Die ewig Gestrigen...und stolz darauf

    • (1) 01.11.13 - 12:55

      Hallo,

      ich frage mich, wieso so viele mit besonderem Stolz sagen, dass sie neue Entwicklungen bewusst ablehnen.

      Besonders häufen sich diese Antworten in Themen, in denen es um Technik und Netzgemeinschaft geht oder auch um Alternativen zu traditionellen Modellen, egal ob Familienleben, Fortbewegung, alternative Energien etc.

      Besonders seltsam finde ich es, wenn gleichzeitig ein Vorwurf kommuniziert wird, an diejenigen, die ebendiese Entwicklungen unterstützen, befürworten oder einfach nutzen und ebenso an die Gesellschaft, die die Betreffenden dazu zu zwingen scheint, mit der Zeit zu gehen.

      Natürlich kann und darf niemand gezwungen werden Online Banking zu machen, in irgendeiner Form digital zu kommunizieren und zu Netzwerken, sich Gedanken um die Umwelt zu machen und darauf zu reagieren oder die Homehe toll zu finden.

      Aber wieso ist man so stolz darauf? Ist das eine Form von 'Der Kapitän verlässt als letzter das Schiff' ?

      Gleichzeitig kann man ja auch nicht erwarten, dass alle älteren Modelle am Leben gehalten werden, obwohl es bereits viel effizientere oder verträglichere Wege gibt, etwas umzusetzen.

      Vor allem Dinge, die mit der Netzwelt zu tun haben, kann man einfach nicht mehr als Modeerscheinung ansehen und auch, dass sich die Fortbewegungsmittel, die Art zu produzieren und einzukaufen etc. ändern muss ist doch mittlerweile so offensichtlich, das man das nicht als 'mit dem Trend gehen' einstufen kann.

      Was das Familienleben angeht, halte ich diese Augen zu und durch Politik außerdem für gefährlich. Eltern, die jeden 'neumodischen Kram' ablehnen verlieren den Blick für die Realität, in der ihre Kinder die digital natives sind, aufwachsen und können so nicht adäquat auf Gefahren reagiern.

      Was denkt ihr?

      • Hallo,

        muss ich die Homo-Ehe toll finden?

        Muss ich in sozialen Netzwerken private Fotos und Informationen posten, um Anerkennung zu finden?

        Verliere ich dadurch den Blick auf die Realität und kann dann mein Kind nicht mehr vor Gefahren schützen?

        Ich persönlich glaube das nicht.

        Ich akzeptiere jeden, der sein Leben anders gestaltet als ich und erwarte dies im Umkehrschluss auch von anderen.

        Jeder sollte nach seiner Façon glücklich werden und nicht als Ewig-Gestriger tituliert werden, nur weil er vielleicht nicht denkt wie Du.

        GLG

        • <<Natürlich kann und darf niemand gezwungen werden Online Banking zu machen, in irgendeiner Form digital zu kommunizieren und zu Netzwerken, sich Gedanken um die Umwelt zu machen und darauf zu reagieren oder die Homehe toll zu finden.>>

          Eben das schrieb ich doch #kratz

          Die Frage war, warum viele so stolz darauf sind, alle neue Entwicklungen abzulehnen, dass sie es sogar ständig unagefragt anbringen müssen.

          Beispielsweise lautet die Frage: Wie kann ich bei Facebook xyz einstellen?
          Dann kommt wenig später die Antwort : Das weiß ich nicht. Ich habe kein Facebook und brauche es auch nicht, ich habe noch richtigte Freunde.

          Völlig irrelevant, oder?

          Da so eine Antwort immer kommt, muss es den Emittenten doch ein Anliegen sein, zu kommunizieren, dass die das ablehen und dass sie stolz darauf sind.

          Die Frage ist warum.

          • Hallo,

            vielleicht wollen sie ihn darauf hinweisen, dass er u.U. einen Fehler begeht.

            Und wenn ich dann irgendwelche anonymen Posts lese, dass eine Freundin mal wieder über Facebook irgendwelche Lügengeschichten über die TE postet, die schon fürchterlich verzweifelt ist, dann kann es schon sein, dass ich sage, dass es nicht passiert wäre, wenn sie auf diese Öffentlichkeit verzichtet hätte.

            In diesem Moment bin ich dann nicht stolz darauf, dass mir das nicht passieren kann, sondern es ist nur eine Bestätigung meiner Auffassung.

            GLG

            • "Und wenn ich dann irgendwelche anonymen Posts lese, dass eine Freundin mal wieder über Facebook irgendwelche Lügengeschichten über die TE postet, die schon fürchterlich verzweifelt ist, dann kann es schon sein, dass ich sage, dass es nicht passiert wäre, wenn sie auf diese Öffentlichkeit verzichtet hätte."

              Und diese Aussagen war dann "versteckt" in "Ich brauche das nicht, ich habe noch richtige Freunde!"?#kratz

                • Was hat die Tatsache, dass man bei FB ist, mit der Anzahl der reelen Freunde zu tun?

                  • Hallo,

                    Gegenfrage: Ist es nicht so, dass die, die tausende von FB-Freunden haben im wahren Leben eher außen vor sind?

                    Es soll zwar tatsächlich junge Leute geben, die ein reges soziales Leben außerhalb des Internet führen, aber inzwischen werden doch immer weniger.

                    GLG

                    • "Es soll zwar tatsächlich junge Leute geben, die ein reges soziales Leben außerhalb des Internet führen, aber inzwischen werden doch immer weniger."

                      Wie kommst du auf diese Behauptung? Und wo ist der Unterschied zu deiner Teilnahme hier bei Urbia? muss man annehmen, dass jemand, der regelmäßig bei Urbia schreibt, im wahren Leben "außen vor ist"?

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