Autokauf privat - Gewährleistung

    • (1) 24.08.13 - 19:46

      Hallo zusammen,

      ich habe mir letzt Woche ein Auto privat gekauft. Haben es auch auf Mängel untersucht etc.

      Was man da für Risiko eingeht war mir bewusst. Ich habe dem Verkäufer auch gesagt, dass ich auf ein Auto angewiesen bin (zwecks Arbeit) und ich mich drauf verlassen muss, dass er läuft. Er versicherte mir auch, dass ich damit keinerlei Probleme haben werde. Irgendwann sagte ich dann zu, da er mir immer wieder sagte, dass das auto top läuft (Probefahrt war nicht ausreichend vorhanden, da das Auto zum Zeitpunkt abgemeldet war. Nur eben eine kleine Runde auf dem Grundstück)

      Nun natürlich -wie sollte es anders sein- machten sich einen Tag nach Anmeldung die Mängel bemerkbar. Also habe ich den Verkäufer kontaktiert, ob es an dem Auto etwas an Mängel gibt, was ich nicht vllt. doch noch wissen sollte. Aber er verneinte. Da ich nun am Freitag nicht mal mehr zur Arbeit kam mit dem Auto, brachte ich es am Nachmittag zur Vertragswerkstatt.

      Heute nun die Ernüchterung. Drohender Motorschaden, da Motor bereits Öl verbrennt, defekte ABS-Leitung, defekte Wegfahrsperre usw. Reperatur unwirtschaftlich.

      Das Autohaus bot mir an, ein Gutachten erstellen zu lassen, da die Mängel dem Verkäufer mit absoluter Sicherheit bewusst waren und somit arglistige Täuschung vorlag und ich somit wiederum ein Recht hätte vom Kaufvertrag zurückzutreten bzw dem Verkäufer die Möglichkeit anbiete, die Mängel auf seinen Kosten beheben zu lassen.

      So, natürlich habe ich den Verkäufer über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt aber -wie sollte es nun anders sein- kam natürlich nichts als Stillschweigen von ihm zurück.

      Ich habe eigentlich keine große Lust, Zeit und Nerven das jetzt gerichtlich durchzusetzen daher hab ich es auch versucht, mich mit dem Käufer zu einigen. Aber da dieser dazu nichts sagt, bleibt mir wohl nichts anderes übrig.

      Hat jemand Erfahrungen diesbezüglich? Das Autohaus ist der Meinung, dass ich mit ziemlicher Sicherheit den Rechtsstreit gewinnen würde, da -trotz ausgeschlossener Sachmangelhaftung- eine arglistige Täuschung vorliegt und die vorliegenden Mängel dem Vorbesitzer bekannt hätten sein müssen.

      Der Verkäufer hat im Kaufvertrag auch angegeben, dass das Auto keine Mängel hat.

      Was meint ihr?

      • Ja, ich würde es auf jeden Fall machen. Schalt erst einmal einen Anwalt ein, der wird alles weitere in die Wege leiten.

        Bevor ich meinen Senf dazugebe, beantworte mir bitte folgendes:

        Fahrzeugtyp?
        Baujahr?
        Km?
        Preis?

        Naja damit eine arglistige Täuschung vorliegt muss man davon ausgehen das der Verkäufer Ahnung hat! Wenn man davon ausgehen kann weil er z.B. beruflich damit zu tun hat oder Hobbymässig an Autos bastelt dann ran an den Anwalt.

        Ich möchte aber bemerken das nicht jeder Kenne von Autos hat. Ich z.B., weiß das ein Auto 4 Räder, nen Motor und nen Tank hat, ich krieg auch noch auf die Reihe das irgendwo ne Batterie rumschwirrt und das es im Idealfall von A nach B fährt (ein bisschen mehr ist es schon überzeih jetzt nur arg). Wenn ich jemand Gutem Gewissens ein Auto verkaufe und das eine Woche später einen Motorschaden hat dann ist das mit Sicherheit keine arglisitige Täuschung sondern pures Unwissen meinerseits.

        Ausser man kann diesem Menschen jetzt 100% nachweisen das er es gewusst haben muss weil das Auto mit so einem Schaden schon länger Ärger macht.

        Ich kaufe deswegen selber lieber vom Händler, dem kann ich auf die Füsse treten.

        Greetz
        Petra

      • "da die Mängel dem Verkäufer mit absoluter Sicherheit bewusst waren und somit arglistige Täuschung vorlag"

        Hallo,
        und genau da liegt der Hund begraben.
        Wenn du nicht eine Werkstatt oder einen anderen Sachkundigen hast, der als Zeuge bestätigen kann den genannten Mangel schonmal dem Verkäufer früher mitgeteilt zu haben, wirst du die arglistige Täuschung kaum nachweisen können.

        Ölverbrauch reicht da mitnichten aus.
        Es gab mal Zeiten, die noch gar nicht lange her sind, da haben Autohersteller gemeint bis zu 1l auf 1000km Ölverbrauch kann normal sein.

        Defekte "ABS-Leitung" (was soll das sein?)
        Warum hat dann nicht die ABS Kontrollleuchte durchgehend geleuchtet bei deiner Runde über dem Hof?
        Defekte Wegfahrsperre, wie konntest du dann über den Hof fahren?

        1. Für ein Gerichtsverfahren wirst du ein Sachverständigen Gutachten benötigen von einem beim zuständigen Gericht vereidigten Gutachter.
        Von einer Werkstatt wird da nichts anerkannt, auch die meisten Kfz-Gutachter die man sonst bei Unfällen kennt dürfen dies meist nicht.
        So ein Gutachten ist nicht gerade günstig.
        Der stellt aber erstmal fest ob es überhaupt Sachmängel sind.
        Kann nämlich sogar sein, dass es gar keine Sachmängel sind, je nach Alter und Laufleistung des Fahrzeugs.

        Das wäre die erste Hürde, damit hast du die Hürde der arglistigen Täuschung die sehr hoch ist noch gar nicht genommen.

        Wie vwpassat schon anmerkte.
        Von was für ein Fahrzeug, mit welchem Alter und welcher Laufleistung reden wir hier überhaupt?
        Wie teuer war es?

        Gruß
        Demy

        • (6) 24.08.13 - 23:14

          Das sind genau meine Gdankengänge, ich hoffe wir bekommen hier noch mehr Infos.

          Übrigens werden durchaus mehr Händler von privaten Verkäufern "beschissen" als andersherum.

          In meinen 9 Jahren als selbständiger Autohändler habe ich schon so einiges erlebt und wenn man es beweisen kann, dann kann ich bei einem Ankauf "wie gesehen und probegefahren und ohne jegliche Gewährleistung" dem privatem Vorbesitzer durchaus auch noch auf die Füße treten. Es muss halt beweisbar sein! Bestes Beispiel war ein notdürftig reparierter Motorschaden, der auf den 1. Blick und die ersten paar 100km gar nicht auffiel. GsD hatte dies eine Vertragswerkstatt genau so auf den Auftrag formuliert. Mein Käufer hatte nämlich nach 8 Wochen auf einmal massiven Ölverbrauch und der Motor war nicht mehr zu retten. Den Ersatzmotor, Einbau und Nebenkosten hab ich mir vom privaten Vorbesitzer und Verkäufer ohne weiteres bezahlen lassen.

          Ein weiteres Beispiel ging nicht so gut für mich aus, da ging uns schon auf der Heimfahrt die Motorkontrollleuchte an, letzte Reparatur war die Zündspule eines defekten Zylinders (Loch im Kolben). Hier war leider nichts beweisbar, weil Vorbesitzer und Werkstatt offenbar besser zusammenhielten.

      Hm, merk schon. Das würde ein elendiger Aufwand werden. Und das würde sich nicht mehr lohnen. Ja das mit dem Gutachten weiß ich. Wurde mir ja schon angeboten, das von der DEKRA machen zu lassen. Aber mal ehrlich. Dann zahl ich das Gutachten, den Anwalt, etc. Ich hab dazu weder Zeit noch Nerven und auch ehrlich gesagt auch keine Lust mehr in diese Sache noch einen Cent reinzustecken.

      Die ABS-Leuchte leuchtete angeblich, meinte der Verkäufer letzte Woche. Er meinte, das liegt daran, dass das Auto eine Weile stand. Als wir dann aber das Auto starteten, leuchtete sie nicht. Wir haben diesbezüglich vor Ort (bzw ein Freund) das Auto noch genauer angesehen und er hat bemerkt, dass irgendein Stecker ab sei was zum ABS-System gehört. Dieser wurde auch wieder rangesteckt. Von dem ABS-Defekt hab ich dann erst heut aus der Werkstatt erfahren.

      Mit der Wegfahrsperre: Mal funktionierts, mal nicht. Ich kann das Auto 10 Mal am Tag starten, davon geht er aber auch 5 mal direkt wieder aus. Und bleibt dann auch mal gerne nach 15x starten nicht an. Eine Stunde später läuft er wieder. An dem nächsten Supermarkt: einsteigen - geht wieder sofort aus. Alles solche Späße.

      Sobald der Motor warm ist, spinnt er im Leerlauf. Geht an der Ampel fast aus, dann schießt er hoch auf über 1000 U, um danach gleich wieder runter auf 250 U zu fallen und dann schießt er wieder hoch.

      Also bleibt mir wohl nichts anderes, als dies unter Lehrgeld verbuchen.

      Werde mir jetzt wohl doch einen gebrauchten übers Autohaus kaufen. Wollt zwar eigentlich "nur ein Auto um auf Arbeit zu fahren, mehr ist nicht wichtig".

      Aber ich hab jetzt gemerkt, dass das auch mal schnell nach hinten losgehen kann.

      • Wenn man so gar keine Ahnung von Autos hat, dann fährt man mit dem Wagen, an dem man Interesse hat, zur Dekra, zum TÜV oder zum ADAC und lässt ihn vor dem Kauf durchsehen. Wenn der Wagen so gravierende Mängel hat, dann wären die dort mit Sicherheit erkannt worden.

        Warum beantwortest Du meine Fragen nicht und schreibst dafür ellenlange Rechtfertigungen, warum Du diese Schlurre gekauft hast?

        • Sie beantwortet deine Fragen sicher nicht, weil das Auto mehr als 300000 km drauf hat, wahrscheinlich Baujahr 1993 ist und 200,-€ bezahlt hat #ole#rofl

          • Und selbst wenn. Hat sie deswegen nciht dennoch ein Anrecht auf ein funktionierendes Fzg?

            • Erklär mal, wie das gehen soll.

              • was hat das eine mit dem andren zu tun?
                ich hab ei en uralten fiesta,der fast null Rost hat,höchstens 200 Euro wert ist aber technisch einwandfrei ist und mit Sicherheit nochmal 2 Jahre TÜV bekommt.

                nur weil ein auto alt ist und ne Menge Kilometer drauf hat kann es doch immer noch ei. zuverlässiges anständiges auto sein.

                • Das eine schließt das andere nicht aus.

                  Wenn aber alles top ist, dann würde kaum einer eine alte Kiste verkaufen, sondern noch weiterfahren. Und die meisten alten Autos werden nunmal verkauft, weil größere Reparaturen anstehen.

                  • "Wenn aber alles top ist, dann würde kaum einer eine alte Kiste verkaufen"
                    Was ist das denn für ne Weisheit? Soll auch Leute geben, die einfach finden, dass es Zeit für was neues ist. Selbst wnen das Auto noch in Ordnung.

                    Aber mal abgesehen davon: Was spielt das für ne Rolle? Wichtig ist hier nur: Wußte der Verkäufer davon und hat es ihr absichtlich verschwiegen bzw. kann sie das auch beweisen. Alles andere ist sowas von egal.

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