Gestern in der "Todeskurve".. Motorradfahrer...

    • (1) 18.07.13 - 13:43

      Hallo,

      also gestern auf dem Weg in die Stadt hab ich ja noch zwei Motorradfahrer gelobt, die ganz vorsichtig überholt hatten. Fand ich super, weil ich das so selten erlebe.

      Wir fuhren zurück nach Hause und auf dme Heimweg liegt die "Todeskurve". Ausgestattet mit Querrillen und ausgeschildert ist 50 wegen zahlreicher Motorradunfälle mit Todesfolgen.

      Mitten in der Kurve steht plörtlich ein Wagen von DPD vor mir mit Warnblinklicht. Ich habe vorsichtig abgebremst und gleich Warnblinklicht eingeschaltet. Ich stand gaaaanz blöd unüberisichtlich dort und das mit 3 Kindern im Auto... Nun ja, vor dem DPD Fahrer stand ein älterer Herr auf der Straße. Kreidebleich im Gesicht. Vor ihm ein weiterer Wagen den ich zunächst nicht sehen konnte. Ich dachte es hätte einen Unfall gegeben. Mein Freund stieg aus und ging am rechten Straßnerand auf den Mann zu um zu fragen was passiert sei. Der Mann zitterte und berichtete das ein Motorradfahrer nur wenige Zentimeter mit seinem Kopf an seinem Wagen vorbeigeschrammt war. Das Kennzeichen konnte er nicht erkennen, es ging alles zu schnell.

      Der besagte Motorradfahrer raste kurz zuvor mit einer wahnsinns Geschwindigkeit an uns vorbei und ich schüttelte noch wütend den Kopf darüber.

      Der Mann konnte dann überredet werden vorsichtig ein Stück weiter zu fahren, damit wir alle aus der Kurve raus kommen. Wir riefen Polizei und Rettungswagen, doch natürlich konnte niemand von uns mehr sagen als die Farbe des Motorrades zu nennen. Das muss so wahnsinnig knapp gewesen sein... Der Fahrer des DPD Wagens hatte alles mit angesehen und konnte den Hergang bestätigen. Glücklicherweise ist nichts schlimmes passiert. Der Mann musste jedoch mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden, da er dermaßen unter Schock stand, das er nicht hätte weiterfahren können.

      Alleine der Gedanke daran, dass nur wenige Zentimeter fehlten, bereitet mir ein übles Gefühl im Magen.

      Ich hasse diese Kurve, da man sehr, sehr weit rechts fahren muss, da einige Motorradfahrer dermaßen die Kurve schneiden, dass es ein Wunder ist das dort nicht täglich Unfälle passieren.

      Habt ihr selber schon so etwas erlebt? Und wie reagiert man denn am besten wenn man unübersichtliche Kurven fährt und ein Motorradfahrer so weit in die Kurve gebeugt ist? Vor Schreck nach rechts ausweichen kann ja auch lebensbedrohlich werden.

      Stark abbremsen ist auch die unbedingt hilfreich denke ich.

      Ich fahre schon immer Kurven sehr weit rechts, da unser Fahrlehrer uns immer und immer wieder darauf hingewiesen hat, wie gefährlich scharfe Kurven werden können. Klar, langsam fahren soweit es geht ohne den Verkehr dahinter zu behindern, weit rechts bleiben. Aber wenn es hart auf hart kommt?

      Ich bin froh das ich nicht schneller war in der Kurve, auch wenn einige Autofahrer meinen einem beinahe auf die Stoßstange fahren zu müssen, weil man 50 fährt... Dort steht oft genug die Polizei, da riskiere ich sicher nichts.

      lG germany

      • Ist zwar nicht ok, aber deswegen einen Roman schreiben? Nö.

        Mir ist heute auch so ein lebender Organspender begegnet. Tragisch nur wenn andere Verkehrsteilnehmer in solche sinnlose Überholmanöver mit einbezogen werden und dann zu Schaden kommen.

        • Ja, also wenn ich das teilweise sehe wo und wie die überholen wird mir übel. Kurz vor einer Kurve, total unübersichtlich und dann aber ganz schnell wieder rüberziehen... Wie oft ich das sehe. Teilweise hätten echt nur ein paar Sekunden gefehlt und der Motorradfahrer hätte das auf keinen Fall überlebt.

          Was die teilweise für ein Glück haben! Auch Autofahrer die kurz vor der Kurve noch überholen MÜSSEN. Vor mir ein Traktor, hinter mir Audi. Es gab vorher keine Möglichkeit zu überholen, also warte ich. Der Audi Fahrer zieht vor der Kurve an mir lang und es hat echt nicht viel gefehlt und es hätte richtig geknallt.

          Bisher hatten die alle wirklich Glück und ich bin froh, dass mir noch keiner in der Kruve entgegen kam, der meinte noch eben schnell überholen zu müssen.

      (5) 18.07.13 - 14:26

      Hallo,

      wenn ein PKW Fahrer deshalb in einer unübersichtlichen Kurve nicht mehr fähig ist, weiter zu fahren, dürfte seine Eignung am Straßenverkehr generell fraglich sein.

      Ohne Grund in einer unübersichtlichen Kurve parken - ausgestiegen war er ja wohl,

      könnte bereits ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr sein - mit Behinderung.

      Soll froh sein, das er mir nicht im Weg stand - ich empfinde das als Nötigung, wenn jemand seine Befindlichkeitsstörungen in einer Kurve ausleben muss .

      • Sicherlich ist es nicht in Ordnung, dass er sein Auto in der Kurve geparkt hat.

        Aber es sind nun mal nicht alle Menschen so perfekt wie du. Mir haben auch schon mehr als einmal die Beine gewackelt im Auto, weil es solche Idioten gibt. Dann habe ich auch überlegt, ob ich mal kurz anhalte und durchschnaufe.

        Aber dieser Mann hat einen Schock erlitten, weil er fast jemanden umgekarrt hätte, obwohl er gar nicht Schuld gewesen wäre. Klar, du wärst ganz cool geblieben. Da frage ich mich, wie es um deine soziale Kompetenz bestellt ist. Dein Post nenne ich eine "Nötigung" und "Befindlichkeitsstörung".

        • Das war - wenn die Kurve so gefährlich und unübersichtlich ist, wie von der TE beschrieben - eine lebensgefährliche Aktion und wer so falsch reagiert, sollte das Auto besser stehen lassen.
          Er hätte irgendwo auf gerader Strecke dann anhalten und durchatmen können aber doch nicht das Auto mitten in der Kurve stehen lassen und aussteigen!

      Mag sein, aber in dem Beitrag ging es um das Fehlverhalten des Motorradfahrers, nicht um den Autofahrer.

      Ich schätze mal, dass Du das bewusst ignorierst.

      • (9) 18.07.13 - 15:38

        Hallo,

        das Fehlverhalten des Motorradfahrers blieb folgenlos - das Fehlverhalten des alten Herrn zum Glück auch, obwohl dieser an einer ausgewiesen gefährlichen Stelle eine gesellige Runde veranstaltet hat. Wegen einem ungelegten Ei.

        Überholen ging ja wohl für die nachfolgenden nicht. Eine unmittelbare Gefahr für alle entstand nicht durch den Motorradfahrer, sondern den alten Herrn, der mitten auf der Straße eine Erholungspause einlegte.

        Wenn ich jedesmal wegen dem Fehlverhalten anderer mitten auf der Strecke anhalten würde um mich zu erholen,würde ich wohl mehr stehen, als fahren.

        • (10) 18.07.13 - 20:42

          Es geht hier nicht um ein belangloses Fehlverhalten, welches man tagtäglich im Straßenverkehr erleben darf.

          Laut der TE hat der Herr dem Motorradfahrer fast den Kopf abgefahren. Da ist es wohl nachvollziehbar, dass er irrational reagiert und aus dem Schock heraus in der Kurve steht. Seine Verkehrstauglichkeit deshalb in Frage zu stellen und mit keinem Wort die des absolut unverantwortlichen Motorradfahrers zu erwähnen ist mehr als daneben.

          Ach ja, leider glauben viele Motorradfahrer, sie hätten die Straße gepachtet und Verkehrsregeln gelten für sie nicht. Es ist zum Kotzen, kenne das noch aus meinem alten Freundeskreis, wo ca. 70% einen M.Führerschein hatten. Die Einstellung war bei den meisten zum Brechen. Und als reiche es nicht, dass sie permanent ihr Leben mit einer solchen Fahrweise gefährden, ziehen sie auch noch Unbeteiligte mit rein.

          Zum Glück fahren nicht alle so, ohne Frage. Aber ich stelle doch fest, dass bei vielen, durchaus vernünftigen Menschen, das Hirn ins Off geht, wenn sie auf ihrer Maschine sitzen.

          • So ist es! Ich glaube in der Situation hätten viele so reagiert. Mir ist es leider auch schon oft passiert das ein Motorradfahrer so riskant überholt hat, oder so blöd vor mir wieder eingeschert ist, weil von vorne doch ein Auto kam, dass ich echt Herzrasen bekam. Es fehlen echt oft nur wenige Zentimeter und es knallt. Und wenn man bei 100 km/h einem Motorradfahrer hinten drauf fährt, weil der zu blöd ist *sorry, mal zu warten bis er überholen kann, ist das Ergebnis dieses Zusammenpralls wohl vorhersehbar.

            Schlimm ist, dass man die oftmals kaum sieht! Da sind die direkt neben einem und dann fällt es einem erst auf, Dank totem Winkel.

            Ich kapiere nicht, warum viele von denen sich das Recht rausnehmen zu fahren wie die gestörten, nur weil die Maschinen kleiner sind. Ist ja leider nicht selten das der Unfallfahrer überlebt und unschuldige sterben bei solchen riskanten Manövern.

            • Ihr wart alle schlimmer wie der Motorradfahrer.

              Schlimm genug das der erste Autofahrer dort stehen geblieben ist. Nein ihr seit auch alle erstmal noch stehen geblieben und hat dem Herren nicht gesagt das er weiterfahren sollte.

              Und du hast deine Kinder noch in Gefahr gebracht.

              • (13) 19.07.13 - 18:38

                Hätte sie in dieser Kurve überholen sollen??? Und woher willst Du wissen, dass sie den Herrn nicht aufgefordert haben weiterzufahren und zwar nachdem (!) er sich gefangen hat?

                Verstehe Deine Antwort überhaupt nicht!

                • Ja, natürlich vorsichtig vorbeifahren, um sich selbst aus der Gefahr zu bringen und nicht aussteigen und ein Palaver auf der Straße beginnen...von viel Gegenverkehr schreibt sie kein Wort.
                  Den nicht fahrtüchtigen Mann zu überreden, das Auto wegzufahren, macht auch keinen Sinn, das hätte jemand anderes tun können.

                  • (15) 20.07.13 - 08:02

                    Ich kann die Situation nicht hinreichend beurteilen, ich kenne diese Kurve nicht.

                    Ich kenne aber durchaus einige Kurven, die derart unübersichtlich sind, dass ich da mit meinen Kindern im Auto niemals überholen würde. Am Kurveneingang (wo hoffentlich kurz vorher nicht noch eine scharfe Kurve ist;)) mit Warnblinklicht zu stehen, erscheint mir da sicherer.

                    Gruß
                    chio

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