Bin ich wirklich krank im Kopf?

    • (1) 30.10.13 - 14:33

      Hallo

      Ich weiß nicht so recht wohin mit meinem Thread. Wenn falsch, dann bitte verschieben.

      Ich hab gestern per Zufall erfahren, dass im Stall, in dem mein Pferd steht, über mich gelästert wird. Ich wäre irgendwie komisch und krank im Kopf. Ich hätte einen an der Klatsche.

      Und zwar weil ich einfach nur meine Arbeit im Stall mache, z.B. Stall misten, Paddock sauber machen, Koppel absammeln, Futter herrichten und mich dann halt auch um mein Pferd kümmere. Das ganze mache ich mit ruhiger Art und lasse mir gerne Zeit dabei. Ich mag im Stall keinen Stress und keine Hektik.

      Ich will im Stall abschalten, den Kopf frei bekommen und nicht mit jedem ein Gespräch anfangen, mir irgendwelche Probleme anhören und somit noch mehr Stunden im Stall verbringen. Gut, so kleine Smalltalks mache ich schon im Stall, oder wenn ich mal mehr Zeit habe, dann kann ich mich auch mal verquatschen, aber das kommt eher sehr selten vor.

      Durch mein Pferd bin ich ruhiger und ausgeglichener geworden. Das bekommt mir sehr gut.

      Manchmal finden auch Veranstaltungen statt, wie z.B. Osterritt, Nikolausritt, Weihnachts- oder Silvesterfeier im Reiterstüble. An solchen Tagen haben wir als Familie bereits was anderes vor.

      Dann gibt es ab und dann noch so was wie Schnitzeljagd auf dem Pferd, Orientierungsritte etc. An Ritten in Gruppen mit mehr als 2 Pferden kann ich mit meinem Pferd nicht mit machen. Mein Pferd akzeptiert beim Ausreiten nicht so viele Pferde und geht dann durch. Das liegt unter anderem daran, dass sie früher als Traber Rennen gefahren ist und bisher nie in einer größeren Gruppe geritten wurde. Aber mittlerweile arbeiten wir daran. Und mit einem 2. Reiter klappt das schon ganz gut.

      Okay, die Lästerei und die Aussage, dass ich komisch sei, lass ich noch durch gehen. Hin und wieder wird halt mal über irgendwen gelästert. Mir ist auch bewusst, dass jeder so seine eigene Vorstellungen und Vorlieben hat. Aber aus oben genannten Gründen zu sagen, dass ich krank im Kopf sei, dass ich eine an der Klatsche habe, finde ich schon sehr übertrieben.

      So, nun würde ich gerne eure Meinung dazu lesen. Krank im Kopf oder einfach anders oder sonst was?

      Eins noch: Mir ist egal, was sie über mich reden. Ich mach im Stall so weiter wie bisher auch. Mir und meinem Pferd geht es gut dabei und nur das zählt. Außerdem suchen wir aktuell sowieso einen anderen Stall (das hat andere Gründe, was direkt das Pferd betrifft).

      Mir geht es jetzt wirklich nur darum, wie ihr darüber denkt. Vielleicht ist es ja doch so wie sie es sagen, dann wäre ich bereit daran zu arbeiten. Aber im Moment sehe ich nicht, dass ich krank im Kopf bin. Und ein Gespräch zu den Lästermäulern werde ich definitiv nicht suchen.

      Lg capricorn81

      • Nein ich finde nicht das du einen an der Klatsche hast.

        Ich glaube einfach das du dadurch, das du dich nicht viel ins "Vereinsleben/Stalleben" einbringst, als Außenseiter giltst und damit eine perfekte Angriffsfläche für diese Damen (und Herren?).

        Ich kann dich durchaus verstehen, ich bin ebenso. Ich brauch nicht immer und überall mit jemandem zu quatschen. Ich bin selbst jahrelang geritten und konnte diesem gequatsche nie was abgewinnen.
        Ich war dort um zu reiten um Zeit mit den Pferden zu verbringen. Ich bin schon vor den Stunden früher zum Pferd gegangen und habe mich lieber ausgiebig mit diesem beschäftigt als mit den anderen Mädels.

        Genauso war es aber auch in der Bastelgruppe. Da hab ich mich auch lieber auf meine "Arbeit" konzentriert anstatt Smalltalk zu halten.

        Wenn ich quatschen wollte, hab ich mich mit Freundinnen getroffen.

        Ich bin einfach nicht der Mensch der ständig andere Menschen um sich rum braucht und ich denke das man dann auch nicht "unnormal" ist.

        Mach es so wie es für dich passt, worin du dich wohlfühlst und genieße die Zeit mit deinem Pferd (Neid ;-) ) - und lass die Leute reden . Über irgendwen werden die immer herziehen, sonst hätten sie ja bald keinen Gesprächsstoff mehr.

      Keiner hier kann wirklich objektiv deinen Gesundeitszustand beurteilen;-) Für mich wirkst du aber aus dem, was du so schreibst, ganz normal! ICH habe das in den paar größeren Ställen, in denen ich mal für kurze Zeit sein "musste" auch immer so gehandhabt und kann dich total gut verstehen, ich wollte da auch immer meine Ruhe!! Habe auch immer zugesehen, das ich zu "unmöglichen" Zeiten am Stall war, da war es immer am nettesten :-D

      Du scheinst im Stall etwas eigenbrötlerisch (#sorry) zu wirken, und wenn man im Mainstream nicht mitschwimmen will, dann ist man einfach raus. Du hälst dich ja auch aus verschiedenen Gründen aus Geminschaftsunternehmungen raus, aber die meisten werden eben nicht wissen, welche normalen, nachvollziehbaren Gründe das bei dir hat. Und leider liegt es wohl nicht in der Natur des Menschen, dass er einfach mal offensiv nachfragt, warum das so ist, daher wird man eben oft in den Köpfen in Schubladen gesteckt. Im besten Fall wird man als "anders" tituliert, in deinem Fall geht es schon deutlich weiter unter die Gürtellinie, denn "krank im Kopf", das ist schon eine ganz schön krasse Aussage.

      Mich würde das schon treffen, ich finde vor allem dieses "Hintenrum" immer ganz furchtbar, möchte mich dann immer am liebsten rechtfertigen - kann man ja aber schlecht, denn es wird ja nie offen angesprochen, sondern es kommt immer nur hintenrum bei einem an. Und DAS ist der Grund, weshalb ich niemals glücklich in solchen Ställen war und bin.. Ich habe mir möglichst immer, in den ganzen 20 Jahren, in denen ich jetzt mein Pferd habe, kleine, beschauliche Ställe gesucht, wo eben keine große Menschenmenge war, und jetzt bin ich Selbstversorger und echt glücklich! Vielleicht würde ich an deiner Stelle auch eher etwas kleineres suchen, wenn du eh grad über einen Stallwechsel nachdenkst!
      Von wem hast du denn überhaupt die Infos über das, was über dich gesagt werden? Von einer Freundin? Wenn die das mitkriegt, würde ich eigentlich von einer Freundin auch erwarten, dass sie ein paar Worte dazu sagt und mir vor anderen den Rücken stärkt. Vielleicht auch mal sagt, weshalb du dich aus allem raushälst?

      • Danke für deine Antwort.

        Ich muss zugeben, im ersten Moment hat mich das schon sehr getroffen, aber was soll ich da tun? Wie du schon sagst, es passiert ja "hinten rum". Und mich immer wieder rechtfertigen zu wollen habe ich Gott sei Dank abgelegt.

        Gut, so ganz wohl fühle ich mich natürlich dort nicht mehr. Aber ich denke mir jetzt einfach: Ich bin wegen dem Pferd im Stall, und nicht wegen den anderen. Ich hab sie vorher nicht gebraucht, also brauche ich sie jetzt auch nicht mehr. Ich blende sie einfach aus.

        Dass ich den Stall wechsle steht eigentlich schon fest, aber was passendes finden ist nicht so einfach.

        Von wem ich das gehört habe?
        Meine neue Reitlehrerin (meine Reitlehrerin seit 6 Monaten, und seit einem Jahr mit ihren Pferden auch dort im Stall) hat es zufällig mitbekommen. Sie saß im Reiterstüble mit am großen Tisch und die Stallbetreiberin und die anderen haben es anscheinend nicht mitbekommen. Als sie von den anderen bemerkt wurde, haben sie schnell das Thema gewechselt.

        Nun ja, so wirklich Freunde sind wir nicht. Wir verstehen uns gut und ich bin froh sie als Reitlehrerin zu haben, aber mehr nicht. Dazu kommt, dass sie größere Probleme mit der Stallbetreiberin hat als ich, sowohl persönlich als auch direkt ihre Pferde. Sie zieht bereits morgen mit ihren Pferden in einen anderen Stall.

        Gut, das weshalb ich mich aus allem raushalte wusste sie bis dato auch noch nicht. Denn sie hat mich nach danach gefragt und ich hab es ihr erklärt.

        Was ich noch vergessen habe zu sagen:

        Die Stallbetreiberin wusste warum ich im Stall so bin wie ich bin und warum ich an den Veranstaltungen nicht mitmache. Sie kennt auch meine familiäre Verhältnisse und weiß ganz genau warum ich an den Feierlichkeiten auch nicht teilnehme. Immerhin bin ich schon 5 Jahre dort und hatte schon öfters solche Gespräche mit ihr.

        In diesem Sinne hätte ich es von ihr erwartet, dass sie was sagt, aber sein, sie hat ja mitgelästert.

    Naja, vielleicht hast du Eigenheiten, die du an dir nicht wahrnimmst? Ist ja auch eher selten, dass man an sich selbst Verhaltensweisen feststellt, die Andere befremdlich finden.

    Du wirst evt. keinen "an der Klatsche" im klassischen Sinn haben. Aber vielleicht bist du schon sonderlich?

    Gruss
    agostea

    • Danke für deine Antwort.

      Sonderlich wird wohl jeder sein, oder nicht? Finde ich zumindest, was aber jetzt nicht negativ gemeint ist.

      Das mit den Eigenheiten bringt mich schon zum nachdenken. Vielleicht ist da was dran?

      • Ich denke schon, dass da was dran ist.

        Es ist halt immer schwierig, wenn Jemand sich so abgrenzt, wie du es offensichtlich tust. Und wenn dann evt noch Verhaltensweisen (welche auch immer), dazu kommen, die aufs Umfeld eher befremdlich wirken....dann reizt das natürlich, sich darüber zu unterhalten.

        Sei doch froh. Anscheinend bist du interessant ;-)

Dir wird hier niemand sagen können, ob Du normal bist, wunderlich oder was am Kopf hast aber vielleicht bist Du wirklich bisschen wunderlich.

Die beiden Begründungen, warum Du nicht an Veranstaltungen dort teilnehmen kannst, finde ich bisschen eigenartig. Du wirst ja nicht für ein Jahr voraus bereits fest etwas mit der Familie geplant haben, so dass Du (als einzige im Stall?) an gar keinem Termin Zeit hast, etwas mit den anderen zu machen und das Argument "mein Pferd akzeptiert es nicht", finde ich recht....schwach. Dein Pferd muss die anderen auch nicht akzeptieren, es muss sich nur manierlich benehmen und reiten lassen. Hättest Du gesagt, Du hättest ihn noch nicht so im Griff, wäre das was anderes aber Dein Satz klingt nach zuviel Gleichberechtigung :)

Gruß,
W

  • Danke für deine Antwort.

    Doch, wir haben immer die Feiertage mit der Familie fest verplant, auch ein Jahr im voraus.

    Da stehen z.B. meine Eltern im Vordergrund (sie wohnen 300 km weit weg), weil meine Mutter schwer krank ist und es ungewiss ist wie lange sie noch lebt. Wir wollen ihr noch so oft wie möglich zusammen mit unserem Sohn (er war ihr Lebensretter, sonst wäre sie schon vor 3 Jahren von uns gegangen) besuchen. Natürlich kommen sie auch uns besuchen, aber mein Vater kann die Strecke auch nicht mehr so gut fahren (er ist über 70 Jahre alt) und meine Mutter kann erst recht kein Auto mehr fahren, weil sie dank der Nebenwirkungen der Tabletten, die sie nehmen MUSS, manchmal keine Gewalt mehr über ihre Arme und Beine hat. Z.B. kann es mal passieren, dass sie ein Glas in die Hand nimmt, aber sie es dann plötzlich fallen lässt. Oder sie wenn sie am gehen ist, kann es ihr passieren, dass sie keinen halt mehr auf ihre Füße hat. Sie ist deswegen schon auf dem weg zu ihrer einen Therapie auf der Straße gelandet. Ohne fremde Hilfe wäre sie nicht mehr hoch gekommen.

    Dann steht noch der Opa meines Mannes im Vordergrund, der 500 km weit weg wohnt. Er kann die Strecke definitiv nicht mehr fahren und hat auch niemanden, der ihn fährt.

    Dann ist es so, dass Ostern, Pfingsten, Weihnachten und Silvester für mich Familienfeiern sind. Und jedes Jahr wird bei jemanden anderen aus der Familie gefeiert, so wie es gerade geht. Und bei uns im Stall ist es so, dass sie am 24.12. direkt die Feier machen. Wäre es der 25. oder 26. dann würde ich es mir noch überlegen, aber so nicht.

    Aber nun gut, jedem das seine. Ich will mich darum nicht streiten. Dir kommt es eigenartig vor. Vielleicht ist es ja genau das, was die anderen im Stall über mich denken. Es bringt mich auf jeden Fall zum nachdenken.

    "das Argument "mein Pferd akzeptiert es nicht", finde ich recht....schwach. Dein Pferd muss die anderen auch nicht akzeptieren, es muss sich nur manierlich benehmen und reiten lassen. Hättest Du gesagt, Du hättest ihn noch nicht so im Griff"

    Hm, also wenn mir mein Pferd durchbrennt, dann folgt doch daraus, dass ich es nicht im Griff habe. Und warum brennt es durch? Weil sie aufgrund des Trabrennens immer die Nase vorn haben will und es somit nicht akzeptieren kann gemütlich hinter, neben oder vor anderen zu reiten. Und Trabrennen findet eigentlich nicht mit nur 2 Pferden statt. Und bis Dato hat es ihr noch keiner beigebracht, dass es auch anders geht. Aber daran arbeiten wir jetzt bereits und wir machen Fortschritte. Bin ich mit meinem Pferd alleine im Gelände oder mit mindestens einem weiteren Pferd klappt alles wunderbar. Da habe ich es im Griff.

    "Dein Satz klingt nach zuviel Gleichberechtigung "

    Nun, wie gesagt, jedem das seine. Und ich danke dir wirklich für deine Antwort.
    Aber wo bitte klingt das nach zu viel Gleichberechtigung? Und mir geht meine Sicherheit vor. Wenn ich weiß aus welchen Gründen mein Pferd mir durchbrennt, dann gehe ich doch nicht mit der Gruppe mit, nur um mitreiten zu können. Das ist ja dann auch für anderen eventuell gefährlich, wenn andere Pferde auch noch durchbrennen. Ich werde mit meinem Pferd erst bei größeren Gruppen mitreiten, wenn es mir nicht mehr durchbrennt. Mit deinen Worten, wenn ich mein Pferd im Griff habe.

    Aber das ist ein gutes Beispiel. Vielleicht meinen wir beide das gleiche, drücken uns nur unterschiedlich aus, und somit versteht der eine was anderes als der andere.
    Oder wir meinen nicht das gleiche.

    Auf jeden Fall hast du mich zum Nachdenken gebracht. Danke :-)

    • Du wirst auf die anderen Reiter ähnlich eigenbrötlerisch und wunderlich wirken wie auf mich und so ein Reitstall ist eben auch ein Ort für "Geselligkeit". Da wird dann eben über Leute, die sich so absondern, geredet.

      Dass Du an jedem Feiertag Deine Familie besuchst, ist ja gut möglich, genau so ist es möglich, dass Du mit Deinem Pferd noch nicht so gut zurecht kommst, dass Du Euch Ritte in der Gruppe zutraust und es gibt sicher auch viele Leute, die im Stall nicht mit den anderen sondern lieber mit ihrem Pferd kommunizieren. Bei Dir kommt das eben geballt alles zusammen und stößt bei den anderen unangenehm auf. Vielleicht würde es Sinn machen, einfach ehrlich zu sagen, dass Du keinen Nerv auf gesellige Veranstaltungen hast und gut.

      Mit "zuviel Gleichberechtigung" meine ich Dein Argument, Dein Pferd würde ebenfalls keine Gesellschaft (über EIN weiteres Pferd hinaus) beim Ausritt akzeptieren. Wie gesagt, es muss nicht die Umstände akzeptieren, sondern Dich, dann ist es auch egal, ob Ihr zu zweit oder zu fünft unterwegs seid. Davon mal abgesehen, sind Traber auch nicht rund um die Uhr im Renntempo unterwegs und werden auch in der Gruppe langsam bewegt...Ich denke, wenn Du das Problem in den Griff bekommen möchtest, wirst Du die anderen Reiter irgendwann gut gebrauchen können, um zu trainieren.

      LG,
      W

      Ok, ich habe unten geraten, Dir die Weihnachtsfeier vl zu überlegen.

      Aber ich habe überlesen, dass die am 24.12. ist.

      Das ist auch absolut bescheuert, sorry.
      Warum aknn man das nicht ein paar Tage zuvor machen?

      Also auch, wenn ich der geselligste Mensch der Welt wäre, aber der heilige Abend ist hier immer so viel Tralala (Großeltern, Schwager nebst Familie, nachmittags Kirche für die Kids, alles vorbereiten)....da würde ich nur auf meinen Pobacken rumruckeln und auf die Uhr schauen..,

In einem meiner Satz muss ich eine Berichtigung machen:

"Bin ich mit meinem Pferd alleine im Gelände oder mit mindestens einem weiteren Pferd klappt alles wunderbar"

Nicht "mindestens", sondern "höchstens" muss da hin. Bisher könne wir nur zu zweit ausreiten. Sorry, mein Fehler.

Hi,

Reiter eben #rofl - ich kann Dir sagen: Hundeleute sind noch schlimmer!

Nein, Du bist nicht krank im Kopf oder komisch und wenn doch, dann bist Du nicht alleine!
Ich kenne viele, die sich im Stall genau so verhalten wie Du (mich eingeschlossen - lange quatschen gab es bei mir nur, wenn "unser Trüppchen" zusammen war.).

LG
Kim - mittlerweile pferdelos, aber dafür im Hundeverein;-)

Top Diskussionen anzeigen