Schmerzensgeld - Gerichtsverhandlung- wie läuft sowas ab?

    • (1) 22.10.13 - 10:30

      Guten Tag,

      Ich habe eine frage, sie steht ja schon oben.

      Ich habe bald eine Gerichtsverhandlung wegen Schmerzensgeld/Schadensersatz,
      ich bin Klägerin.

      Es ging darum, dass mein Ex- Freund mich geschlagen hat, mehrmals in Bauch, auf den Boden geschmissen etc.

      Lt. Krankenhaus hatte ich einige Prellung der LWS, Becken .. de Rest konnte man nicht feststellen.

      Ich war 14 Tage Krankgeschrieben.

      Mir geht es weniger um das Körperliche, sondern viel mehr um die Psyche. Da meine Kinder anwesend waren und alles mitbekommen haben :-(

      Wird das auch berücksichtigt? Fragt der Richter auch um das drumherum der Beziehung, möchte einiges aus der Vergangenheit wissen oder geht es bei Schadensersatz speziell nur um das angeklagte, sonst nichts?!
      Macht er sich ein Allgemeinbild oder geht es ihm nur um diese Aktion von ihm?

      Wie muss ich mir das vorstellen, dass ich in der Mitte sitze und er links von mir? Oder muss er rausgehen bei meiner Aussage? Ich möchte ihn am liebsten überhaupt nicht begegnen.

      Vielleicht hat ja jemand erfahrung und kann mir berichten, danke sehr.

          • Wenn Du Klägerin bist kannst Du nicht als Zeugin geladen sein!!

            Es wurde wohl Dein persönliches Erscheinen angeordnet.

            Du bleibst aber weiterhin Partei und bist keinesfalls Zeugin.

            Du sitzt bei Deinem Anwalt. Du musst auch nicht bis zur Aussage den Raum verlassen (was Zeugen bis zur Vernahme regelmässig sollen).

            Der Beklagte muss dies aber auch nicht. Er ist bei Deiner Aussage also zugegen.

            • Ja das stimmt, mein erscheinen wurde "nur" angeordnet.

              Danke für deine Antwort, genau so hat es mir mein Anwalt auch erklärt.
              Ich hab angst, dass der Richter sagt "es gibt nix", denn dann würde ich ja ziemlich unglaubwürdig dastehen.

              Aber mein Anwalt hat die Klage mit PKBeihilfe beantragt, 1.200€ wurden bewilligt.. er meinte das wäre ein gutes zeichen.

              • Dann halte ich Dir mal die Daumen.

                "denn dann würde ich ja ziemlich unglaubwürdig dastehen."

                Dies sehe ich nicht. Selbst wenn das Gericht die Klage abweist heißt das ja nicht, dass Du unglaubwürdig bist. Es heißt in erster Line, dass dir der Nachweis nicht gelungen ist, den die ZPO nunmal vorschreibt.

                Einfach ausgedrückt: Wenn der Richter zum Ergebnis kommt kann sein kann aber auch nicht sein, verlierst Du die Klage. Du bist dadurch aber nicht unglaubwürdig.

                Die meisten Fälle vor Gericht scheitern nicht daran, dass eine Partei keinen Anspruch hat, sondern daran, dass sie ihn nicht beweisen kann.

                Dir steht ja objektiv ein Anspruch auf Zahlung von Schmerzensgeld zu.

                Auf jeden Fall solltest Du dir nicht zuviel Bauchschmerzen machen. Das ganze wird seitens des Gerichts rehgelmäßig viel "harmloser" verlaufen als Du denkst. Wie sich Dein Ex verhält kann natürlich keiner sagen. Vor dem Gericht selbst brauchst Du aber keine Angst haben. Das ist sicher.

      Also ich stand bereits einmal vor Gericht mit meinem EX Arbeitsgeber - aber hier vorm Arbeitsgericht.

      Ich war Klägerin, ob es das gleiche ist wie bei deiner Verhandlung, weiss ich nicht. Bei mir hat mein Anwalt geredet, er wusste alles von mir, und ich musste garnicht reden.

      Ansonsten frage am besten deinen Anwalt wie es abläuft !

      VIEL GLÜCK

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