wo mit holz arbeiten, wenn keine werkstatt da ist?

    • (1) 28.10.13 - 11:27

      Hallo
      Ich würde so gern mal wieder mit Holz arbeiten. Mein kopf ist voller kreativer ideen, aber es mangelt an der Ausführungsstätte...
      Als Kind habe ich viel in unserer Werkstatt gebastelt. Als Tochter eines Tischlers blieben da keine Wünsche offen. Aber mein Vater ist tot. Die Werkstatt verwaist und wir sind 250km weit weg gezogen.
      Einen Garten haben wir leider auch nicht mehr. :-( Der keller ist zu klein, der steht bis zur decke mit zeugs voll. Wir wohnen zur miete in einer 4-raum-wohnung.
      Kennt das jemand? Wie sieht es bei euch aus? Welche Lösungsvorschläge habt ihr?

      Garten habt ihr nicht, Keller ist zu klein, Zimmer gibt es nicht.

      Geld ausgeben für Atelier/ Schrebergarten/ Räumlichkeiten willst du nicht, dafür ist die Motivation ("würde so gerne") doch nicht gross genug.

      Du kannst dich mal im Freundeskreis und bei einschlägigen Bildungsinstitutionen (Schulen/ Universitäten) umfragen, wobei du bei letzterem eventuell auch bezahlen musst.
      Du kannst die Wohnung umstellen und dir einrichten...

      Wenn ich daran denke, wo unter welchem Umständen wir Handwerk herstellen mussten... uh oh.

      Das ich keine voll eingerichtete Werkstatt hatte, bis auf das Studium und Praktikum, hat mich - und viele andere meiner ehemaligen Mitarbeiter/ Mitstudenten - noch nie davon abgehalten.

      • ähm ja.. also ich MÖCHTE mit Holz arbeiten, und MUSS es nicht. von daher darf ich mir die Umstände gestalten, wie mir das passt ;-)
        Ich verlange ja auch nciht von dir Jones'&Bounckens 900-Seiten-Werk über Organisationen zu lesen, bevor du dich mit deinem Chef unterhälst ;-)
        Ich MUSS das, du DARFST.

        Es ist einfach so, dass der Drang, mit Holz zu arbeiten traditionsgemäß auf die Herbst- und Winter-Tage fällt. Vorzugsweise in der Vorweihnachtszeit wurde bei uns geschraubt, gesägt, gedübelt, gemalt, etc. Und für 3-4 Monate im Jahr, in denen dieses Thema relevant ist, ne Garage anmieten, da ne vernünftige Werkbank reinzustellen inklusive Werkzeug ist mir ein bisschen zu umständlich.

        Allerdings 20-30 EUR für ein paar Stunden Bastelarbeit in ner privaten Werkstatt zu investieren klingt recht sinnvoll... die Frage ist: gibts so was? Wo man in Ruhe für sich mit seinem Kind was werkeln kann, ohne dass einem irgendwelche hochkreativen (und nebenbei auch supergünsitgen) Flausen eingeredet werden?

        Wohnung umstellen klingt auch sinnvoll... wobei ich da echt ein Problem damit habe, in meinem Wohnzimmer zu sägen, schleifen, oder zu bohren #putz... da muss ich wohl erst mal ein paar antistatische Stoffhüllen für meine Elektrogeräte nähen....

        • Wenn wir aufgrund des Studiums in der Universitätsinternen Werkstatt arbeiten MUSSTEN, hatten wir einen Platz. Da habe ich mich falsch ausgedrückt.

          Ich glaube etwa 100% von unseren Studenten (im Jahrgang 1-6 Studenten, 3 Jahrgänge) hatten privat immer Projekte am laufen: als Experiment, aus Freude, aufgrund einer Kollaboration - also freiwillig. Und da haben wir auch aus Leidenschaft und Freude, wie du es bei dir beschrieben hast, einiges auf uns genommen.

          Für mich hat es dann bei deiner Antwort so geklungen, als ob du gar nichts investieren willst, aber eine voll ausgestattete Werkstatt - gut, wer will das nicht?

          Ich denke, Schulen sind ein Ansprechspartner, aber was mir später noch eingefallen ist: Vereine? Habt ihr einen Zusammenschluss gleichgesinnter Menschen? Die haben oft auch die Räumlichkeiten, manchmal muss man Mitglied sein, aber oft gibt es so Zwischenstufen, dass man nicht alle "Pflichten" hat und trotzdem die Räume nutzen darf.

          Wohnung mit Elektrogeräten geht nur kurz und man muss EXTREM sauber arbeiten. Ich habe üblicherweise mit Packpapier, Karton und/ oder Plastik... auf Englisch ist es "plastic sheet", mir will gerade das Wort auf Deutsch nicht einfallen... abgedeckt und abgetrennt. Mit einem kleinen Kind würde ich mir auf jeden Fall aber eine andere Umgebung suchen. Auch, weil der Staub ungesund ist.

    Hallo,

    in unseren früheren Wohnung hatten wir für so etwas eigentlich auch keinen Platz. Dann wurde eben das Esszimmer geräumt - und wir haben monatelang im Wohnzimmer kauernd oder in der Küche stehend gegessen. War dann auch kein größeres Probleme - alle wollten sich ja am Handwerk beteiligen.

    Heutzutage haben wir einen gut ausgerüsteten "Bastelkeller" - Luus pur.

    Ansonsten würde ich mich nach mal anmietbaren Garagen oder Kellerräumen umschauen bzw. Freunde fragen, ob sie nicht eventl. einen entspr. Raum haben zum Mitnutzen.

    Du bist doch an der Uni (oder nicht mehr?) - da gibt's doch meistens Seminar- oder Werkräume, die man auch so nutzen kann (war zumindest bei uns früher so).

    Notfalls frag beim örtlichen Schreiner nach, ob er mal übers WE die Werkstatt vermietet - das läuft bei uns auch ganz gut. Braucht man ggfl. Versicherungen etc. oder Aufsicht. Ansonsten machen die das sehr gerne.

    Viel Spaß!

    • ah.. stimmt. mal beim tischler hier nachfragen. In der Klasse meines Sohnes ist ein Papa Dachdecker #aha Den werd ich mal fragen :-)

      An der Uni bin ich noch, aber nicht oft, weil die 100km weit weg ist. Wobei das auch ne gute Idee ist... ist nämliche ne Technische Universität...

Weist du was mir gerade so spontan einfällt?

Kennst du noch von früher Löwenzahn mit Peter Lustig.

Ein Garten pachten...kostet bei uns im Jahr ca.100 Euro und einen Bauwagen ohne so ein holländischer Wohnwagen darauf stellen.

Taataaa...ein kreativer Bastelraum und toll dazu #verliebt

LG Daniela

  • hihi... sowas habe ich mir als kind auch immer gewünscht... #verliebt So ein Wohnwagen, oder ein alter Zugwaggon ist schon was cooles.
    wär auf jeden fall ein projekt für später.. wenn wir endlich sesshaft sind und nicht mehr städnig von ausbildungsstätte zu ausbildungsstätte ziehen müssen...
    im moment möchte ich das nicht machen.

Vermieter nach einem weiteren Kellerraum fragen?

Hallo,

hätte da auch die Idee, in einer Schule nachzufragen. Denn am späten Nachmittag und Abend steht dort der Werkenraum leer.

Als ich vor längerer Zeit einen Malkurs besuchte, fanden einmal pro Woche in einem Atelier einer Schule die Übungs-und Lehrstunden statt.

LG Lotta

Hallo,

bei uns gibt es eine "Hilfe zur Selbsthilfe Werkstatt". Man zahlt 5 € im Monat und kann dafür eine große Scheune mit mehreren Werkbänken und jedes Werkzeug, das das Herz begehrt, nutzen.

Die einen reparieren da nur ihr Fahrrad, die anderen bauen ein Auto wieder auf und die Dritten werkeln an Möbelstücken, Dekoobjekten oder Kinderspielzeug oder restaurieren ein altes Klavier.

Dazu gibt es natürlich einen gut gefüllten Bierkühlschrank, Musik, Inspiration und jede Menge brauchbare und unbrauchbare Tipps von Semifachleuten und demokratische Abstimmungen über Neuanschaffungen. Spezielle Teile werden auch oft geliehen oder mitgebracht.

Eine tolle Atmosphäre!

Vielleicht gibt es bei euch in der Nähe etwas ähnliches oder zumindest ein paar Leute, die mitziehen würden?

Liebe Grüße

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