Kann man für einen theoretischen Vorwurf belangt werden?

    • (1) 23.10.13 - 14:40

      Wenn ich einem Betrieb bzw. nur der Geschäftsführung "in der Theorie" etwas vorwerfe, kann ich dann dafür belangt werden, z.B. wegen übler Nachrede?

      Ich will nicht ausführlich darüber schreiben, nur soviel das es um eine monatelange Angelegenheit geht, in der wir immer wieder vertröstet werden und immer andere Schuld sind, nur der BEtrieb selbst nicht.

      Ich habe in meiner Beschwerde die Sätze:

      ...ich erkläre mir den Vorfall in der Theorie damit, dass.....

      ....Sollte sich dieser Vorgang so zugetragen haben, fände ich diese Vorgehensweise...

      Ich habe eine Streit mit einer Firma. Nun passiert noch etwas, das sich nicht gerade positiv auf diese Angelegenheit auswirkt (evtl. wirklich unverschuldet) also man denkt, dass passt doch jetzt dazu.

      Nun äußert man diesen Vorwurf zwar an die Geschäftsführung eines Betriebes, aber nicht in aller Öffentlichkeit, sondern persönlich an diese Person. Jedoch beschreibt man diesen Vorfall nur in der Theorie. Der Geschäftsführer ist nun aber natürlich nicht darüber erfreut über meine Nachricht und empfindet meine "Anschuldigungen" infam und unverschämt. Ich solle mich entschuldigen.

      Kann diese Person dies z.B. nun etwas unternehmen ?

      • (2) 23.10.13 - 14:48

        Hallo,

        man möge mich bitte eines Besseren belehren, aber ich bin sehr sicher, dass man für Anschuldigungen, die in einem persönlichen Brief geäußert werden, nicht belangt werden kann.

        Anders wäre es bei einem Leserbrief o.ä.

        LG
        Karin

        Nein. Wegen übler Nachrede oder Verleumdung kann man dich keinesfalls belangen, da es dazu eine öffentliche Anschuldigung sein muss.

        Je nachdem wie und was du geäussert hast, könnte eine Beleidigung in Betracht kommen aber so wie du das schilderst halte ich das für unwahrscheinlich.

        LG

        Eine üble Nachrede setzt u.a. voraus, dass "in Beziehung auf einen anderen" etwas behauptet oder verbreitet wird.

        Bei dir wird aber kein "anderer" involviert.

        Eine Beleidigung sehe ich ebenfalls nur schwerlich verwirklicht. Das hängt aber letztlich vom genauen Wortlaut ab.

        Du soltest Dir jedenfalls keine grauen Haare wachsen lassen.

      • Kommt darauf an. Fakt ist das deine Formulierung "in der Theorie" nicht mehr als eine Floskel ist die dich evt.genau vor dem schützen soll was gerade passiert. Wenn man einen Brief an eine Geschäftsfhrung schreibt dann tut man das in aller Regel nicht um irgendwelche Theorien zu erörtern. Du hast offenbar was kritisches geschrieben und das offenbar mit einem polemischen Einschlag. Sonst wäre diese Floskel nicht notwendig. Heisst diese Formulierung tritt in den Hintergrund und nur die Anschuldigung bleibt bestehen.

        Passieren wird dir wahrscheinlich nicht sehr viel aber das ist abhängig was im Brief sonst noch steht. Du hast an diese Person ja nicht als Privatperson geschrieben sondern offenbar in seiner Eigenschaft als Mitglied der Geschäftsleitung bzw. den Geschäftsführer. Damit zählt Briefgeheimniss usw. nicht.

        Aufjeden Fall hast du , so wie es aussieht, eine zweite Front eröffnet. Einmal ist es das Anliegen das du hast und das andere dieser Brief. Ob du dir damit einen Gefallen getan hast weiss ich nicht, würde aber denken eher nicht.

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