Der Terror hat Freilauf *lang*

    • (1) 12.09.13 - 22:04

      Hallo,

      so wirklich weiß ich gar nicht ob ich hie richtig bin, aber ich muss meinen Frust jetzt echt mal freien lauf lassen.

      Wir sind vor drei Wochen umgezogen und was mir heute passiert ist war wirklich unglaublich. Das wäre das erste mal das ich wirklich kurz davor war wirklich einer fremden Person gegenüber die Hand zu heben.

      Mir ist schon vor zwei Tagen eine Frau aufgefallen die mit den armen rumgefuchtelt hat und wohl mit sich selber sprach. Ich habe mir nichts dabei gedacht, da es ja bekannt ist das es diesbezüglich eine Krankheit gibt und mich nicht weiter darum gekümmert.

      Heute war ich vor unserer Wohnung und habe den kleinen (2 1/2 Jahre) ins Auto getan. Schon während des anschnallen hörte ich rufe von hinten, die ich allerdings ignoriert hab, da ich nicht davon ausging das sie an mich gerichtet waren. Nach dem Anschnallen drehte ich mich um, da die rufe immer noch zu hören waren. Wären des umdrehen bekam ich die Worte "Hallo junge Frau" mit. Als ich dann die Dame erblickte bekam ich direkt den Stinkefinger von ihr zu sehen mit den Worten "faules Miststück". Mir blieb erstmal der Mund offen stehen.

      Die Dame, etwa mittleren alters, stand ein ganzes Stückchen weit weg auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

      Mein einziger Satz zu ihr war ob sie es riskieren möchte mit mir ärger zu bekommen und wie nicht anders zu erwarten kamen nur Wörter wie "komm doch" etc.

      Ich stieg dann ins Auto und sah sie wieder wild mit den Armen fuchtelnd die Straße hoch laufen. Vor ihr eine Frau mit Kinderwagen und ihre Tochter auf der rechten. Ich machte das Fenster runter, da es so aussah als ob diese Dame das nächste Opfer gefunden hätte. Ich fragte ob alles okay wäre, da es nicht so aussah, sie bejahte es, in dem Moment war ich dann wieder ein Miststück und bekam wieder den Stinkefinger zu sehen. Ich fuhr direkt an sie Seite und fragte ob sie irgend ein Problem hätte, schließlich kannte ich sie nicht und wollte wissen wessen Grund es gab so böswillig zu sein. Kaum zu glauben, in dem Moment zückte sie echt das Pfeffer spray aus der Tasche :-/

      Eine Frau, die auf ihrer Terrasse stand und das mitbekam, meinte dann zu mir das die Dame wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank hätte. Die besagte Dame erkannte die Situation und nutze die Zeit zu flüchten.

      Ich unterhielt mich dann noch mit der besagten Frau die auf der Terrasse stand und bekam wohl raus das die Dame wohl schon Stadt und Polizei bekannt wäre und schon mehrere Anzeigen am laufen hätte oder noch hat. Sie wäre wohl auch schon des öfteren in Behandlung gewesen, aber trotzdem immer wieder raus gelassen wurde. Das sie sich weigert ihre Tabletten zu nehmen, hat schon in sämtlichen Geschäften der Umgebung Hausverbot und und und. Die Polizei würde deswegen wohl nicht unternehmen. Grundlos Handgreiflich wurde sie wohl auch schon, auch einem Kind gegenüber.

      Ich ließ mir von der netten Frau die auf der Terrasse war den Namen und die Adresse der Frau geben, für den Fall das ich doch mal zur Polizei muss :-/

      Ich habe ein kleines Kind und will keine Angst haben müssen es mal draußen alleine Spielen zu lassen. Klar will ich ihm beibringen die Dame einfach zu ignorieren, aber ich weiß nicht ob sie das dann als Provokation ansieht.

      Krankheit hin oder her, ich finde ab einem Gewissen Punkt sollte Schluss sein! Wir haben zwei Kindergärten hier um die Ecke und die Dame läuft hier rum und pöbelt wildfremde Leute an.

      So, das musste jetzt einfach mal raus :-/

      Tschüssi *winx*
      Lissyleinchen

      Psychisch Kranke Menschen oder geistig behinderte Menschen gibts fast überall. Bei manchen fällt es auf, bei anderen eben nicht. Die einen nehmen Medikamente um der Norm entsprechend agieren zu können bzw. werden bei der Medikamenteneinnahme unterstützt, die anderen entscheiden frei darüber.

      Die im Eingangsposting beschriebene Situation, oder besser gesagt das Verhalten der fremden Frau, erinnert mich an jemanden den ich im Zuge meiner Ausbildung vor etlichen Jahren betreute. Zusammen in der Öffentlichkeit unterwegs zu sein war tatsächlich oft ein Spießrutenlaufen (trotz regelmäßiger Medikamenteneinnahme). Als Betreuuer legte man sich entsprechend ein dickes Fell zu, versuchte das Verhalten abzuschwächen bzw. abzufangen um andere Leute nicht zu verunsichern. Gut, es war (nehme ich an) eine andere Wohnsituation gegeben. Es ist etwas anderes wenn jemand im betreuten Wohnen lebt als wenn jemand alleine wohnt.

      Solange der betreuende Dienst und die Ärzte der Meinung sind das eine betroffene Person durchaus in der Lage ist sich alleine zu versorgen bzw. keine tatsächliche Gefahr für sich und die Umwelt darstellt, solange ist alles in Butter.

      Wo kämen wir denn dahin wenn jeder auffällige (d.h. nicht der Norm entsprechende) Mensch "wegkäme", ruhig gestellt werden würde unter Zwang (also ohne das die betroffene Person dies einsieht und die Medis künftig freiwillig nimmt).

      Sicher, es mag erschreckend wirken auf jemanden der sonst nie etwas mit Leuten zu tun hatte die "anders" sind. Es mag erschreckend wirken wenn man zum ersten Mal in einer neuen Wohngegend damit konfrontiert wird. Es wird wohl als besonders erschreckend wahrgenommen wenn man grade mit dem eigenen Nachwuchs unterwegs ist. Entsprechend ist die Wahrnehmung der Situation auch einseitig intensiver.

      Dennoch würde ich (also ich persönlich) nach einer solchen Situation kein allzu großes Fass aufmachen. Mal kurz aufregen und auskotzen - ja klar. In Gesprächen mit anderen die Situation erörtern um einen Ansatz zu finden die Sache neutraler und logischer zu sehen - sowieso. Aber ich würde im Anschluss daran das Erlebnis als "kurios" abhaken und mein Leben wie gehabt weiterleben. Oh, natürlich dann auch künftig schauen das ich mich nicht provozieren lasse, das ich nicht auf Gesten/ Worte reagiere, mich in solchen Situationen versuche schnell und einfach zu verpieseln.

      • Hallo,

        bei der ersten Begegnung dachte ich an eine Krankheit, als sie mich quasi persönlich ansprach hatte ich es über Board geworfen gehabt.

        Erst nach der ganzen Aktion hatte ich die Unterhaltung mit der Frau auf der Terrasse gehabt die mir dann erzählte was los sei.

        Bei dem Vorfall wollte ich eher ihr die "Grenze" zeigen, da ich viel mit Kind unterwegs bin und ich keine großere Auseinandersetzung hege wenn der Kleine dabei ist, damit sowas quasi nicht mehr vorkommt.

        Es ist klar, wenn man solch eine Situation nicht kennt, das man das erstmal verarbeiten muss und sich selber erklären wo man das hin zu stecken hat.

        Ich zumindest habe vor das ganze jetzt zu vergessen und bei weiteren Begegnungen und auch wenn sie mich wieder persönlich ruft, das ganze zu ignorieren und so tue als ob ich das einfach nicht gehört habe.

        Was mir allerdings Sorge bereitet ist das sie wohl hier auch Kinder verbal anmeckert, auch schon eines geschlagen hat also halt handgreiflich wurde :-/

        Tschüssi *winx*
        Lissyleinchen

        • Wenn es, deiner Meinung nach, keine Krankheit ist die als Auslöser des Verhaltens gelten kann.... was denn dann? Eine geistige bzw. psychische Behinderung ändert an der Sachlage auch nichts.

          Wie auch immer... nun weißt du ja für die Zukunft das diese Frau eben nicht so agiert und reagiert wie ein neutraler, gesunder, unbelasteter Mensch.

          Irgendwas ist doch fast immer. Entweder man erwischt laute und ungehobelte Nachbarn, oder die Sozialstruktur ist für Kinder etwas mau, oder die nächsten Geschäfte sind weiter weg, oder der Vermieter ist mit Vorsicht zu genießen, oder man lebt nun in einer Einflugschneise bzw. mit "direkter Anbindung an die nächste Autobahn".... und und und...

          Mit einer, mit Vorsicht zu genießenden, Person aus der Nachbarschaft könnte ich eher leben als mit Verkehrslärm oder anstrengenden direkten Nachbarn.

    Ich verstehe, dass man bei einer ersten Begegnung mit einem solchen Menschen erst mal erschrickt und verwirrt ist. Was ich nicht verstehe bzw. verstehen will, ist dein weiteres Verhalten. Du provozierst sie, obwohl dir mittlerweile klar ist, dass diese Frau nicht einfach nur bössrtig ist, sondern krank. Du planst eine "Hexenjagd", hast schon andere angesprochen und dir Name und Adresse besorgt. Wenn wir jeden wegsperrten, der mal unflätig rumpöbelt, dann wäre z. B. Berlin ziemlich leer.

    Vor Leuten wie dir habe ich mehr Angst.

    • (10) 13.09.13 - 07:28

      Sie hat doch erst hinterher erfahren, das sie psychisch krank ist #kratz
      Also wenn mir jemand Pfefferspray unter die Nase hält, wäre ich auch nicht mehr locker.
      Ich würde den Vorfall sogar der Polizei melden! Das nächste mal sprayt diese Frau los und dann?

      LG
      asira

      • (11) 13.09.13 - 07:50

        Sie hat angehalten, um in eine Begegnung zwischen der kranken Frau und einer anderen Passantin einzugreifen. Nach dem zuvor Erlebten hätte man das anders machen können und nicht sofort drohend auftreten.

        Nein, ich finde das mit dem Pfefferspray auch nicht lustig, sehe aber, dass die auffällige Frau ebenfalls Angst hat und sich schnell bedroht fühlt. Da ist dann die Konsequenz ihr aus dem Weg zu gehen und bei Begegnung ruhig zu bleiben und auf Beleidigungen gar nicht zu reagieren.

        Man kann das Ganze der Polizei melden, aber sachlich.

    Hallo,

    nein, ich plane keine Hexenjagd. Ich habe mir den Namen geben lassen für den Fall das doch mal was passieren sollte und ich eine Person genauer angeben kann. Zumal habe ich auch vor die Frau zu ignorieren und auf weitere Ansprachen nicht zu reagieren.

    • Das mit dem Namen und der Adresse finde ich schon sehr übergriffig. Ihr wohnt in einem kleinen Ort, wenn ich dss richtig verstanden habe? Meinst du nicht, dass diese Frau eh schon überall bekannt ist, wenn sogar selbst du als neu Zugezogene schon so viel weißt?

      • Hallo,

        nein, ein kleiner Ort ist es nicht und ich wohne schon seit 10 Jahren hier und bin quasi von einer Ecke in die andere gezogen. Ich habe sie gestern das erste mal gesehen und erlebt und auch erfahren was Sache ist.

        Ich wollte nur den Namen, man fragte mich ob ich die Adresse (bzw. nur die Straße) auch wolle und ich habe mir gedacht das es nicht Schaden könne. Den Zettel habe ich in meinen Terminkalender gelegt für wirklich nur den Fall das mal etwas "schlimmeres" vorfallen sollte, ansonsten ist für mich vorerst die Sache gegessen, ich weiß jetzt nicht wirklich was daran über griffig sein soll.

        • Möchtest du, dass dir wildfremde Menschen deine Daten in ihrem Terminkalender liegen haben? Ohne dass du davon weißt? Für den Fall, dass mal was "Schlimmes" passiert? Was soll denn das überhaupt sein, das Schlimme? Wenn du dann noch Zeit hast, im Kalender zu blättern, kann es so schlimm gar nicht sein.

          Wenn ich auch nur eine Ahnung davon hätte, dass meine Daten bei fremden Menschen kursieren, hätte ich auch Pfefferspray in meiner Tasche.

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