Stuttgarter Fahradfahrer

    • (1) 09.10.13 - 14:52

      Hi,
      ich hab da ne Frage.
      Mir gehen hier in Stuttgart die ERWACHSENEN Fahradfahrer auf den Gehwegen manchmal mächtig auf den .... (Geist). Besonders dann wenn ich mit zwei Kindern unterwegs bin und wir nicht schnell genug Platz machen und die auch noch pampig werden.
      Dürfen Erwachsene (inStuttgart) eigentlich auf den Gehwegen fahren?

      Lieben Gruß
      kanand

      • Die Straßenverkehrsordnung regelt, wo Radfahrer fahren dürfen. Erwachsene dürfen nicht auf dem Gehweg fahren. Und wieso sollte es in Stuttgart dafür eine andere Regelung geben?

        Fahrräder sind Fahrzeuge und somit gehören sie, wie alle Fahrzeuge, auf die Fahrbahn, außer sie werden, wegen einer außerordentlichen Gefährdungslage (die dann von den motorisierten Fahrzeugen ausgeht) verpflichet Sonderwege zu nutzen.
        Radfahren auf Gehwegen ist nur Kindern bis zum vollendeten 10 LJ erlaubt oder wenn es durch die entsprechende Beschilderung erlaubt oder angeordnet ist:
        - Zeichen 239 mit Zusatzzeichen "Radfahrende frei"
        - Zeichen 240

        Im ersten Fall darf, sofern zu Fuß gehende in der Nähe sind, nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Im zweiten Fall muss die Geschwindigkeit entsprechend angepasst werden.

        Eine Aussage zu deinem konkreten Fall können wir evtl. mit einer genauen Ortangabe (Streetview) machen.

        Vielleicht sind manch (stuttgarter) Fahrradfahrer auch angenervt davon, auf der Straße zu fahren. Grad in großen Städten, die über kein vernünftiges Radwegenetz verfügen, ist das Radfahren auf der Straße oft ein lebensgefährliches und daher beängstigendes Unterfangen.

        Um aber dafür Verständnis zu haben, muss man selber schon mal mit dem Rad durch eine solche Stadt gefahren sein.

        Ich verstehe aber auch, dass Fußgänger angenervt sind, wenn Radfahrer auf die Gehwege ausweichen und sich dort evtl. rücksichtslos verhalten. Wenn man als Radfahrer so etwas macht, dann sollte man sich auf die Situation einstellen können. Also langsam fahren, Sicherheitsabstand beim Überholen einhalten und auch mal anhalten.

      Hallo.

      Nein, dass dürfen sie in Stuttgart und bundesweit NICHT.

      LG

      (8) 09.10.13 - 19:31

      Ich bin allgemein von Fahrradfahrern genervt und von total froh es in Stuttgart nicht so viele wie z.b. in Karlsruhe sind .... wo die fahren ist mir egal - sie ärgern mich überall.

      Aber Nein. Über 10 müssen sie auf die Straße

      das ist nicht nur in stuttgart, sondern auch bei uns in dresden ein problem

      Sie SOLLTEN wohl auf der Strasse fahren. Aber fahr mal auf einer vierspurigen Strasse an parkenden Autos vorbei. Da nützt dir auch kein Helm mehr.
      Das Ding ist, dass sie patzig und unfreundlich sind, das geht nicht.

      Es sollte sich politisch etwas ändern, Fahrradfahrer sollten nicht nur auf den Strassen fahren müssen (wie jetzt), sondern das sollte ihnen auch möglich gemacht werden.
      Momentan ist es so, dass Fahrradfahrer von niemandem gern "ertragen" werden.

      Ich schicke meinen Sohn aber definitiv NICHT mit dem Rad auf Mannheims grosse Strassen. Da ist er innerhalb weniger Tage tot. Nicht, weil er nicht ordentlich fahren kann, sondern weil die Autofahrer hier keine Rücksicht auf Kinder (und andere Menschen) mit ihren Rädern nehmen.

      Ich weiss gar nicht, wie es dazu kommt, dass manche deutsche Städte sich "fahrradfreundlich" nennen?

      Also. Ich verstehe so manchen Radfahrer, wenn er auf den Gehsteig ausweicht, statt sein Leben auf der Strasse zu gefährden.
      Ich verstehe NICHT, dass er sich dort dann wie die Axt im Wald benimmt.
      Und so gar nicht verstehe ich die Politik, die der Meinung zu sein scheint, dass Fahrräder KEIN geeignetes Verkehrsmittel sind und demnach auch das Fahren auf ihnen NICHT gefördert werden sollte.

      Was nützt mir die Jugendverkehrsschule, wenn ein 11jähriger sich auf den städtischen Strassen in akute Lebensgefahr begibt?

      Es gibt zu wenige Radwege bei uns.

      Bei uns = in Deutschland.

      L G

      White, fährt Auto, Rad und läuft, steckt also in allen Schuhen mit drin.

      (11) 10.10.13 - 10:26

      ich danke euch, lag ich mit meinem Wissen also doch nicht so falsch. Gestern hat mich nämlich ein Fahradfahrer so Ende 50 belehren wollen das er auf dem Gehweg (keinRadweg!) vorfahrt hätte und ich aufpassen sollte das er meine Plagen nicht umfährt (was er beinahe getan hätte und ich ihn deswegen ein sehr lautes Hey hinterhergerufen habe).
      Was kann man tun, kann man sich irgendwo beschweeren das dagegen mal was unternommen wird?
      Ich würde in Stuttgart allerdings auch nicht auf der Strasse Rad fahren. Ich bin aber der Meinung,wenn ich es mir nicht zutraue auf der Strasse zu fahren und es keine vernunftigen Radwege gibt muß ich das Rad stehen lassen und kann nicht widerrechtlich andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Oder liege ich da falsch?

      lg kanand

      (12) 10.10.13 - 11:08

      Huhu #winke

      Also dazu muss ich mal eins sagen: ich bin täglich mit dem Fahrrad unterwegs. Nicht in Stuttgart, sondern in Freiburg.

      Hier erlebe ich das Gegenteilige. Hier gibt es Fahrradwege und Fußgängerwege getrennt durch eine weiße Linie.

      Die Fußgänger scheren sich in der Regel, mit Verlaub, einen Scheißdreck darum. In erster Linie alternative Muttis mit ihren Balgen die sich frei entfalten sollen können...#augen (und ja, davon gibt es VIELE in Freiburg)

      Und wehe man wagt es deshalb zu klingeln, damit die Fußgänger zur Seite gehen und man nicht in voller Fahrt ausgebremst wird.

      Ich glaube wie man es nimmt:

      Fahrradfahrer behindern Fußgänger, Fußgänger behindern Fahrradfahrer, Fahrradfahrer behindern Autos, Fußgänger behindern Autos und Autofahrer verhalten sich rücksichtslos gegegenüber allen anderen Verkehrsteilnehmern.

      Daran, dass es nicht genügend Verkehersregeln gibt, kann es weiß Gott nicht liegen. Menschen sind sich einfach grundsätzlich selbst die Nächsten. War schon immer so und wird auch immer so bleiben.

      Und ja, man könnte mich als Pessimistin bezeichnen, ich ziehe den Begriff Realistin vor! ;-)

      LG Brijuni#blume

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