Erfahrungen mit Klischees

    • (1) 07.08.13 - 15:11

      Habt ihr Erfahrungen gemacht, wo sich klischees als wahr bewiesen haben? Mir passiert das zumindestens ständig! Das neuste Erlebnis war im ICE: Mir gegenüber saß eine Latte machiatto schlürfende Mutter in weiten hippie Hosen (wahrscheinlich fair trade, im gegensatz zum ICE Kaffee) und telefonierte... Neben ihr und mir gegenüber saß ihr sohn. Sein name war Jonathan-Hugo wie sich später herausstellte. Während die Mutter als telefonierte (wahrscheinlich mit einer anderen ihrer art) und erzählte, wie gut für Jonathan-Hugo doch pekip, Klangerlebnisse und nackt durch den Wald laufen waren und wie ruhig er doch seit dem waldorfkindergarten war, trat Jonathan-hugo immer schön gegen den tisch und starrte mich an.

      Tritt tritt tritt... nachdem ich die mutter entnervt angeguckt habe, schaute die ihren sohn böse an und dieser sah das wohl als motovation, erst richtig los zu legen.

      So, ich holte mein ipad raus und versuchte einige E-maisl zu beantworten und zu arbeiten. Ich war immerhin auf dienstreise. Der junge total faszieniert, find eich auch völlig ok, glotze die ganze zeit auf den bildschir. Als er wohl begriffen hatte, dass man das ding mit den fingern bedient zog er im bruchtel einer sekunde seine schmierigen Finger aus der hosentasche un patschte auf den bildschirm und machte weiter.

      Ich wahr überrascht, ich dachte, Jonathan-Hugo sei gut erzogen. Die Mutter sah es, sagte aber nichts.

      Ich überlegte, Jonathan Hugo dazu zu überreden, die Notbremse zu ziehen oder sowas... Schließlich verwarf ich aber die idee, weil die mutter zu ihrem "kind" gerade sagte, dass sie in Frankfurt aussteigen. Kurz vorm ausstieg sagte sie dem zuhörer im telefon noch, dass Jonathan-Hugo ja bald Klabvier unterricht nehmen sollte...

      Das Klischee der wannabe-pädagogisch-wertvollen-Lattemachiatto-Mutter und dem verzogenen blag hat sich hier bestätigt.

      Das ist nur eine von vielen geschichten, was habt ihr schon so erlebt`?

      • also wenn ich einen "Tschärämie" kennenlerne ist dessen Mutter garantiert minderjährig, ohne Schulabschluss, hat noch nie gearbeitet, es kommen mindestens vier Männer als Erzeuger von Tschärämie infrage, die Vorfahren von Tschärärmie sind in der 4. Generarion Hartz 4(ehemals Sozialhilfe)Empfänger, die Mutter qualmt wie ein Fabrikschlot und vögelt sich durchs Leben und wenn Tschärämie 18 Monate alt ist , wird seine Schwester Kaysi-Schantall geboren. Mutti hat Designernägel, Tattoos und Piercings am ganzen Körper. Und ich meine das alles jetzt NICHT ironisch, nein, es ist traurige Wahrheit. PS:Mindestens ein potentieller Erzeuger von Tschärämie sitzt im Knast.

      Ich finde den Namen Jeremy total klasse, war bei der Geburt meines Sohnes 33, habe einen Uni-Abschluss, habe gearbeitet, nur mein Mann kam als Erzeuger in Frage, auch unsere Vorfahren haben bis auf wenige Ausnahmen studiert, ich vögel mich nicht durch Leben und mein Sohn wird Einzelkind bleiben.
      Designernägel, Tatoos und Piercings habe ich nicht und mag ich auch überhaupt nicht.

      Mein Sohn heißt zwar nicht Jeremy, aber sein Name geht durchaus in die "Jeremy"-Richtung.

      Ich finde die Vorurteile gegen nicht-exotische englische Namen albern.

      P.S.: der "Erzeuger" meines Sohnes saß noch nie im Knast.

      • ich sage nicht, dass es keine Ausnahmen gibt, aber 90% dieser Namensträger passen nun mal ins Schema.
        Kenne selber mehr als genug solcher "Fälle".

        • Finde ich nicht. Zumindest nicht 90%. Es wird ein kleiner Anteil sein, aber nicht die Mehrheit. Das ist blödes Mainstream - Denken. Weils grad ach so hipp ist, sich über den berühmten Kevinismus/Chantalismus totzulachen.

          Gruss
          agostea

    #pro

    • "Daumen hoch" von der Frau, die sich mal darüber beschwert hat, dass der Name "Dennis" einen mindestens genauso schlechten Ruf hat wie der Name "Jeremy" (und über Vorteile wegen Vornamen im Allgemeinen)? Sehr verwunderlich #kratz

      (Dennis ist für mich persönlich mehr Kevinismus als Jeremy, wenn man sich denn schon an Klischees bedienen möchte und die Namen von fremden Kindern lächerlich machen wil - und nein, mein Sohn heißt wirklich nicht Jeremy, hätte ich aber gerne gehabtl)

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