körperlich am ende

    • (1) 09.11.13 - 01:29

      Ich war nie der Typ der jammert, aber ich muss es einfach loswerden. Seit der Geburt meiner Tochter (8wochen) fühle ich mich furchtbar. Ich habe Rücken,Nacken und ständige Kopfschmerzen. Laufe nur noch auf dem zahnfleisch. Es ist mein erstes Kind und daher kenne Ich Das einfach nicht. Vor der Ss war ich sportlich, habe Fussball gespielt und mich fit gehalten. Aber allein Treppen steigen macht mir schon sehr zu schaffen. Ich bin ständig müde aber schlafen kann ich gar nicht. Und letzte Woche hatte ich aus heiterem Himmel eine panikattacke.Auch auf meine sozialen Kontakte hab ich keine Lust. Ich will niemanden sehen & mit niemanden treffen oder telen. Will einfach nur allein mit meinem baby sein . Bin ich vielleicht zu angespannt ? Ist Das normal so lange nach der Geburt ? Hat jemand mit dem selben zu kämpfen gehabt?

      Danke schonmal fur eure antworten & dumme antworten werden stets ignoriert. ;)

      • Hallo,

        ich will dir jetzt nichts einreden, aber hast du schon mal an postpartale Depressionen gedacht? Sprich mit deiner Hebamme, deinem Arzt und deiner Familie. Such erstmal das Gespräch und wenn das nicht ausreicht, lass dir helfen.

        Alles Gute.

        LG
        Sassi

        • Ja hab ich gehört, aber ich dachte das wäre wenn man dem Kind für sein Leiden die schuld gibt. Aber ich liebe mein baby über alles und es ist ganz und gar keine Last fur mich. Aber ich werd mal mit meiner hebi reden. Danke für deine Antwort :)

          • Depressionen haben viele verschiedene Gesichter. Erschöpfung, Schlaflosigkeit oder auch die Tatsache, dass du keine Freunde sehen magst, können (müssen aber nicht) durchaus Symptome sein.

            LG
            Sassi

      Hallo, jawoll, ich bin auch dabei.....
      War bei mir genauso, hatte Kaiserschnitt. Habe wirklich gedacht, es wird nie weider besser. Habe mich gefühlt wie ein Stück Matsche. Allerdings war ich noch nie sportlich und habe ein einige Kilos zu viel auf den Rippen. Habe es immer darauf und auf mein Alter geschoben. War die Kellertreppe schon immer vergleichbar mit dem Eiffelturm? Waaaas, das Auto ist 20m entfernt?
      Panikattacken hatte ich nicht wirklich. Die "Heultage" habe ich damit verbracht, zu überlegen in welche Babyklappe ich mein Kind bringe. Oder gebe ich es doch lieber zur Adoption frei? Noch besser, ich wander aus! Alleine! Später kamen auch krasse Gedankengänge dazu, aber alles in Richtung: Was ist wenn mir was passiert? Oh Gott, ich muß mehr für die Rente machen! Was will der fremde Hund? Ich brauch noch nen 2., viel größeren Hund, der uns beschützen kann! ...Einfach alles Dinge, um die ich mir vorher nie Gedanken gemacht habe.
      Kontakt zur Außenwelt? Oh man, lasst mich doch alle in Ruhe und nervt mich nicht. Telefon war pauschal lautlos (das habe ich vor dem Kind aber auch öfter gemacht). Wie xy hat nen neuen Kerl? Is mir sowas von egal, ich vegetiere hier zwischen Babykotze, vollgeschissenen Windeln und nem hungrigen, schreienden Wesen.

      Im Nachhinein finde ich mein Verhalten ziemlich normal. Ich war immer eine "Macherin". Lege mich auch stundenlang, ohne mit der Wimper zu zucken, beim Tätowierer auf die Liege. War nur für mich alleine verantwortlich. Aber eine Geburt, mit allen körperlichen und hormonellen Nebenwirkungen.....oha, das war mal nen Kaliber.

      Ich weiß auch nicht, ob alle zugeben würden, wie scheiße es ihnen wirklich geht. Genauso wie in der Schwangerschaft, muß doch auch sofort nach der Geburt das pure Glück aus einem Sprühen, am Besten 3 Stunden nach der Geburt schon wieder den Haushalt komplett alleine schmeißen und vor allem muß man aussehen, als wenn man gerade aus dem Urlaub kommt....wenn man aber mal so locker in der Runde erzählt, wie mies es einem ging, kommt oft ganz Leise, fast beschämt: Ging mir auch so!

      Ich glaube wirklich, das mein Mann öfter die Vermutung hatte, das ich im Krankenhaus gegen einen Alien ausgetauscht wurde....#schock.
      So ganz die Alte bin ich immer noch nicht, aber nach nem halben Jahr ist fast alles wieder gut.

      Ach, und nur weil man sich nen Kopf macht und nicht gleich taufrisch ist hat man auch nicht gleich ne fette Wochenbettdepression.
      Also, alles ist gut......äh, vielmehr: Alles WIRD gut!
      LG

      • Haha, da hab ich mich doch in einigem wiedererkannt. Danke! :-D

        Danke! So ging/geht es mir jetzt bei Kind Nr. 2!
        Heute ist wieder ganz schlimm. Und die Kleine ist schon fast 7 Monate alt! Habe zwischendrin also nicht direkt nach der Geburt so glaube als Baby 12 Wochen alt war bis Mäuschen knapp 20 Wochen alt war fast täglich geheult! Danach war es wie weggeblasen, alles prima, aber heute hab ich nen Rückfall nach 12 Wochen)! Bin echt froh, daß es nicht nur mir so geht!!!

        Es ist gut zu wissen, dass man nicht alleine ist mit solchen Dingen. Aber so Gedanken wie babyklappen oder so habe ich zum Glück nicht. Wie gesagt mein baby ist mein ganzer halt. Aber heulen, nerven am Ende, etc. Ist schlimm. Naja ich lebe allein und von daher muss ich den Haushalt schmeissen und ich habe auch im wochenbett nicht wirklich Zeit gehabt mich mit meinem baby einfach den ganzen Tag ins bett zu legen und Das kennenlernen zu geniessen. Da meine Familie ständig da war und es einfach mal ignoriert hat wenn ich allein sein wollte. Somit war nichts mit ausruhen. Und dann Wochen später hiess es dann, die Geburt ist ja nun schon wochen her willst du dich nicht mal bisschen aufrappeln.. oder damals bei uns hatten wir nie hilfe und haben Das alles geschafft. Meine Familie schafft mich echt :(

        • Hallo,
          ich hätte meine Motte niemals abgegeben, nur es gab Momente wo ich wirklich dachte, ich schaffe das alles niemals. Die Kleine hat was besseres verdient. Ich war körperlich nicht in der Lage mich alleine um mein Kind zu kümmern. Ich habe zwar nen Mann, aber der mußte ja auch wieder arbeiten, Freunde auch. Eltern habe ich keine mehr und Schwiegermutter ist mir zu fremd, um sie in der Situation in meiner Nähe haben zu wollen. Sie ist ein echtes Anfängerbaby....ich weiß nicht, wie es sonst geendet wäre. Das was du beschreibst, das man sein Kind garnicht in Ruhe kennenlernen kann, kenne ich sehr gut. Es stimmt, wenn man in der ersten Zeit überhaupt keine Ruhe hatte, bzw von den kleinsten Dingen völlig erschöpft ist, und dann anch ein paar Wochen kommt: So langsam muß es dir doch besser gehen!....is einfach Scheiße.

          Es ging wirklich bergauf, als ich erkannt habe, das ich niemandem Rechenschaft über meinen Alltag ablegen muß. Einfach angefangen habe in den Tag hineinzuleben und nur noch die Motte gezählt hat. Auch muß ich niemandem beweisen wie fit ich doch bin.
          Bevor mir das so klar bewußt wurde, habe ich viel geweint und war super aggressiv. Mein Mann hat schon ein Kind aus einer früheren Beziehung und der Ex ging es wohl auch recht schnell wieder gut. Er dachte wirklich ich habe ne Wochenbettdepression und hat dann meine beste Freundin auf mich angesetzt. Sie kennt mich gut und weiß, das ich mich zurückziehe, wenn es mir schlecht geht....ist aber mit Kind nicht mehr möglich. Und genau das war das Problem ....
          Habe dann trotzdem mal mein Blut checken lassen, kann ja sein, das da einiges durcheinander gekommen ist, war aber alles okay.
          Heute lache ich wirklich über diese ersten Chaoswochen....mein Mann sagte letztens zu mir: Hey, wer wochenlang blutet und das überlebt, der darf auch rumzicken!

          LG

    Es kann vieles sein. Hattest du PDA?

    Ich habe an Babyblues gedacht, aber nach 8 Wochen denke ich an Depression. Frag deine Hebi und Frauenarzt. Damit ist nicht zu spassen- ich weiss wovon ich rede.
    Lass dir helfen.
    Alles Gute :-)

Hallo,

es könnte natürlich eine postpartale Depression sein. Das würde ich im Auge behalten und mal mit der Hebamme besprechen.

Aber ich würde zuerst einen Termin bei einem guten Osteopathen machen (und das mit Dringlichkeitsansage ;-)). In der Schwangerschaft verändert sich der Körper und nach der Geburt rückt sich alles irgendwie wieder zurecht. Das führt oft zu Verspannungen was sich wiederum in Kopfschmerzen und Rückenschmerzen äußert. Und wenn man verspannt ist kann man kaum schlafen. Dadurch ist man wiederum lust- und antriebslos. Kann also auch alles davon kommen. Der Osteopath rückt dich sanft wieder zurecht - das funktioniert tatsächlich unvorstellbar gut :-)

Kopfschmerzen sind durch die Hormonumstellung sowieso etwas normales das ganz viele Frauen haben. Durch die PDA sind die in den wenigsten Fällen ausgelöst. Wenn doch dann treten innerhalb von 24 Stunden nach der PDA wirklich richtig heftige Kopfschmerzen auf. Das merkt man...

Viele liebe Grüße
Ina #winke

Top Diskussionen anzeigen