Was benötigt man am meisten in einem Altenheim?

    • (1) 30.11.13 - 00:07

      Hallo,

      aus persönlichen Gründen möchte ich einem gewissen Altenheim weihnachtlich etwas gutes tun....was ist denn da am passendsten?

      LG

      • Am besten wäre es wenn du dort im Altenheim persönlich nachfragst.

        Es bringt ja niemandem etwas wenn du auf Verdacht etwas schenkst und sie das dann garnicht brauchen, dafür aber dringend etwas anderes bräuchten

        Wie meinst du das?

        "weihnachtlich etwas Gutes tun"

        Dem Personal? Den Patienten?

        ZEIT kannst du nicht geben, oder? DAS wäre sicher etwas, das ein Altersheim bräuchte. Zeit für jeden einzelnen, Zeit, um sich zu besinnen in der Weihnachtszeit.

        Aber um dir einen wirklichen Tipp zu geben, wäre es gut zu wissen, in welchem Rahmen du dich da bewegen willst.

        Soll es Schokolade für die Pause der Mitarbeiter sein, soll es ehrenamtliche Unterstützung sein, um die Patienten ein wenig zu umsorgen?

        (4) 30.11.13 - 08:35

        ---Was benötigt man am meisten in einem Altenheim---

        Zeit.

        Wenn Du den Menschen dort zu Weihnachten was Gutes tun willst, dann gehe vorlesen...... oder backen ..... oder einfach zuhören.

      • ich würde auch nachfragen, aber es werden immer praktische dinge benötigt: rollstuhlnetze, stockanker, stockhalter für den rollator usw. pfennigsartikel, die einem das leben aber deutlich erleichtern (ich arbeite ehrenamtlich in einem altenheim).

        lg

        Hallo,

        Zuwendung für die alten Menschen, etwas Persönliches, selbstgemachte Plätzchen und Kuchen, ein wenig Zeit verbringen, etwas vorlesen.

        Das sind aber alles Dinge, die man mit Geld nicht kaufen kann.

        GLG

      • Zuwendung......und das nicht nur zu Weihnachten!

        (8) 30.11.13 - 14:44

        wie schon erwähnt: ZEIT, d.h. beispielsweise alte Menschen besuchen, was vorlesen, spazierengehen usw.

        Sonst fällt mir da gerade gar nichts ein- obwohl ich selber im Altenheim arbeite.
        Es gibt natürlich immer Bewohner, die keinen Besuch bekommen und die nicht mal genug Unterhosen oder Socken oder Zahnpasta haben. Die gerne mal zum Friseur möchten, es sich aber nicht leisten können, die gerne mal im Cafe ein Stück Torte essen möchten usw.
        Nagelpflegesets, Fieberthermometer usw. fehlen bei uns oft.
        Auskunft kann die Heimleitung/Pflegdienstleitung geben.

        Mir fällt noch ein ... Gesprächsstoff.

        Meine Mama hat noch jede Menge Bekannte, die nun 80+ sind und im Altersheim (ehemalige Nachbarn, Arbeitskollegen, etc. etc.). Die kennen uns von klein auf und fragen immer, was wir machen (meine Mama besucht sie regelmäßig, mir reicht leider die Zeit oft nicht und wir schauen nur sehr unregelmäßig vorbei).

        Wir schreiben an Verwandte, die weiter weg wohnen, immer so einen Weihnachtsnewsletter, was im Laufe des Jahres so in unserer Familie passiert ist, also so belangloses Zeug eigentlich, Y spielt nun Geige, Z geht nun auf die Schule XY, wir waren im Urlaub in S, U hat das Seepferdchen gemacht ... meine Mutter hat das mal so erwähnt und nun sind alle seit Jahren total scharf auf unseren Newsletter.

        Eine ehemalige Nachbarin ruft schon immer Ende Oktober (!) an, wir sollen sie auch nicht vergessen, sie will ihn unbedingt lesen und sie würde sich den immer auf den 1. Feiertag aufheben und so freuen, dass sie am Familienleben teilnehmen könnte.
        Ich denke, sie hat selbst keine Kinder, die Gespräche im Altersheim sind familienzentriert und sie kann dann mitreden. Ich weiß nicht, wie oft sie die Newsletter liest, sie kann sich wirklich an jedes Detail erinnern ....

        Sie durchforstet auch jeden Tag die Zeitung (mein mittlerer Sohn steht wegen des Sportvereins öfters mal drin, also in einer Kolonne von Namen und sie findet ihn immer :D) .
        GLG
        Miss Mary

        • P.S. Meine Freundin hat beim Ausräumen der Wohnung das Kochbuch ihrer Großmutter gefunden, also Rezepte handschriftlich z.T. in Sütterlinschrift und hat ihrer Oma einfach mal drei Sachen nachgekocht, die da drin standen .... das hat sie ihrer Oma zu Weihnachten geschenkt ....

          Die Oma war total begeistert, z.B. von den Dinkelbrötchen ....

          GLG
          Miss Mary

      Hallo,

      die schon mehrfach erwähnte ZEIT ist im Altenheim das, was am meisten fehlt. Also geh mit den Omis spazieren, vorlesen, etc, wenn es Dir möglich ist!

      An materiellen Dingen fallen mir ein:

      - Obstkorb für jede Station ins Gemeinschaftszimmer, oder schon Fruchtspießchen an Weihnachten oder Nikolaus zum Kaffee.
      -guten (!) Kuchen oder Torte für Bewohner und Personal, Plätzchen (ohne große STücke, möglichst weich, evtl. Lebkuchen) gehen auch
      -Deko für die Fenster
      - je nach Budget Salzsteinlampen oder Radio/CD ,Player, evtl. Fernseher für Gemeinschaftsraum (vorher unbedingt Personal fragen) evtl. CD mit Weihnachtsmusik (klasisch oder Chor)
      -gebastelte Teelichthalter mit elektrischen (!andere sind nicht erlaubt)Teelicht für Tische oder Bewohnerzimmer
      -Rätselhefte, Klatschzeitungen, Bücher in großen Buchstaben
      -evtl. ein Zeitungsabo für jede Station oder eine bestimmte Station, die dann im Gemeinschaftsraum ausliegt jeden Monat
      -schönen Kalender mit tollen Fotomotiven wie Berge, Bilder aus euerer Stadt.....

      Lg adelaide

      Mir würde einfallen, Bastelmaterial! Schönes Bastelpapier, Kleber, Strohsternmaterial, Scheren, Glitzerzeug, Pailletten, Nadel, Faden, bunte Folie.....und dann einen Bastelnachmittag organisieren.
      Die Leute im Altersheim sind doch oft noch fit im Kopf und sicherlich sind da einige, denen noch Basteleien aus der Kindheit einfallen.
      Die gebastelten Sachen kann man dann toll im Haus aufhängen, so haben alle was von.

      Die Heimleitung würde ich dazu anregen Kaffee und Kuchen zu organisieren und einen Raum bereitszustellen. Ein paar Zweige weihnachtlich dekoriert und los geht es.

      Wenn Du da nicht mitmachen möchstest / kannst, dann würde ich trotzdem sowas in der Art besorgen und in den Gruppenraum stellen.

      Mona

      Hallo,

      auch wenn es jetzt nach Weihnachten ist, möchte ich trotzdem noch etwas sagen.

      Leider ist es nicht so einfach, wie manche es sich hier wünschen. In einem Seniorenzentrum darf man keine offenen, selbstgebackenen Lebensmittel annehmen. Also einfach einen Kuchen oder Kekse vorbei bringen ist schwierig. Da ist ja eine einwandfreie Verarbeitung bzw. ordnungsgemäße Zubereitung nicht garantiert. Sie würden ja auch nicht einfach ein Lebensmittel, dass Ihnen ein Fremder an der Wohnungstür in die Hand drückt entgegen nehmen und essen.

      Das Selbe greift auch beim Spazieren gehen. Ein Seniorenzentrum darf einen anvertrauten Bewohner nicht einfach jemanden in Aufsicht geben und schon gar nicht alleine und außer Haus. Und das ist auch gut so. Niemand möchte, dass seine Oma von "irgendjemand" abgeholt wird. Das verbietet alleine schon die Gesetzgebung.

      Normalerweise hat jedes Haus eine Ergotherapie. Diese organisiert Feste und ist auch für die Beschaffung der Materialien verantwortlich. Hier kann man zumindest nachfragen, was an Materialien gebraucht wird. Oder ob man helfen kann. z.B. einfach mit am Tisch sitzen, Kaffee nachschenken und sich an den Gesprächen beteiligen.

      Was habe ich dieses Jahr gemacht: Ich habe 6 Flaschen alkoholfreien Sekt gekauft. Alkohol ist im Pflegeberuf bei der Arbeit verboten. Und nach dem Gottesdienst mit den Bewohnern und der Verteilung der Geschenke an die Bewohner bin ich von Wohnbereich zu Wohnbereich gegangen, habe mich bei den Kolleginnen und Kollegen bedankt, dass Sie auch an solchen Tagen nicht bei Ihrer Familie, sondern für die Bewohner da sind. Und das in einer Zeit, in der viele Familien traurig sind, weil Sie vielleicht das letzte Mal mit diesem Menschen zusammen sind. Eine emotionale Zeit für Angehörige, Mitarbeiter und Bewohner. Wir haben uns eben kurz die Zeit genommen: Für uns, für eine Danke und ein Glas Sekt auf eine friedvolle Weihnachtszeit. Respekt allen die auch an solchen Tagen einen solche schwere Aufgabe mit Freude erledigen und für andere da sind. Und daher ist es wirklich schön, wenn man den Bewohnern einen Freude machen möchte, aber auch die Pflegekräfte, die im übrigen nicht reich werden, freuen sich an diesen Tag über eine kleine Überraschung, die vielleicht die Nachtschicht in eine kurzen Pause genießen kann. Dann, wenn alle mit den Familien unterm Tannenbaum sitzen und man alleine am Pflegestützpunkt in einem völlig ruhigem Haus sitzt und einfach ein Stück Schokolade die vom Herzen kommt auf der Zunge zerschmelzen lässt. Das kann auch einem das Gefühl geben, dass man nicht alleine ist.

      Das war der Weihnachtsgedanke - und nach Weihnachten ist vor Weihnachten.

      Wie wäre es mit ein wenig deiner persönlichen Zeit, die du den Bewohnern schenkst?

      Sie ist das schönste geschenk, dass man einem menschen machen kann.

      Dadurch, dass mein Cousin vor Jahren seinen Zivildienst in einem Altenheim absolviert und immer von der tollen, erfüllenden Arbeit erzählt hat, bin ich auf die Idee gekommen mich in meiner Freizeit etwas dahingehend zu engagieren.

      So gehe ich am Wochenende öfters mal in einem Heim in der Nähe ( http://gut-retzen.de/ ) vorbei (obwohl bisher [zum Glück] noch niemand meiner Familie dort ist - toi toit toi - die sind soweit geistig und körperlich noch fit) und gehe (bzw. schiebe) spazieren, unterhalte mich, lese aus Büchern oder Zeitungen vor oder gehe gemeinsam essen. Es ist einfach toll etwas von seiner Zeit abzugeben und so viel Liebe von tollen Menschen im Gegenzug zu erhalten.

      Besonders toll ist es, wenn ich meinen kleinen Hundi dabei hab, der wird dann die ganze Zeit gestreichelt :-)

      Es kommt natürlich immer darauf an wie deine persönliche Situation aussieht. Aber Geld ist immer ein sehr gute Möglichkeit zu helfen.
      Fand ich seltsam dass das niemand erwähnt hat.

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