panikattaken nach hauskauf

    • (1) 17.11.13 - 13:30

      Hallo. Ich hoffe ich bin hier richtig und ihr könnt mir vielleicht helfen.mein mann und ich haben vor 2 wochen einen Kaufvertrag für eine Immobilie unterschrieben. Wir waren so glücklich.Seid einer woche habe ich herzrasen bekomme ich keine luft und könnte nur weinen. Ich muss immer an mein elternhaus denken und an die scheidung meiner Eltern und habe das Gefühl das jetzt alles vorbei ist das alles verkehrt war mit dem haus.Wir sind als neue Besitzer im Grundbuch noch nicht eingertagen und wir haben es auch erst ab april. Ich hoffe so sehr das die Verkäuferin einen aufhebungsvertrag mit uns macht. Da auch andere das haus kaufen wollten. Ich habe das Gefühl unter der last zu ersticken. Was soll ich nur tun? Ich erschrecke mich vor mir selbst.

      • Hallo,

        such Dir einen Gesprächspartner, mit dem Du Dich über Deine Ängste austauschen kannst.

        In erster Linie Dein Mann, es kann aber natürlich auch Deine Mutter sein oder eine andere Person, der Du vertraust.

        Ängsten muss man ins Auge sehen, darüber sprechen und sie verarbeiten lernen.

        Manche Menschen brauchen auch professionelle Hilfe dafür.

        GLG #klee

      Erstmal tief durchatmen. In der Regel verschuldet man sich durch einen Hauskauf schon ordentlich, da ist es doch verständlich, dass man mal kurzfristig Herzrasen bekommt, wenn man gerade den Vertrag unterschrieben hat.

      Wenn Ihr Euch nicht völlig kopflos in das "Abenteuer Haus" begeben habt, dann setz Dich in Ruhe mit Deinem Mann hin und besprich Deine Ängste. Und denk dran: Das Leben Deiner Eltern ist nicht Dein Leben!

    • Hallo,

      bei der Unterzeichnung des Kaufvertrages warst du sehr glücklich, wie du schreibst. Dieser Kauf war mit Sicherheit nicht unüberlegt getätigt; ihr werdet euch auch im Vorfeld schon einige Gedanken über eine eigene Immobilie gemacht haben.

      Hast du mal in dich reingehört, was denn diese plötzliche Panik verursacht? Die Scheidung der Eltern hat doch mit dem Erwerb eines Hauses eigentlich nix zu tun, zumindest nicht vordergründig. Kann es sein, dass dein Elternhaus nach der Scheidung zum Zankapfel wurde? Ist eventuell die finanzielle Belastung und damit verbundene Einschränkungen mit ein Auslöser?

      Überlege dir das sehr, sehr gut mit dem Aufhebungsvertrag. Vor diesem Schritt musst du unbedingt analysieren, weshalb die ursprüngliche Euphorie ins Gegenteil gewandelt ist. Versuche, dich auf das Haus zu freuen und richte es schon mal in Gedanken ein. Gehe oft in dieser Gegend spazieren, damit du dich eventuell schon ein bißchen heimisch fühlst.

      Allerallerschlimmstenfalls kannst Du das Haus später immer noch verkaufen, wenn es nicht gelingen sollte, dich im Haus und der Gegend wohlzufühlen.

      Alles Liebe!
      Linda

      Hallo,

      ich denke auch, dass dich grad deine Vergangenheit einholt. Verwechsle das nicht. Wenn das Ganze finanziell durchdacht war, dann spricht ja nun erstmal nichts dagegen.

      Es ist so, dass bestimmte Situationen Erinnerungen wecken, positive wie negative. Das kann dann auch schon mal sehr massiv sein. Mir ist das auch schon öfter so ergangen und ich versuche anzunehmen, dass es an der Zeit ist, sich mit diesem alten Thema auseinanderzusetzen und eine erwachsene Lösung bzw. Sicht auf die Dinge zu bekommen. Mit oder ohne Hilfe.

      Wichtig ist, sich nicht von den Gefühlen überrollen zu lassen, versuche, tief durchzuatmen.

      Schreibe auf, was für dieses Haus spricht und was dagegen. Und ob die Kontra Argumente wirklich mit deinem Leben in der Gegenwart zu tun haben. Vielleicht hilft das schon.

      Alles Gute!

    • Hallo karli,

      du könntest eine pro-und contra- Liste anfertigen...

      ...vielleicht würde dir dies von selbst ein paar Fragen beantworten.

      Viel Glück bei deiner Entscheidung#klee

      LG Daniela

      Hallo,

      für mich hört es sich nicht so an, als wäre das Haus selbst Auslöser deiner Panikattacken. Das Haus steht für irgend etwas, das du nicht aufgearbeitet hast und das dich jetzt einholt.

      Sollte meine Vermutung stimmen, so wird der Aufhebungsvertrag dein Problem nicht lösen. ;-) Sondern es wird dich irgendwann in anderer Form erneut einholen.

      Versuche, herauszufinden, "wofür das Haus steht". Wenn du die wahre Ursache für deine Panikattacken aufspüren kannst, so kannst du daran arbeiten.

      LG

      • Vielen Dank euch allen für eure Hilfe. Ich glaube auch das haus weckt unverarbeitete Dinge aus meiner Kindheit. Ich werde professionelle Hilfe in Anspruch nehmen und mir Hilfe bei der Verarbeitung holen.

    Soll eine "Panikattacke" bestimmen oder der Verstand?

    Frage also: basiert Deine Panik auf nachvollziehbaren und rationalen Gründen und ein Rücktritt vom Hauskauf ist die richtige Wahl.

    Wenn nicht solltest Du fachliche Hilfe aufsuchen. Irrationale Panik ist kein Ratgeber.

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