"Pille danach" soll rezeptfrei werden - was haltet ihr davon?

    • (1) 08.11.13 - 20:19

      Guten Abend,

      soeben kam in der Tagesschau das die "Pille danach" rezeptfrei werden soll. Sie soll dann freiverkäuflich in der Apotheke nach einer Beratung dort erhältlich sein. Ich bin hin- und hergerissen. Meiner Meinung nach sollte kein Kind geboren werden was ungewollt und unerwünscht ist. Die Häufigkeit von Abtreibungen könnten so vielleicht tatsächlich verringert werden was ja nun sehr gut wäre. Allerdings befürchte ich wenn es dann so einfach ist diese Pille zu bekommen, machen sich vor allem die jungen Leute noch weniger Gedanken über Verhütung. Ein Freifahrtschein für gedankenlosen Sex? Schließlich kann ich danach ja problemlos so eine Pille einwerfen...

      Was denkt ihr darüber?

      #winke

      Guten Abend,

      so lange Babys im Komposter landen, müssen wir über ein Mittel, dass die Einnistung der Eizelle verhindert nicht diskutieren.

      Was wir diskutieren sollten, wäre die Abtreibung OHNE diese merkwürdigen Zwangsberatungsgespräche.

      Gruß

      • Was wir diskutieren sollten, wäre die Abtreibung OHNE diese merkwürdigen Zwangsberatungsgespräche.

        Denkst du tatsächlich das wäre ein Lösungsansatz? Sollte nicht der verantwortliche Umgang mit Sex und Verhütung das Mittel der Wahl sein, auch wenn ich zugegeben keine Idee habe wie man es "der Jugend von heute" näher bringen sollte als es sowieso schon gemacht wird? Lieber abtreiben als ein Neugeborenes töten. Ja, natürlich! Aber lernen die dann daraus und wenn ja, was? Das ich mir über nix mehr Gedanken machen muss, durch die Welt vögeln kann ohne spürbare Konsequenz? Eine Abtreibung ohne Beratungsgespräch bedeutet doch irgendwie, dass der Schwangeren nicht klar gemacht wird das es sich da um ein beginnendes kleines Menschlein handelt.

        #winke

        • (7) 09.11.13 - 11:53

          Hiv ist eine spürbare Konsequenz.

          Davor schützt die Pille danach nicht! Wer hemmungslos ohne Gummi "vögelt", kann schlimmere Probleme bekommen als eine ungewollte Schwangerschaft.

          Daher wäre ich auch dagegen dass man die rezeptfrei bekommt. So greifen viele dann doch eher zum Kondom.

          "Denkst du tatsächlich das wäre ein Lösungsansatz? "
          Ja. Selbstverständlich. Die Beratung durch den Arzt zu den medizinischen Vorgängen und den eventuell eintretenden Spätfolgen würde meines Erachtens völlig ausreichen.

          "Sollte nicht der verantwortliche Umgang mit Sex und Verhütung das Mittel der Wahl sein, "
          Das eine schließt das andere nicht aus und ist in vielen Fällen der Abtreibung voraus gegangen.

          "auch wenn ich zugegeben keine Idee habe wie man es "der Jugend von heute" näher bringen sollte als es sowieso schon gemacht wird?"
          Warum "die Jugend"? Das Problem mit dem Fehlerindex haben auch noch Frauen in den Wechseljahren.

          "Lieber abtreiben als ein Neugeborenes töten. Ja, natürlich! Aber lernen die dann daraus und wenn ja, was?"
          Das Baby als Strafe für einen Fehler?

          "Das ich mir über nix mehr Gedanken machen muss, durch die Welt vögeln kann ohne spürbare Konsequenz?"
          Eine Abtreibung IST eine spürbare Konsequenz. Das ist doch kein Spaziergang.

          "Eine Abtreibung ohne Beratungsgespräch bedeutet doch irgendwie, dass der Schwangeren nicht klar gemacht wird das es sich da um ein beginnendes kleines Menschlein handelt."
          Wenn eine Schwangere so blöd ist, dass ihr das nicht klar ist, hilft auch kein Beratungsgespräch.

          Im Übrigen trifft es "beginnend" ganz gut. Es ist noch keins.

          • (9) 13.11.13 - 00:46

            >>Eine Abtreibung IST eine spürbare Konsequenz. Das ist doch kein Spaziergang.<<

            Das ist m.E. ein Argument FÜR die "Zwangsberatung". Sicher sind die meisten Frauen, die ungeplant schwanger werden, am Anfang panisch und wollen den Zustand am liebsten so schnell wie möglich rückgängig machen. Aber mit Beratung und etwas Zeit zum Nachdenken wird der einen oder anderen womöglich klar, dass die Abtreibung die schlechtere Alternative für sie ist. Für diese Frauen (und auch für diejenigen, die von ihren Partnern oder Eltern unter Druck gesetzt werden, die Schwangerschaft abzubrechen), kann die Beratung m.E. eine echte Hilfe sein. Für die Frauen, die ohnehin entschieden sind abzutreiben, ist die Beratung zwar vielleicht lästig, aber kein echter Schaden.

            Aber das führt jetzt vom Thema weg ... In Sachen Pille danach bin ich ganz deiner Meinung.

            LG Meggie

    (10) 08.11.13 - 20:42

    Ich finde es richtig, dass sie freiverkäuflich werden soll. Es wird niemand zur Freizeitbeschäftigung solche Hormonbomen in sich reinwerfen. Und wenn auch nur ein ungewolltes Kind so verhindert werden kann, dann hat es seinen Sinn ja erfüllt.
    Allerdings sollte grundsätzlich auch mehr auf die möglichen Nebenwirkungen dieser Pille hingewiesen werden. Ganz so harmlos ist sie ja doch nicht.

    Lg,
    fina

    Ich finds nicht gut.
    Dieser Schritt setzt die Hemmschwelle deutlich herunter.
    Ich glaube, das noch weniger Menschen sich ernsthaft Gedanken über Verhütung und evtl. Konsequenzen machen, wenn es die Pille-danach so zu kaufen gibt.

    Von mir ein deutliches #contra

    (12) 08.11.13 - 22:07

    Sagen wir mal so, eine ex freundin Verhütet mit Abtreibung, da sie keine verhuetung will und ihr jeweiliger freund keine kondome benutzen soll, 8 kinder hat sie bekommen von einigen maennern, war auch 3 mal verheiratet. Sie hat aber min. Schon 9 Abtreibung. Fuer so jemand wäre die pille danach wohl besser, besser als abtreibung wenn das kind schon einen herzschlag hat. Na gut, wohl doch nicht, da sie sich immer erst kurz vor fristende entscheidet

    (15) 12.11.13 - 16:18

    So jemand würde aber auch nicht die Pille danach nehmen!

(16) 08.11.13 - 22:30

Kopiert....

Je zeitnaher die Pille danach nach der Verhütungspanne eingenommen wird, umso sicherer ist die Wirkungsweise.
Studien haben gezeigt, erfolgt die Einnahme innerhalb von 24 Stunden, besteht ein Schutz vor ungewollter Schwangerschaft zu 95%. Nach 24 Stunden ist die Wirksamkeit auf 85% gesunken und nur noch eine Wirkung von 58% weist das Präparat bei der Einnahme von 48 bis 72 Stunden auf.

Daher solle es frei sein, denn Arzttermin bekommt man am Wochenende nicht einfach so oder wenn man auch beruflich unterwegs ist.

Da zählt sozusagen jede Stunde.

Achja, je öfter man diese Pille nimmt, um so unwirksamer wird si und wenn dieses wissen in den Köpfen der Leute kommt, um so besser. Dann ist es nämlich auch kein Freifahrtsschein.;-)

lisa

(17) 08.11.13 - 22:31

Hi!

Die "Pille danach" wird hier in der Schweiz nun seit mehr als 10 Jahren rezeptfrei abgegeben. Absolut problemlos.

Der Preis: ab 30.- Fr.

Denkst du, es gibt viele Frauen, die pro Sexualakt 30 Fr. einkalkulieren, um zu "verhüten"?

In Deutschland kostet sie zwischen 16 und 18 Euro.

Ich weiss ja nicht, wieviel Geld junge Leute in Deutschland so zur Verfügung haben oder wie selten sie Sex haben.....aber denkst du wirklich, die Mehrheit der Deutschen ist reich und dumm?

Grüsse

serdes

  • (18) 09.11.13 - 08:55

    reich nicht ;-)

    (19) 09.11.13 - 22:37

    Ich hab 20 bezahlt. War ein teurer Spaß. Dazu 10,- Notaufnahmegebühr, der Weg (sonntagmorgens!) aus der Stadt raus zum Klinikum (bis da endlich ein Bus fuhr...), 3 Stunden Wartezeit bis zum Rezept, noch ne Stunde auf den Bus zurück warten, dann endlich die Notapotheke suchen und finden.

    Hat Zeit, Geld und Nerven gekostet. Und dann die Nebenwirkungen (ich weiß, haben nicht alle), die für mich persönlich allein Grund genug sind, die Pille danach nicht als Verhütungsmethode zu verwenden. Aber ich war schon verdammt froh, sie überhaupt zu bekommen.

(20) 08.11.13 - 22:49

Auch die Pille danach treibt evtl. ein Baby ab, wenn auch noch in einem sehr frühen Stadium. Ich weiß, wovon ich rede'! Habe sie selber mal genommen und bin trotz der Pille danach schwanger geworden!

  • (21) 12.11.13 - 10:04

    Die Pille danach treibt nicht ab! Sie verhindert den Eisprung und erschwert die Einnistung. Wenn du schon einen Eisprung hattest, der befruchtet wurde, macht die Pille danach gar nix mehr. Darum bist du schwanger geblieben, trotz Pille danach.

(22) 08.11.13 - 22:58

Wir müssen da vor allem unterscheiden, welche Frauen angesprochen sind.

Grundsätzlich hat die rezeptfreie Pille den Anspruch die Anzahl an Abtreibungen und unerwünschten (Teenager-)Schwangerschaften zu verhindern.

In Ländern, die bereits diese Pille rezeptfrei anbieten, wurde dieser Effekt nicht erreicht, in wenigen (!) Fällen von kostenlosen Pillen sind sogar die STD-Infektionen angestiegen.

Wie in der gesamten sexuellen Aufklärung muss man da auch den Hintergrund beachten: Mädchen aus sozial problematischen Familie, mit niedriger Bildung und/ oder finanziellen Schwierigkeiten und die sich im generellen weniger Gedanken machen, befassen sich nicht automatisch mit dieser Pille. D.h., sie nehmen die Möglichkeit gar nicht war und werden trotz des Angebotes aufgrund nachlässiger oder nicht vorhandener Verhütung schwanger oder sie sehen die Pille als ein "post-koitus" Verhütungsmittel.

In diesen Fällen muss die Einführung der rezeptfreien "Pille danach" unbedingt an flächige und gezielte Aufklärung gekoppelt sein!

Frauen, die sowieso auf Verhütung achten, werden von dieser Veränderung mehr profitieren, da die Notfallpille für sie leichter erreichbar ist und dann auch angemessen eingesetzt wird.

Es gibt aber auch Frauen, die lehnen sie ab, weil sie die Nebenwirkungen befürchten, unabhängig der eigenen Verhütung.

Grundsätzlich ist die "Pille danach" aber nur bedingt spezieller als die normale Pille. Bei bestimmten Marken ist der Hormongehalt sogar ähnlich, im Vereinigten Königreich werden sogar normale Verhütungspillen als "Pille danach" eingesetzt, weil sie günstiger ist und vom Prinzip her beinahe gleich. Ebenso könnte sich Frau dies zu Hause mit vorhandenem Wissen selber machen - es ist also nicht die Pille, sondern der Zeitpunkt. Und auch hier: eine Einnisten einer befruchteten Eizelle wird verhindert - und da haben wir dieselbe Debatte, wie auch bei der Abtreibung: wo beginnt das Leben?
Ich bin der Meinung, dass einem weiblichem Individuum nicht die Meinung anderer aufgezwungen werden darf und bin dafür, dass die Pille auch rezeptfrei erhältlich sein sollte und damit der Frau die FREIHEIT der EIGENEN Entscheidung gegeben.

Ich bin allerdings auch der Auffassung, das diese Veränderung mit einer flächigen und guten Aufklärung einhergehen muss und auch auf Verhütungsmethoden hingewiesen werden muss - man könnte die Veränderung also als Kampagne nutzen.

Als ich in London gewohnt habe, habe ich selber damals die "Pille danach" genommen. Ich habe immer auf Verhütung geachtet (Kondom) und als es einmal gerissen ist, konnte ich Morgen früh um 7.00 Uhr zu Boots gehen und wurde aufgeklärt, musste gesundheitliche Angaben machen und £25 zahlen. Danach ging ich zur Universität. Ich war dankbar für die Möglichkeit, denn einen Arzttermin zu beschaffen, das Rezept, dann zur Apotheke hätte mich wertvolle Stunden gekostet und auch wenn ich es gemacht hätte, ich hätte es mir zweimal überlegt... zumal ich im Studium kaum fehlen konnte, da kam also zusätzlich Druck dazu. Damals war ich 21 Jahre alt.

Die Situation in Deutschland habe ich einmal mitbekommen, als wir von England für einen mehrwöchigen Job eingeflogen wurden. Eine Mitarbeiterin hat mit einem Mitarbeiter alkoholisiert geschlafen und konnte sich nicht mehr daran erinnern, ob sie verhütet haben und sie bezweifelte es. Sie war 26 Jahre alt. Da sie zudem kein Deutsch konnte, habe ich mangels Telefonbuch im Internet nach möglichen Frauenärzten gesucht, nachdem sie eine Stunde beinahe heulend an der Wand lehnte und jegliche Hilfe abgelehnt hatte - da habe ich dann nicht mehr gefragt, sondern gemacht.

Da wir nur temporär in Deutschland waren, gab es keinen Ansprechpartner, wie bei dort wohnhaften Frauen. Nachdem ich bei der Dritten wenigstens telefonisch durchkam, konnte sie gleich gehen. Das heisst, Anfahrt von 20 Minuten, dann durch die Innenstadt. Dort fehlte selbstverständlich ein Dokument, also wieder zurück durch die Innenstadt und 40 Minuten zum Wohnort, danach dasselbe wieder zum Arzt.

Dort haben wir selbstverständlich gewartet, während ich ihr das Anmeldeformular übersetzt habe. Als wir dann an der Reihe waren, wurde sie nicht intensiver aufgeklärt als ich in England damals und wir gingen zur Apotheke. Die nächstgelegene hatte geschlossen, also musste ich zur nächsten fahren, die ich kannte. Dort gab es die Pille.

Wir haben STUNDEN an diesem Tag verbraten. Mehr als ein halber Arbeitstag ging drauf.

Und das Beste: drei Tage später kam sie wieder an, an einem SONNTAG! Wieder alkoholisiert Sex gehabt.

Eine rezeptpflichtige Pille hilft auch bei bestimmten Frauen nichts, dafür sind andere froh, dass sie sie ohne Rezept bekommen.

Im grossen und ganzen macht es keinen oder WENIG Unterschiede, positiv und negativ. Die Frage ist eher: wollen wir gewissen Frauen das Leben etwas leichter machen oder wollen wir die eigene Auffassung der "Pille danach" weiterhin als Diktat bestimmen lassen?

  • Danke für diesen Text.

    Interessant fand ich, dass es Studien geben soll, die belegen, dass die Pille danach keine gravierenden Auswirkungen auf die Abtreibungsraten haben soll. Wo findest man diese Studien? Denn das wäre ja meines Erachtens eine Grundvoraussetzung für solch eine Pille.

    Ich gehe nicht konform mit Deiner Aussagen, dass das weibliche Individuum ein Recht auf uneingeschränkte Handlungsfreiheit in ihrer sexuellen Entscheidungsfreiheit haben soll. Gebildete Frauen aus der gehobenen Mittelschicht betrifft es in der Regel eh weniger, aber die bildungsfernen Unterschichten - und da vorallem die Zielgruppe 14 - 25 - sind oftmals nicht in der Lage, diesbezüglich eine verantwortungsvolle Entscheidung zu treffen. Und da ist es zwingend nötig, dass es Vorschriften und Gesetze gibt, die eine mögliche falsche Handhabung vermeiden.

    >>Die Frage ist eher: wollen wir gewissen Frauen das Leben etwas leichter machen oder wollen wir die eigene Auffassung der "Pille danach" weiterhin als Diktat bestimmen lassen?<<

    Ich würde mich wohl für letzteres entscheiden.

    Aber ich gebe Dir Recht, wenn die Aufklärung zeitgleich und flächendecken stattfinden würde, wäre ein Gr0ßteil des Problems minimiert.

    Ich habe eine 14 jährige Tochter. Da macht man sich als Mutter schon Gedanken, wie es im Fall der Fälle wohl in unserer Familien aussehen würde. Wir sind weder bildungsfern noch gehören wir zur Unterschicht an und ich würde behaupten, dass meine Tochter ein sehr vernünftiges Denken in Sachen Sexualität hat. Aber der Teufel ist ein Eichhörnchen und man weiß nie, was kommt.

    Trotzdem würde ich es immer bevorzugen, dass mein Kind in einem solchen Notfall vorher zu einem Gyn geht und sich diesbezüglich beraten lassen muss. Ausfallzeiten in Schule, Studium oder Arbeit hin oder her. Soviel Zeit kann jeder investieren. Schließlich handelt es sich im Normalfall nicht um eine Alltäglichkeit.

    Nein, ich glaube, ich bin kein bedingungsloser Befürworter der Pille danach. Aber ich finde es gut, sich damit auseinander zu setzen und zu schauen, wie es andere Länder handhaben. Vielleicht lernt man ja auch aus deren Erfahrungswerten.

    LG

    • "Morning-after pill" und "studies" in Google eingeben.

      Es gibt ganz unterschiedliche Aussagen, bei kurzem Überfliegen war aber im Vereinigten Königreich 2011 die Zusammenfassung, dass die Abtreibungsrate nicht bzw. wenig verändert wurde, vorherrschend.

      Das kann bei anderen Ländern anders sein, von Vorteil ist es, in der Originalsprache nach Studien zu suchen.
      Das Vereinigte Königreich hat aber auch grössere Probleme mit Schwangerschaften bei Teenagern, ich denke also, dass die Ergebnisse der einzelnen Länder nicht 1:1 auf Deutschland übertragbar sind, auch aufgrund der Bildung, die die jungen Frauen hier erhalten.

      Ich finde es übrigens erschreckend, dass du Frauen die ungeschränkte, eigene Entscheidungsfreiheit in ihrer Sexualität bzw. sexuellen Handlungen absprichst. Für mich gehören Verhütungsmittel oder Notfallmassnahmen - und bis zu einem gewissen Zeitpunkt auch die Abtreibung zur sexuellen Selbstbestimmung und sind damit ein Menschenrecht! Das es noch Industrieländer gibt, die Frauen dieses absprechen - und leider eben auch Mitfrauen - ist nicht akzeptabel.

      Minderjährige sind aufgrund ihres Alters durch einen Vormund geschützt, der mit ihnen den Weg zwischen Verantwortung und Schutz und Erfahrungen geht.

      Grundsätzlich geht es weder den Staat, noch die Gesellschaft an, wie die einzelne Sexualität bzw. das sexuelle Verhalten aussieht und hat dementsprechend keine Vorschriften zu machen.

      Gesetze und Vorschriften sind in der Regel zum Schutz und für das geordnete Zusammenleben einer Gesellschaft da - die sexuelle Selbstbestimmung ist aber intim und da hat der Staat nichts darin verloren.

      Ich als mündige Frau möchte mir nicht die Meinungen anderer aufzwingen lassen - und das tut man, indem man mir die Selbstbestimmung abspricht, wann und wo ich diese Pille haben möchte und inwiefern ich sie benutzen will.

      Weiterhin habe ich bereits erklärt, dass ich in der Apotheke wesentlich besser aufgeklärt wurde, als meine Mitarbeiterin beim Gynäkologen. Die Rezeptpflicht ist KEINE Garantie für eine bewusstere, umfassende Aufklärung. Eine Beratungspflicht gibt es aber in beiden Fällen - auch rezeptfrei!

      • Grundsätzlich geht es weder den Staat, noch die Gesellschaft an, wie die einzelne Sexualität bzw. das sexuelle Verhalten aussieht und hat dementsprechend keine Vorschriften zu machen.

        Ja, allerdings reden wir hier auch nicht von einen Zuckerdrops sondern einem Medikament. Zahlreiche Medikamente sind rezeptpflichtig und somit nur vom Arzt verschreibbar. Wieso sollte das bei der Pille danach also geändert werden? Wenn ich schon nicht in der Lage war mich vorher um eine entsprechende Verhütung zu kümmern dann muss ich eben hinterher in den sauren Apfel beißen und umso mehr Zeit investieren. Wo bleibt denn sonst der Lerneffekt?

        #winke

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