AD(H)S

    • (1) 25.07.13 - 11:05

      Liebe Leute,

      Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom äußert sich nicht darin, dass der Betroffene viel Aufmerksamkeit braucht.

      Es hat seinen Namen dadurch erhalten, dass Betroffe eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne haben. Darin liegt das Defizit.

      Ich höre wirklich oft Sätze wie 'Die will immer im Mittelpunkt stehen, die hat bestimmt ADS'.

      Wollte ich nur mal sagen, für Leute, die tatsächlich darunter leider ist das nämlich ganz schön blöd, abgesehen davon, dass es schlicht falsch ist.

      Danke!

      • Danke für die Info...

        Wobei ich es erstaunlich finde, das jedes 2. Kind scheinbar unter AD(H)S leidet... Zumindest behaupten das sämtliche Mütter... Doch bei näherer Betrachtung stellt man fest, das es bei dem Kind nicht um eine kurze Aufmerksamkeitsspanne geht, sondern schlicht um fehlende Erziehung.
        Kein Wunder...Wenn ich mich in unserem Kindergarten umschaue-sehe ich Mütter, die auf sämtliche Ungezogenheiten ihrer Kinder mit einem singsang "aber Leon-man darf doch keine Steine nach anderen werfen" reagieren.

        Doch mit dem "Erfinden" dieser Diagnose hat man vielen Eltern einen Freischein gegeben ihr Kind nicht anständig erziehen zu müssen. Viele meinen dann einfach "och der hat AD(H)S-damit erklärt sich alles"

        Ich würde echt grob schätzen das mindestens 60% der heutigen (von Eltern genannten) AD(H)S Kindern einfach nur sehr schlecht erzogen sind.

          • Ach kennst Du solche Mütter wohl nicht??

            Hier bei uns in der Gegend wimmelt es von ungezogenen Kindern, wo die Mütter dann sagen er (meistens sind es Jungs-keine Ahnung warum) hat AD(H)S.
            Auf die Frage ob das Kind in Behandlung ist,... kommt nur ein "na beim Arzt sind wir deswegen nicht...das merkt man doch auch so"

            LG Mona

            • Nee, so blöde Mütter kenne ich nicht! Die würde ich aber auch dreckig auslachen, weil sowas jawohl mehr als peinlich ist. Oder ich würde denen direkt erzählen, dass die Krankheit ja erblich bedingt ist und auf lange Sicht die Libido stört, also so ab 40 bis spätestens 50 ist Schluss, da regt sich gar nichts mehr. #schein

              Und dann: Hat mir eine Bekannte erzählt... und die weiß das von ihrem Arzt!!! #rofl

              • #rofl

                na Du bringst mich auf Ideen... ich kenne leider viele solcher Mütter. Alleine wenn man sich hier bei Urbia umschaut... ich trau mich zu wetten, das fast die Hälfte der Kinder keine wirklichen AD(H)S Kinder sind.
                Klar sagen irgendwann die Ärzte dass das Kind diese Krankheit hat. Die meisten Ärzte gehen dann wohl auch von einem normalen Elternhaus aus. Doch wenn ich sehe was in manchen Familien abgeht- wie die Eltern schon miteinander umgehen- dann wundert es mich nicht, das die Kinder keinen Respekt haben und durchdrehen. Logischerweise fällt, wenn es nie irgendwie gefördert wird, auch die Konzentration auf eine Sache schwer....

                Mich kann einer schief anschauen wie er will- meiner Meinung nach sind die meisten heutigen AD(H)S Kinder durch fehlende oder falsche Erziehung verursacht...denn komischerweise komm ich mit vielen dieser Kinder gut klar, nachdem sie einmal eine gescheite Ansage bekommen haben. Plötzlich wissen sie sich auch zu benehmen... Ein richtiges AD(H)S Kind würde darauf kaum reagieren.

                LG Mona

        so ist das !!! in den meisten fällen sind das Problem die Eltern. nur mal ehrlich - welcher Arzt würde denen das denn sagen? Kaum einer!

        • Das stimmt... Und vor allem- WENN dann ein Arzt diesen Eltern mal sagt, das sie nur mal konsequent erziehen sollen, rennen die zum nächsten und übernächsten Arzt, bis sich einer findet, der ihnen Recht gibt...

    Tja ich kenne wohl die Variante DER IST SCHLECHT ERZOGEN eher als deine. Aber die wirklich betroffenen werden dann kaum mehr ernst genommen da es das ja angeblich nicht mal wirklich gibt.
    Mein Sohn ist übrigens betroffen und mein Mann!

    Ela

    • deswegen weisst in unserem Freundeskreis keiner, dass bei unserem Grossen ADS diagnistziert wurde-das versteht eh keiner. Denn ADS/ADHS werden heutzutage als Modekrankheit gesehen- und das sagen Leute die sich nicht mal darüber informiert haben, aber schön das Maul aufreissen #aerger(sorry, aber bei diesem Thema kriege ich eine Riesenwut!)
      nein, mein Kind ist nicht schlecht erzogen. Er ist ein toller, sensibler Junge, der Schwierigkeiten mit Konzentration hat(und andere Symptome von ADS, die wie Faust aufs Auge zu ihm passen)...

      • Also ich bin recht offen damit das liegt aber auch daran, das wir leider noch die Diagnose AUTISMUS dazu haben und noch ein paar weitere Kleinigkeiten im Argen liegen. Dadurch nenne ich meistens beides in einem Atemzug. Denn ich muß zugeben früher hab ich ADHS auch weniger gekannt und war Kindern die wild waren, gegenüber sehr skeptisch oder dachte mit einer SChelle ist alles geregelt und wieso Eltern nicht mal durchgreifen. Heute sehe ich das natürlich auch anders.

        Ich denke stellenweise ist es durchaus zu einer Modekrankheit verkommen weil jedes unruhige und schlecht erzogene Kind gleich ADHS hat, da packen sich die Eltern auch nicht mehr wirklich an die eigne Nase.

        Ne Wut kann ich auch kriegen wenn dann Leute über die Medikamentengabe urteilen von unserem Sohn und selbst aber weder betroffen sind, noch wirklich eine Ahnung haben. Da reagiere ich dann auch mal zickig.

        Ela

        • "Ne Wut kann ich auch kriegen wenn dann Leute über die Medikamentengabe urteilen von unserem Sohn und selbst aber weder betroffen sind, noch wirklich eine Ahnung haben. Da reagiere ich dann auch mal zickig."

          ich will es vermeiden...ich habe einer Bekannten mal erzählt, dass wir auf ADS testen werden. Sie sagte, ich solle mir nichts einreden, weil N. so ein lieber Junge ist #bla- da fängt es schon an- der Unterschied zwischen ADS und ADHS-den kennt sie anscheinend nicht. Abgesehen davon- was hat lieb sein mit dieser "Erkrankung" zu tun? #gruebel...sind denn ADHS Kinder nicht lieb oder was ? #klatsch... ich habe dann nicht mal erzählt, dass der Test positiv ausfiel und wir zur anderen Stelle gegangen sind...
          Ich hätte es mir niemals gewünscht -JEDE Mutter will ein "normales" Kind haben, aber als wir die Diagnose bekommen haben, war ich sehr erleichtert, denn so erklärt sich das Verhalten meines Kinsdes zu 100%. Ich habe(für meinem Mann, der nichts davon hielt) eine Broschüre von der Neuropädiatrin mitgebracht. Alles was in den 30 Seiten stand passte wie Faust aufs Auge zu dem Kleinen.

          und die Lehre sind von ihm begeistert- er braucht nämlich keine 1 zu 1 Betreuung mehr- er geht auf die Aprachheilschule und dort war dies möglich, aber trotzdem anstrengend für alle- auf füür mein Kind..

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