Wie wichtig ist euch Individualität?

    • (1) 19.11.13 - 10:31

      Hallo zusammen,

      diese Frage geistert mir schon ewig im Kopf rum - wieviele Gedanken machen sich andere um ihre Erscheinung.

      Kurz mal zu mir - ich wäre gerne individueller und mutiger, was mein Erscheinungsbild angeht. Durch meine Haare bin ich da ein wenig eingeschränkt, da die so auffällig sind, dass ich mich in allem anderen zurückhalte. Ich wäre gerne extravaganter, interessiere mich sehr für Mode, aber bei bestimmten Kombinationen schrecke ich schon zurück, wenn ich daran denke, noch mehr aufzufallen oder schlimmstenfalls Distanz zu spüren. Was jetzt nicht heisst, dass ich Typ graue Maus bin oder sein möchte.

      Bei anderen finde ich es extrem anziehend, wenn sie nicht Mainstream sind, sondern ihr Ding durchziehen. Paloma Faith z.B. finde ich super in ihrer Extravaganz. Oder manche 50 er Jahre Frauen. Aber auch bei Männern mag ich es, wenn die sich was trauen.

      Wie ist es bei euch? Macht ihr euch viele Gedanken über euer Erscheinungsbild? Passt ihr euch dem Freundeskreis an? Geht ihr vielleicht sogar Klamotten kaufen, ohne Ansprüche, hauptsache passt? Geht ihr da pragmatisch dran oder verfolgt sogar konsequent einen

      Style? Müsst ihr euch womöglich berufsbedingt einschränken? Fragen über Fragen -

      ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir Einblick gewährt!

      LG #blume

      • ich liebe extravagante Klamotten. Für mich ist Kleidung ein äußeres Zeichen für die innere Einstellung, insofern möchte ich auch etwas damit ausdrücken. Ich kleide mich schon sehr auffällig...ich mag es auch wenn ich auffalle. #cool

        Wenn es mir allerdings schlecht geht, dann kleide ich mich auch ganz in schwarz oder grau, dann möchte ich nämlich wiederrum in der Masse untergehen und mich möglichst klein und unauffällig verhalten. Da würden mich die Blicke der anderen eher stören.

        Insofern kann man sagen, dass meine Kleidung sehr von meiner Stimmung beeinflusst wird.

        Liebe Grüße
        Ariane

        • Hallo,

          ich mag es auch wenn jemand durch seine Kleidung auffällt (nicht unbedingt durch deren Geschmacklosigkeit).

          Ich selbst höre oft: du trägst immer so tolle Farben und die stehen dir so gut. Darüber freu ich mich, weil es mit der sonstigen Extravaganz nicht so weit her ist (wegen der momentanen Kleidergröße fehlender Einkaufsideen...). Beruflich kann ich mich kleiden wie ich möchte. Worauf ich aber Wert lege ist, nie Sachen anzuziehen, die ich nicht mag, wie bspw. Businessanzüge in den typischen Farben anthrazit und schwarz sowie weiße Blusen - das ziehe ich auch nicht zu offiziellen Terminen an, weil die Leute darin, besonders Frauen, so uniformiert aussehen. War neulich bei einem offiziellen Event die einzige Frau mit Kleid - und hab viele Komplimente bekommen, obwohl "frau" laut businessknigge ja Hosenanzüge in gedeckten Farben trägt, das mutigste Zugeständnis ist ein buntes Tuch - toll, dann sieht man richtig flott aus.

          Ich finde es gibt in Deutschland wenig Frauen die sich individuell und gut kleiden - ich sehe eigentlich sehr selten etwas, von dem ich denke, wow, das sieht toll aus, hat nicht jeder, will ich auch haben. Eine Zeitlang fand ich die Sachen von desigual gut (hab mir aber nie was gekauft) weil die Farben so anders waren und die Muster, mittlerweile gefallen sie mir aber auch nicht mehr zumal sie jetzt neben Esprit und s.oliver in jedem Laden zu finden sind. Das sind für mich so richtige mainstream Marken, ebenso wie Jack Wolfskin, Wellensteyn, Abercrombie etc. Ich find das gruselig wenn man Marken spazierenträgt.

          In meinem Bekanntenkreis ist eine Frau, die hat einen eigenen Style - trägt immer Schwarz und dazu rote Lippen (ist aber auch so ein Paloma Picasso Typ). Sie ist die einzige die ich kenne zu der es passt. Und eine Freundin habe ich, die sich immer so anzieht, dass die Sachen einen gewissen Wiedererkennungswert haben.

          Grundsätzlich mag ich Klamotten, die aufgrund ihrer Farbe ins Auge stechen (gibt ja zu der Jahreszeit kaum Farben auf der Straße), nicht wegen ihres Markenaufdrucks. Ganz schrecklich finde ich alles, was in Modezeitschriften als "must have" bezeichnet wird, wie bspw. diese unsäglichen Liebeskindtaschen und sonstiger Kram von bestimmten Labeln.

          • ich liebe auch desigual #huepf

            Da gehe ich schon gerne in den Laden weil alles so bunt und fröhlich ist. Hab auch einige Teile im Schrank, auch die Taschen finde ich cool #cool

            Jack Wolfskin ist halt wegen der Qualität gut. Das ist einfach casual, da habe ich eigentlich nur zwei Jacken für jede Jahreszeit, aber ja, hat jeder und sie sind nicht besonders ausgefallen.

            Ich finde die Kleider müssen zu jemandem passen. Das was bei meiner Freundin gut aussieht, sieht an mir vielleicht scheiße aus und umgekehrt. Ich bin eher der dunkle Typ, ich finde da passen knallende Farben.

            Aber ich finde man muss ich wohl fühlen, nicht verkleidet, sonst strahlt man nichts aus. Wenn einer sich in einer Jeans und T-shirt wohl fühlt, dann strahlt er viel mehr aus als wenn er irgendwas kanlliges trägt und sich unwohl fühlt.

        Das sind immer die Vorurteile: ich trage IMMER und ausschließlich schwarz! Aber ich bin nicht traurig und will auch nicht nicht gesehen werden! Ich will einfach nichts anderes anziehen und finde es immer doof, wenn man fragt: gehts dir nicht gut? oder ist wer gestorben?

        • das kann bei jedem anders sein. Schwarz ist eine sehr edle und schöne Farbe. Trotzdem ziehe ich ICH es eben vor allem dann an, wenn ich eben NICHT auffallen möchte. Aber auch andere gedeckte farben. Und manchmal ist mir eben nicht nach diesen Blicken. Da kleide ich mich unauffällig und schon bemerkt mich keiner ...ist wirklich so...

    Beruflich bedingt muss ich mich anpassen. Da gibt es klare Vorgaben, was ich anziehen darf und was nicht. Das stört mich auch nicht weiter.

    Privat bin ich überhaupt nicht Mainstream. Ich weiß, was mir steht und was mir gefällt. Da experimentiere ich nicht sonderlich rum.

    Da ich beruflich in Sachen Kleidungsstil sehr festgelegt bin und viel Rock, Blazer, Bluse, Stoffhose und hohe Schuhe trage, muss ich das in meiner Freizeit nicht unbedingt haben. Da bin ich eher der Jeanstyp und mein Kleidungsstil ist eher sportlich.

    Trotzdem mache ich mir natürlich Gedanken über mein Erscheinungsbild. Das definiere ich aber nicht nur über Kleidung, sondern auch über meine Haare, meine Haut, meine Fingernägel und sonstige Körperattribute. Natürlich spielt auch das Gewicht dabei eine Rolle. Es gibt halt da Dinge, die mir wichtig sind.

    Aber ich habe mir abgewöhnt, mich von der Meinung anderer zu sehr beeinflussen zu lassen. Ganz unwichtig ist mir das Urteil meiner Mitmenschen natürlich nicht, aber es ist nicht lebensnotwendig für mich.

    LG

    (8) 19.11.13 - 11:17

    Ich bin individuell/speziell mit meiner Art. Würde ich jetzt noch extrem individuelle Klamotten tragen, bekäme mein Umfeld einen Knall.

    Gruss
    aggi

    Hallo!

    Mir ist Individualität sehr wichtig, Mainstream bin ich nicht wirklich. Allerdings verhält es sich bei mir anders als Du mit Deiner Frage vermutlich gemeint hast.

    Ich sehe einfach schonmal anders aus als die meisten Frauen in meinem Alter, weil ich keine Haare habe. Und ich trage keine Perücke. Niemals. Ich habe mich für so ein Zwischending zwischen Tuch und Hut entschieden, davon habe ich mehrere Exemplare, die ich mir von einer Hutmacherin anfertigen lasse.

    So, nun ist das schon einigermaßen extravagant und legt den Stil fest. Dementsprechend ist meine Kleidung recht schlicht. Wenn ich jetzt zu einer bunten Kopfbedeckung, die insgesamt wenig mädchenhaft ist, ein gemustertes Sommerkleid trage, sieht das, gelinde gesagt, kacke aus. Also kleide ich mich schlicht und in gedeckten Farben. Schon eher lässig, aber nicht schlampig, schlabberig und so. Verstehst Du, was ich meine...?

    Und klar verfolge ich damit einen gewissen Stil. Natürlich könnte ich wirl rumexperimentieren mit unterschiedlichen Kopfebdeckungen, ohne Haare, mit Perücke.... da ginge schon noch einiges. Aber dafür bin ich nicht mutig genug. Und will es auch eigentlich gar nicht. Ich hab meinen Stil gefunden.

    Das heißt, ich falle schon auf, ganz ohne extravagante Kleidung. Und ja, das ist mir wichtig. Sonst würde ich Perücken tragen und mich unauffällig adrett und weiblich kleiden. Das bin aber nicht ich, also mache ich es nicht.

    Viele Grüße!

Hallo,

Ich persoenlich war noch nie besonders ausgefallen gekleidet. Keine Punk oder new Wave Phase im Jugendalter, keine tattoos, extrem sexy klamotten in den 20 ern.

Trotzdem bin ich frueher immer aufgefallen, oft hohe Schuhe, gerne Farbe und weil ich ein dunkler Typ bin.

Jetzt als Mutti in der Vorstadt, trage ich beruflich relativ konservative Sachen, privat mit Kindern jeans, boots, Pulli.

ihc muss gestehen, dass ich mir viel weniger gedanken um klamotten wie frueher mache, bestelle viel im Internet und fege viermal im jahr durch P&C.

Vielleicht liegt es am Alter, aber Individualitaet hat bei mir nicht viel mit ausgefallener kleidung zu tun.

ich kenne hier viele mit tattoos, bunten Straehnen im Haar, die die groessten Spiesser sind und Kollegen im Anzug, die sich als wahre freaks entpuppen.

was ich aber registriere ist gute kleidung. Ich war letztens auf einem Kongress mit Franzosen und Italienern, und ein paar hatten wirklich tolle Anzuege an, die irgendwie anders als das uebliche waren. Das empfand ich dann doch irgendwie als individuell. So in seiner kleiderordnung dann doch anders zu sein.

  • "Vielleicht liegt es am Alter, aber Individualitaet hat bei mir nicht viel mit ausgefallener kleidung zu tun.

    ich kenne hier viele mit tattoos, bunten Straehnen im Haar, die die groessten Spiesser sind und Kollegen im Anzug, die sich als wahre freaks entpuppen." [...]

    Exakt.

    Ich würde mir wünschen, es wären mehr Menschen mutig und individuell im Denken denn rein in der Kleidung. Für meinen Geschmack wird zuviel wert auf den Stoff drum herum gelegt und zu wenig auf den Menschen drin.

    Gruß, C.

    PS: Ich falle tatsächlich auf, aber nicht wegen meiner Kleidung oder meiner körperlichen Optik (ich bin da sehr durchschnittlich bis leicht unterdurchschnittlich). Es mag an meiner Ausstrahlung liegen.

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