Schwerer Autounfall, Angst und nun?

    • (1) 10.08.13 - 15:37

      Hallo

      meine Tochter hatte einen sehr schweren Autounfall, den sie zum großen Glück mit lediglich leichten Verletzungen und einem Schock überstanden hat. Mein Auto, mit dem sie gefahren ist, ist komplett zerlegt.
      Näheres will ich gar nicht schreiben, aber es war und ist alles ziemlich übel.

      Wie auch immer: hat jemand von Euch Erfahrung mit Strategien, wie man sich wieder ans Autofahren ran traut? Wie kann es gehen, dass es irgendwie weitergeht? Als Beifahrerin klappt immerhin schon. Aber natürlich wünsche ich mir sehr, dass meine Tochter wieder zurück findet zum "unbeschwerten", sicheren Umgang mit dem Autofahren, sie hat das nämlich eigentlich alles ganz toll gemacht... (und dann brauche ich vermutlich noch eine Stragegie für mich, wie ich mir als Mutter fortan keine wahnsinnigen Sorgen machen soll, aber das wird sich hoffentlich irgendwie finden :-()

      Liebe Grüße

      liki

      • (2) 10.08.13 - 15:44

        Es wird seine zeit dauern!

        Hatte mit 16 einen schweren Autounfall ( Beifahr getötet, ich selber schwerst verletzt) gehabt und konnte lange zeit in keinem Auto mitfahren ohne panisch zu werden!

        Hatte im Feb . wieder einen Unfall auf der autobahn gehabt,allerdings leicht, und da kam nach über 20 Jahren wieder alles hoch!

        Viel reden hat aber geholfen!
        Vergessen tut man sowas aber nicht !

        Alles gute noch für deine Tochter:)

        Lg sas

        • (3) 10.08.13 - 17:05

          Danke sehr, ich hoffe auch, dass Gespräche und Zeit helfen, aber das wird es nicht alleine bringen..?

          Alles Gute für Dich!

      (4) 10.08.13 - 15:53

      Hallo,

      meine Schwägerin hatte als Studentin einen Autounfall. Ihr Auto hatte Totalschaden, ihr ist nichts weiter passiert.

      Sie konnte sich bis heute nicht mehr hinters Steuer setzen.

      GLG

    (7) 10.08.13 - 17:01

    Hallo,

    am Besten ist es wenn deine Tochter nochmal ein paar Fahrstunden nimmt.

    Normalerweise hätte sie sich gleich nach dem unfall wieder hinter das Steuer setzen sollen, damit die Angst nicht zu groß wird.

    LG

    • (8) 10.08.13 - 17:04

      Hallo!

      Der Unfall ist erst ein paar Tage her und sie war die ersten 3 Tage im Krankenhaus - und das Problem ist, dass ich noch kein Auto habe :-( der Leihwagen, den ich vom ADAC bekommen habe, darf nur von mir gefahren werden. Nächste Woche bekomme ich mein neues Auto und ich habe ihr angeboten, dann mit ihr zu fahren, aber sie kann es sich überhaupt nicht vorstellen, ich möchte sie auch zu nichts nötigen, zumal ich vermutlich selber zu nervös bin, um da dann alles richtig zu machen.

      Vielen Dank Dir!

      Gruß, liki

      • Hallo liki

        das mit deiner Tochter tut mir leid.
        Ich hatte gestern einen Autounfall, ich wollte gerade über eine Kreuzung und wurde von einem nach links abbiegenden Autofahrer übersehen. :-(
        Körperlich ist uns beiden GsD außer einem leichten Schock nichts passiert.
        Mein gut 4 Jahre altes Auto hat es ziemlich erwischt, Schaden mindestens 5000 €. Der Unfallverursacher hatte das Auto seit Dienstag, das hat es vorne erwischt, Schadenshöhe weiß ich nicht.
        Wir haben die Polizei gerufen, die den Unfall aufgenommen hat.
        Ich bin dann in die ca 3 km entfernte Werkstätte gefahren und hab die ganzen Dinge, die zu regeln sind, ins Laufen gebracht, z.B. den Gutachter.
        Ich werde erst Montag oder Dienstag erfahren, ob sich die Reparatur überhaupt noch lohnt.

        Mein Autohaus hat mir einen Leihwagen gegeben, ich bin also sofort wieder gefahren, aber seeeehr vorsichtig.

        Vielleicht helfen deiner Tochter wirklich ein paar Fahrstunden, ich wünsche es euch.

        LG
        Manu

        • (10) 10.08.13 - 23:17

          Danke für die guten Wünsche und Euch auch viel Glück und gute Nerven für die nächste Zeit, der Ärger mit Gutachter/Versicherung ist auch nicht ohne (den haben wir auch gerade noch nebenher). Gut, dass Du sofort wieder fahren konntest.
          Alles Gute, liki

      (11) 11.08.13 - 13:41

      Hallo,

      dann ist das Ganze ja noch sehr frisch.

      Ich würde ihr auf jeden Fall erstmal mehr Zeit geben und dann vielleicht vorsichtig mit ein paar Fahrstunden anfangen. Sie fühlt sich bestimmt sicherer, wenn jemand anders eingreifen kann.

      LG und gute Besserung für deine Tocher
      Sassi

      • (12) 11.08.13 - 22:56

        Ja, und ich glaube, vor allen Dingen sollte der Beifahrer ncith ausgerechnet ich sein, sondern ein Profi :-)

        Danke für die Wünsche!

(13) 10.08.13 - 17:41

Hallo liki,

ein Glück, dass der Unfall für Deine Tochter relativ glimpflich ausging!

Kann Deine Tochter sich denn vorstellen, noch mal ein paar Fahrstunden zu nehmen, um wieder Vertrauen zu fassen? Falls ja, würde ich damit anfangen. Der Fahrlehrer ist unbeteiligt, bei ihm spielt nicht die Angst um Deine Tochter mit hinein, er ist nicht nervös. Vielleicht tut ihr das gut,

Falls nein - Deine Tochter hatte ein wirklich traumatisches Erlebnis, die einen kommen mit sowas recht gut klar, die anderen halt nicht. Das ist ganz sicher keine Schande! Vielleicht braucht Deine Tochter therapeutische Hilfe, um den Unfall verarbeiten zu können. Das wäre ganz bestimmt keine Schwäche, sondern ein guter Weg, das Geschehene hinter sich zu lassen.

Deiner Tochter alles Gute!!!

Viele Grüße, Alex

  • (14) 10.08.13 - 23:03

    Hallo Alex und vielen Dank für Deinen Beitrag,

    die Idee mit den Fahrstunden ist gut und auf jeden Fall besser, als wenn ich mich nervös nebendran setze.

    Auch die Option evtl. therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, behalte ich im Auge, bzw. habe ich meiner Tochter schon angeboten.

    LG; liki

(15) 10.08.13 - 20:40

Wann war denn der Unfall? Etwas traumatisches zu verarbeiten dauert nämlich schon seine Zeit.

Vielleicht kannst du ihr wieder Sicherheit vermitteln in dem ihr auf einem Verkehrsübungsplatz fahrt.

Oder setzte dich mit ihrem Fahrlehrer in Verbindung. Noch mal ein paar Fahrstunden nehmen um wieder hinters Steuer zu kommen.

Ich drück euch die Daumen das der Schock schnell überwunden ist.

  • (16) 10.08.13 - 23:07

    Herzlichen Dank auch an Dich! Der Unfall ist jetzt eine Woche her.

    Ich werde sie fragen, ob sie Kontakt mit ihrem alten Fahrlehrer möchte, oder lieber wo ganz anders hingehen möchte, falls sie es nicht alleine probieren will.

    Herzlich #blume

    liki

(17) 10.08.13 - 20:42

Ich habe mich eine Weile fahren lassen. Kurze Strecken bin ich selbst gefahren. Nach ein paar Monaten bin ich wieder komplett allein gefahren. Einige Jahre habe ich das Lenkrad ganz doll festgehalten. Meine Finger haben mir manchmal ganz schön weh getan. Auch nach 12 Jahren fahre ich aber immer noch keine Autobahn.

Ich liebe aber das Auto fahren, fahre auch gerne schnell und bei jeden Wetterverhältnissen, mache aber nie unnötige Fahrten, weil ich immer denke, dass dann gerade was passiert.

Ich habe mich nach meinen Unfällen immer zum Fahren gezwungen, um die Angst zu besiegen. Das hat mich zu einer guten und sicheren Autofahrerin gemacht. Ich lerne auch immer mein Auto kennen und weiss, wo seine Grenzen sind. Wenn ich mir ein Auto kaufe oder lease, schaue ich verstärkt auf das Sicherheitspaket, habe auch immer teurere Markenreifen. Das ist vielleicht bekloppt, aber ich weiss wie mein Auto tickt und das macht mich auch sicherer.

Deine Tochter soll sich vielleicht nicht gleich wieder ans Steuer setzen, sie soll sich aber irgendwann dazu zwingen. Vielleicht ist auch ein Fahrsicherheitstraining gut.

  • (18) 10.08.13 - 23:10

    Hallo und Danke!
    Oh je, das klingt ja alles so langwierig wie befürchtet :-(

    Beim Kauf meines neuen Autos habe ich auch Crashtest-Berichte gelesen, ich muss mich sicher fühlen, bevor ich es wieder an meine Kinder überlasse - und auch für mich selber.

    NAchdem die Ursache ein geplatzter/kaputter Reifen war, der erst ein paar Monate alt war, werde ich in Zukunft auch besonders auf Reifen achten.

    Alles Gute auch für Dich weiterhin.

    liki

(19) 10.08.13 - 21:29

Eine Freundin von mir hatte vor einem halben Jahr einen schweren Unfall bei Glatteis. Auto Totalschaden, sie nur Prellung am Bein. Sie musste nach einer Woche wieder arbeiten und braucht dafür ein Auto, also stieg sie wieder ein... ist innerlich tausend Tode gestorben... hat lange gebraucht, wieder ohne Panik Kurven fahren zu können... hat vom Arbeitgeber ein Fahrsicherheitstraining gemacht... und fühlt sich immer noch unsicher. Es wird aber immer besser. Es braucht jedoch Zeit und Mut.

  • (20) 10.08.13 - 23:12

    Hallo!

    ich glaube, es ist besonders schlimm, dass sie noch Fahranfängerin ist, ich weiß es aber nicht.

    Ich hoffe aber auf jeden Fall, dass sie es auch wieder schafft.

    #blume

(21) 10.08.13 - 21:33

Hallo
Ich finde es zb auch wichtig ob deine Tochter Schuld war und ob ein personenschaden entstanden ist.

Ich fahre jetzt zb seit 5 Jahren unfallfrei aber wenn ich mich in die Lage versetze jemand kommt durch meine Schuld und Unachtsamkeit zu Schaden bzw verliert sein leben dann würde ich nie wieder Auto fahren wollen. Soweit Schätze ich mich ein. Da könnte auch kein Therapeut oder Seelsorger etwas ändern.

Fahr ich aber das Auto "nur" kaputt, durch zu schnelles fahren oder Wildwechsel oder oder... Dann denke ich würde ich zwar zittern die ersten Male wieder hinterm Steuer aber ich könnte das mit mir vereinbaren.
Das meint einfach, versetz dich in ihre Lage und verstehe die Gefühle. Ihr wisst was passiert ist. Zwingen oder drängen würde ich sie keinesfalls.

LG und alles liebe an euch, sei froh und dankbar das du deine Tochter sogut wie unversehrt wieder bei dir hast. Es passiert soviel Mist mit diesen Scheiß Unfällen! :-(

  • (22) 10.08.13 - 23:16

    Hallo!

    Ja, ich bin wahnsinnig froh und dankbar, dass ihr nichts Schlimmeres passiert ist!
    ich verstehe Deine Fragen, mir würde es ähnlich gehen - und zum Glück ist kein anderer Mensch zu Schaden gekommen! Es war auch gar kein anderes Auto beteiligt.
    Sicher/hoffenlich wird es dadurch leichter zu verarbeiten sein.

    LG, liki

(24) 11.08.13 - 08:22

ZUsätzliche Fahrstunden und vielleicht auch ein paar Stunden beim Therapeuten bevor sich da das Trauma festsetzt...

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