Moralische Entscheidung...was würdet ihr machen?

    • (1) 04.11.13 - 10:07

      Hallo...

      wir stehen vor einem kleinen Problem und wissen nicht wie wir uns entscheiden sollen.

      Zur Vorgeschichte:
      wir haben unsere Wohnung zum 30.11. gekündigt. Unsere Nachmieter fragten uns ob sie schon eher in die Wohnung einziehen können. Da wir - aus urlaubsbedingten Gründen - eh schon Mitte November umziehen wollten, sagten wir denen unsere Wohnung zum 18.11. zu.

      Im Gegenzug dazu, übernehmen sie die Wohnung wie sie ist (Tapeten, Farbe an den Wänden) und geben uns anteilig die Nebenkosten.

      Da sie sich auf unsere Zusage verlassen haben, haben sie ihre Wohnung nun auch zum 01.12. Nachmieter gesucht und denen die Wohnung auch schon eine Woche früher zugesagt.

      Nun kommt es wie es kommen muss, durch den Sturm am 28.10. ist unsere neue Wohnung auf unbestimte Zeit nicht wirklich bewohnbar - nutzbar sind nur Schlafzimmer (15qm), 1 Kinderzimmer (12qm) und die Küche (8qm). Der Rest ist nass. Allein aus der Wohnung über uns wurde 300l Regenwasser gepumpt.

      Es sind noch keine Trocknungsgeräte (Estrichtrocknung) installiert, die alten Böden und Tapeten müssen noch entfernt werden - VOR der Trocknung. Sobald die Geräte installiert sind, dauert alles 3-4 Wochen + danach noch die Renovierung

      Die Trocknungsgeräte verursachen einen dauerhaften Geräuschpengel von 50-70Dezibel, die Geräte müssen 24/7 laufen und Fenster müssen geschlossen bleiben. Also kommt noch eine hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme dazu.

      Woher ich das alles weiß? Wir hatten das gleiche Spiel schon letztes Jahr durch eine geplatze Heißwasserleitung, wodurch unsere komplette Wohnung unter Wasser war. #schwitz
      Die Versicherungs zahlte dadurch für 8Wochen eine Übergangswohnung.

      Im jetzigen Fall werden wir zwar 100% der Kaltmiete mindern können, aber von den "paar Euro" (560Euro) kann man keine Ersatzwohnung zahlen - zumindest nicht für einige Wochen.

      Dadurch dass der Schaden vor Mieteintritt eingetreten ist, zahlt dieses mal weder unsere Versicherung noch die Versicherung des VM eine Ersatzunterkunft.

      Zu Verwandten oder Freunden können wir auch nicht.

      Naja das nur Vorweg und zu meinem "moralischen Problem". Unsere jetzige Wohnung gehört ja noch offiziell bis zum 30.11. uns. Wir haben die volle Miete gezahlt, Strom etc...

      Nun sind wir am überlegen ob wir "Schwein" sind und unseren Nachmietern die frühere Wohnungsübergabe verwehren, damit wir (ich bin dazu noch Risikoschwanger, habe nicht mal mehr 8 Wochen bis zum ET und wir haben ein 6jähriges Kind) zumindest 2 weitere Wochen komfortabel wohnen können.

      Oder lassen wir alles so wie es ist und ziehen in 12 Tagen auf die Baustelle?!

      Unsere Nachmieter haben ein kleines Baby (wenige Wochen alt) und sie können ja auch nichts für "unser Problem".... wir haben es denen ja zugesagt und sie haben sich auf unser Versprechen verlassen. Unser jetziger VM ist auch über den früheren Tausch informiert, Stadtwerke wurden gekündigt und benötigen nur noch die Zählerstände in 2 Wochen. Nachsendeauftrag ist gestellt....

      Wir sind da echt in einer Zwickmühle...

      danke für eure Meinungen

      • Hallo Regina-Regenbogen!
        Ist ja eine echt verzwickte Situation bei Euch. Also ich würde wahrscheinlich trotzdem umziehen und mir von der gesparten Miete ein Pensionszimmer oder eine Ferienwohnung nehmen. Weiß ja nicht ob das bei Euch möglich ist! Oder Ihr redet mit den Nachmietern, vieleicht können sie ihren Termin etwas verschieben? Aber das ist sicher schwierig da soviele Leute davon betroffen sind! Ich drück Euch die Daumen das Ihr eine gute, verträgliche Lösung findet!!!
        LG Susi

        hallo

        "schwein sein" würde ich es nicht nennen!
        aber ich würde dennoch bis zum 30.11. wohnen bleiben!

        das mit dem sturm war nunmal höhere gewalt!

        ihr bleibt ja nicht dort länger, weil ihr es euch anders überlegt habe.... das wäre "schwein sein". aber so, sehe ich da kein problem.
        natürlich ist es ärgerlich, keine frage. aber nunmal auch "höhere gewalt"

        Ich gebe mal zu bedeken, dass ihr mit éuren NAchmietern eine gültige Vereinbarung habt.

        "Da wir - aus urlaubsbedingten Gründen - eh schon Mitte November umziehen wollten, sagten wir denen unsere Wohnung zum 18.11. zu.

        Im Gegenzug dazu, übernehmen sie die Wohnung wie sie ist (Tapeten, Farbe an den Wänden) und geben uns anteilig die Nebenkosten."

        Das ganze ist ein mündlicher / schriftlicher Vertrag und wenn ihr euch an euren Teil nicht haltet, maht ihr euch ggf. shadensersatzpflichtig.

      • Hallo,

        renoviert Ihr dann die Wohnung auch, damit Eure Nachmieter am 01.12. da richtig einziehen können?

        Ihr solltet bedenken, dass Ihr vereinbart hat, dass diese die Wohnung so übernehmen, wie sie ist und sie wahrscheinlich herrichten wollten.

        Diese Zeit nehmt Ihr ihnen jetzt.

        Also würde ich für die 2 Wochen ein Zimmer mieten.

        GLG

      Wie Nordländer schon schrieb: eine Entscheidung nach gutdünken sehe ich nicht im Raum stehen.

      Ihr solltet sofort eine einvernehmliche Lösung mit den Nachmietern suchen.

      Habt ihr auf Eurem Radar, dass dei Nachmeiter eventuell ihrerseits Schadensersatzansprüche stellen können?

      Dass ihr die Schönheitsraparaturen eventuell machen müsst?

      Danke für eure Antworten.

      Wir haben vorhin mit unseren Nachmietern telefoniert.

      Da wir die letzten Wochen mehrfach Kontakt hatten (sie waren teilweise 2mal wöchentlich hier um irgendwas auszumessen und zu planen, riefen immer wieder mal an um irgendwas wegen der Wohnung zu fragen), sind wir mittlerweile per Du.

      Ebenso hatten wir sie letzte Woche direkt über den Schaden informiert, als wir davon erfahren haben.

      Wir haben denen unsere Situation -wie sie sich jetzt herausgestellt hat- erklärt und sie haben direkt von sich aus gesagt, dass wir wohnen bleiben sollen.

      Wir sind sehr erleichtert darüber, auch wenn wir immer noch ein schlechtes Gewissen haben.

    Hallo,

    ich kann verstehen, dass ihr jetzt nach Alternativen zu dieser "unwirtlichen" Wohnung sucht. Aber retten euch die zwei Wochen wirklich? Ja, du bist hochschwanger, aber die andere Familie hat ein kleines Kind und ihre eigenen Pläne für den Umzug gemacht. Schlussendlich würdet ihr eure Nachmieter auch zu einer "moralischen Entscheidung" zwingen, da diese ihre Wohnung ebenfalls schon anders zugesagt haben. Klar kannst du jetzt sagen - nicht mein Problem - aber versetz dich doch mal in deren Situation. Und du weißt nicht, welchen Rattenschwanz das noch mit sich bringt.

    Zu den rechtlichen Aspekten eurer mündlichen Vereinbarung will ich mich jetzt nicht äußern, da bin ich nicht sattelfest. Ich kann dir aber aus eigener Erfahrung sagen, wie aufreibend so eine Verzögerung ist. Man hat schon ein Umzugsunternehmen bestellt, Möbel geordert, Behördenkram angeleiert und und und .... Und nur so nebenbei - was hättet ihr denn gemacht, wenn der Sturm am 20.11. gekommen wäre? Da hättet ihr euch auch arrangieren müssen.

    VG
    solskinn

    • Wenn der Schaden im November entstanden wäre, hätte die Versicherung des VM eine Übergangswohnung gezahlt (die Frage hatten wir bei denen nämlich auch schon in den Raum gestellt)... somit hätten wir dann das Problem nicht.

Macht den Umzug wie mit den Nachmietern geplant und sucht Euch für die Zeit eine Ferienwohnung oder eine möblierte Wohnung.

Hallo!
Ich frage mich eigentlich nur, wo es so dermaßen IN die Wohnung regnet, dass man da Absauggeräte reistellen muss! Da würde ich so oder so nicht einziehen! Oder möchtest du alle paar Wochen/Monate in ne Pension ziehen?

Ich würde mich an meine Vereinbarung halten!
lg julia

  • Och das geht ganz einfach.

    Der Sturm hat das Dach abgedeckt (Flachdach). Es hat tagelang geregnet (Mo-Do durchgehend). Am Mittwoch Nachmittag kam jedoch erst ein Dachdecker um das Dach provisorisch zu flicken - vorher war keine Firma verfügbar. Am Freitag wurde das ganze dann nochmal aufgemacht und richtig zugemacht.

    Die beiden Parteien über uns (4. und 5.OG) hatten ihren Wasserschaden am Dienstag bei der Hausverwaltung gemeldet. Es ist übrigens nur eine Haushälfte betroffen.
    Unsere Wohnung liegt im 3. OG. Unser Vermieter - und somit wir- wurden über die ganze Sache NICHT informiert. Am Mittwoch bemerkten die Nachbarn aus dem 2. OG, dass Wasser von den Wänden/Decke läuft und unser Vermieter wurde informiert.

    Am Donnerstag ist das Wasser dann im EG angekommen.

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