen Betrug versucht. Die Versicherung hat alles geregelt und ich habe nie mehr was von dem anderen Fahrer gehört.

      LG Leah

      So ein Abenteuer hatte ich auch mal. Es kam nur raus, weil ich meinen Versicherungsheini zufällig getroffen habe und er mich ganz besorgt nach meinem "schweren Unfall" fragte. Ich war total baff, denn es war nur ein Minirempler an der Ampel. Der "Unfall"-Gegner hat allen Ernstes eine Rechnung über damals mehr als 10.000 DM an die Versicherung geschickt. (Für ein ziemlich betagtes BMW-Cabrio an dem NIX zu sehen war versteht sich, hö,hö).

      Naja, das Ende vom Lied war, dass die Versicherung ihn angezeigt hat, er wegen Betrug verurteilt wurde und ich nie wieder ein Wort davon gehört habe. Ich habe es ihm von ganzem herzen gegönnt!
      Augen auf im Straßenverkehr, sag ich da nur ;-)

Top Diskussionen anzeigen