Gesangsausbildung

    • (1) 30.07.13 - 20:49

      Bitte erklärt mir, was eine " klassische Gesangsausbildung" ist! Oder andersherum: Welche anderen gibt es und wodurch unterscheiden sie sich?Kann man danach nicht mehr" normal" singen? Leider hat Google auch kein Licht ins das Dunkel meiner Unwissenheit bringen können.....
      Grüße Julia

      • Hallo du!

        Ich weiß nun nicht, woher du diese Begrifflichkeit "klassische Gesangsausbildung" hast. Aber ganz spontan würde ich sagen, dass damit eine Abgrenzung z.B. zum "Popgesang" geschaffen werden soll.

        Was ich damit meine:
        Es ist ein großer Unterschied, ob du ein Lied aus den Charts ansprechend darbieten möchtest oder ein Schubert-Lied oder gar eine Opernarie.
        Dementsprechend muss natürlich der Unterricht bzw. die Stimmbildungsübungen auf den gewünschten Gesangsstil ausgerichtet sein...

        Lg zwergwilli

        • Dieser Begriff ist nicht " auf meinem Mist gewachsen". Er stammt von dem Chorleiter eines Chores in dem mein Sohn mitsingen möchte. Ich war etwas schockiert, wieviel Zeit in der Woche dafür aufgewendet werden soll, denn der Chor in dem er bis jetzt gesungen hat, war nicht im Ansatz so aufwändig, aber er hatte auch keine spezielle Ausrichtung( in diesem ist es Kirchenmusik).

          Na, toll- dann kann ich mich also darauf gefaßt machen, nur noch im Sopran gesungene Kirchenlieder zu hören- ist ja akustische Höchststrafe;-)

          • Ah, okay.

            Unsere Söhne genießen solch eine "klassische Gesangsausbildung". Da kam es schon öfters zu kuriosen Situationen. Z.B. musste ich so lachen, als mein Sohn (damals 5 J.) auf dem Klo sitzend lauthals ein Halleluja schmetterte!
            Natürlich wird die Stimme mit kirchlichem Liedgut "trainiert", aber da passiert bei jeder Probe noch so viel mehr. So kann mein jüngerer Sohn (gerade 4) mit Hilfe der ital. Tonsilben und dazu gehörenden Bewegungen astreine Intervalle singen - einfach großartig!

            LG zwergwilli

    in der Klassischen Gesangsausbildung lernt man die Dinge, die die meisten Pop-Sternchen nicht können.
    richtiges Atmen, richtige Aussprache (die ist beim Singen anders als beim Sprechen), das richtige Bilden von Tönen (eben nicht einfach so mal eben dahergeträllert und reingeleiert, sondern so, dass genau in der richtigen Millisekunde der Ton entsteht, der gewollt ist), Körperbeherrschung (Opernsängermachen so komische Bewegungen, weil sie den ganzen Körper nutzen), Beherrschen und Erweitern des Tonumfangs.
    Auch Rhythmusgefühl, Gehör, Singen nach Noten sind wichtig.

    Normal singen kann man danach immer noch.

    Mein Lieblingsbeispiel: Freddie Mercury. Der war ausgebildeter Opernsänger. Er lässt es bei Queen nicht raushängen, aber man merkt z.B., dass er nie reinleiert, es sei denn er will es so.

    • Danke! Ich bin total unmusikalisch- wenn ich Klavier spiele, klingt es wie diese mechanischen Saloon Pianos und meine Gesangsdarbietungen reichen allerhöchstens bis zum Kindergartenalter. Singe ich mit der Kleinen, hälte der Große sich die Ohren zu:-D
      Ist ja interessant..... Also, habe ich das richtig verstanden, daß es weniger darum geht, WAS gesungen wird, als darum, WIE es gesungen wird?

      • ja, es geht vor allem um die Technik.

        ich bin an und für sich auch total unmusikalisch, aber mein Chorchef kriegt es zumindest hin, dass ich nicht zu viel verkorkse #schwitz Teilweise kann man den Mangel an Talent durch Technik ausgleichen #freu

        Aber wenn ich zu Hause nur so singe, bekomme ich Morddrohungen #rofl

        Kennst Du "Mein Hund ist schwul" von den Prinzen? das ist z.B. total klassisch, auch vom Stil her, aber mit einem echt absurden Text #rofl

        Übrigens habe ich seit vorhin Bohemian Rhapsodie im Kopf - technisch hervorragend#verliebt

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