Gibt es das Wirklich ? was meint Ihr

    • (1) 26.11.13 - 07:39

      Guten Morgen zusammen

      Ich muss zugeben das ich gerne mal Frauentausch schaue #hicks und ich muss ehrlich sagen das ich nicht glaube das wirklich immer alles nur gespielt ist. Oder denkt Ihr das es wirklich keine Familien gibt wo die Wohnung so dermasen schmutzig ist? Die Kinderzimmer alles andere als Kindgerecht eingerichtet sind, und die Hygienie am Mensch zu wünschen übrig lässt?

      Ich kann das wirklich nicht verstehen Putzmittel und Hygieneartikel müssen echt nicht teuer sein, ich kaufe da auch praktisch nur NO Name bis auf paar wenige Ausnahmen,auch bei Obst und Gemüse muss man kein Millionär sein.

      Was mich auch aufregt darüber meckern das sich andere Familie mehr leisten können und das der Staat ja soo wenig zahlt, aber beide Elternteile wollen den Finger nicht aus dem A......... nehmen. Kann ich absolut nicht verstehen.

      Wie steht Ihr zu dem Thema? Und ich meine jetzt nicht direkt Frauentausch sondern allgemein diese Themen.

      Und bitte sachlich diskutieren ohne beleidigungen.

      Lg Andrea

      • Hallo.

        Solche Familien gibt es leider zuhauf! Aber zugeben würde es natürlich keiner.

        Letztens gab es erst einen Post zu einem Stubenwagen bei Ebay. Eigentlich aufgrund der nackten, gutbeleibten Frau, die im Hintergrund zu sehen war.
        Wer nochmal genauer hinschaute, sah dann auch, dass das ganze Schlafzimmer vollgemüllt mit irgendwelchem Krempel war. Es war wirklich schon eklig. Auch wenn kein Müll dabei gewesen war (kann man via Foto ja nicht beurteilen), sondern alles Wäsche gewesen sein mag, geht so etwas in meinen Augen garnicht.

        Die Leute, die so leben, sehen dass doch meist mit anderen Augen. Es sei doch garnicht so schlimm. Es ist zwar "unordentlich", aber doch nicht dreckig.

        Ich will garnicht wissen wie viele hier rumtummeln, bei denen es ebenso oder ähnlich aussieht.

        LG,
        Enelya

        (3) 26.11.13 - 08:15

        Naja, die Leute gibt es sicherlich wirklich, und die Wohnungen auch. Ich habe in meinem Leben genug Wohnungen gesehen, die so aussehen. Man muss ja auch ein bestimmter Menschenschlag sein, um ins Fernsehen zu wollen.

        Aber die Handlung in der Sendung ist komplett vorgegeben. Sonst würde es ja keiner gucken, wenn da nicht immer handfeste Konflikte wären. Da wird der Frau gesagt, sie soll über die Sauberkeit meckern, sie soll dieses und jenes zu dem Mann sagen, er soll sich dann aufregen und türenknallend aus dem Raum gehen. Die Folgen sind doch fast alle gleich. Es geht immer um Sauberkeit, vernachlässigte Kinder und faule Männer. :-p
        Ich bleib beim Zappen manchmal dran hängen, aber nach spätestens fünf Minuten stelle ich fest, dass es immer das gleiche ist. Und die Dialoge sind so schlimm künstlich. Schnell wieder wegezappt... ;-)

        LG

        Hanna

        -------und die Hygienie am Mensch zu wünschen übrig lässt?------

        Oh doch, sowas sehe und rieche ich jeden Tag.

        Ich habe jeden Tag eng mit Menschen zu tun, und ab und zu vergeht mir alles.

        Und bei diesen Leuten sieht es zuhause sicher auch nicht anders aus.

      • "Was mich auch aufregt darüber meckern das sich andere Familie mehr leisten können und das der Staat ja soo wenig zahlt, aber beide Elternteile wollen den Finger nicht aus dem A......... nehmen. Kann ich absolut nicht verstehen."
        Sachlich diskutieren???#kratz

        Ganz ehrlich ich habe vor meiner eigenen Haustür genug Dreck wegzukehren, ehe ich mich um den Dreck der anderen kümmere.

        Ich finde es wirklich toll, dass du dir immer Putzmittel kaufen kannst und du deinen Haushalt ordentlich und sauber halten kannst, so das man sich drin wohl fühlt.
        Es soll Menschengeben, bei denen ist es kein Thema sich das Putzmittel leisten zu können, sondern die sind schlichtweg überfordert und bräuchten jemanden an ihrer Seite die ihnen die normale Haushaltsführung lehrt, andere wiederum stört es einfach nicht- andere Prioritäten eben.
        Sind sie dadurch schlechte Menschen?

        • Ich habe nicht gesagt das diese Menschen schlechter sind. Auch bei mir würde jemand in einer Ecke Staub finden wenn man sehr pingelig ist.

          Aberv ich habe eine Grund Ordnung/ Sauberkeit. Und Putzmittel kaufe ich bestimmt keine Marke sondern das billigste was es gibt.

          Beim Thema Arbeiten ich kann nicht meckern das es andere Familie finanziell besser haben, aber gleichzeitig sagen das ich kein Bock habe arbeiten zu gehen.

          Ich gehe arbeiten damit wir auch sparen können,und ich uns mehr lesiten kann und nicht bei einer Chipstüte wo mein Kind haben möchte nein sagen muss.

          Mein Mann verdient gut aber man weis nie was im Lebens passiert so stehe ich zumindest auch im Berufsleben.

          Und nein meine Kinder bekommen nicht immer was sie sich gerade wünschen,und beim einkaufen gibt es auch nicht immer etwas.

          • Hey, du mußt dich nicht rechtfertigen.
            Mir ist es persönlich egal wie es bei dir oder jemand anderem aussicht, wie undwomit er putzt, ob seine Kinder mehr als die "tolerierten" 30 min am Tag fernsehen, ob sie alle Wünsche erfüllt bekommen usw.
            Das ist doch eure Sache und auch nur eure Sache allein.

            Grundtenor meines Beitrages war, lieber um den eigenen Kam kümmern, leben und leben lassen oder eben Hilfe anbieten

      Frauentausch ist ein Trash - Format, dass überspitzt nach Drehbuch dargestellt wird.
      Dennoch gibt es ganz sicher solche Leute auch im RL.

      <<
      Was mich auch aufregt darüber meckern das sich andere Familie mehr leisten können und das der Staat ja soo wenig zahlt, aber beide Elternteile wollen den Finger nicht aus dem A......... nehmen. Kann ich absolut nicht verstehen<<

      Kann ich auch nicht verstehen. Aber solche Leute gibts. Meine Nachbarn sind solche Kaliber. Da bekomm ich täglich das kalte kotzen, wenn ich die sehe.

      Gruss
      aggi

      Ich schaue derartige Formate schon lange nicht mehr, aber ich muss dir versichern: Wie du es schilderst, ist es leider viel zu oft.
      Das ist eine meiner Zielgruppen in meinem Beruf.

      Wenn Kinder nur auf einer unbezogenen Matratze auf dem Boden schlafen, mit nichts als abgekratztem Putz und Filzmaler an den Wänden und dem Fernseher als Betreuung nach dem Ganztagskindergarten, während die Erziehungsberechtigten sich Zigaretten drehen, einander beschimpfen und im Internet surfen.
      In bestimmten Stadtteilen vieler grosser Städte ist das durchaus zu finden (und anderswo sicherlich auch).

      Dann muss aber gehandelt werden, so viel steht fest.

      Solang diese Kinder aber nicht auffällig sind, gibt es keine Möglichkeit, die Zustände daheim festzustellen.

      Wie ich dazu stehe?

      Was ich zugetragen bekomme, versuche ich im Sinne der Kinder zu verbessern. Zuständig ist da das Jugendamt, denen trete ich dann auf die Füsse, bis sie aktiv werden.

      Und bei anderen verdreckten Haushalten habe ich die Möglichkeit, Menschen vor die Wahl zu stellen: Sie arbeiten mit mir zusammen daran, etwas an ihrem Wohnverhalten zu ändern, oder es wird geprüft, ob man als Vermieter mietrechtlich vorgehen kann, was im schlimmsten Fall Wohnungsverlust meint.

      Der Bewohner hat es ein Stück weit selbst in der Hand, mit Mühe und Einsatz sein Verhalten zu ändern. Tut er dies nicht, muss er mit den Konsequenzen umgehen.

      An der Hygiene des Menschen selbst möchte ich so wenig wie möglich drehen, das geht mich schlichtweg nichts an. Aber natürlich könnte man meinen, es sei selbstverständlich 2-3 mal die Woche zu duschen und sich auch mal frische Kleidung anzuziehen. Dennoch macht es nicht jeder so. Das Warum kann man lange diskutieren, ich bin keine Therapeutin und mein Aufgabengebiet liegt nciht darin, den Menschen Körperhygiene beizubringen.
      Wenn ein Mensch, mit dem ich arbeiten soll, stinkt, und zwar so, dass ich nicht mit ihm arbeiten kann, dann sage ich ihm das. Und dann steht es ihm frei, seine Hygiene ein wenig zu verbessern oder auf meine Mitarbeit zu verzichten.

      So viel dazu.

      L G

      White

      • >Was ich zugetragen bekomme, versuche ich im Sinne der Kinder zu verbessern. Zuständig ist da das Jugendamt, denen trete ich dann auf die Füsse, bis sie aktiv werden.<

        #pro

        So jemanden hätt' ich mir als Kind durchaus mal gewünscht, der meiner Mutter auf die Zehen tritt oder gar das Amt informiert. Kinder können verdammt alleine sein wenn niemand hinschaut.

        • Das Ding ist, es gibt kein bezahltes Personal, das ein Mal im Jahr einen Hausbesuch in jeder Familie des Bundesgebiets macht, um zu schauen, ob alles so weit klappt.

          Und natürlich würde auch der Grossteil der Elternschaft in Deutschland dagegen vorgehen wollen.
          Familie ist oftmals unantastbar.

          Das kann eine gute Sache sein, aber auch sehr schlecht.

          Ich sehe halt immer die schlechten Fälle, in denen schon seit Jahren alles schief läuft, aber keiner davon weiss.
          Denn das merkt man nicht immer.

          Ich zähle mittlerweile Fenster ab in den Strassen und versuche manchmal, zu erraten, wie es bei XY wohl zu Hause aussieht.
          Soll meinen, ich erreiche nur einen bruchteil der "bedürftigen" Familien, sueddeutscher. Nämlich die, bei denen die Probleme an die Aussenwelt gelangen. Die Dunkelziffer vermag ich nicht abzuschätzen.

          • Ja, die Autonomie der Familie ist unantastbar, leider auf dem Rücken der Schwächsten ausgetragen...

            Meine Meinung: wer nichts zu verbergen hat erträgt auch einen Hausbesuch im Jahr wenn dieser dazu dienen kann, Kinder zu retten die unter unwürdigen Umständen aufwachsen.
            Und wo etwas "entdeckt" wird...umso besser, dann ist eine frühzeitige Chance da, diesen Familien zur Seite zu stehen und völlige Verwahrlosung zu verhindern.

            Leider gilt immer noch : my home is my castle und da kommt niemand rein...oft erst wenn es zu spät ist.

            • Ich finde es eher schwierig, da die Grenze zu ziehen und verweise gerne auf dieses Zitat, dass Benjamin Franklin zugeschrieben wird:
              "They who would give up Essential Liberty, to purchase a little Temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety."

              Ich hätte nichts zu vergeben, aber einmal begonnen, wo zieht man dann die Grenze bei Kontrollen, die im Endeffekt lediglich die Illusion von Sicherheit erwecken, nie aber Sicherheit vollständig erwirken können.

              Ich möchte aus Überzeugung mich nicht noch weiter vor dem Staat nackt machen, als ich sowieso schon muss. Denn Privatsphäre, Intimssphäre, persönliche Grenzen sind auch zu respektieren.

              • Aber darf man sich auf Privatsphäre berufen wenn man weiß, dass man mit einer kurzen Unterbrechung dieser möglicherweise vielen Kindern viel Leid ersparen könnte?

                Es wird auch dadruch keine "echte" Sicherheit geben aber ich bin sicher, es gäbe deutlichen Handlungsbedarf der sich bislang gut hinter berschlossenen Türen verbergen lässt.

                Allein kurze Hausbesuche wenige Wochen nach der Geburt könnten einiges ab Missständen aufdecken und vielen überforderten Eltern Hilfe zukommen lassen.

                Der Schritt, sich aktiv Hilfe zu holen ist ein viel größerer.

                Wenn man Pflegekinderaufnimmt, wenn man Kinder adoptiert...immer gehören Hausbesuche dazu. Warum werden leibliche Kinder nicht ebenso geschützt? Nur weil man davon ausgeht, dass die Eltern die Kinder wirklich wollten und schon aus dem Grund alles richtig machen...ist doch auch utopisch!

                • "Wenn man Pflegekinderaufnimmt, wenn man Kinder adoptiert...immer gehören Hausbesuche dazu. Warum werden leibliche Kinder nicht ebenso geschützt? Nur weil man davon ausgeht, dass die Eltern die Kinder wirklich wollten und schon aus dem Grund alles richtig machen...ist doch auch utopisch!"

                  Ja, das hat schon groteske Züge.

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