Findet Ihr das unpassend?

    • (1) 07.09.13 - 21:30

      Hallo!

      In unserer direkten Nachbarschaft ist ein Jugendlicher wieder an Krebs erkrankt. Er hatte das schon vor zwei Jahren und hat nun einen Rückfall. Ich wollte nun eine nette Karte schreiben (die Familie bzw Mutter ist mit ihm im Krankenhaus und nur abends zu Hause) und Hilfe anbieten in Form von mal einkaufen zu gehen oder Katzen zu füttern oder Blumen gießen.

      Haltet Ihr das für unpassend bzw zu aufdringlich? Ich erwarte nicht unbedingt dass sie darauf zurückgreifen, aber ich dachte es hilft vielleicht ein bisschen wenn sie auf die Art Unterstützung erfahren.

      VG
      Neddie

      • Hallo Neddie,

        das würde für mich darauf ankommen wie mein Verhältnis zu der Familie ist. Kennt man sich nur vom mal kurz quatschen würde ich es nicht machen,

        kennt man sich besser und trinkt schon mal einen Kaffee zusammen, die Kinder spielen miteinander bei dem ein oder anderen zu Hause etc. dann würde ich es machen!

        LG sunshine

        (3) 07.09.13 - 21:36

        Hi,

        ich würde das nur anbieten, wenn ich näher befreundet bin und dann kann man kurz anrufen, bzw. die Mutter weiß eh, das sie fragen kann.
        Alles andere finde ich anbiedern.

        Wenn Du gerne sozial helfen willst, dann schau doch mal bei der Nachbarschaftshilfe vorbei,die freuen sich bestimmt über eine Anfrage.

        Lisa

        • "Alles andere finde ich anbiedern."

          Was heißt denn hier anbiedern? Anbiedern heißt für mich einschleimen um Vorteile in irgendeiner Form zu erhalten.

          Wenn ich jemand Hilfe anbiete und das ehrlich meine, derjenige die Hilfe aber aus welchen Gründen auch immer nicht meint annehmen zu können (aber ich kenne die Leute doch gar nicht) ist das traurig - hat aber nix mit Anbiedern zu tun.

          Ich finde es interessant wie Leute sich in Krisensituationen darüber Gedanken machen, wie ihre Hilfe wohl "ankommt" - typisch deutsch.

          In anderen Ländern hätten die Nachbarn/Freunde längst etwas GETAN und nicht nur angeboten.

          • Hi,

            vor zwei Jahren ist bei uns eine Mutter tödlich verunglückt...drei Kleinkinder....wie schnell waren hier die Frauen um ihre Hilfe " anzubieten" die nichts mit dieser Familie zu tun hatte.

            Dann ist ein Kleinkind an Krebs erkrenkt....und wieder die gleiche Frauen wollen helfen....

            Hintergrund " sie wollten im Ort gut darstehen"

            Seitdem sehenich es " auch" kritisch, wenn sich Leute " anbieten" zu helfen, die ansonsten nirgends sozial tätig sind.

            Ja Nachbarn und Freunde hätten was getan....aber Dein Posting liest sich, als ob Du diese Frau nur entfernt kennt, wenn überhaupt.

            Wenn es eine Freundin und Nachbarin ist, ist es selbstverständlich zu helfen, denn dann kennt man sich in der Regel.

            Lisa

            • "Wenn es eine Freundin und Nachbarin ist, ist es selbstverständlich zu helfen, denn dann kennt man sich in der Regel."

              Es sollte selbstverständlich sein zu helfen wenn jemand Hilfe benötigt.

            • wie schnell waren hier die Frauen um ihre Hilfe " anzubieten" die nichts mit dieser Familie zu tun hatte.

              Und - haben sie denn geholfen oder nicht?

              Hintergrund " sie wollten im Ort gut darstehen" - das haben sie bei ihrem Angebot gleich dazugesagt, oder wieso weißt du das? Vermutlich sind diese Frauen "im Ort" bei anderen Frauen nicht so beliebt - warum auch immer. Finds immer komisch wenn man anderen direkt unlautere Absichten unterstellt - vielleicht mal die eigenen Motive hinterfragen?

              Wenn es eine Freundin und Nachbarin ist, ist es selbstverständlich zu helfen, denn dann kennt man sich in der Regel. Und wenn man keine Freundin und Nachbarin zur Hand hat - dann hat man die Arschkarte.

              Seitdem sehenich es " auch" kritisch, wenn sich Leute " anbieten" zu helfen, die ansonsten nirgends sozial tätig sind. - hmm, also wer auch sonst nix tut, braucht auch nicht zu helfen, wenn irgendwo Not am Mann ist - komische Einstellung. Und wie definierst du "sozial tätig sein"?

        hi,

        in meinem fall kam die hilfe in erster linie von bekannten und nicht von freunden.

        lg

    Also ich finde so etwas freundlich und hilfsbereit auch wenn man sich nicht näher kennt.
    Genau DAS ist es doch was Nachbarschaftshilfe ausmacht. Auch bei unbekannteren Menschen Hilfe anzubieten. Und es geht ja nicht um intime Dinge sondern so was wie Katzen füttern...das kann einfach entlasten.

    und selbst wenn sie das Angebot nciht annimmt weiß sie dass da jemand an sie denkt.

    Also ich würde mich über so eine Karte freuen auch wenn ich den Absender nicht eng kennen würde.

    • Genauso sehe ich das auch.

      sorry, das Kind ist krank...und jede Hilfe ist in diesem Moment intim, weil man einen Einblick in die Familie bekommt, in die Nöte, Ängste und Hilflosigkeit....

      Will man da jeden Fremden Zutritt gewähren....?

      Hier sind Familie & Freunde& und Nachbarn die man gut kennt gefragt.
      Und dann eher noch Menschen, die sich mit diesem Thema der Krankheit gut auskennen.

      Lisa

      • >>Hier sind Familie & Freunde& und Nachbarn die man gut kennt gefragt.<<

        da gebe ich dir recht, aber in meinem fall war nur die familie meines mannes zur stelle, meine eltern haben in der situation versagt. meine freundin war mit ihrem 3. kind schwanger und wohnt auch recht weit weg. gute bekannte waren eher die mit den pauschalversprechen oder haben sich nicht getraut, meinen mann überhaupt anzusprechen, weil sie keine wunden aufreissen wollten oder neugierig erscheinen wollten. hier waren es echt die entfernten bekannten, die die meiste hilfe geleistet haben!

        lg

        Vesteh' ich ehrlich nicht.

        Und so wie es im Beitrga klingt ist es nicht irgendein Fremder dem Zutritt gewährt wird sondern eine Nachbarin die sie zumindest ansatzweise kennt.

        Wenn die Nachbarin (so wie geschrieben) mit ihrem Sohn in der Klinik ist und eine andere Nachbarin kommt und sagt "Hey, ich weiß du hast jetzt viele Dinge im Kopf aber mach dir mal keine Sorgen um die Katzen, ich kümmere mich."... In meinen Augen ist das einfach nur hilfsbereit und ein Angebot zu dem man auch jederzeit sagen kann: Danke, ich weiß das ist total nett gemeint aber für den Moment klappt erstmal alles". und schon ist das Ding geritzt.

        Warum muss man aus stinknormaler Hilfsbereitschaft so ein Problem machen?

        • Naja, ich wohne auf dem Dorf.....und kenne trotzdem nicht alle Nachbarn....und wenns vom sehen ist, sind sie immer noch Fremde.#kratz

          Wenn ich sie häher kenne, sprich man redet oder mal ein Grillabend, dann weiß ich wie man sie anredet....

          Wenn ich aber eine Karte schreibe und meine Hilfe anbiete ist es für mich ein Zeichen, das man sich nicht näher kennt und sich eher fremd ist #gruebel

          lisa

          • (15) 08.09.13 - 16:47

            Ja und? Selbst wenn die Familie keine Hilfe von Fremden haben möchte, dann muss sie ja nicht darauf eingehen aber es ist doch auch so toll zu wissen, dass es Leute gibt die Anteil nehmen.
            Zudem ist an sowas wie Rasen mähen oder Blumen gießen nicht wirklich etwas "intimes"! Dazu muss man die Leute noch nicht mal ins Haus lassen....

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