Lob der Helikopter-Eltern - Da habt ihrs :-D

    • (1) 19.08.13 - 13:05

      Mütter und Väter werden beschimpft und belehrt, weil sie ihre Kinder angeblich überbehüten. Das ist ungerecht. Dem Nachwuchs geht es besser denn je. Zeit, mit dem Eltern-Bashing endlich aufzuhören.

      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/schluss-mit-dem-eltern-bashing-lob-der-helikopter-eltern-12536105.html

      • hi.

        Naja überzeugt mich jetzt nicht wirklich zur "Helikopter-Mum" zu werden. Kinder müssen dennoch eigene Erfahrungen sammeln und somit manches selber lernen. Man kann ja helfen aber nicht dauernd hinten dran kleben. Spätestens wenn sie dann aus dem Haus ziehen haben die ein oder andere Probleme (wir haben hier so ein Fall in der Familie) und dann kann man auch nicht dauernd dahinter stehen. Wo werden denn diese Kinder wirklich zur Selbstständigkeit erzogen wenn dauernd der "große Beschützer Mama/Papa" da ist?

        Lg
        Babyboom

        Also wenn ich mal davon ausgehe, dass fast alle Eltern alles für ihre Kinder tun um ihnen eine geschützte Kindheit zu bieten, sie um-und versorgen, dann kann es ja nicht so falsch sein was sie tun.
        (ob nun bemutternd oder Freiheit lassend)

        Ein Freund sagte mal zu mir: " Kinder sind wie eine Blackbox" du weißt was du reinsteckst, was rauskommt weißt du nicht.

        Egal was für einen Erziehungsstil ein Kind erlebt, ausschlaggebend ist nur wie das Kind dies erlebt und welche Entsscheidungen es später davon ableitet.
        Das sind jedoch Dinge auf die hat außer dem Kind KEINER Einfluss.

        Schließlich erleben wir ja in vielen Kindern, völlig aus der Art geratene Geschwisterkinder.
        Die Erziehung war gleich/ähnlich und dennoch ging die Entwicklung der Geschwister gegensätzliche Wege.

        Elternführerschein (und daran die Zahlung des Kindergeldes abhängig machen)- ich sehe darin einen weiteren Schritt Eltern unter Generalverdacht zu stellen.

        Bei aller geschätzter Pädagogik, neben der "logischen" Gesundheit gibt es noch die emotionale Gesundheit und die wird gestärkt durch gelebte Gefühle/Empfindungen und liebevolle Zuwendungen, elterliche Nachsicht, Familienzusammenhalt ect das sind Dinge die Kinder eben nur im Familienverband kennenlernen/empfinden.

        Meine Meinung: Eltern wissen oft ob, wann und was ihr Kind braucht, fühlt, bewegt. Sie lesen es ihrem Kind an der Gestik/ Mimik, an der Körpersprache ab, ob alles in Ordnung ist oder nicht.
        Dazu bedarf es keiner psychologischen Ausbildung es reicht das normale menschliche Empfinden, Empathie und Liebe zum Kind.

        Irgendwie haben die Leute echt nichts zu tun, dass sie Zeit und Gelder in so einen Schwachsinn investieren!
        Besser wäre es hilfesuchende Eltern bekämen schneller und unbürokratischer Hilfe.

        Karna,

        die jetzt ihre Söhne von der Schule abholt, obwohl sie auch Bus fahren könnten :-p
        und deren Söhne erst mit 40 ausziehen dürfen#schein#rofl

        Wirtschaftsjournalistin Inge Kloepfer zitiert Jürgen Oelkers ( Erziehungswissenschaftler)...na, wenn das nicht überzeugend ist.

      • Hast du zufällig mit jungen (neuen) Azubis zu tun? Wie erklärst du es dir, mir und allen anderen, dass diese neuen Azubis von Jahr zu Jahr unselbständiger werden? Könnte das nicht evtl. doch mit dem Überbehüten zusammenhängen?

        • Damit das es immer mehr Eltern versäumen ihren Kindern grundlegendes beizubringen :-p
          Das Versäumnis hat aber nicht zwangsläufig mit überbehüten zu tun.

          Die Gründe dafür sind vielfälltig!

          z.B.:

          -beide Eltern müssen lang arbeiten um den Lebensunterhalt verdienen und es fehlt an gemeinsamer Zeit mit dem Kind
          - die Eltern glauben den Erziehungsratgebern :-p
          - Eltern versorgen ihr Kind zwar, aber überlassen es sich sonst selbst
          - Eltern haben mit sich zu tun psychisch, physisch und kümmern sich nicht ausreichend

          - Eltern verwöhnen ihr Kind, weil sie der Meinung sind das grauen des Lebens lernt es noch früh genug kennen
          und und und

          Wir leben im Jahr 2013 und im Vergleich zu uns hat sich im Schulwesen und in den Anforderungen an unsere Kinder einiges verändert. es ist zu einfach alles den Eltern in die Schuhe zu schieben!
          -

          • Also gerade das Schulwesen gibt mir sehr zu denken. Ich hatte erheblich mehr Freizeit neben der Schule, aber mir kommt es vor, als würden die Kids heute weit weniger lernen als ich damals. Oder sie können es sich einfach nicht merken #gruebel. Da wäre eine Reformation meiner Meinung nach längst angebracht.

        Mir fällt ja immer dieses hier dazu ein: „Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“

        Sokrates

        • Den kenn ich auch.

          Mir gehts aber nicht um das Benehmen, sondern um das Wissen und die (Un)selbständigkeit.

          Die Frage ist nur, wo genau da der Fehler im System ist.

          • Ich sehe keinen Fehler im System, in der Jugend meiner Mutter wurde schon genauso über die angebliche Unfähigkeit der Azubis geurteilt. Meistens vergessen die Menschen einfach, dass sie auch mal klein angefangen haben.

            • Also ich bin da ein sehr geduldiger Mensch, erkläre Dinge gerne immer wieder. Wer Fragen hat, darf diese stellen. Aber mir fällt zunehmend mehr auf, dass grundlegene Dinge schlicht fehlen. Dinge, die mit der Ausbildung ansich nichts zu tun haben. Ist doch völlig klar, dass ein Azubi berufsspezifische Sachen noch gar nicht wissen kann.

              • Ich weiß noch, als ich Azubi war. ich konnte den Geschirrspüler nicht bedienen und musste ihn mir erklären lassen, welch Drama, wie das denn sein könnte usw. Ich war auch ziemlich unsicher als Lehrling in der der ersten Zeit, mit 16 in einer fremden Stadt, in einem fremden Bundesland, da kann man schonmal durch den Wind sein. Gelernt habe ich es trotzdem, aber auch damals wurde so geredet, wie du es jetzt tust. Und viele grundlegende Dinge habe ich auch erst in dieser Zeit gelernt.

                • Also dann wärst du bei mir genau richtig gewesen. Ich hätte dir gezeigt, wie das Gerät funktioniert (hat doch nicht jeder einen Geschirrspüler und die Geräte sind auch oft sehr unterschiedlich) und zumindest versucht, es dir so angenehm wie möglich zu gestalten. Da hab ich gar kein Problem mit. Unsicherheit ist auch nicht das Thema. Das finde ich absolut normal. Es ist schließlich eine große Umstellung, wenn man nach der Schule anfängt zu arbeiten. Und in deinem Fall gleich in doppelter Hinsicht.

                  Ich hatte übrigens eine sehr ungeduldige Person als "Ausbilderin", der man keine Frage zweimal stellen durfte und die auch nie vernünftig erklärt hat. Damals hab ich mir schon geschworen, dass ich das nie so machen werde. Da meine Azubis sich auch trauen, Fragen mehrfach zu stellen, kann ich wohl so schlimm nicht sein. Trotzdem fällt mir auf, dass die Fragen ansich sich halt verändern. Und das liegt nicht an den geänderten Anforderungen im Job, sondern an den Voraussetzungen, die diese Azubis mitbringen. Bei mir kommt da oft der Gedanke auf, dass sie das Lernen nicht gelernt haben. Dinge werden fix gepauckt und genauso schnell wieder vergessen.

                  Mir ist übrigens sehr wichtig, dass meine Azubis nie das Gefühl haben, zu stören oder nicht fragen zu dürfen. Ich glaube, das gelingt mir auch sehr gut. Sie bekommen die Erklärungen, die sie brauchen. Und wenn ich dann mit meiner Arbeit hinterher hänge, ist das eben so. Die Zeit, die ich in die Ausbildung der Azubis investiere, spare ich ein, sobald sie selbständig Arbeiten erledigen können.

    Ehrlich gesagt glaube ich solchen Berichten nicht wirklich,alleine schon weil man ja andere Eltern kennt und weiß wie es bei ihnen ist
    Bestes Beispiel : Eine Freundin meiner Tochter hat eine große Schwester,die beiden durften NIE etwas,nichtmal alleine vors Haus.
    Bus fahren alleine geht weil sie zu Bushalte gebracht werden (bis der Bus kommt warten die Eltern) und da auch wieder abgeholt werden
    Weg mit Freunden dürfen sie auch nicht und mal was Süßes oder Ungesundes erst recht nicht
    Selbst die Kleiderauswahl ist eingeschränkt
    Du willst garnicht wissen was die ältere alles gemacht hat als sie 18 wurde#schein

    (15) 19.08.13 - 15:14

    habe jetzt keine Lust, diesen ellenlangen Artikel zu lesen- meines Erachtens sollten Eltern sich mal wieder auf ihre Instinkte verlassen und nicht ständig irgendwelche Erziehungsratgeber zu lesen. Das ist doch alles Pauschalkram.

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