Hat hier jemand ein Patenkind in der 3. Welt?

    • (1) 05.09.13 - 17:29

      Hallo,

      ich spiele schon lange mit dem Gedanken eine Patenschaft für ein Kind in der 3. Welt zu übernehmen. Hat das schon mal jemand gemacht und welche Anbieter sind zu empfehlen - dachte so an Plan Deutschland?

      Gibt es da irgendwas zu beachten und für welches Land soll ich mich entscheiden? Wo ist die Hilfe besonders dringend oder wovon würdet ihr eine Auswahl abhängig machen?

      Freue mich über Erfahrungswerte.

      • Hallo,

        wir haben seit 6 Jahren eine Patenschaft über Plan International (UK) für ein Mädchen aus Malawi. Njemile heißt sie und ist mittlerweile 8 Jahre alt.
        Grundsätzlich kannst du dir aussuchen, ob du ein Patenkind in einem bestimmten Land/Region, in einer bestimmten Altersgruppe oder eines bestimmten Geschlechts haben magst, und Plan versucht das bestmöglich zu erfüllen. Du kannst aber auch einfach nichts angeben und die Patenschaft geht an wen immer sie gerade braucht.
        Ich kenne aber viele Leute, die zB eine Region gewählt haben, die sie besonders interessierte und die sie eventuell auch mal besuchen wollen. Andere wünschen sich eher Kinder die altersmäßig zu ihren eigenen passen.
        Du bekommst dann auch Briefe und Bilder von deinem Patenkind etc.
        Generell finde ich Plan sehr transparent und hab nichts schlechtes zu berichten, von World Vision hab ich auch viel Gutes gehört, da hab ich persönlich aber keine Erfahrungen.

        Lieben Gruß,
        Emma

        Hab aich ein patemkind bei Plan international. Emma stevens hat eigentlich alles wichtige erklärt. Plan hat z.b..die "because i am a girl" Aktion. Da Mädchen in vielen.Ländern der eelt benachteiligt werden. Daher habe ich mich für ein Mädchen entschieden. Das land war mir egal, hab angegeben , da, wo meine Hilfe am dringendsten benötigt wird. Es wurde Kenia. Bin nun bereits seit 8 Jahren patin von der inzwischen 15 jährigen Diana aus Kenia.

        Ich hatte eine, die ich nach meiner Trennung aus finanziellen Gründen wieder aufgegeben habe.
        Ich war bei World Vision, ich habe mir ein Land ausgesucht, das ich fördern wollte, Myanmar.

        Ein, rein politisch gesehen, sehr schwieriges Land.

        Dann habe ich mich für einen etwas älteren Jungen entschieden, weil sonst überwiegend die kleinen Mädchen gefördert werden. Ich habe mir ein Kind "ausgesucht", das nicht aufgrund von Niedlichkeit unterstützt wird.

        • "Dann habe ich mich für einen etwas älteren Jungen entschieden, weil sonst überwiegend die kleinen Mädchen gefördert werden. Ich habe mir ein Kind "ausgesucht", das nicht aufgrund von Niedlichkeit unterstützt wird. "

          ich bin zwar keine Patin (d.h. ich habe ein Patenkind, aber es ist meine Nichte :-)), aber genau an das selbe habe ich gadacht, als ich die ersten Beiträge gelesen habe. Hätte ich mich für die Patenschaft entschieden, dann ganz sicher für einen "schwierigen" Fall :-)

          • Ich sehe das so: Es ist super und wichtig, Mädchen zu fördern. Nur werden auch gebildete satte und angezogene Mädchen allein es nicht schaffen, ein geschundenes Land zu reformieren.

            Es braucht beide Geschlechter, um eine Entwicklung voranzutreiben.
            Hier bei uns wird ja auch immer nach der Emanzipation der Frau geschrieen und die Mädchen werden gefördert. Dabei geraten dann die Jungs in eine Abseitsposition, die auf Dauer schädlich für eine ganze Gesellschaft sein wird.

            Naja. So eben.

            L G

            White

      Ich habe auh ein Patenkind in Afrika, ein Mädchen, mittlerweile 9 Jahre alt. Vermittelt wurde das ganze von World Vision.

      Nein !

      Wie wäre es, Kindern in Deutschland zu helfen? Nur so als Anstoß :-)

      • In Deutschland gibt es ein meiner Meinung nach ein gut ausgebautes Sozialsystem, ebenso diverse soziale Einrichtungen, die benachteiligten Kindern versuchen zu helfen. Auch haben Kinder in Deutschland den Zugang zur Schule und zur Gesundheitsversorgung. Diese fördere ich bereits durch Steuern.

        Auch wenn es in Deutschland arme Kinder gibt, kann man die Situation mit Kindern in der dritten Welt nicht vergleichen.

        • Also ich spende Geld an http://www.schenke-eine-ziege.de/ und http://www.hokisa.co.za/ (bei beiden kommt 100% der Spendensumme an)

          Beides sind Projekte, die mich überzeugen. Ich mag nämlich a) die großen Spenden- bzw. Hilfsorganisationen nicht. Bei denen geht zu viel Geld für Verwaltung flöten und so einige Skandale gab es ja auch schon. Bei Hokisa konnt eich mic zudem selbst schon vom projekt überzeugen. Der Autor und Freund Lutz van Dijk setzt sich sehr für das Projekt ein und als ich mal geschäftlich in Sudafrika (Masiphumelele) war habe ich mal im heim vorbeigeschaut und es ist super anzusehen, dass die Spenden wirklich etwas bewirken. Man kriegt auch immer Mails, in denen steht was so passiert zur Zeit etc. Wenn man dagegen an dem Slums vorbeifährt und die Kinder mit Müll spielen sieht, kriegt man das Grauen zu gesicht!

          Schenke eine Ziege finde ich toll, weil es den menschen ermöglicht auf lange sicht unabhängig zu werden. Ganz nach dem Motto "Schenke den menschen ein Brot und du stillst ihren Hunger, Gib ihnen eine Ziege und du rettest ihr leben."

          Du kannst du ja mal auf den Seiten informieren. Bestimmt kann man bei Hokisa auch eine Patenschaft übernehmen, wenn du dannach fragst ;-)

          LG

          • Noch schlimmer finde ich eigentlich, dass alle WISSEN ("oder"?), dass dieses Patenschafts-Ding ja nur ein "Lockmittel" zum Spenden ist. Die Gelder werden ebenso wie bei anderen Spendenaktionen gesammelt und in Projekte verteilt oder an Stellen, wo es gerade besonders brennt.

            Es werden eben NICHT einzelne Kinder oder deren Familien gefördert oder "extra" unterstützt.

            Trotzdem "lohnt" sich diese ganze Sache. Und das finde ich echt "doppelmoralig". Wir suchen uns EINZELNE Kinder aus, die wir besondern "niedlich" finden (den hässlichen Nachbarsjungen lassen wir links liegen) und spenden Geld, damit es ihnen besser geht...

            #kratz

            Und PS: So eine Aktion (Kinder/Familien finden, fotografieren, jahrelang begleiten) kostet auch EINIGES an Geld. Und drei Mal dürft ihr raten, VON WAS das bezahlt wird...

            • Wie das bezahlt wird? Nun, es soll menschen geben, die sich ehrenamtlich engagieren.

              • Und die fliegen natürlich mit einem ehrenamtlichen Flieger und von Shell gespendetem Treibstoff in die Dritte Welt. Dort schießen sie die Fotos mit einer von Kodak gespendeten Kamera und laden sie auf eine von 1und1 gespendet Website. Auch die Programmierer, die das implementieren, arbeiten natürlich ehrenamtlich.

                Mal ganz abgesehen von den Hochglanzbroschüren. Das spendet alles Springer, bei denen die Layouter und Texter natürlich auch ehrenamtlich arbeiten.

                Und nur mal so nebenbei: Bei dem oben benannten Prozess, bei dem DEFINTIV nicht alles nichts kostet (oder besser gesagt das Wenigste nichts kostet) ist mit noch keinem einzigen Handschlag den Kindern in der Dritten Welt geholfen!

                Genau das ist es, was mich daran so stört!

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